Die Untere Lobau am Ende: Was wirklich dahintersteckt

Die Untere Lobau am Ende: Was wirklich dahintersteckt

Kurt Kracher wohnt in Groß-Enzersdorf und fotografiert seit mehr als 35 Jahren in der Lobau. Vor wenigen Tagen hat ihn nach einem ausführlichen Rundgang die Verzweiflung erfasst, denn die Untere Lobau ist nicht mehr: „So habe ich sie noch nie gesehen. Auf beiden Seiten der Künigl-Traverse ist alles komplett ausgetrocknet. Am Kühwörtherwasser gibt es Wasser nur mehr im Nahbereich der Gänshaufen-Traverse. Die Schwadorfer Rinne und das Schönauer Wasser … alles trocken.“ Wie es so weit…

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Lobau retten: zukunftsweisende Pläne

Lobau retten: zukunftsweisende Pläne

Um die Lobau der Nachwelt zu erhalten, soll nach dem Willen aller zuständigen Verantwortungsträger in Zukunft folgendes geschehen: ein Ausgleich für die Grundwasserabsenkung durch Dotation aus der Neuen Donau. die Förderung eines autypischen Waldbildes, aber keine landwirtschaftliche Nutzung. Strom- und Nebengewässer sollen besser miteinander verbunden werden. Dadurch würden Wasserversorgung und Hochwasserabfuhr verbessert. die Eintiefung der Donausohle soll durch Zugabe von Grobschotter gestoppt werden. Dadurch würden auch die Wasserspiegel gehoben und stabilisiert. In der Unteren Lobau…

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Das Eberschüttwasser kann nicht mehr

Das Eberschüttwasser kann nicht mehr

Eines der schönsten Gewässer der Unteren Lobau wurde dieser Tage erstmals durch Verlandung und Wassermangel in zwei Hälften geteilt. Das etwa zwei Kilometer lange Fischereirevier Eberschüttwasser war schon bisher aufgrund von Verschilfung und Mangel an offenen Wasserflächen nur noch zu sechzig Prozent befischbar. Die nördlichsten 800 Meter („Kleines Eberschüttwasser“) sind ein undurchdringliches Geflecht aus Schilf, Binsen, Teich- und Seerosen. In der Vegetationszeit sind hier offene Wasserstellen ein seltener Anblick. Mit dem Boot ist schon lange…

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Ja, es gibt (noch) Muscheln in der Lobau!

Ja, es gibt (noch) Muscheln in der Lobau!

Auf einem jener bedrückenden Fotos der beinahe komplett ausgetrockneten Unteren Lobau, die der WWF Anfang Mai in einer Presseaussendung veröffentlichte, war auf trockenem Grund auch eine tote Muschel abgebildet. Das Bild veranlasste mehrere Wutbürger in den Kommentarspalten der Zeitungen dazu, selbstsicher darauf hinzuweisen, dass es – „typisch WWF“ – ein Fake wäre, jedenfalls arrangiert worden sei oder von ganz woanders herstammen würde, da doch jeder wisse, dass es in der Lobau gar keine Muscheln gäbe….

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Im Wien Museum: vom Überschwemmungsgebiet zur Donauinsel

Im Wien Museum: vom Überschwemmungsgebiet zur Donauinsel

Im Wien Museum am Karlsplatz ist noch bis 30. August eine ebenso penibel wie liebevoll gestaltete Ausstellung über das Werden der Donauinsel zu sehen. Titel: „Die Donauinsel. 21 Kilometer Freiraum“ Ein gewichtiger Teil ist dem heute fast vergessenen Überschwemmungsgebiet gewidmet, dem Vorläufer der Donauinsel: ein weites, wildes und veränderliches Land – die letzte von Hochwässern geformte, echte Wiener Aulandschaft. Wie die Donauinsel zog es sich am linken Ufer des Stromes von Langenzersdorf bis tief hinab…

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Naturschützer verhindern Lebensqualität

Naturschützer verhindern Lebensqualität

[Achtung Sarkasmus] 1971 wäre Wien beinahe eine glückliche Zukunft bevorgestanden, vor allem den Bewohnern von Floridsdorf und Donaustadt. Bürgerinitiativen und Naturschutzvereinen ist es jedoch gelungen, dies zu verhindern. Darunter leiden vor allem Hackler und Gewerbebetreibende bis heute. Weil die im Bundesstraßengesetz 1971 festgeschriebenen Stadtautobahnen und Schnellstraßen dummerweise niemals gebaut wurden, sind sie nun Tag für Tag gezwungen, kostbare Lebenszeit zu verschwenden und viele Stunden im Stau zu verbringen. Dabei lag die Lösung aller Verkehrsprobleme bereits…

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Wien pfeift auf den furzenden Wetterfisch

Wien pfeift auf den furzenden Wetterfisch

Es gibt Tiere, die drollige Namen haben, die kaum jemand kennt, die nur wenige mit eigenen Augen gesehen haben und die dennoch zu den bestgehüteten Juwelen unserer Fauna zählen. Eines dieser Juwele ist der Schlammpeitzger oder Schlammbeisser, ein kleiner, schlanker Fisch, dem kein Angler nachstellt und der wegen seines scheinbar kümmerlichen Daseins und seines Namens gemeinhin spöttisch belächelt wird. Der Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis) lebt im Schlamm ruhiger Gewässer. Ist zu wenig Sauerstoff im Wasser, schluckt…

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Elchparadies Lobau

Elchparadies Lobau

Österreich ist ab 13. März 1938 Teil des nationalsozialistischen Deutschlands. Einer der Hauptakteure des deutschen Einmarsches ist Hermann Göring – seit 1934 Reichsjägermeister, Reichsforstmeister und Oberster Beauftragter für den Naturschutz. In Hitlers militärischem Regime ist er Generalfeldmarschall und ranghöchster Offizier der Deutschen Wehrmacht. Nebenbei ist er an der Vorbereitung und Durchführung des Holocaust beteiligt und an der Ausbeutung besetzter Gebiete. 1946 wird er als Kriegsverbrecher zum Tode verurteilt. Im März 1938 besichtigt Hermann Göring im…

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Fischfauna: Vorgaben und Pflichten einfach missachtet

Fischfauna: Vorgaben und Pflichten einfach missachtet

Angesichts der öffentlichen Debatte über die toten Fische im schwer verlandeten, niederösterreichischen Schönauerwasser sowie über den verheerenden Zustand der stromaufwärts liegenden Wiener Lobaugewässer und ihrer Fischbestände, liegt es nahe, einen Blick in die diesbezüglichen Gesetze zu werfen, beispielsweise in den Aktuellen fischereilichen Managementplan für den Wiener Teil des Nationalparks Donau-Auen – eine Verordnung des Magistrates der Stadt Wien. Er enthält ein bedeutendes Kapitel namens „Monitoring“ = die permanente Überwachung der Fischfauna, um negative Entwicklungen rechtzeitig…

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Tote Fische: irgendwie normal, aber eindeutig vermeidbar

Tote Fische: irgendwie normal, aber eindeutig vermeidbar

Wieder einmal ein strengerer Winter und wieder einmal ersticken in der Unteren Lobau die Fische – im Schönauerwasser. Handelt es sich dabei um eine nicht vorauszusehende Katastrophe? Nein. Winterliche Fisch- und Muschelsterben hat es in der Lobau bei anhaltendem Frost und dicker Eisdecke schon immer gegeben. Als Beispiel hier einige mehr als fünfzig Jahre alte Eintragungen im Logbuch von Norbert Sendor (Jahrgang 1936) der als Naturfotograf seit den 1950er-Jahren siebzig Jahre lang durch die Lobau gepirscht…

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