Das Corona-Virus und die Lobau (Teil 3): Badeplätze

Nun sind wir schon sechs Wochen im Corona-Lockdown und nach wie vor erfreuen sich viele Menschen an der Lobau als Erholungs- und Frischluftrefugium.

An den wenigen Naturbadeplätzen sieht man schon die Ersten im Wasser. Den Medien ist zu entnehmen, dass das Baden an Naturbadeplätzen erlaubt sein wird. Man meint, dass durch das reichliche UV-Licht und die starke Verdünnung im Gewässer das Baden infektiologisch unbedenklich ist. Aktuelle Studien dazu gibt es allerdings keine.

Wenn die öffentlichen Bäder in Wien nur eingeschränkt öffnen, droht den Gewässern und Ufern in der Lobau zusätzlicher Zustrom. Dies betrifft vermutlich vor allem die Dechantlacke und die Panozzalacke sowie die Stadler Furt.

Welche Regeln wird es beim Baden und Sonnen an diesen Plätzen geben? Und: Wie kann man verhindern, dass viele Menschen in Gewässer ausweichen, die nicht als Badeplätze gedacht sind und der Natur vorbehalten sein sollten? Jetzt schon verlassen immer mehr Menschen die Wege und dringen stärker in bislang abgelegene Gebiete ein.  Das kann man schon am Großenzersdorfer Arm und am Kühwörther Wasser beobachten. Wo noch Wasser ist…

… der ausgetrocknete „Hausgraben“

In der Lobau ist die Dürre an den staubtrockenen Wegen und den vielen ausgetrockneten Gewässern spür- und sichtbar. Stress pur für die Natur!

Eine rechtzeitige Wasserdotierung durch die Gemeinde Wien hätte hier Linderung schaffen können. Wann geschieht diesbezüglich endlich was?

Helmut Sattmann & Sabine Zwierschitz
Anrainer, Essling

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