Angesichts der öffentlichen Debatte über die toten Fische im schwer verlandeten, niederösterreichischen Schönauerwasser sowie über den verheerenden Zustand der stromaufwärts liegenden Wiener Lobaugewässer und ihrer Fischbestände, liegt es nahe, einen Blick in die diesbezüglichen Gesetze zu werfen, beispielsweise in den Aktuellen fischereilichen Managementplan für den Wiener Teil des Nationalparks Donau-Auen – eine Verordnung des Magistrates der Stadt Wien. Er enthält ein bedeutendes Kapitel namens „Monitoring“ = die permanente Überwachung der Fischfauna, um negative Entwicklungen rechtzeitig…
weiterlesenGeschichte
Tote Fische: irgendwie normal, aber eindeutig vermeidbar
Wieder einmal ein strengerer Winter und wieder einmal ersticken in der Unteren Lobau die Fische – im Schönauerwasser. Handelt es sich dabei um eine nicht vorauszusehende Katastrophe? Nein. Winterliche Fisch- und Muschelsterben hat es in der Lobau bei anhaltendem Frost und dicker Eisdecke schon immer gegeben. Als Beispiel hier einige mehr als fünfzig Jahre alte Eintragungen im Logbuch von Norbert Sendor (Jahrgang 1936) der als Naturfotograf seit den 1950er-Jahren siebzig Jahre lang durch die Lobau gepirscht…
weiterlesenUnterm Eis vor 65 Jahren – nicht im Loch geblieben
Zwischen 1960 und 1963 waren die Winter in Wien harsch, schneereich und geprägt durch langanhaltenden Frost. Die jungen Erdberger, die sich seit 1953 in der sonst menschenleeren Lobau herumtrieben, um dort Dschungelabenteuer zu erleben und zu tauchen, waren nach wie vor voller Tatendrang. An einem sonnigen Wintertag vor etwa 65 Jahren radelten drei von ihnen in die Untere Lobau, mit der Absicht, einen selbstgeschneiderten Tauchanzug zu testen und ein wenig die Unterwasserwelt unter dem Eis…
weiterlesenEin Song als Aufruf: „Retten wir die Lobau!“
Ein neues Lied, das Bevölkerung und Politiker dazu auffordert, sich für die Rettung der Lobau einzusetzen und unseren Kindern diesen Auwald und generell eine lebenswerte Welt zu hinterlassen: Die Musik stammt vom Blues- und Jazzmusiker und „singing fisherman“ Wilhelm Vranovsky aus Essling, der den Text gemeinsam mit der Esslinger Schriftstellerin Barbara Deißenberger verfasst hat, deren persönliches Naheverhältnis zur Natur sich auch in ihren Werken widerspiegelt. Das Video wurde von „Lobaufotograf“ Kurt Kracher aus Groß-Enzersdorf gedreht,…
weiterlesen……………………………………………………………………………………………………………………..
LOBAU-MUSEUM: 2009 GESCHLOSSEN, 2017 IM INTERNET WIEDERERÖFFNET Unsere Geschichte: 1972 eröffnet der Naturschützer und Umweltaktivist Anton Klein aus großer Sorge um die Wiener Donauauen im Kellerlokal seines Aquarienvereins eine “Lobau-Ausstellung”, die bald danach in “Lobau-Museum” umbenannt wird. Im Juli 1974 erhält er dafür vom Forstamt der Stadt Wien das recht “verwahrloste” sogenannte Adjunkten-Schlössl in der Oberen Lobau zur Verfügung gestellt. Das Gebäude wird renoviert, das Inventar übersiedelt – und am 16. März 1975 wird das…
weiterlesenDas große Fischsterben im Jahrhundertwinter 1962-63
Allen, die ihn erlebt haben, steckt der Winter 1962-63 bis heute in den Knochen. Er sei in Mitteleuropa die größte Kälteperiode seit 223 Jahren gewesen, wird später festgestellt, für ganz Europa einer der strengsten Winter des 20. Jahrhunderts, eine Naturkatastrophe. In Polen hat es bis zu minus vierzig Grad Celsius, in Würzburg friert der Main vollständig zu, ebenso wie der Zürichsee und der Bodensee. In der Lobau führt der Rekordwinter zu einem nie dagewesenen Fischsterben….
weiterlesenWertvoller Biberdamm in der Oberen Lobau
Irgendwann Anfang Juni 2025 hat ein Biber am Ende des Oberleitner Wassers, kurz vor der Esslinger Furt, einen Damm gebaut. In der Folge ist der Wasserspiegel im Oberleitner Wasser deutlich angestiegen und das Dotationswasser hat sich Wege um den Damm herum gesucht, um weiter Richtung Groß-Enzersdorf zu strömen. Dadurch hat sich die Wasserfläche vor dem Damm deutlich vergrößert, äußerst positiv für die Au. In der aktuellen Biberstudie des WWF steht dazu: “Der Biber ist eine…
weiterlesenFatale Eintiefung der Donau: „Dringender Handlungsbedarf!“
Nach dem Wiener Nationalparkbeirat fordern nun auch der Niederösterreichische und der Orther Nationalparkbeirat Maßnahmen, um östlich von Wien die fatale Eintiefung der Donau zu stoppen. Die Eintiefung im Bereich des Nationalparks Donau-Auen wird unmittelbar durch das Kraftwerk Freudenau verursacht, das den natürlichen Transport des Schotters am Grund der Donau verhindert. Der Schotter sammelt sich vor der Staumauer, flussabwärts wird er abgetragen. Ergebnis: Die Donau gräbt sich ein, der Wasserspiegel sinkt – und damit auch die…
weiterlesenDer große Begeisterer
Am 7. Oktober 2025 ist der 83jährige Biologe und Pädagoge Reinhold Gayl verstorben. Er hat sich gemeinsam mit seiner Frau Ingrid mehr als vierzig Jahre lang für die Erhaltung der Donau-Auen eingesetzt und war viele Jahre Mitglied unseres Vereines. Die Vermittlung der Wunder der Natur war sein größtes Anliegen. 1984, kurz vor dem Höhepunkt der Hainburg-Proteste, erscheint sein Bildband „Auenblicke“, der als Meilenstein am Weg zur Gründung des Nationalparks gilt. Bis zum Ruhestand ist Reinhold…
weiterlesen26. Oktober 1973: Polizei-Schwimmen für Wasserrettung und Lobau
Anton Klein, der Mann, der mit seinem Gefolge Anfang der 1970er-Jahre die Lobau retten konnte, war hauptberuflich Polizist und überdies ein leidenschaftlicher Sportler. Vor genau 52 Jahren, am Nationalfeiertag des Jahres 1973, mobilisierte er Fallschirmspringer, Polizei-Rettungsschwimmer und Taucher für eine spektakuläre Aktion: Mit dem Fallschirm ins eisige Wasser der Alten Donau, danach ein gemeinschaftliches Schwimmen von der Kagranerbrücke zur Rehlackenwiese. Offizielles Motto: „Rettungsschwimmen kennt keine Jahreszeit“. Selbstverständlich nutzte Klein das Spektakel auch, um für die…
weiterlesen










