Ja, es gibt (noch) Muscheln in der Lobau!

Ja, es gibt (noch) Muscheln in der Lobau!

Auf einem jener bedrückenden Fotos der beinahe komplett ausgetrockneten Unteren Lobau, die der WWF Anfang Mai in einer Presseaussendung veröffentlichte, war auf trockenem Grund auch eine tote Muschel abgebildet. Das Bild veranlasste mehrere Wutbürger in den Kommentarspalten der Zeitungen dazu, selbstsicher darauf hinzuweisen, dass es – „typisch WWF“ – ein Fake wäre, jedenfalls arrangiert worden sei oder von ganz woanders herstammen würde, da doch jeder wisse, dass es in der Lobau gar keine Muscheln gäbe….

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Die Märchenerzähler der Stadt Wien

Die Märchenerzähler der Stadt Wien

Es ging durch alle Medien, Anfang Februar sind im Schönauerwasser in der Unteren Lobau unzählige Fische verendet. Für Kenner der Lobau war von Anfang an klar, dass dafür der niedrige Wasserstand im Hauptgewässerzug der Unteren Lobau (Eberschüttwasser – Mittelwasser – Kühwörtherwasser – Schönauerwasser) im Zusammenspiel mit einer relativ langen Eisbedeckung verantwortlich ist. Die Kombination aus Niedrigwasserstand und Eisbedeckung hat immer schon zu toten Fischen geführt, allerdings nur in den Nebenarmen die im Winter oft niedrige…

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Fischfauna: Vorgaben und Pflichten einfach missachtet

Fischfauna: Vorgaben und Pflichten einfach missachtet

Angesichts der öffentlichen Debatte über die toten Fische im schwer verlandeten, niederösterreichischen Schönauerwasser sowie über den verheerenden Zustand der stromaufwärts liegenden Wiener Lobaugewässer und ihrer Fischbestände, liegt es nahe, einen Blick in die diesbezüglichen Gesetze zu werfen, beispielsweise in den Aktuellen fischereilichen Managementplan für den Wiener Teil des Nationalparks Donau-Auen – eine Verordnung des Magistrates der Stadt Wien. Er enthält ein bedeutendes Kapitel namens „Monitoring“ = die permanente Überwachung der Fischfauna, um negative Entwicklungen rechtzeitig…

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Tote Fische: irgendwie normal, aber eindeutig vermeidbar

Tote Fische: irgendwie normal, aber eindeutig vermeidbar

Wieder einmal ein strengerer Winter und wieder einmal ersticken in der Unteren Lobau die Fische – im Schönauerwasser. Handelt es sich dabei um eine nicht vorauszusehende Katastrophe? Nein. Winterliche Fisch- und Muschelsterben hat es in der Lobau bei anhaltendem Frost und dicker Eisdecke schon immer gegeben. Als Beispiel hier einige mehr als fünfzig Jahre alte Eintragungen im Logbuch von Norbert Sendor (Jahrgang 1936) der als Naturfotograf seit den 1950er-Jahren siebzig Jahre lang durch die Lobau gepirscht…

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Katastrophale Situation in der Unteren Lobau

Katastrophale Situation in der Unteren Lobau

So ausgetrocknet war es noch nie. Der Hauptgewässerzug Schönauerwasser, Schwadorfer Rinne und Kühwörtherwasser ist seit Anfang November fast komplett trockengefallen, Hunderte Fische und Großmuscheln sind verendet. Wo ist der Krisenstab der Stadt Wien, der nun blitzschnell in großer Sorge um den Nationalpark Rettungsmaßnahmen entwirft, endlich den vermeintlichen Konflikt zwischen Grundwassergewinnung und Naturschutz bereinigt und die jahrzehntelang geplante Dotation der Unteren Lobau mit Donauwasser verwirklicht? Es gibt ihn nicht. Anfragen erschrockener Bürger werden von der Stadt…

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1975: die abenteuerliche Geschichte des ersten Seeadler-Fotos

1975: die abenteuerliche Geschichte des ersten Seeadler-Fotos

In den 1970er-Jahren galt in Österreich der Seeadler – das Wappentier der Republik – als der Heilige Gral der Tierfotografen. Es gab schon lange keine brütenden Paare mehr im Land, nur im Hochwinter tauchten entlang der Donau halbwegs regelmäßig einige wenige Adler aus nördlicheren Gegenden auf, um hier nach Aas Ausschau zu halten und um nach Wasservögeln und Fischen zu jagen. Wenn man das Glück hatte, einen von ihnen zu erblicken, dann nur aus weiter…

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Seltener Gast am Kühwörtherwasser

Seltener Gast am Kühwörtherwasser

Elisabeth Zeman und Norbert Sendor haben am Bootsplatz des Schönauerwassers einen Flussuferläufer gesichtet. Wie sein Name schon sagt, ist er an stehenden Gewässern eher seltener anzutreffen. Flussuferläufer meiden außerdem schlammige Ufer. Zwischendurch können verlandende Gewässer für die Vögel aber dennoch interessant sein – als Nahrungsquelle, um Würmer, Insektenlarven, Spinnen, Schnecken, Muscheln und Krebstiere zu erbeuten. Flussuferläufer gehören zu den gänzlich geschützten Tierarten und sind in Teilen Österreichs potenziell stark gefährdet und vom Aussterben bedroht. Ihr…

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Gänse leben lebensgefährlich

Gänse leben lebensgefährlich

Ein Graugans-Paar am 15. Juli auf einem abgeernteten Feld bei Schönau – mit nur einem einzigen, beinahe schon erwachsenen Jungen. Was mag mit seinen Geschwistern passiert sein? Graugänse legen vier bis sechs Eier. In den ersten zwei bis drei Lebenswochen nach dem Schlupf ist die Todesrate der Jungen am höchsten: Füchse, Rabenvögel, Seeadler, große Welse … die frisch geschlüpften Gänseküken werden, obwohl sie von ihren Eltern aufmerksam geführt werden, von fast allen Raubtieren ins Visier…

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Kampf um die Lobau 1929: Nichts hat sich geändert

Kampf um die Lobau 1929: Nichts hat sich geändert

Schon 1929 wurde um die Lobau gekämpft.  Eine Arbeitsgemeinschaft der Wiener und der Niederösterreichischen Jagdvereine protestierte gegen die geplante Überflutung durch einen ungeheuren Stausee, der in Korneuburg beginnen und in Schönau beim Kraftwerk enden sollte. Teile von Floridsdorf würden beeinträchtigt werden, die Lobau zur Gänze im Wasser versinken. Aus heutiger Sicht sensationell erscheint das verzweifelte Statement der Jägerschaft, das man – ohne ein einziges Wort zu verändern – auch jetzt sämtlichen zukunftslosen Politikern aufs Nachtkastl…

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Untere Lobau: Hochwasser am 19. Juli 2021

Untere Lobau: Hochwasser am 19. Juli 2021

Am 19. Juli 2021 schwappte die Spitze einer Hochwasserwelle an Wien vorbei die Donau hinunter und durch den Schönauer Schlitz die Untere Lobau hinauf. Eine Bildergalerie von einem Ausflug zur Mühlleitner Furt, zur Gänshaufentraverse und zum Schönauer Wasser. Von der Dimension her war es ein 5-jährliches Hochwasser – faktisch aber das stärkste seit dem 6. Juni 2013: der Donaupegel bei Wildungsmauer stieg auf 679 cm, vor acht Jahren waren es mit 885 cm noch zwei…

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