Bericht aus dem toten Lausgrund

Tierfotograf Kurt Kracher hat sich Ende Jänner (mit Erlaubnis) den Lausgrund angesehen. Sein Bericht: „Wie es dort ausschaut? Sehr traurig. Erst ganz unten bei der Donau gibt es noch etwas Eis, ansonsten ist der Lausgrund staubtrocken.“

Tote Schnecken, tote Fische, tote Wasserpflanzen, tote Amphibien – die Wildschweine haben den ausgetrockneten Gewässergrund durchpflügt und das meiste bereits aufgefressen.

Lobau-Historiker Robert Eichert hat herausgefunden, dass die nach ihm benannte, lebenserhaltende Eichert-Quelle, eine Einspeisung des Überschuss-Trinkwassers aus den Pumpwerken in den Lausgrund, im Dezember wegen Bauarbeiten an einer die Au bei Mühlleiten querenden Gasleitung einfach abgedreht wurde. Der Grund: ein möglichst niederer Wasserstand in den Lobaugewässern, um die Erdarbeiten nicht zu behindern.

Das Gebiet um den Lausgrund ist ein Kernstück des Nationalparks.

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