„Klimaschädlich” und “milliardenschwer”: Demo in Essling gegen S1 Lobau-Autobahn

„Klimaschädlich” und “milliardenschwer”: Demo in Essling gegen S1 Lobau-Autobahn

Am Samstag, 18. April 2026, folgten 700 Personen dem Aufruf vieler Umweltinitiativen und fanden sich zu einer bunten Kundgebung im Jazzpark Essling, in Wien-Donaustadt zusammen. Ein breites Bündnis aus Wissenschafter:innen, Künstler:innen und Umweltorganisationen stellte sich gegen den rechtswidrigen Baubeginn der klimaschädlichen milliardenschweren Lobau-Autobahn. Obwohl zentrale Entscheide des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) noch ausständig sind, werden seit 1. April bereits erste bauliche Vorbereitungen für den Teilabschnitt Süßenbrunn – Groß Enzersdorf getroffen. Wolfgang Rehm von der Umweltorganisation VIRUS…

weiterlesen

Lobau retten: zukunftsweisende Pläne

Lobau retten: zukunftsweisende Pläne

Um die Lobau der Nachwelt zu erhalten, soll nach dem Willen aller zuständigen Verantwortungsträger in Zukunft folgendes geschehen: ein Ausgleich für die Grundwasserabsenkung durch Dotation aus der Neuen Donau. die Förderung eines autypischen Waldbildes, aber keine landwirtschaftliche Nutzung. Strom- und Nebengewässer sollen besser miteinander verbunden werden. Dadurch würden Wasserversorgung und Hochwasserabfuhr verbessert. die Eintiefung der Donausohle soll durch Zugabe von Grobschotter gestoppt werden. Dadurch würden auch die Wasserspiegel gehoben und stabilisiert. In der Unteren Lobau…

weiterlesen

Das Eberschüttwasser kann nicht mehr

Das Eberschüttwasser kann nicht mehr

Eines der schönsten Gewässer der Unteren Lobau wurde dieser Tage erstmals durch Verlandung und Wassermangel in zwei Hälften geteilt. Das etwa zwei Kilometer lange Fischereirevier Eberschüttwasser war schon bisher aufgrund von Verschilfung und Mangel an offenen Wasserflächen nur noch zu sechzig Prozent befischbar. Die nördlichsten 800 Meter („Kleines Eberschüttwasser“) sind ein undurchdringliches Geflecht aus Schilf, Binsen, Teich- und Seerosen. In der Vegetationszeit sind hier offene Wasserstellen ein seltener Anblick. Mit dem Boot ist schon lange…

weiterlesen

Ja, es gibt (noch) Muscheln in der Lobau!

Ja, es gibt (noch) Muscheln in der Lobau!

Auf einem jener bedrückenden Fotos der beinahe komplett ausgetrockneten Unteren Lobau, die der WWF Anfang Mai in einer Presseaussendung veröffentlichte, war auf trockenem Grund auch eine tote Muschel abgebildet. Das Bild veranlasste mehrere Wutbürger in den Kommentarspalten der Zeitungen dazu, selbstsicher darauf hinzuweisen, dass es – „typisch WWF“ – ein Fake wäre, jedenfalls arrangiert worden sei oder von ganz woanders herstammen würde, da doch jeder wisse, dass es in der Lobau gar keine Muscheln gäbe….

weiterlesen

Naturschützer verhindern Lebensqualität

Naturschützer verhindern Lebensqualität

[Achtung Sarkasmus] 1971 wäre Wien beinahe eine glückliche Zukunft bevorgestanden, vor allem den Bewohnern von Floridsdorf und Donaustadt. Bürgerinitiativen und Naturschutzvereinen ist es jedoch gelungen, dies zu verhindern. Darunter leiden vor allem Hackler und Gewerbebetreibende bis heute. Weil die im Bundesstraßengesetz 1971 festgeschriebenen Stadtautobahnen und Schnellstraßen dummerweise niemals gebaut wurden, sind sie nun Tag für Tag gezwungen, kostbare Lebenszeit zu verschwenden und viele Stunden im Stau zu verbringen. Dabei lag die Lösung aller Verkehrsprobleme bereits…

weiterlesen

Die Märchenerzähler der Stadt Wien

Die Märchenerzähler der Stadt Wien

Es ging durch alle Medien, Anfang Februar sind im Schönauerwasser in der Unteren Lobau unzählige Fische verendet. Für Kenner der Lobau war von Anfang an klar, dass dafür der niedrige Wasserstand im Hauptgewässerzug der Unteren Lobau (Eberschüttwasser – Mittelwasser – Kühwörtherwasser – Schönauerwasser) im Zusammenspiel mit einer relativ langen Eisbedeckung verantwortlich ist. Die Kombination aus Niedrigwasserstand und Eisbedeckung hat immer schon zu toten Fischen geführt, allerdings nur in den Nebenarmen die im Winter oft niedrige…

weiterlesen

Fischfauna: Vorgaben und Pflichten einfach missachtet

Fischfauna: Vorgaben und Pflichten einfach missachtet

Angesichts der öffentlichen Debatte über die toten Fische im schwer verlandeten, niederösterreichischen Schönauerwasser sowie über den verheerenden Zustand der stromaufwärts liegenden Wiener Lobaugewässer und ihrer Fischbestände, liegt es nahe, einen Blick in die diesbezüglichen Gesetze zu werfen, beispielsweise in den Aktuellen fischereilichen Managementplan für den Wiener Teil des Nationalparks Donau-Auen – eine Verordnung des Magistrates der Stadt Wien. Er enthält ein bedeutendes Kapitel namens „Monitoring“ = die permanente Überwachung der Fischfauna, um negative Entwicklungen rechtzeitig…

weiterlesen

Tote Fische: irgendwie normal, aber eindeutig vermeidbar

Tote Fische: irgendwie normal, aber eindeutig vermeidbar

Wieder einmal ein strengerer Winter und wieder einmal ersticken in der Unteren Lobau die Fische – im Schönauerwasser. Handelt es sich dabei um eine nicht vorauszusehende Katastrophe? Nein. Winterliche Fisch- und Muschelsterben hat es in der Lobau bei anhaltendem Frost und dicker Eisdecke schon immer gegeben. Als Beispiel hier einige mehr als fünfzig Jahre alte Eintragungen im Logbuch von Norbert Sendor (Jahrgang 1936) der als Naturfotograf seit den 1950er-Jahren siebzig Jahre lang durch die Lobau gepirscht…

weiterlesen

Ein Song als Aufruf: „Retten wir die Lobau!“

Ein Song als Aufruf: „Retten wir die Lobau!“

Ein neues Lied, das Bevölkerung und Politiker dazu auffordert, sich für die Rettung der Lobau einzusetzen und unseren Kindern diesen Auwald und generell eine lebenswerte Welt zu hinterlassen: Die Musik stammt vom Blues- und Jazzmusiker und „singing fisherman“ Wilhelm Vranovsky aus Essling, der den Text gemeinsam mit der Esslinger Schriftstellerin Barbara Deißenberger verfasst hat, deren persönliches Naheverhältnis zur Natur sich auch in ihren Werken widerspiegelt. Das Video wurde von „Lobaufotograf“ Kurt Kracher aus Groß-Enzersdorf gedreht,…

weiterlesen

Der brave Soldat Hanke

Der brave Soldat Hanke

Vor einigen Wochen hat Peter Hanke, Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, grünes Licht für den Bau der S1 und damit der Untertunnelung des Nationalparks Donau-Auen gegeben. Wie erinnern uns – das Projekt war unter der vergangenen Regierungskoalition von ÖVP und Grünen durch Ministerin Leonore Gewessler gestoppt worden, was wilde Proteste der Wiener SPÖ und der Niederösterreichischen ÖVP zur Folge hatte. Zu Unrecht, würden österreichische Politiker ihre Aussagen zum Klimaschutz wirklich ernst meinen. Dazu ein paar…

weiterlesen
1 2 3 11