Eine Großbaustelle mitten in der Unteren Lobau verhindert nun sogar das Benützen des Spazierweges über die Mühlleitner Furt. Von Herbst 2016 bis Frühjahr 2017 werden die beiden zwischen Mühlleiten und der Donau unterirdisch verlaufenden Gasleitungen auf einer Strecke von dreieinhalb Kilometern saniert. Sie versorgen den Großraum Wien, den Flughafen Schwechat, einige Industrieanlagen und die Raffinerie. Eine veraltete Anlage soll dabei abgebaut und die Fläche rekultiviert werden. Auch wenn natürlich alles in Absprache mit den Behörden geschieht…
weiterlesenAutor: Redaktion
1927: das Gedicht des Bundespräsidenten
Am 16. Jänner 1927 war der erste österreichische Bundespräsident Michael Hainisch, ein begeisterter Jäger und Naturfreund, zu Gast in der Lobau. Im Gästebuch des „Birschhauses Rohrwörth“ (Rohrwörth = südlich von Mühlleiten, zwischen Donau und Kühwörther Wasser) hinterließ er ein selbstverfasstes Gedicht, das in der Ausgabe Nr. 2329 der “Wiener Allgemeinen Forst- und Jagdzeitung” vom 26. August 1927 abgedruckt wurde und auf diese Weise der Nachwelt erhalten blieb. Es lautet: Lobau Zwei Meilen von der Großstadt…
weiterlesen„Lobau darf nicht sterben“ erstmals 1972 in der Bezirkszeitung
1972 wurde in Wien-Donaustadt eine Regionalzeitung gegründet – die Donaustädter Zeitung (heute: „dbz Donaustädter Bezirkszeitung“). In der Märzausgabe geht es bereits um die Lobau und um Anton Kleins Proteste und Initiativen. Der Artikel bedauert (ohne Kleins Namen zu erwähnen; möglicherweise hat er es selbst verfasst), dass „an der Stelle, an der sich das Kraftwerk Steinsporn erhebt, eine der letzten Orchideenwiesen im Raume Wiens war.“ Beklagt wird auch, dass der bevorstehende Bau der Donauinsel die „einzigartige…
weiterlesenKurt Kracher: die Lobau und ich
KURT KRACHER Nach abgeschlossener Fotografenlehre ist er 33 Jahre lang als Film-und Videotechniker in einer traditionsreichen Wiener Filmkopieranstalt beschäftigt. 2001 löst er einen Gewerbeschein als Fotograf, 2006 wechselt er als Medientechniker und Fotograf ins Wiener Naturhistorische Museum. Seit Juni 2019 befindet sich Kurt Kracher im Ruhestand. Seitdem widmet er seine Zeit hauptsächlich der Familie und der Lobau (oder umgekehrt). In eigenen Worten: „Ich bin in Floridsdorf, im 21. Wiener Gemeindebezirk aufgewachsen. Seit 1980 wohne ich…
weiterlesenGraureiher-Kolonie in der Lobau (Anton Klein, 1974/75)
Anton Klein (84) beim Schwarzen Loch (Robert Eichert, August 2009)
Krebsscheren bei Eckartsau (Norbert Sendor, 1970er-Jahre)
Kormoran bei Orth/Donau (Franz Antonicek, 25. März 1961)
Tagpfauenauge in der Oberen Lobau (Anton Klein, 1975)
Jetzt auch in der Au: der Mink
Der Mink, der amerikanische Nerz, ist auch in Wien angekommen. Kurt Kracher ist es gelungen, diesen Marder am Bootsplatz des Eberschüttwassers, wo der Mink unbenutzte Zillen als Verstecke nutzt, zu fotografieren. Aus Nerzfarmen entlaufene oder von Tierschützern „befreite“ Minke haben sich seit den 1950er-Jahren in ganz Europa ausgebreitet und den heimischen Nerz vielfach verdrängt. Minke ernähren sich von kleinen Säugetieren, von jungen Wasservögeln, von Krebsen, Muscheln und Fröschen. Die Tiere werden inklusive Schwanz einen guten halben…
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