Unter dem Motto „Politik zum Kübeln“ trafen sich am 27. August Abgesandte von „Lobau bleibt!“, „Global 2000“, „Fridays for Future“, „Radeln for Future“, „System Change“, „Esslinger für die Lobau“, „Extinction Rebellion Wien“, der Wiener Grünen und der „Lobaufischer“ in Groß-Enzersdorf, um der Unteren Lobau mit Kübeln voller Wasser symbolisch wieder etwas Leben einzuträufeln. „Renaturierung statt fauler Ausreden” steht auf den Bannern der Protestierenden. Ihre Forderungen: Die Lobau braucht oberste Priorität bei der Renaturierung. Die Wiederherstellung…
weiterlesenGeschichte
Waldbrand in der Oberen Lobau
Am 4. August 2026 sind etwa 17 Hektar Wald- und Wiesenflächen in der Lobau einem Waldbrand zum Opfer gefallen. Ein weiterer schwerer Schlag für die ohnehin schon durch Landwirtschaft, Trockenheit und permanenten Wassermangel schwer gezeichnete Lobau. Die orange schraffierte Fläche zeigt in etwa das verbrannte Areal, die rote Ellipse den Ausgangspunkt des Brandes. Das Feuer ist gegen 13:45 Uhr am Weg über der Rohöl- und Flüssiggas-Trasse südwestlich der Stadler Furt ausgebrochen und hat sich durch…
weiterlesen“Lobau am Limit” in Ö1 zum Nachhören
In der ORF-Radio-Sendereihe “Vom Leben der Natur” sprachen Univ. Prof. Dr. Christian Griebler (Grundwasserökologe Universität Wien) und Dr. Werner Lazowski (Auenforscher, Vegetationsökologe) Mitte August 2026 über die aktuelle Situation der Lobau als Teil des Nationalparks Donau-Auen. Die fünf jeweils fünf Minuten langen Beiträge kann man online via Ö1-Player jederzeit nachhören: https://oe1.orf.at/vomlebendernatur Gestaltung der Sendung: Sonja Bettel
weiterlesenDie Schwarzföhren der Unteren Lobau
Wer in der Unteren Lobau von der Kreuzgrundtraverse auf der Forststraße nach Süden in Richtung Donau wandert, durchquert zuerst die Trockenrasen des Kreuzgrundes, dann kommt zu linker Hand ein Schwarzföhrenbestand. In einer Aulandschaft auf Schwarzföhren zu treffen, ist einerseits unerwartet, andererseits ist diese an karge und trockene Standorte gut angepasste Baumart bei einer Heißlände durchaus stimmig. Viele kennen die im Marchfeld auf ehemaligen Sandverwehungen gepflanzten Kiefernwälder oder im Wienerwald die auf armen Felsböden gedeihenden Schwarzföhrenbestände….
weiterlesenDie Untere Lobau am Ende: Was wirklich dahintersteckt
Kurt Kracher wohnt in Groß-Enzersdorf und fotografiert seit mehr als 35 Jahren in der Lobau. Vor wenigen Tagen hat ihn nach einem ausführlichen Rundgang die Verzweiflung erfasst, denn die Untere Lobau ist nicht mehr: „So habe ich sie noch nie gesehen. Auf beiden Seiten der Künigl-Traverse ist alles komplett ausgetrocknet. Am Kühwörtherwasser gibt es Wasser nur mehr im Nahbereich der Gänshaufen-Traverse. Die Schwadorfer Rinne und das Schönauer Wasser … alles trocken.“ Wie es so weit…
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LOBAU-MUSEUM: 2009 GESCHLOSSEN, 2017 IM INTERNET WIEDERERÖFFNET Unsere Geschichte: 1972 eröffnet der Naturschützer und Umweltaktivist Anton Klein aus großer Sorge um die Wiener Donauauen im Kellerlokal seines Aquarienvereins eine “Lobau-Ausstellung”, die bald danach in “Lobau-Museum” umbenannt wird. Im Juli 1974 erhält er dafür vom Forstamt der Stadt Wien das recht “verwahrloste” sogenannte Adjunkten-Schlössl in der Oberen Lobau zur Verfügung gestellt. Das Gebäude wird renoviert, das Inventar übersiedelt – und am 16. März 1975 wird das…
weiterlesenDer große Begeisterer
Am 7. Oktober 2025 ist der 83jährige Biologe und Pädagoge Reinhold Gayl verstorben. Er hat sich gemeinsam mit seiner Frau Ingrid mehr als vierzig Jahre lang für die Erhaltung der Donau-Auen eingesetzt und war viele Jahre Mitglied unseres Vereines. Die Vermittlung der Wunder der Natur war sein größtes Anliegen. 1984, kurz vor dem Höhepunkt der Hainburg-Proteste, erscheint sein Bildband „Auenblicke“, der als Meilenstein am Weg zur Gründung des Nationalparks gilt. Bis zum Ruhestand ist Reinhold…
weiterlesen26. Oktober 1973: Polizei-Schwimmen für Wasserrettung und Lobau
Anton Klein, der Mann, der mit seinem Gefolge Anfang der 1970er-Jahre die Lobau retten konnte, war hauptberuflich Polizist und überdies ein leidenschaftlicher Sportler. Am Nationalfeiertag des Jahres 1973 mobilisierte er Fallschirmspringer, Polizei-Rettungsschwimmer und Taucher für eine spektakuläre Aktion: Mit dem Fallschirm ins eisige Wasser der Alten Donau, danach ein gemeinschaftliches Schwimmen von der Kagranerbrücke zur Rehlackenwiese. Offizielles Motto: „Rettungsschwimmen kennt keine Jahreszeit“. Selbstverständlich nutzte Klein das Spektakel auch, um für die Erhaltung der Alten Donau…
weiterlesen100 Jahre Anton Klein – Würdigung des Innenministeriums
Am 22. Juli 1925 wurde Anton Klein geboren. Er war Polizist, aus tiefster Seele Naturfreund, Liebhaber tropischer Aquarienfische, energischer Umweltschützer und Wegbereiter des Nationalparks Donau-Auen. Das Bundesministerium für Inneres hat das Wirken Anton Kleins anlässlich dessen 100. Geburtstages im Magazin “Öffentliche Sicherheit” mit einem Porträt gewürdigt: Ein Polizist als Retter der Lobau Mit der Bürgerinitiative „Lobau darf nicht sterben“ gelang es Anton Klein 1972/73, die Obere Lobau vor der Zerschneidung durch Schnellstraße und Autobahn zu…
weiterlesenLobaumuseum: „Sonst wäre Wien nicht Wien“
Im November 2023 erschien im Braumüller-Verlag ein aufschlussreiches Buch „über Menschen, die die Stadt prägten und formten“. Titel: „Sonst wäre Wien nicht Wien“. In den darin enthaltenen Erzählungen über die Kämpfer “für das Alte, Grüne und Schöne“ wird auch Anton Klein erwähnt, der sich vor fünfzig Jahren als Retter der Lobau und Gründer des Lobaumuseums einen Namen machen konnte. Klein befindet sich inmitten eines illustren Personenkreises aus Wienerwald-Retter Josef Schöffel, dem populären Architekten Roland Rainer,…
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