Grüne Flussjungfer am Schwarzen Loch

Grüne Flussjungfer am Schwarzen Loch

Genau schauen zahlt sich aus. Robert Poth hat am 16. August in der Lobau beim „Schwarzen Loch“ eine Libelle fotografiert, die sich als männliche „Grüne Flussjungfer“ entpuppt hat: eine typische Fließgewässer-Libelle. In die Lobau hat sie sich vermutlich verflogen. Denn ihr Lebensraum ist das Fließwasser. Die wasserlebenden Larven sind in schneller Strömung und auf grobem Sand zu finden. Die Abtrennung der Auengewässer vom Hauptstrom gilt demnach als Hauptursache für den Niedergang dieser Libelle. In Europa…

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Seltener Gast am Kühwörtherwasser

Seltener Gast am Kühwörtherwasser

Elisabeth Zeman und Norbert Sendor haben am Bootsplatz des Schönauerwassers einen Flussuferläufer gesichtet. Wie sein Name schon sagt, ist er an stehenden Gewässern eher seltener anzutreffen. Flussuferläufer meiden außerdem schlammige Ufer. Zwischendurch können verlandende Gewässer für die Vögel aber dennoch interessant sein – als Nahrungsquelle, um Würmer, Insektenlarven, Spinnen, Schnecken, Muscheln und Krebstiere zu erbeuten. Flussuferläufer gehören zu den gänzlich geschützten Tierarten und sind in Teilen Österreichs potenziell stark gefährdet und vom Aussterben bedroht. Ihr…

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Michael Häupl: der Tunnel und die neue Bescheidenheit

Michael Häupl: der Tunnel und die neue Bescheidenheit

Der ehemalige Wiener Bürgermeister Michael Häupl, der als Umweltstadtrat 1992 über die Medien als erster den Gedanken einer Untertunnelung der Lobau ins Spiel gebracht hat, war zeitlebens ein Verfechter der Wiener Nord-Ost-Umfahrung – sie wäre seiner Meinung nach unumgänglich. Eine Brücke mitten durch den zunächst nur angedachten und schließlich mit großem Stolz eingerichteten Nationalpark wollte er unter allen Umständen vermeiden. Gleichzeitig plädierte er bei jeder Gelegenheit dafür, vor dem möglichen Bau eines Tunnels unbedingt mit…

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Gänse leben lebensgefährlich

Gänse leben lebensgefährlich

Ein Graugans-Paar am 15. Juli auf einem abgeernteten Feld bei Schönau – mit nur einem einzigen, beinahe schon erwachsenen Jungen. Was mag mit seinen Geschwistern passiert sein? Graugänse legen vier bis sechs Eier. In den ersten zwei bis drei Lebenswochen nach dem Schlupf ist die Todesrate der Jungen am höchsten: Füchse, Rabenvögel, Seeadler, große Welse … die frisch geschlüpften Gänseküken werden, obwohl sie von ihren Eltern aufmerksam geführt werden, von fast allen Raubtieren ins Visier…

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Erlesene Beobachtung am Josefsteg: Mariskensänger

Erlesene Beobachtung am Josefsteg: Mariskensänger

Naturfotograf Gerhard Neuhold hat am 21. Juli gegen Abend beim Josefsteg einen Mariskensänger fotografiert – eine bemerkenswerte Begegnung: Mariskensänger sind hochspezialisierte Schilfvögel. Sie bevorzugen das Wasser und die Wasseroberfläche als Jagdgebiete, ernähren sich von frisch geschlüpften, noch flugunfähigen Eintagsfliegen, Libellen, Fliegen und Mücken. In Europa bewohnen sie das Mittelmeergebiet und die Region der Karpaten.  Die Nordwestgrenze ihres Verbreitungsgebietes erreichen sie am Neusiedler See. In der Lobau kann man die Beobachtungen gewissermaßen an einer Hand abzählen….

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Das Leid (Lied) von der Lobau im Kunst.Lokal

Das Leid (Lied) von der Lobau im Kunst.Lokal

In der Galerie Kunst.Lokal im historischen Zentrum von Groß-Enzersdorf fand bis Ende Juli 2021 eine Ausstellung statt, die auf die zunehmende Austrocknung der Lobau aufmerksam machen sollte. Künstler und Naturfotografen aus der Region hielten mit ihren Arbeiten ein Plädoyer für diese einzigartige Landschaft, für ihre Pflanzen und Tiere, für all ihre Bewohner. Die Aussteller: Susi Jany Widhalm, Susanne Stadler, Regine Unger, Gabriele Zamastil, Kurt Kracher, Franz Kern, Dr. Herbert Slad, Rudolf Herold, Gottfried “Laf“ Wurm,…

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Mit Geduld und scharfem Blick: seltene Tiere!

Mit Geduld und scharfem Blick: seltene Tiere!

Wer sich ein wenig mit der Tierwelt der Lobau beschäftigt, wird bald erkennen, dass sie mehr als bloß Stockenten, Schwäne und Graureiher zu bieten hat. Bei entsprechender Aufmerksamkeit kann man, auch ohne die erlaubten Wege zu verlassen, äußerst seltenen Tieren begegnen: WASSERRALLE AM JOSEFSTEG Gerhard Neuhold, der seit zehn Jahren mit seiner Kamera die Obere Lobau durchstreift, hat am 29. Juni gegen 19 Uhr beim Josefsteg eine Wasserralle entdeckt: Ein typischer Schilfvogel, dessen Brutbestand sich…

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Ein Auen-Käfer – früher häufig, nun eine Rarität

Ein Auen-Käfer – früher häufig, nun eine Rarität

Am 9. Mai ist unserem aufmerksamen Kollegen Robert Poth am Marchfeld-Schutzdamm knapp innerhalb der Wiener Landesgrenze ein schwarzer Käfer aufgefallen, der um ein Haar von einem Radfahrer überrollt worden wäre. Ein paar Videoaufnahmen und einige Recherchen später stand fest: Der gerade noch davongekommene Käfer ist ein Weberbock – typisch für Aulandschaften, einst häufig, mittlerweile eine Rarität. In Deutschland gilt der Weberbock (Lamia textor) bundesweit als „stark gefährdet“. In Österreich werden jedes Jahr nur einige wenige…

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“Wie Käfer und Bürger*innen Natur retten können”

“Wie Käfer und Bürger*innen Natur retten können”

So lautet der Titel einer Radio-Reportage (Podcast) im Rahmen der Sendereihe „Flaneur und Distel“. ONLINE zu hören auf https://www.fro.at/wie-kaefer-und-buerger-innen-natur-retten-koennen/ oder https://cba.fro.at/495922 Es geht darum, wie man sich als Bürger gegen Naturzerstörung wehren kann – am Beispiel und nach den Erfahrungen des Landschaftsökologen Christian Schuhböck und seiner Natur-, Kultur- und Landschaftsschutzorganisation „Alliance For Nature – Allianz für Natur“ (AFN). Schuhböck hat an der Verwirklichung des Nationalparks Hohe Tauern mitgewirkt und an der Aufnahme der Semmeringbahn in…

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Sehr exquisit: Seidenreiher in Schönau

Sehr exquisit: Seidenreiher in Schönau

Der 85jährige Pionier der Lobau-Fotografen Norbert Sendor und seine Begleiterin Elisabeth Zeman haben am 3. Mai in Schönau etwas Besonderes gesichtet und fotografiert: fünf Seidenreiher! Sie sind ursprünglich in Südeuropa zuhause, drängen jedoch nach Norden. Zum ersten Mal in Österreich gebrütet haben sie 1998 im Schilfgürtel des Neusiedler Sees. Seidenreiher suchen ihre Beute – im Unterschied zu Grau- und Silberreihern, die einfach herumstehen, beobachten und warten. Fast neunzig Prozent ihrer Nahrung machen Larven von Wasserinsekten…

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