Das Eis ist weg, das Wasser auch

Das Eis ist weg, das Wasser auch

Es war ein langer, kalter Winter. Eberschüttwasser und Mittelwasser sind an den schon seit Jahren von Verlandung bedrohten Stellen großflächig ausgetrocknet, dann und wann stinkt es nach Verwesung. Dort, wo das Eberschüttwasser noch befüllt ist, liegt der Wasserstand mindestens einen Meter unter der gewohnten Höhe. Unterhalb der Gänshaufentraverse war ein leichtes Hochwasser zu spüren; weiter hinauf ist es nicht gekommen. Wann wird die sogenannte Eichert-Quelle am Lausgrund, die wegen Bauarbeiten im Nationalpark abgesperrt wurde, endlich…

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Straßenbau im Nationalpark

Straßenbau im Nationalpark

Neue Nationalpark-Straßen für LKWS: Der Autobahn-Tunnel unter der Lobau wirft seine Schatten voraus: Für Probebohrungen wurde mitten in der Lobau eine Zufahrtsstraße für Schwerfahrzeuge angelegt. Die Bauarbeiter haben zur Sicherheit auch eine ganze Menge Öl- und Chemikalienbindemittel mitgebracht. Woran haben sie gedacht? Fotos: Robert Eichert     Die Ausnahmegenehmigung als Dauereinrichtung (Kommentar von Manfred Christ): „Ausnahmsweise wird durch die Untere Lobau eine Schneise geschlagen, um eine Gasleitung zu erneuern. Ausnahmsweise vertrocknet deswegen das Lausgrundwasser. Ausnahmsweise werden…

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Christa Reitermayr: mein grünes Wohnzimmer

Christa Reitermayr: mein grünes Wohnzimmer

„Die „Au“, wie meine Eltern sie nannten, war einfach immer da. Zum Drachensteigen, zum Kastaniensammeln, zum Schwimmen. Oft habe ich mir als Kind gewünscht, mein Vater würde Förster werden und wir könnten ins Forsthaus ziehen. Leider ist das nie passiert.“ CHRISTA REITERMAYR  Die 1964 geborene Lehrerin aus Wien-Essling war von 1985 bis 2001 Mitarbeiterin von Anton Klein im „alten“ Lobaumuseum. Seit 2011 ist sie nebenberuflich als Radiojournalistin tätig – bei Radio Orange, für „OpenUp –…

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Christine Gerstenmayer: Computer, Katzen und Naturschutz

Christine Gerstenmayer: Computer, Katzen und Naturschutz

CHRISTINE GERSTENMAYER ist der Mastermind und der gute Geist hinter der Website des „Lobaumuseums“. Ihr Lebensmotto: Computer und Katzen! Von ihrer Wohnung aus überblickt sie den Donaupark, der hier den Anschein eines tiefen Waldes erweckt. Das erinnert sie an Linz, wo sie am Stadtrand, in der Nähe des Wasserwaldes aufgewachsen und in der Jugend oft mit Freunden spazieren gegangen ist. „Irgendwie brauche ich die Ansicht der Natur, auch wenn ich mich mit Pflanzen und Tieren…

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Ein Bugsierer namens Gnom

Ein Bugsierer namens Gnom

Im vereisten Ölhafen Lobau hat unser Mitglied Robert Kinnl Anfang 2017 ein Abschiedsfoto des historischen Verschub-Bugsierschiffes „Gnom“ geschossen. Denn der 1961 in Korneuburg gebaute „Gnom“ hat im Ölhafen ausgedient. Im Dezember 2016 hat ihn der Verein „Freunde historischer Schiffe“ von der Donautankschifffahrtsgesellschaft m. b. H. übernommen. Er wird in Zukunft im Museumshafen im Altarm Greifenstein zu besichtigen sein. Der „Gnom“ ist 19 Meter lang, 5,42 Meter breit und verfügt über zwei 8-Zylinder 4-Takt Dieselmotoren mit je…

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Das Rohrwörth und die Brunnader im Jahr 1888

Das Rohrwörth und die Brunnader im Jahr 1888

In der Enzyklopädie „Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild“, die von Kronprinz Rudolf angeregt wurde, findet sich im Band 4 von 1888 eine blumige Beschreibung der Unteren Lobau in Höhe Mühlleiten – aus dem Rohrwörth und sichtlich vom Rande der mittlerweile versiegten Brunnader. Die Jagderzählung aus einer längst vergangenen, paradiesischen Welt spielt an einem Spätsommertag bei Morgengrauen: „Über Sanddünen, durch Weidenanflug, an einem Arme entlang dringen wir vor gegen das Rohrwörth, dessen Hochhölzer wie dunkle Mauern uns gegenüberstehen…

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Bericht aus dem toten Lausgrund

Bericht aus dem toten Lausgrund

Tierfotograf Kurt Kracher hat sich Ende Jänner (mit Erlaubnis) den Lausgrund angesehen. Sein Bericht: „Wie es dort ausschaut? Sehr traurig. Erst ganz unten bei der Donau gibt es noch etwas Eis, ansonsten ist der Lausgrund staubtrocken.“ Tote Schnecken, tote Fische, tote Wasserpflanzen, tote Amphibien – die Wildschweine haben den ausgetrockneten Gewässergrund durchpflügt und das meiste bereits aufgefressen. Lobau-Historiker Robert Eichert hat herausgefunden, dass die nach ihm benannte, lebenserhaltende Eichert-Quelle, eine Einspeisung des Überschuss-Trinkwassers aus den…

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31. Jänner: Vortrag „Umweltgeschichte der Lobau“ von Robert Eichert

31. Jänner: Vortrag „Umweltgeschichte der Lobau“ von Robert Eichert

Wie sind die Menschen im Laufe der Geschichte mit der Lobau umgegangen? Der Lobau-Kenner Robert Eichert, Lokalhistoriker, Ausstellungsgestalter und redaktioneller Mitarbeiter der Donaustädter Bezirkszeitung, hat in jahrelanger Arbeit einen Vortrag mit beinahe vergessenen, historischen Fotos zusammengestellt. Er deckte erstaunliche Geschehnisse aus frühen Tagen auf und zieht Schlussfolgerungen in unsere Zeit. Der Vortrag „Eine Umweltgeschichte der Lobau in Bildern von 1800 bis heute“ findet am Dienstag, den 31. Jänner. um 18 Uhr in den Räumlichkeiten des Wiener Naturschutzbundes…

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1920 … die Lobau und der Prater sehen grauenhaft aus

1920 … die Lobau und der Prater sehen grauenhaft aus

Was der 1. Weltkrieg den Menschen angetan hat, lässt sich oft aus unerheblichen Berichten herauslesen. In der Ausgabe vom 30. Juni 1920 der in Stuttgart erscheinenden Zeitschrift „Blätter für Aquarien- und Terrarienkunde“ ruft der in Wien-Erdberg beheimatete Aquarienverein „Cyperus“ zum Schutz der Wiener Augebiete auf: „Wie wohl jeder weiß, ist eine der bedauerlichsten Folgeerscheinungen des Krieges die sinnlose Verwüstung und Plünderung unserer Wälder und Auen. Nicht nur die alten, etwa schlagbaren Bäume fielen blindem Wüten…

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Erinnerung an die Rollfähre Bad Deutsch-Altenburg

Erinnerung an die Rollfähre Bad Deutsch-Altenburg

Bis Anfang der 1970er-Jahre war es recht mühsam, entlang der Auen östlich von Wien die Donau zu überqueren, noch dazu mit einem Kraftfahrzeug. Flussabwärts der Wiener Ostbahnbrücke gab es nur kleine Fähren. Ab 1951 wurde die Situation durch eine sehr tragfähige Rollfähre, die zwischen Stopfenreuth und Bad Deutsch-Altenburg hin- und herfuhr, erleichtert. Ihr Ende zeichnete sich am 20. April 1970 ab, als die Fähre kurz nach 22 Uhr in der Mitte der hochwasserführenden Donau durch…

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