Wintereinbruch!

Wintereinbruch!

Tierfotograf Kurt Kracher hat einen Kontrollgang durch die Untere Lobau unternommen. Sein wichtigstes Anliegen (aus leidvoller Erfahrung): „Winter ist Notzeit für alle Wildtiere. Hunde in der Lobau unbedingt an die Leine!!“ Bei Mühlleiten ist der Fadenbach wieder einmal ausgebaggert worden: Der schmale, ehemalige Donau-Arm wurde von 2003 bis 2009 gereinigt, vertieft und revitalisiert. Bei höherem Pegelstand der Donau sollte er von da an wieder durchgehend Wasser führen. Dass er erneut ausgebaggert werden musste, lässt darauf…

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Im Radio: Robert Eichert über die Geschichte der Lobau-Autobahn

Im Radio: Robert Eichert über die Geschichte der Lobau-Autobahn

Online abrufbar auf Radio Orange: https://cba.fro.at/352932 Der Lokalhistoriker Robert Eichert und die Aktivistin Jutta Matysek über eines der heißesten Themen der Stadt Wien: die Autobahn unter dem Nationalpark Donauauen. Auf der Höhe von Groß-Enzersdorf soll sie in sechzig Metern Tiefe die Donau und die Lobau queren. Die Gegner des Projekts fürchten um die Natur und prophezeien ein noch größeres Verkehrsaufkommen. Die Befürworter hoffen auf weniger Stau und einen schnelleren Weg in die Stadt. Die 57…

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Anton Klein: das Zeitzeugen-Video

Anton Klein: das Zeitzeugen-Video

  Die Biologen Herbert Schneider (Autor) und Gerald Navara (Kamera) wurden Ende der 1990er-Jahre vom Nationalpark Donauauen damit beauftragt, Zeitzeugen zu interviewen und die Interviews auf Video festzuhalten. Zu diesen Zeitzeugen gehört auch Anton Klein, der 2013 verstorbene Gründer des Lobaumuseums. Ab sofort ist dieses Interview aus dem Jahr 1999 auf der Infothek des Nationalparks für jedermann zu sehen und zu hören. Es sind die Erzählungen eines Mannes, dessen Lebenskraft von der Donau und ihren…

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Das sagenhafte Überschwemmungsgebiet

Das sagenhafte Überschwemmungsgebiet

Die Lobau reichte einst über das die Donau begleitende Überschwemmungsgebiet bis hinein in die Stadt. Anfang der 1970er-Jahre fiel diese vielgeliebte und besungene „Donauwies’n“ dem Bau des Entlastungsgerinnes zum Opfer. Das im Zuge der Donaubegradigung zwischen 1870 und 1875 entstandene Überschwemmungsgebiet war für die Wiener ein leicht erreichbarer Erholungsraum, ein Badegebiet und ein Abenteuerspielplatz. Es bot überdies die Möglichkeit, Fußball-Matches auszutragen, große Segel- und kleine Modellflugzeuge zu steuern und Drachen steigen zu lassen. Wer es gemütlicher angehen…

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Vor hundert Jahren für die Au: Carl August Reitmayer

Vor hundert Jahren für die Au: Carl August Reitmayer

Anton Klein, der Gründer des Lobaumuseums, hat in seiner Liebe und Leidenschaft für den Auwald einen Vorgänger gehabt: Carl August Reitmayer – zu Beginn des 20. Jahrhunderts einer der bekanntesten Aquarianer und Terrarianer Österreichs. Reitmayer beschäftigte sich wie Klein intensiv mit tropischen Tieren und Pflanzen, nutzte aber trotzdem, wiederum wie Anton Klein, jede Gelegenheit, um Plädoyers für die Wunderlandschaft der Donau-Auen zu halten. Hauptberuflich war er Ober-Revisor (Oberrechnungsprüfer) bei der Postsparkasse, wohnhaft in der Schüttelstraße, später in der…

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Christa Reitermayr: mein grünes Wohnzimmer

Christa Reitermayr: mein grünes Wohnzimmer

„Die „Au“, wie meine Eltern sie nannten, war einfach immer da. Zum Drachensteigen, zum Kastaniensammeln, zum Schwimmen. Oft habe ich mir als Kind gewünscht, mein Vater würde Förster werden und wir könnten ins Forsthaus ziehen. Leider ist das nie passiert.“ CHRISTA REITERMAYR  Die 1964 geborene Lehrerin aus Wien-Essling war von 1985 bis 2001 Mitarbeiterin von Anton Klein im „alten“ Lobaumuseum. Seit 2011 ist sie nebenberuflich als Radiojournalistin tätig – bei Radio Orange, für „OpenUp –…

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LOBAU-MUSEUM: 2009 GESCHLOSSEN, 2017 IM INTERNET WIEDERERÖFFNET Unsere Geschichte: 1972 eröffnete der Naturschützer und Umweltaktivist Anton Klein aus großer Sorge um die Wiener Donauauen im Kellerlokal seines Aquarienvereins eine „Lobau-Ausstellung“, die bald danach in „Lobau-Museum“ umbenannt wurde. 1975 erhielt er dafür vom Forstamt der Stadt Wien das sogenannte Adjunkten-Schlössl in der Oberen Lobau zur Verfügung gestellt. Das Inventar wurde übersiedelt – und am 16. März 1975 wurde das nun gewissermaßen salonfähige Museum feierlich eröffnet.  2009 musste…

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„Lobau darf nicht sterben“ erstmals 1972 in der Bezirkszeitung

„Lobau darf nicht sterben“ erstmals 1972 in der Bezirkszeitung

1972 wurde in Wien-Donaustadt eine Regionalzeitung gegründet – die Donaustädter Zeitung (heute: „dbz Donaustädter Bezirkszeitung“). In der Märzausgabe geht es bereits um die Lobau und um Anton Kleins Proteste und Initiativen. Der Artikel bedauert (ohne Kleins Namen zu erwähnen; möglicherweise hat er es selbst verfasst), dass „an der Stelle, an der sich das Kraftwerk Steinsporn erhebt, eine der letzten Orchideenwiesen im Raume Wiens war.“ Beklagt wird auch, dass der bevorstehende Bau der Donauinsel die „einzigartige…

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Franz Antonicek: der Waldläufer mit der Kamera

Franz Antonicek: der Waldläufer mit der Kamera

FRANZ ANTONICEK, der Altmeister der Tierfotografen, der Mann, der wie kein anderer die Donauauen bei Wien in Bilder fasste, ist am 21. März 2016 im 80. Lebensjahr verstorben. Seit 1954 war er mit seinem kongenialen Partner Norbert Sendor an der Donau und an der March auf Fotopirsch – zu einer Zeit, als die Auen noch nicht von jedermann betreten werden durften und von einem Zaun umgeben waren. Das Fotografieren von Wildtieren war Leidenschaft und Abenteuer…

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Norbert Sendor: seit 65 Jahren auf der Pirsch

Norbert Sendor: seit 65 Jahren auf der Pirsch

NORBERT SENDOR gehört zu den Pionieren der österreichischen Naturfotografie – spezialisiert auf die Tierwelt der Donauauen rund um Wien. Als es Anfang der 1970er-Jahre darum ging, die Lobau vor der Zerstörung zu bewahren – und später darum, für einen Nationalpark Stimmung zu machen – waren Norbert Sendors Fotos von Wildtieren und sagenhaften Aulandschaften in Tageszeitungen und Büchern das Fundament, auf dem die große Öffentlichkeit erreicht werden konnte. Im Jahr 2000 wurde ihm in Würdigung seiner…

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