Bedrohung durch Kraftwerk bereits 1929!

Im April 1929 protestierte eine Arbeitsgemeinschaft der Jagdvereine gegen die geplante Umwandlung der Lobau in einen Stausee, der in Korneuburg beginnen und in Schönau beim Kraftwerk enden sollte. Teile von Floridsdorf würden beeinträchtigt werden, die Lobau zur Gänze verschwinden.

Zitat aus dem Protestschreiben der Jäger:

„Die Lobau ist in ihrer Eigenart mit Wien derart verankert, dass man sich den einen Begriff ohne den anderen gar nicht denken kann. Solange Wien existiert, solange besteht die Lobau. Von jeher war sie durch die Fürsorge der Habsburger nicht nur ein Dorado für jegliches Wild, sie war auch eine Schonstätte für die Vogel und Pflanzenwelt. Der Auwald der Lobau hat geradezu Urwaldcharakter und ist als Luftreservoir für Wien von unschätzbarem Werte. Geradeso wie über die seinerzeitige Wienerwald-Rettungsaktion durch Josef Schöffel werden spätere Generationen ihr anerkennenswertes Urteil über den jetzigen Kampf um die Erhaltung der Lobau für Wien abgeben.“

(aus „Mitteilungen des Jagdschutzvereins von Niederösterreich und Wien“ 1929, Seite 181)

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