Traurig: die Untere Lobau am 25. Oktober

Traurig: die Untere Lobau am 25. Oktober

Der Journalist und Lobau-Aktivist Robert Poth hat am 25. Oktober eine Wanderung durch die Untere Lobau unternommen – von Groß-Enzersdorf nach Schönau, und er hat auf seiner Website einen Fotobericht verfasst. Anders als manche Politiker erkennt er den wahren Zustand dieser Landschaft. Keineswegs „eh schön grün“, sondern in einem dramatischen Niedergang begriffen: „ … Mittelwasser, das seinen Namen derzeit nicht wirklich verdient. Ein Schilfmeer, soweit das Auge reicht.“ „Alles praktisch staubtrocken … Die Brücke hat eine…

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Wie lange noch Nationalpark?

Wie lange noch Nationalpark?

Der regnerische Mai 2019 hat alles verwässert. Seit dem Sommer ist es wieder so offensichtlich wie gewohnt: Die Untere Lobau vertrocknet, die Gewässer werden zu Land. Das wird in absehbarer Zukunft die Lobau als Teil des Nationalparks in Frage stellen. Das Eberschüttwasser ist von Wasserpflanzen, Seerosen, Binsen und Schilf schon großteils überwuchert. Dazu kommt eine, bis zu ein Meter mächtige Schicht aus Faulschlamm am Grund des Gewässers. Am sogenannten „kleinen“ Eberschüttwasser, das beinahe bis Groß-Enzersdorf…

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Landtagsabgeordneter Josef Taucher in der sterbenden Lobau

Landtagsabgeordneter Josef Taucher in der sterbenden Lobau

Der Wiener Landtagsabgeordnete Mag. Josef Taucher, ab September Klubchef der Wiener SPÖ, hat sich am 28. Juli mehrere Stunden Zeit genommen, um mit Mitgliedern unseres Vereins (Robert Eichert, Kurt Kracher, Manfred Christ) die triste Situation der Lobau mit eigenen Augen zu betrachten. Der Lokalaugenschein führte ins Eberschüttwasser, das ebenso wie alle anderen Gewässer der Lobau vor der vollständigen Verlandung steht. Und es handelt sich keineswegs mehr um Jahrzehnte, bis es soweit sein wird. Das Wasser…

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Frühling in der Unteren Lobau

Frühling in der Unteren Lobau

In diesen Tagen geht es richtig los. Das Eberschüttwasser liegt zwar noch ein wenig farblos in der Gegend herum, aber an seinen Ufern gibt es bereits einiges zu entdecken. Ein Ölkäferweibchen sucht mit dem Bauch voller Eier nach einer guten Stelle, um eine kleine Höhle zu graben und die Eier darin abzulegen. Ölkäfer sind flugunfähig und können sich das auch leisten, da sie extrem giftig sind – das giftigste Tier der Donauauen. Ähnlich schwarz-metallisch gefärbt…

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Die letzte Seerose des heurigen Jahres

Die letzte Seerose des heurigen Jahres

So schön sie auch sein mögen – Weiße Seerosen (Nymphaea alba) sind eine Metapher für das Sterben der Lobau. Wasserpflanzengesellschaften, in denen sie üppig gedeihen, zeigen an, dass die Gewässer im Begriff sind auszutrocknen, zu verlanden. Wo das Wasser still steht, wo aus den vom Strom abgeschnittenen Auwässern träge Seen werden, dort wo sich Schlamm ansammelt, da fühlen sie sich wohl. Weil sich zwischen ihren langen Stielen und ihren Wurzelstöcken organisches Material leicht verhängen kann…

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Stare verdunkeln den Himmel

Stare verdunkeln den Himmel

Im Bereich Lausgrundwasser, Eberschüttwasser und Künigltraverse verbringt seit Ende August ein wahrhaft riesiger Staren-Schwarm die Nacht. Die Vögel haben sich versammelt, um von hier gemeinsam nach Süden in die Winterquartiere zu ziehen. Bei Sonnenuntergang fliegen sie lautstark zwitschernd und weithin hörbar zu ihren Schlafplätzen im Schilf, in Sträuchern und in Bäumen. Kurt Kracher: „Es sind so viele, dass sie einige Minuten lang beinahe den Himmel verdunkeln.“ Laut Eva Karner-Ranner von BirdLife Österreich beginnt der herbstliche…

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Lokalaugenschein Eberschüttwasser

Lokalaugenschein Eberschüttwasser

Auch wenn die Hitze brütet – Kurt Kracher hat sich Anfang August am Eberschüttwasser mit der Kamera auf die Lauer gelegt. Ergebnis (Zitat): „Ein schwimmender Biber, fliegende Graugänse und eine sehr schöne und durch die segensreiche „Eichert-Quelle“ gut mit Wasser befüllte Aulandschaft.“

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Trockenheit fürs Erste überwunden

Trockenheit fürs Erste überwunden

Das kleine Eberschüttwasser ist wieder mit Wasser gefüllt. Ein Hochwasser und die endlich wieder geöffnete „Eichert-Quelle“ (Überschusswasser aus dem Trinkwasserbrunnen) dürften dies bewirkt haben. Vermutlich steht auch im Lausgrund wieder Wasser. Norbert Novak hat am 26. März den Hauptarm des Eberschüttwassers besucht. Ergebnis: Der Wasserstand am Bootsplatz der „Lobaufischer“ ist zwar nicht sensationell, aber sichtlich in Ordnung. Novak: „Kann wieder Entwarnung geben!“ Titelfoto: Kurt Kracher Foto Bootsplatz: Norbert Novak  

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Wie befürchtet: tote Fische

Wie befürchtet: tote Fische

Es ist gekommen, wie viele befürchtet haben: Die fehlende bzw. zu geringe Wassereinspeisung, die Verlandung, der lange, strenge Winter: Nachdem das Eis nun geschmolzen ist, treiben in den seichten, stark verlandeten Augewässern tote Fische. Am „kleinen“ Eberschüttwasser sind es nach kurzer Sichtung etwa 20 bis 25 Welse, Karpfen, Flussbarsche und Hechte. Dazu kommen unzählige Kleinfische, auch Muscheln. Fotos: Kurt Kracher  

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Das Eis ist weg, das Wasser auch

Das Eis ist weg, das Wasser auch

Es war ein langer, kalter Winter. Eberschüttwasser und Mittelwasser sind an den schon seit Jahren von Verlandung bedrohten Stellen großflächig ausgetrocknet, dann und wann stinkt es nach Verwesung. Dort, wo das Eberschüttwasser noch befüllt ist, liegt der Wasserstand mindestens einen Meter unter der gewohnten Höhe. Unterhalb der Gänshaufentraverse war ein leichtes Hochwasser zu spüren; weiter hinauf ist es nicht gekommen. Wann wird die sogenannte Eichert-Quelle am Lausgrund, die wegen Bauarbeiten im Nationalpark abgesperrt wurde, endlich…

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