Gänse leben lebensgefährlich

Gänse leben lebensgefährlich

Ein Graugans-Paar am 15. Juli auf einem abgeernteten Feld bei Schönau – mit nur einem einzigen, beinahe schon erwachsenen Jungen. Was mag mit seinen Geschwistern passiert sein? Graugänse legen vier bis sechs Eier. In den ersten zwei bis drei Lebenswochen nach dem Schlupf ist die Todesrate der Jungen am höchsten: Füchse, Rabenvögel, Seeadler, große Welse … die frisch geschlüpften Gänseküken werden, obwohl sie von ihren Eltern aufmerksam geführt werden, von fast allen Raubtieren ins Visier…

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Mit Geduld und scharfem Blick: seltene Tiere!

Mit Geduld und scharfem Blick: seltene Tiere!

Wer sich ein wenig mit der Tierwelt der Lobau beschäftigt, wird bald erkennen, dass sie mehr als bloß Stockenten, Schwäne und Graureiher zu bieten hat. Bei entsprechender Aufmerksamkeit kann man, auch ohne die erlaubten Wege zu verlassen, äußerst seltenen Tieren begegnen: WASSERRALLE AM JOSEFSTEG Gerhard Neuhold, der seit zehn Jahren mit seiner Kamera die Obere Lobau durchstreift, hat am 29. Juni gegen 19 Uhr beim Josefsteg eine Wasserralle entdeckt: Ein typischer Schilfvogel, dessen Brutbestand sich…

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Sehr exquisit: Seidenreiher in Schönau

Sehr exquisit: Seidenreiher in Schönau

Der 85jährige Pionier der Lobau-Fotografen Norbert Sendor und seine Begleiterin Elisabeth Zeman haben am 3. Mai in Schönau etwas Besonderes gesichtet und fotografiert: fünf Seidenreiher! Sie sind ursprünglich in Südeuropa zuhause, drängen jedoch nach Norden. Zum ersten Mal in Österreich gebrütet haben sie 1998 im Schilfgürtel des Neusiedler Sees. Seidenreiher suchen ihre Beute – im Unterschied zu Grau- und Silberreihern, die einfach herumstehen, beobachten und warten. Fast neunzig Prozent ihrer Nahrung machen Larven von Wasserinsekten…

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Selten zu sehen: Knäkenten

Selten zu sehen: Knäkenten

Norbert Sendor und Elisabeth Zeman haben am 30. März um die Mittagszeit bei Schönau in weiter Entfernung Knäkenten beobachten und fotografieren können – ein seltenes Ereignis, denn Knäkenten finden in der Unteren Lobau, so wie sich heute darstellt, nur wenig Lebensraum. Sie sind typische Bewohner flach überschwemmter Wiesen, also eine für dynamische Flussauen charakteristische Entenart. Ihre Bestände in Mitteleuropa sind seit 1970 um mindestens 60 Prozent zurückgegangen, vor allem wegen des Verlustes geeigneter Feuchtgebiete. In…

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Wacholderdrosseln – letzte Boten des Winters

Wacholderdrosseln – letzte Boten des Winters

Norbert Sendor und Elisabeth Zeman haben am 9. März kurz nach Mittag auf einem Acker zwischen Mühlleiten und Schönau eine Schar von etwa 30 Wacholderdrosseln gesichtet – ein Symbol Zeichen der Wintermonate. Denn in Ostösterreich sieht man Wacholderdrosseln fast ausschließlich im Winter – als Gäste aus nordöstlichen Ländern. In der kalten Jahreszeit fressen sie Beeren und Früchte, bevorzugt Hagebutten und Misteln. Wacholderdrosseln sind ein wenig kleiner als Amseln, haben aber längere Flügel und ein höheres…

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März-Nebel an der Schönauer Traverse

März-Nebel an der Schönauer Traverse

Norbert Sendor und Elisabeth Zeman sind am Nachmittag des 3. März in der Gegend von Schönau in eine Nebelbank geraten. Der Anblick des fischenden Silberreihers hat die gespenstische Stimmung noch verstärkt. Ansonsten keine Spur von Wildtieren, nur ein einsamer Turmfalke … dafür etliche Spaziergänger, mehr als früher üblich. In Corona-Zeiten drängen die Menschen ins Grüne, nicht nur in den Donau-Auen, auch in der March-Auen. Im WWF Reservat in Marchegg werden deutlich mehr Besucher registriert als…

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Anton Klein auf YouTube: „Wunderlandschaft für Geist und Seele.“

Anton Klein auf YouTube: „Wunderlandschaft für Geist und Seele.“

Anton Klein, verstorben 2013, ab 1970 Naturapostel, Kämpfer und Mahner, plädiert 2009 im Gebäude des alten Lobaumuseums dafür, die Lobau als Wunderlandschaft für Geist und Seele zu begreifen: https://www.youtube.com/watch?v=rczZQJamono&feature=youtu.be Aufgezeichnet von Elisabeth Zeman und Norbert Sendor. Interview: Robert Eichert

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Anton Klein auf YouTube: „Kein Mensch mag den Kritiker.“

Anton Klein auf YouTube: „Kein Mensch mag den Kritiker.“

Aktuell wie nie zuvor … Anton Klein, verstorben 2013, ab 1970 Naturapostel, Kämpfer und Mahner, schüttet 2009 vor dem Gebäude des alten Lobaumuseums im Video sein Herz aus: „Kein Mensch mag den Kritiker, aber Kritik ist überlebensnotwendig. Wenn man da nur einen sieht, der alles verderben und verschandeln will, denn bisher hat sich gezeigt, dass die Kritik den Nationalpark gebracht hat, den Schutz gebracht hat, ein Umdenken auf breitester Basis erfolgt.“ Am Ende wehrt sich…

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Wintervögel

Wintervögel

Im Dezember sind auf Spaziergängen in der Lobau kaum Wildtiere zu sehen. Höchstens hie und da ein Reiher, hie und da ein Kormoran – und Möwen. Das hat auch mit dem saisonbedingten, geringen Wasserstand zu tun. denn in den seichten Lacken finden fischfressende Vögel vielfältige Nahrung: kleine Fische, Wasserschnecken, Libellen- und Käferlarven. Meist ist das große Fressen nur aus der Ferne zu sehen: eine Schar Silberreiher zum Beispiel – von Elisabeth Zeman und Norbert Sendor…

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Österreichs Libellen-Hotspot

Österreichs Libellen-Hotspot

In Wien leben 62 Libellenarten, das sind knapp 80 Prozent der in ganz Österreich nachgewiesenen Arten. Als Hotspot gilt die Lobau – mit 49 Arten! Norbert Sendor und Elisabeth Zeman fotografieren seit Jahrzehnten in der Lobau, unter anderem auch Libellen. Hier im Anhang eine Galerie der von ihnen dokumentierten, wunderbar bunten Vielfalt. Die Biologin und Libellenspezialistin Martina Staufer hat die Arten anhand der Fotos bestimmt. Libellen haben die Erde schon vor den Dinosauriern besiedelt, vor…

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