Am 4. August 2026 sind etwa 17 ha Wald- und Wiesenflächen in der Lobau einem Waldbrand zum Opfer gefallen. Ein weiterer schwerer Schlag für die ohnehin schon durch Landwirtschaft, Trockenheit und permanenten Wassermangel schwer gezeichnete Lobau.

Die orange schraffierte Fläche in Abb. 1 zeigt in etwa das verbrannte Areal, die rote Ellipse den Ausgangspunkt des Brandes. Das Feuer ist gegen 13:45 Uhr am Weg über der Rohöl- und Flüssiggas-Trasse südwestlich der Stadler Furt ausgebrochen und hat sich durch den starken Wind rasch nach Westen, Richtung Esslinger Furt ausgebreitet.
Verbände der Wiener Berufsfeuerwehr und von freiwilligen Feuerwehren aus Niederösterreich mit über 70 Fahrzeugen, unterstützt von 2 Löschhubschraubern des Innenministeriums standen im Einsatz und konnten den Brand nach etwa 4 Stunden unter Kontrolle bringen. Der Einsatz wurde durch die an diesen Tag herrschende hohe Temperatur von über 40 °C zusätzlich erschwert. Die Bekämpfung von Glutnestern und abschließende Sicherungsarbeiten dauerten bis zum 5. August. Als Brandursache wurde recht bald menschliches Fehlverhalten festgestellt, etwa durch eine weggeworfene Zigarette. Traurig, dass so viele Idioten auf dieser Welt herumlaufen.
Dank und Anerkennung ist den Einsatzkräften auszusprechen, die unter widrigsten Bedingungen und mit großem persönlichem Einsatz den Brand rasch bändigen konnten und den Nationalpark vor dem Verlust einer viel größeren Waldfläche bewahrt haben. Es ist schön zu sehen, dass in diesem Land zumindest ein paar Dinge noch gut funktionieren.
Fotos: Gerald Hanninger





