Der Jurist und Vorsitzende des Nationalparkbeirates Orth an der Donau, Dr. Walter Neumayer, hat sich die Frage gestellt, wer eigentlich de jure für die angespannte Lage verantwortlich ist, mit welcher der Nationalpark seit langem zu kämpfen hat. Neumayer: „Seit Jahrzehnten weisen Wissenschaftler, NGOs und Beiräte darauf hin, dass die Au auszutrocknen droht, der Grundwasserspiegel weiter absinken wird und die Gefahr des Fischsterbens sich erhöht, wenn nicht die erforderlichen Maßnahmen zur Dotation der Gewässer und zur…
weiterlesenVerlandung
Lobau retten: zukunftsweisende Pläne
Um die Lobau der Nachwelt zu erhalten, soll nach dem Willen aller zuständigen Verantwortungsträger in Zukunft folgendes geschehen: ein Ausgleich für die Grundwasserabsenkung durch Dotation aus der Neuen Donau. die Förderung eines autypischen Waldbildes, aber keine landwirtschaftliche Nutzung. Strom- und Nebengewässer sollen besser miteinander verbunden werden. Dadurch würden Wasserversorgung und Hochwasserabfuhr verbessert. die Eintiefung der Donausohle soll durch Zugabe von Grobschotter gestoppt werden. Dadurch würden auch die Wasserspiegel gehoben und stabilisiert. In der Unteren Lobau…
weiterlesenDas Eberschüttwasser kann nicht mehr
Eines der schönsten Gewässer der Unteren Lobau wurde dieser Tage erstmals durch Verlandung und Wassermangel in zwei Hälften geteilt. Das etwa zwei Kilometer lange Fischereirevier Eberschüttwasser war schon bisher aufgrund von Verschilfung und Mangel an offenen Wasserflächen nur noch zu sechzig Prozent befischbar. Die nördlichsten 800 Meter („Kleines Eberschüttwasser“) sind ein undurchdringliches Geflecht aus Schilf, Binsen, Teich- und Seerosen. In der Vegetationszeit sind hier offene Wasserstellen ein seltener Anblick. Mit dem Boot ist schon lange…
weiterlesenJa, es gibt (noch) Muscheln in der Lobau!
Auf einem jener bedrückenden Fotos der beinahe komplett ausgetrockneten Unteren Lobau, die der WWF Anfang Mai in einer Presseaussendung veröffentlichte, war auf trockenem Grund auch eine tote Muschel abgebildet. Das Bild veranlasste mehrere Wutbürger in den Kommentarspalten der Zeitungen dazu, selbstsicher darauf hinzuweisen, dass es – „typisch WWF“ – ein Fake wäre, jedenfalls arrangiert worden sei oder von ganz woanders herstammen würde, da doch jeder wisse, dass es in der Lobau gar keine Muscheln gäbe….
weiterlesenDie Märchenerzähler der Stadt Wien
Es ging durch alle Medien, Anfang Februar sind im Schönauerwasser in der Unteren Lobau unzählige Fische verendet. Für Kenner der Lobau war von Anfang an klar, dass dafür der niedrige Wasserstand im Hauptgewässerzug der Unteren Lobau (Eberschüttwasser – Mittelwasser – Kühwörtherwasser – Schönauerwasser) im Zusammenspiel mit einer relativ langen Eisbedeckung verantwortlich ist. Die Kombination aus Niedrigwasserstand und Eisbedeckung hat immer schon zu toten Fischen geführt, allerdings nur in den Nebenarmen die im Winter oft niedrige…
weiterlesenFischfauna: Vorgaben und Pflichten einfach missachtet
Angesichts der öffentlichen Debatte über die toten Fische im schwer verlandeten, niederösterreichischen Schönauerwasser sowie über den verheerenden Zustand der stromaufwärts liegenden Wiener Lobaugewässer und ihrer Fischbestände, liegt es nahe, einen Blick in die diesbezüglichen Gesetze zu werfen, beispielsweise in den Aktuellen fischereilichen Managementplan für den Wiener Teil des Nationalparks Donau-Auen – eine Verordnung des Magistrates der Stadt Wien. Er enthält ein bedeutendes Kapitel namens „Monitoring“ = die permanente Überwachung der Fischfauna, um negative Entwicklungen rechtzeitig…
weiterlesenTote Fische: irgendwie normal, aber eindeutig vermeidbar
Wieder einmal ein strengerer Winter und wieder einmal ersticken in der Unteren Lobau die Fische – im Schönauerwasser. Handelt es sich dabei um eine nicht vorauszusehende Katastrophe? Nein. Winterliche Fisch- und Muschelsterben hat es in der Lobau bei anhaltendem Frost und dicker Eisdecke schon immer gegeben. Als Beispiel hier einige mehr als fünfzig Jahre alte Eintragungen im Logbuch von Norbert Sendor (Jahrgang 1936) der als Naturfotograf seit den 1950er-Jahren siebzig Jahre lang durch die Lobau gepirscht…
weiterlesenEndlich: Maßgebliche Resolution „Wasser für die Lobau“!
Der Wiener Nationalparkbeirat ist ein im Gesetz festgelegtes Gremium „zur Beratung des Magistrates und der Nationalpark Donau-Auen GmbH“. Nun wurde im Rahmen dieses Gremiums eine Resolution zur Rettung der Lobau verfasst. Bemerkenswert daran ist das Spektrum der Unterzeichner, das sämtliche Beiratsmitglieder umfasst: Neben der Wirtschaftskammer, der Arbeiterkammer und der Landwirtschaftskammer sind das der Landesjagdverband, der Fischereiausschuss, der Alpenverein, die Naturfreunde, der WWF, der Naturschutzbund, der Touristenklub. Vorsitzender des Beirates ist Oberstadtbaurat DI Hans Peter Graner…
weiterlesenWWF fordert Rettungspaket für die Untere Lobau
Eine Presseaussendung des WWF vom 20. Mai 2025: “Anlässlich der laufenden Wiener Koalitionsverhandlungen zwischen SPÖ und NEOS fordert die Umweltschutzorganisation WWF Österreich ein ambitioniertes Rettungspaket für die Untere Lobau im künftigen Regierungsprogramm. “Die kommenden Jahre werden über das Überleben der Unteren Lobau als Ökosystem entscheiden. Ein Weiter-wie-bisher wäre fahrlässig und verantwortungslos”, sagt WWF-Experte DI Michael Stelzhammer. Zu den zentralen Maßnahmen zählt eine Weiterleitung des Wassers von der Oberen in die Untere Lobau, um die ausgetrockneten…
weiterlesenAktion “Lobau gießen”
Am Samstag, den 5. April 2025 haben wir, gemeinsam mit der Initiative „Esslinger für die Lobau“, einen Akzent gesetzt, um wieder einmal auf die prekäre Wassersituation in der Unteren Lobau hinzuweisen. Mit bunten Gießkannen und bei prächtigem Wetter wurde die Lobau symbolisch gegossen. Die Aktion fand bei der Staudigl-Brücke in Groß Enzersdorf statt, wenige Meter entfernt von dem Balkendamm, der den Wasserzufluss in die Untere Lobau seit Jahren verhindert. Wir erinnern uns: 2015 hat eine…
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