Angesichts der öffentlichen Debatte über die toten Fische im schwer verlandeten, niederösterreichischen Schönauerwasser sowie über den verheerenden Zustand der stromaufwärts liegenden Wiener Lobaugewässer und ihrer Fischbestände, liegt es nahe, einen Blick in die diesbezüglichen Gesetze zu werfen, beispielsweise in den Aktuellen fischereilichen Managementplan für den Wiener Teil des Nationalparks Donau-Auen – eine Verordnung des Magistrates der Stadt Wien. Er enthält ein bedeutendes Kapitel namens „Monitoring“ = die permanente Überwachung der Fischfauna, um negative Entwicklungen rechtzeitig…
weiterlesenVerlandung
Tote Fische: irgendwie normal, aber eindeutig vermeidbar
Wieder einmal ein strengerer Winter und wieder einmal ersticken in der Unteren Lobau die Fische – im Schönauerwasser. Handelt es sich dabei um eine nicht vorauszusehende Katastrophe? Nein. Winterliche Fisch- und Muschelsterben hat es in der Lobau bei anhaltendem Frost und dicker Eisdecke schon immer gegeben. Als Beispiel hier einige mehr als fünfzig Jahre alte Eintragungen im Logbuch von Norbert Sendor (Jahrgang 1936) der als Naturfotograf seit den 1950er-Jahren siebzig Jahre lang durch die Lobau gepirscht…
weiterlesenEndlich: Maßgebliche Resolution „Wasser für die Lobau“!
Der Wiener Nationalparkbeirat ist ein im Gesetz festgelegtes Gremium „zur Beratung des Magistrates und der Nationalpark Donau-Auen GmbH“. Nun wurde im Rahmen dieses Gremiums eine Resolution zur Rettung der Lobau verfasst. Bemerkenswert daran ist das Spektrum der Unterzeichner, das sämtliche Beiratsmitglieder umfasst: Neben der Wirtschaftskammer, der Arbeiterkammer und der Landwirtschaftskammer sind das der Landesjagdverband, der Fischereiausschuss, der Alpenverein, die Naturfreunde, der WWF, der Naturschutzbund, der Touristenklub. Vorsitzender des Beirates ist Oberstadtbaurat DI Hans Peter Graner…
weiterlesenWWF fordert Rettungspaket für die Untere Lobau
Eine Presseaussendung des WWF vom 20. Mai 2025: “Anlässlich der laufenden Wiener Koalitionsverhandlungen zwischen SPÖ und NEOS fordert die Umweltschutzorganisation WWF Österreich ein ambitioniertes Rettungspaket für die Untere Lobau im künftigen Regierungsprogramm. “Die kommenden Jahre werden über das Überleben der Unteren Lobau als Ökosystem entscheiden. Ein Weiter-wie-bisher wäre fahrlässig und verantwortungslos”, sagt WWF-Experte DI Michael Stelzhammer. Zu den zentralen Maßnahmen zählt eine Weiterleitung des Wassers von der Oberen in die Untere Lobau, um die ausgetrockneten…
weiterlesenAktion “Lobau gießen”
Am Samstag, den 5. April 2025 haben wir, gemeinsam mit der Initiative „Esslinger für die Lobau“, einen Akzent gesetzt, um wieder einmal auf die prekäre Wassersituation in der Unteren Lobau hinzuweisen. Mit bunten Gießkannen und bei prächtigem Wetter wurde die Lobau symbolisch gegossen. Die Aktion fand bei der Staudigl-Brücke in Groß Enzersdorf statt, wenige Meter entfernt von dem Balkendamm, der den Wasserzufluss in die Untere Lobau seit Jahren verhindert. Wir erinnern uns: 2015 hat eine…
weiterlesenErstmals als Foto-Serie: Der Weg des Wassers
Seit Anfang März führt die Stadt Wien der Oberen Lobau wieder aus der Neuen Donau Wasser zu. Eine gute Gelegenheit, um seinen Weg bis hinunter in die Lobau näher zu beleuchten. Zum besseren Verständnis habe ich auf einer Landkarte die Dotationsstrecke mit Pfeilen und die Örtlichkeiten der Fotos mit Zahlen markiert. Die Fotos stammen vom 22. März 2025. Die Geschichte der Wasserzufuhr beginnt 1992, als eine Rohrleitung von der Neuen Donau in die Alte Donau…
weiterlesenTrockenheit: Die Einschläge kommen näher
Die Lobau verlandet, die Lobau trocknet aus, die Lobau braucht Wasser … so lauten seit Jahrzehnten die Wehklagen der Wissenschaftler und der Naturschützer. Nachdem die Gewässer noch nicht zur Gänze verschwunden sind und die Lobau nach wie vor grün ist, hat das für die Wiener Politik kaum Bedeutung. Aber die Einschläge kommen näher: Mitte März 2025 war auch für arglose Spaziergänger gut zu erkennen, wie die Tierwelt durch mangelnde Wasserzufuhr Schritt für Schritt ausgelöscht wird:…
weiterlesen16. Oktober: Ist die Lobau noch zu reparieren?
Der Ökologe und Naturschützer Ulrich Eichelmann – Geschäftsführer der international tätigen NGO RiverWatch – skizziert das bittere Schicksal der Wiener Lobau und stellt klar, wie sie zu retten wäre. Vortrag am Mittwoch, 16. Oktober Festivalzentrale Museumsquartier Wien / Raum D 18:30 – 19:30 Uhr Keine Anmeldung erforderlich! “Das Wort Au kommt aus dem Mitteldeutschen und bedeutet Wasser, Auwald ist also Wasserwald. Doch genau das Wasser fehlt der Lobau, sie verdurstet. Sie stirbt vor unseren Augen,…
weiterlesenWien/Untere Lobau: Klarer Verstoß gegen Naturschutzrecht
Mit dem Unterlassen wirksamer Maßnahmen gegen die Verlandung der Unteren Lobau verstößt die Stadt Wien offenbar gegen das Naturschutzrecht auf nationaler und EU-Ebene, insbesondere gegen die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH). Sogar der laufende Betrieb des Grundwasserwerks Lobau ohne Aufbereitungsanlage dürfte FFH-widrig sein. Kann es in Einklang mit dem Naturschutzrecht stehen, wenn die Stadt Wien praktisch tatenlos dem Austrocknen und der Verlandung der Unteren Lobau zusieht, Teil des Nationalparks Donau-Auen, international bedeutendes Feuchtgebiet nach der Ramsar-Konvention sowie Natura-2000-…
weiterlesen“Endlich” klares Bekenntnis der Stadt zur Unteren Lobau
Die Magistratsabteilung 45 – Wiener Gewässer – hat sich zur fatalen Situation der Unteren Lobau geäußert und für die unmittelbare Zukunft konkrete Rettungsmaßnahmen angekündigt: „Trotz des hohen Schutzstatus sind die Lobaugewässer massiv von einer rasch fortschreitenden Verlandung bedroht. Zur Erhaltung dieses wertvollen Gebietes ist daher eine reine Unterschutzstellung sicherlich nicht ausreichend. Die MA 45 ist daher seit den 1980er Jahren intensiv bemüht, Wege zum Erhalt dieser einzigartigen Landschaft zu beschreiten. So soll Wasser aus der…
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