Lobaufischer: Herbstreinigung

Lobaufischer: Herbstreinigung

Am 8. Oktober trafen sich in Groß-Enzerdorf die Mitglieder des Fischereivereins Lobau zur traditionellen Herbstreinigung der Gewässerufer. Was heuer besonders auffiel: der niedrige Wasserstand im Groß-Enzersdorfer Arm. Teile davon sind seit langer Zeit komplett trocken – was natürlich einiges vom Boden des Gewässers zu Tage befördert hat: historische Bierdosen, Bretter mit gefährlichen Nägeln, Glasflaschen, Pet-Flaschen und Plastiksäcke. Die Badgasse, die entlang des Gewässers führt, wird nach wie vor von rücksichtslosen Zeitgenossen als kostenloser Mistabladeplatz benützt….

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Die letzte Seerose des heurigen Jahres

Die letzte Seerose des heurigen Jahres

So schön sie auch sein mögen – Weiße Seerosen (Nymphaea alba) sind eine Metapher für das Sterben der Lobau. Wasserpflanzengesellschaften, in denen sie üppig gedeihen, zeigen an, dass die Gewässer im Begriff sind auszutrocknen, zu verlanden. Wo das Wasser still steht, wo aus den vom Strom abgeschnittenen Auwässern träge Seen werden, dort wo sich Schlamm ansammelt, da fühlen sie sich wohl. Weil sich zwischen ihren langen Stielen und ihren Wurzelstöcken organisches Material leicht verhängen kann…

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Traurig: der Groß-Enzersdorfer Arm

Traurig: der Groß-Enzersdorfer Arm

Seit Ende Juli (!) nur noch ein schmales Rinnsal … dabei wird in die Gewässerstrecke, die sich von der Alten Donau durch Stadlau, durch das Mühlwassers über Aspern, über die Esslinger Furt und den Groß-Enzersdorfer Arm bis hinunter zum naturbelassenen 2er-Becken des Donau-Oder-Kanals zieht, offiziell und tatsächlich von Wien her Wasser eingespeist. Allerdings nach der Methode „Zuviel zum Sterben, zuwenig zum Leben.“ Bereits seit 2001 rinnt aus der Neuen und der Alten Donau Wasser in…

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Jämmerlicher Wasserstand: kein Ende abzusehen

Jämmerlicher Wasserstand: kein Ende abzusehen

Bei der Künigltraverse ist nun auch der letzte Ausläufer des 1969 zugeschütteten Gänsehaufenwassers zu einem Tümpel verkommen, die Verlandung schreitet zügig voran. Naturfotograf Kurt Kracher: „Viele Spaziergänger und Radfahrer (mit und ohne Ohrstöpsel) werden trotzdem bei diesem Anblick „ma is des scheeeen“ sagen. Aber wir, die „Alten“, die wir die Lobau seit zig Jahren kennen, sagen das angesichts dieser „Pfütze“ sicher nicht!“ Am Ufer der Pfütze steht wie zum Hohn ein Schild des großen Gewässervernetzungs-…

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1948: „Wer rettet in letzter Stunde die Auen bei Wien?“

1948: „Wer rettet in letzter Stunde die Auen bei Wien?“

Im Juni 1948 erschien in der Zeitschrift „Natur und Land“ eine melancholisch-begeisterte Beschreibung der Lobau in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg – verbunden mit einem verzweifelten Aufruf zur Rettung der Wiener Auwälder. Der Autor dieser Zeilen ist der 1882 in Ottakring geborene Pilzkundler Thomas Cernohorsky, 1919 Mitbegründer der „Gesellschaft der Pilzfreunde“, heute „Österreichische Mykologische Gesellschaft“. Cernohorsky war nicht nur für sein Fachwissen bekannt, sondern auch für sein gerades, offenes Wesen und seine menschliche Anteilnahme….

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Im Radio: „Patientin Lobau – ein Auwald trocknet aus“

Im Radio: „Patientin Lobau – ein Auwald trocknet aus“

Im nicht-kommerziellen Lokalradio Orange 94.0 ist ab sofort per Internet die Reportage „Patientin Lobau – ein Auwald trocknet aus“ von Christa Reitermayr zu hören: https://cba.fro.at/336888 Die 55 Minuten lange Sendung beschäftigt sich mit der Geschichte der Lobau und den seit Jahrzehnten bestehenden Plänen zu ihrer Bewässerung, die augenscheinlich aus Geldmangel und aufgrund von Interessenskonflikten der involvierten Wiener Magistratsabteilungen blockiert werden. Der Fotograf und Lobauliebhaber Kurt Kracher erzählt über die dramatische Situation des vergangenen Winters, Lokalhistoriker Robert Eichert analysiert…

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Trockenheit fürs Erste überwunden

Trockenheit fürs Erste überwunden

Das kleine Eberschüttwasser ist wieder mit Wasser gefüllt. Ein Hochwasser und die endlich wieder geöffnete „Eichert-Quelle“ (Überschusswasser aus dem Trinkwasserbrunnen) dürften dies bewirkt haben. Vermutlich steht auch im Lausgrund wieder Wasser. Norbert Novak hat am 26. März den Hauptarm des Eberschüttwassers besucht. Ergebnis: Der Wasserstand am Bootsplatz der „Lobaufischer“ ist zwar nicht sensationell, aber sichtlich in Ordnung. Novak: „Kann wieder Entwarnung geben!“ Titelfoto: Kurt Kracher Foto Bootsplatz: Norbert Novak  

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Wie befürchtet: tote Fische

Wie befürchtet: tote Fische

Es ist gekommen, wie viele befürchtet haben: Die fehlende bzw. zu geringe Wassereinspeisung, die Verlandung, der lange, strenge Winter: Nachdem das Eis nun geschmolzen ist, treiben in den seichten, stark verlandeten Augewässern tote Fische. Am „kleinen“ Eberschüttwasser sind es nach kurzer Sichtung etwa 20 bis 25 Welse, Karpfen, Flussbarsche und Hechte. Dazu kommen unzählige Kleinfische, auch Muscheln. Fotos: Kurt Kracher  

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Das Eis ist weg, das Wasser auch

Das Eis ist weg, das Wasser auch

Es war ein langer, kalter Winter. Eberschüttwasser und Mittelwasser sind an den schon seit Jahren von Verlandung bedrohten Stellen großflächig ausgetrocknet, dann und wann stinkt es nach Verwesung. Dort, wo das Eberschüttwasser noch befüllt ist, liegt der Wasserstand mindestens einen Meter unter der gewohnten Höhe. Unterhalb der Gänshaufentraverse war ein leichtes Hochwasser zu spüren; weiter hinauf ist es nicht gekommen. Wann wird die sogenannte Eichert-Quelle am Lausgrund, die wegen Bauarbeiten im Nationalpark abgesperrt wurde, endlich…

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Au derzeit nur bei Minusgraden geruchsfrei

Au derzeit nur bei Minusgraden geruchsfrei

Kurt Kracher hat am Wochenende mit der Kamera die graubraune, komplett aufgeweichte Lobau besucht – und ist dennoch ins Schwärmen geraten: „Auch bei wenig gefrorenem Wasser ist unsere Lobau im Morgennebel wunderschön!“ Drei Stunden hat er am Sonntag bei minus 3 Grad Celsius ausgeharrt. Am Tag davor, am Samstag, war  die Eisdecke nach einem Regen schon teilweise offen, was dazu geführt hat, dass es an den Ufern nach Verwesung gestunken hat. Vermutlich sind unter dem Eis wegen des…

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