{"id":977,"date":"2017-04-14T22:51:01","date_gmt":"2017-04-14T20:51:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/?p=977"},"modified":"2019-01-13T10:10:34","modified_gmt":"2019-01-13T09:10:34","slug":"robert-eichert-wien-kann-froh-sein-dass-es-die-lobau-gibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/robert-eichert-wien-kann-froh-sein-dass-es-die-lobau-gibt\/","title":{"rendered":"Robert Eichert: Wien kann froh sein, dass es die Lobau gibt"},"content":{"rendered":"<p><strong>ROBERT EICHERT\u00a0aus Wien-Donaustadt radelt durch die Lobau, fotografiert in der Lobau, recherchiert \u00fcber ihre Vergangenheit und ihre Gegenwart, schreibt \u00fcber sie, erz\u00e4hlt \u00fcber sie und k\u00e4mpft f\u00fcr ihren Fortbestand.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Rekordverd\u00e4chtige 24 Jahre lang war er Gr\u00fcner Bezirksrat und hat sich in dieser Zeit einen erstklassigen Ruf als Umweltexperte, Lobau-Kenner und Lokalhistoriker erarbeitet.\u00a0<\/strong><strong>Seine umfangreiche Sammlung historischer Dokumente und Fotos zur Umweltgeschichte des 22. Wiener Gemeindebezirks und der Lobau ist konkurrenzlos.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_980\" aria-describedby=\"caption-attachment-980\" style=\"width: 369px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-980\" src=\"http:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Robert-Eichert-2006.jpg\" alt=\"\" width=\"369\" height=\"277\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Robert-Eichert-2006.jpg 2272w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Robert-Eichert-2006-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Robert-Eichert-2006-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Robert-Eichert-2006-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 369px) 100vw, 369px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-980\" class=\"wp-caption-text\">2006<\/figcaption><\/figure>\n<p>So kommt es im Jahr 1998 zur Kooperation mit Gernot Ladinig f\u00fcr das Buch &#8220;Die Alte Donau &#8211; Menschen am Wasser &#8211; Perspektiven einer Wiener Landschaft\u201c und 2004 zur Zusammenarbeit mit Ernst Gerhard Eder f\u00fcr \u201eUmwelt Stadt: Geschichte des Natur- und Lebensraumes Wien\u201c. 2015 stellt\u00a0Eichert historische Pl\u00e4ne f\u00fcr \u201eMaterialien zur Umweltgeschichte \u00d6sterreichs\u201c zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>F\u00fcr die DBZ, die \u201e<span><a href=\"http:\/\/www.dbz-donaustadt.com\/\">Donaust\u00e4dter Bezirkszeitung<\/a><\/span>\u201c ist er seit vielen Jahren als Serienautor kulturhistorischer Themen t\u00e4tig. Die monatliche Doppelseite \u201eKuriose Ideen, G\u2019schicht\u2019ln und Geschichte\u201c ist mittlerweile eine Institution. Dazu kommt die von ihm initiierte allzeit kritische Berichterstattung \u00fcber unklare Vorkommnisse in der Lobau.<\/p>\n<p>Als Ausstellungsmacher gestaltet Robert Eichert 2010 mit Liselotte Hansen-Schmidt in der Volkshochschule Donaustadt die Ausstellung \u201e1938 bis 1945 \u2013 sieben Jahre Tausendj\u00e4hriges Reich\u201d.<\/p>\n<p>Seiner Ausstellung \u201eWilderer in der Lobau!\u201c liegt eine tiefgr\u00fcndige Archivrecherche zugrunde. Sie wird 2014 im Nationalparkhaus Lobau und in der Nationalpark-Forstverwaltung Gro\u00df-Enzersdorf gezeigt.<\/p>\n<p>2011 landet Eichert mit \u201eHilfe, die Emanzipanzen kommen!\u201c (Die Frauenemanzipation in der Karikatur von 1830 bis 1930) gewisserma\u00dfen einen Kassenschlager. Die Ausstellung muss wegen des gro\u00dfen Interesses verl\u00e4ngert werden.<\/p>\n<p>Im Vorstand des Vereines \u201e<span><a href=\"http:\/\/www.wienerwald-nordost.at\/cms\/\">Zukunft Wienerwald Nord-Ost<\/a><\/span>\u201c engagiert er sich seit 2014 f\u00fcr die dringend notwendige Gr\u00fcnraumvernetzung zwischen dem Nationalpark Donau-Auen im 22. und dem Bisamberg im 21. Wiener Bezirk.<\/p>\n<p>In der Lobau hat sich Eichert nichtsahnend schon zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt: die \u201eEichert-Quelle\u201c. Sie flutet am Lausgrund das \u00fcbersch\u00fcssige Trinkwasser aus einem unmittelbar daneben liegenden Brunnen in die Untere Lobau. Robert Eichert und der Naturfotograf Norbert Sendor hatten entdeckt, dass von diesem Brunnen aus st\u00e4ndig erstklassiges Wasser in die Donau geleitet wird und sie fragten sich, was wohl dagegen sprechen k\u00f6nnte, die vertrocknende Lobau damit zu bew\u00e4ssern. Eichert nahm den Kampf mit den Beh\u00f6rden auf und nach endloser \u00dcberzeugungsarbeit gelang es ihm, sie zur Einsicht zu bringen. Seitdem ist die (von Norbert Sendor benannte) \u201eEichert-Quelle\u201c die einzige und oft lebensrettende Einspeisung von Wasser in die Untere Lobau.<\/p>\n<figure id=\"attachment_979\" aria-describedby=\"caption-attachment-979\" style=\"width: 351px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-979\" src=\"http:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Anton-Klein-und-Robert-Eichert.jpg\" alt=\"\" width=\"351\" height=\"217\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Anton-Klein-und-Robert-Eichert.jpg 2873w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Anton-Klein-und-Robert-Eichert-300x185.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Anton-Klein-und-Robert-Eichert-768x474.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Anton-Klein-und-Robert-Eichert-1024x632.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 351px) 100vw, 351px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-979\" class=\"wp-caption-text\">Anton Klein und Robert Eichert<\/figcaption><\/figure>\n<p>Mit Anton Klein, dem Gr\u00fcnder des Lobaumuseums, hatte Robert Eichert ein zwar inhaltlich inniges, pers\u00f6nlich jedoch distanziertes Verh\u00e4ltnis. Die Vorbildwirkung Kleins ist dennoch in Eicherts Worten bis heute sp\u00fcrbar:<\/p>\n<p><em>\u201eDer Herr Klein ist immerhin 88 Jahre geworden und er hat bis zu seinem Lebensende die Kraft gehabt, f\u00fcr die Umwelt, f\u00fcr den Naturschutz zu k\u00e4mpfen. Er war kompromisslos, geradlinig, und hat so viel Energie gehabt und einfach nicht aufgeh\u00f6rt.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Robert Eicherts Engagement und seine Recherchen zur Umweltgeschichte m\u00fcnden aktuell in kulturhistorischen F\u00fchrungen und in Vortr\u00e4gen: \u201eUmweltgeschichte der Lobau in Bildern von 1800 bis heute. Wie sind die Menschen im Laufe der Geschichte mit ihrer &#8220;Umwelt Lobau&#8221; umgegangen?&#8221; <span><a href=\"https:\/\/cba.fro.at\/333123\">Interview in der Radiosendung &#8220;Open Up&#8221; im\u00a0Lokalradio Orange 94.0<\/a><\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_542\" aria-describedby=\"caption-attachment-542\" style=\"width: 352px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-542\" src=\"http:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Robert-Eichert-J\u00e4n-2017-K\u00fchw\u00f6rth-FOTO-KURT-KRACHER.jpg\" alt=\"\" width=\"352\" height=\"209\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Robert-Eichert-J\u00e4n-2017-K\u00fchw\u00f6rth-FOTO-KURT-KRACHER.jpg 1060w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Robert-Eichert-J\u00e4n-2017-K\u00fchw\u00f6rth-FOTO-KURT-KRACHER-300x178.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Robert-Eichert-J\u00e4n-2017-K\u00fchw\u00f6rth-FOTO-KURT-KRACHER-768x456.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Robert-Eichert-J\u00e4n-2017-K\u00fchw\u00f6rth-FOTO-KURT-KRACHER-1024x608.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 352px) 100vw, 352px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-542\" class=\"wp-caption-text\">Am K\u00fchw\u00f6rtherwasser, J\u00e4nner 2017<\/figcaption><\/figure>\n<p>Dass die Lobau nur noch ein schwacher Abglanz ihrer selbst ist, eine vom Menschen gepr\u00e4gte Kulturlandschaft, ist ihm bewusst.\u00a0Das mindert seine Begeisterung nur wenig:<\/p>\n<p><em>\u201eTrotz all der umwelthistorischen Ver\u00e4nderungen ist die Lobau ein wichtiges Naherholungsgebiet f\u00fcr Wien. Und deswegen sollte man schauen, dass nicht noch mehr Begehrlichkeiten auf sie losgelassen werden. Trotz der Anschl\u00e4ge in der Vergangenheit ist sie ein ganz tolles, erhaltenswertes Naturjuwel und Wien kann froh sein, dass es auf der einen Seite den Wienerwald hat und auf der anderen Seite die Lobau.\u201c<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ROBERT EICHERT\u00a0aus Wien-Donaustadt radelt durch die Lobau, fotografiert in der Lobau, recherchiert \u00fcber ihre Vergangenheit und ihre Gegenwart, schreibt \u00fcber sie, erz\u00e4hlt \u00fcber sie und k\u00e4mpft f\u00fcr ihren Fortbestand. Rekordverd\u00e4chtige 24 Jahre lang war er Gr\u00fcner Bezirksrat und hat sich in dieser Zeit einen erstklassigen Ruf als Umweltexperte, Lobau-Kenner und Lokalhistoriker erarbeitet.\u00a0Seine umfangreiche Sammlung historischer Dokumente und Fotos zur Umweltgeschichte des 22. Wiener Gemeindebezirks und der Lobau ist konkurrenzlos. 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