{"id":8335,"date":"2026-08-13T20:29:51","date_gmt":"2026-08-13T18:29:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/?p=8335"},"modified":"2026-08-13T20:44:43","modified_gmt":"2026-08-13T18:44:43","slug":"die-schwarzfoehren-der-unteren-lobau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/die-schwarzfoehren-der-unteren-lobau\/","title":{"rendered":"Die Schwarzf\u00f6hren der Unteren Lobau"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wer in der Unteren Lobau von der Kreuzgrundtraverse auf der Forststra\u00dfe nach S\u00fcden in Richtung Donau wandert, durchquert zuerst die Trockenrasen des Kreuzgrundes, dann kommt zu linker Hand ein Schwarzf\u00f6hrenbestand.<\/strong><\/p>\n<p><strong>In einer Aulandschaft auf Schwarzf\u00f6hren zu treffen, ist einerseits unerwartet, andererseits ist diese an karge und trockene Standorte gut angepasste Baumart bei einer Hei\u00dfl\u00e4nde durchaus stimmig.<\/strong><\/p>\n<p>Viele kennen die im Marchfeld auf ehemaligen Sandverwehungen gepflanzten Kiefernw\u00e4lder oder im Wienerwald die auf armen Felsb\u00f6den gedeihenden Schwarzf\u00f6hrenbest\u00e4nde. Da passen die Schwarzf\u00f6hren des Kreuzgrundes durchaus ins Bild und es ergibt sich die Frage, ob dieser Baumbestand ein urspr\u00fcngliches Element trockener Aufl\u00e4chen ist oder vom Menschen hierhergebracht wurde.<\/p>\n<h3><strong>Was uns die Geschichte erz\u00e4hlt<\/strong><\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-8337 alignright\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Abbildung-1-Schwarzfoehren-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"469\" height=\"313\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Abbildung-1-Schwarzfoehren-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Abbildung-1-Schwarzfoehren-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Abbildung-1-Schwarzfoehren-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Abbildung-1-Schwarzfoehren-95x62.jpg 95w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Abbildung-1-Schwarzfoehren.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 469px) 100vw, 469px\" \/>Der Botaniker <a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/August_Neilreich\">August Neilreich<\/a> beschreibt 1846 in seiner \u201eFlora von Wien\u201c, dass die Schwarzf\u00f6hre im Wienerwald und weiter s\u00fcdlich vorkommt, f\u00fcr die Donauniederung oder f\u00fcr das Marchfeld nennt er keine Vorkommen. Auch die Rotf\u00f6hre ist f\u00fcr ihn keine in der Wiener Donauniederung bekannte Art, ihre n\u00e4chsten Standorte finden sich erst im Norden des Marchfeldes an der Grenze des Sandsteins.<\/p>\n<p>Dies best\u00e4tigt sich in der detaillierten Vegetationserfassung von <a href=\"https:\/\/www.nhm.at\/forschung\/archiv_fuer_wissenschaftsgeschichte\/siegfried_reissek_-flora_der_donauauen\">Siegfried Reissek<\/a> (um 1860) kurz vor der gro\u00dfen Donauregulierung, welche die Schwarzf\u00f6hre f\u00fcr die Wiener Donaulandschaft nicht anf\u00fchrt und die Rotf\u00f6hre nur f\u00fcr die weiter stromauf liegenden Donauauen bei Mautern, Krems, Tulln und Stockerau nennt.<\/p>\n<p>Ein weiterer interessanter Bericht zur Vegetation der Lobau ist die Studie von <a href=\"https:\/\/infothek.donauauen.at\/files\/3_GeschichteNPDA\/32_GeschichteNPDAabErricht\/321_GeschichteNPDAGmbHMedien\/3218_AndereProjekte\/32181_Zeitzeugen\/02_00439_ZeitzeugenderDA_1999.pdf\">Adele Sauberer<\/a>, welche in den Jahren 1935 \u2013 1936 die Untere Lobau im Rahmen ihrer Doktorarbeit umfangreich untersucht hat. Die Ergebnisse sind als zusammengefasste Publikation erhalten geblieben, auch wenn die originale Ausarbeitung leider verschollen ist.<\/p>\n<p>Zu ihren interessantesten (und aus heutiger Sicht vom Naturverlauf widerlegten) Schlussfolgerungen z\u00e4hlen, dass f\u00fcr die Untere Lobau eine langsame Ausbreitung der Trockenvegetation sichtbar ist und dass auf den Trockenfl\u00e4chen eine Sukzession in Richtung Geh\u00f6lzbest\u00e4nde nicht oder nur \u00e4u\u00dferst langsam m\u00f6glich sei.<\/p>\n<p>Adele Sauberer gibt an (Seite 49), dass in der Unteren Lobau des Jahres 1935\/36 lediglich eine Anpflanzung von Schwarz- und Rotf\u00f6hren besteht, und dieser Standort l\u00e4sst sich eindeutig der Zainetau n\u00f6rdlich des K\u00fchw\u00f6rther Wassers zuordnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Kreuzgrund wird von ihr keine F\u00f6hrenbestand ausgewiesen. Ein solcher w\u00e4re ihr gewiss nicht entgangen, denn der Kreuzgrund war f\u00fcr Adele Sauberer ein besonders interessanter Standort und sie hat sich dieser Fl\u00e4che intensiv gewidmet, wie sie sp\u00e4ter m\u00fcndlich berichtet hat.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen daher aus den Literaturbefunden den Schluss ziehen, dass F\u00f6hren in der Lobau nicht heimisch sind, und dass der Schwarzf\u00f6hrenbestand beim Kreuzgrund im Jahr 1935\/36 noch nicht bestanden hat.<\/p>\n<h3><strong>Historische Luftbilder<\/strong><\/h3>\n<p>Bereits aus dem Jahr 1938 ist auch ein erstes Luftbild bekannt (siehe Abb. 2) und dieses kann am Geodaten-Viewer der Stadt Wien eingesehen werden. Baumarten sind bei fr\u00fchen Luftbildern generell schwer zu bestimmen. Das gilt besonders f\u00fcr die fr\u00fchen SW-Aufnahmen.<\/p>\n<p>Das Luftbild Abb. 2 l\u00e4sst erkennen, dass im Bereich des heutigen Schwarzf\u00f6hrenbestandes (mit gelber Linie eingezeichnet, siehe Abb. 3+) zu wesentlichen Teilen \u00fcberhaupt keine Geh\u00f6lze vorhanden waren und dass der sch\u00fcttere Geh\u00f6lzbestand sich nicht von den Laubgeh\u00f6lzen des Umlandes unterscheidet.<\/p>\n<p>Der Rot- und Schwarzf\u00f6hrenbestand in der Zainetau ist hingegen durch seine auff\u00e4llig dunkle F\u00e4rbung auf dem alten SW-Luftbild des Jahres 1938 gut sichtbar (siehe Abb. 4) und best\u00e4tigt die Beschreibung von Adele Sauberer.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Abbildungen 2, 3 und 4 (zum Vergr\u00f6\u00dfern klicken)<\/strong><\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>Aber kehren wir zur\u00fcck zum Kreuzgrund und zur Fl\u00e4che des heutigen Schwarzf\u00f6hrenw\u00e4ldchens: Aus dem Jahr 1944 gibt es ein weiteres SW-Luftbild (siehe Abb. 5). Dieses ist auch in der Ausstellung im Besucherzentrum des Nationalparks in Schloss Orth zu sehen.<\/p>\n<p>Im Vergleich von 1938 und 1944 sehen wir, dass die Ver\u00e4nderung der Geh\u00f6lzbest\u00e4nde am Kreuzgrund sehr langsam verl\u00e4uft.<\/p>\n<p>Das ist eine scheinbar belanglose Aussage und wenig \u00fcberraschend, aber es ist eine sehr wichtige Information \u2013 sobald wir uns das n\u00e4chste Luftbild des Jahres 1956 ansehen (siehe Abb. 6): Der gesamte Kreuzgrund ist im Jahr 1956 pl\u00f6tzlich leerger\u00e4umt!<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Abbildungen 5 und 6<\/strong><\/p>\nngg_shortcode_1_placeholder\n<p>Durch den Luftbildvergleich der Jahre 1938 und 1944 k\u00f6nnen wir ausschlie\u00dfen, dass am Kreuzgrund ein Entwicklungsprozess in Richtung Entwaldung im Ablauf war und dass das Jahr 1956 den Endzustand eines solchen Voranschreitens der Trockenvegetation darstellt.<\/p>\n<p>Die Laubgeh\u00f6lze sind im Luftbild 1956 teils unbelaubt, und dies verst\u00e4rkt den Eindruck.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Abb.-7-1961-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-8353\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Abb.-7-1961-1-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"339\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Abb.-7-1961-1-300x212.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Abb.-7-1961-1-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Abb.-7-1961-1-768x543.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Abb.-7-1961-1.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 339px) 100vw, 339px\" \/><\/a>Aber auch das Luftbild des Jahres 1961 (siehe Abb. 7, hier links), welches im belaubten Zustand durchgef\u00fchrt wurde, zeigt den Kreuzgrund weitgehend geh\u00f6lzfrei.<\/p>\n<p>Wir sehen in dieser Aufnahme aber auch erste niedrige Geh\u00f6lze in genau jenen Bereichen, wo der heutige Schwarzf\u00f6hrenbestand zu finden ist.<\/p>\n<p>Diese aufkommenden Geh\u00f6lze k\u00f6nnen wir eindeutig interpretieren, wenn wir uns die weitere Folge der Luftbilder 1971 (Abb. 8), 1976 (Abb. 9), 1986 (Abb. 10) und 1992 (Abb. 11) ansehen&nbsp;&nbsp; &#8211; denn es ist die Entwicklungslinie des heutigen Schwarzf\u00f6hrenbestandes!<\/p>\n<p>Die Farbbilder der Jahre 2014 (Abb. 12) und 2025 (Abb. 13) zeigen die aktuelle Situation.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><em>Abbildungen 8, 9, 10, 11, 12 und 13<\/em><\/strong><\/p>\n<p>ngg_shortcode_2_placeholderDie Entwicklung des Schwarzf\u00f6hrenbestandes am Kreuzgrund k\u00f6nnen wir dank dieser historischen Bilderreihe zeitlich und r\u00e4umlich gut verfolgen.<\/p>\n<h3><strong>Altersbestimmung der Schwarzf\u00f6hren<\/strong><\/h3>\n<p>Wir haben aber noch weitere Informationen: Zur Sicherung der Forststra\u00dfe m\u00fcssen gelegentlich B\u00e4ume umgeschnitten werden. Diese Schnitte erlauben eine sehr genaue Altersbestimmung &#8211; zumindest f\u00fcr den Fachmann, der die Zellstrukturen mit einer Lupe inspiziert.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns ist das Unterscheiden der einzelnen Jahresringe nicht immer ganz einfach, denn in manchen Jahren ist der Zuwachs sehr gering und die Abgrenzung schwierig oder es werden in einem Jahr mehrere Wachstumsperioden abgegrenzt. Aber wir k\u00f6nnen auch mit freiem Auge eine hinreichend genaue Aussage treffen.<\/p>\n<p>Die hellen Ringe entsprechen den Phasen mit starkem Wachstum (d.h. zumeist ein heller Ring in einem Sommerhalbjahr), die dunklen Ringe werden in den Phasen mit geringem oder fehlendem Wachstum angelegt.<\/p>\n<p>Einige Baumst\u00fcmpfe sind knapp am Wegesrand und zeigen uns, dass diese B\u00e4ume ihr Leben vor etwa 60 bis 70 Jahren begonnen haben, also im Jahr 1955 \u2013 1965. Das passt sehr gut zu den Luftbildern 1961 und 1971.<\/p>\n<p>Die Abbildungen 14 bis 16 sind aktuelle Baumschnitte aus dem Schwarzf\u00f6hrenwald: Probieren Sie die Altersbestimmung einmal aus, diese Methode wird Ihnen auch bei anderen Gelegenheiten interessante Informationen liefern.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Abbildungen 14, 15 und 16<\/strong><\/p>\n<p>ngg_shortcode_3_placeholderDa wir den F\u00e4llungszeitpunkt (= Winter 2025\/26) genau kennen, k\u00f6nnten wir bei Bedarf von der \u00e4u\u00dferen Zuwachslinie nach Innen jedes Ringpaar einem bestimmten Jahr zuordnen und die Zuwachsleistung mit Witterung und Wasserverf\u00fcgbarkeit in Beziehung setzen. Die B\u00e4ume eines Waldbestandes zeigen \u00e4hnliche Wachstumsmuster, auch wenn jedes einzelne Individuum durch Parasiten, Beschattung, und andere Faktoren individuelle Feinheiten aufweist.<\/p>\n<h3><strong>Das Wissen der Ortskundigen<\/strong><\/h3>\n<p>Eine letzte Informationsquelle haben wir noch: Es ist das Wissen der Ortskundigen und des Forstpersonals.<\/p>\n<p>Bei so weit zur\u00fcck reichenden Betrachtungen ist unmittelbare Erinnerung nur mehr selten m\u00f6glich. Besondere Ereignisse werden aber zwischen den Generationen durch Erz\u00e4hlungen tradiert und dies ist auch im hier betrachteten Fall geschehen:<\/p>\n<p>Vom ehemaligen Revierleiter <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/legendaerer-foerster-ernst-zecha-gestorben\/\">Ing. Ernst Zecha<\/a> wurde an den heutigen Revierleiter Ing. G\u00fcnter Walzer m\u00fcndlich berichtet, dass nach dem zweiten Weltkrieg der Kreuzgrund vollst\u00e4ndig abgebrannt ist. Das Brandereignis war so heftig und schwer einzud\u00e4mmen, dass Brandschutzschneisen gezogen werden mussten, welche auch heute noch als flache Gr\u00e4ben zu erkennen sind.<\/p>\n<p>Die forstgeschichtlichen Ereignisse und Eingriffe m\u00f6glichst weit zur\u00fcckreichend greifbar zu machen, ist Teil eines aktuellen Projektes der Nationalparkverwaltung und der beiden Forstbetriebe. Dabei werden Revierb\u00fccher und \u00fcberliefertes Wissen zusammengetragen, um die Entwicklung der Waldfl\u00e4chen des Nationalparkgebietes besser zu verstehen.<\/p>\n<p>So manche \u00fcberraschende Erkl\u00e4rung wird dabei wohl noch gefunden werden!<\/p>\n<h3><strong>Zusammenfassung<\/strong><\/h3>\n<p>Alle Informationsquellen passen nun gut zusammen und ergeben ein schl\u00fcssiges Bild:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Kreuzgrund war bis nach dem Zweiten Weltkrieg ein Trockenstandort mit sch\u00fctterem Laubgeh\u00f6lzbestand.<\/li>\n<li>Nach dem zweiten Weltkrieg kam es zu einem Flurbrand, der den gesamten Kreuzgrund erfasste. Alle Geh\u00f6lze wurden beim Brand oder bei der Brandnachsorge entfernt.<\/li>\n<li>Um 1960 wurden auf Teilen der kahlen Fl\u00e4che Schwarzf\u00f6hren angepflanzt, welche sich zum heutigen Schwarzf\u00f6hrenbestand entwickelt haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bleibt noch die Frage nach der Zukunft dieses Schwarzf\u00f6hrenbestandes:<\/p>\n<p>Schwarzf\u00f6hren sind Lichtkeimer. Innerhalb des Baumbestands mit bodenbedeckendem Nadelfilz und dichter Strauchvegetation ist eine nat\u00fcrliche Verj\u00fcngung kaum m\u00f6glich. Dies gelingt jedoch auf der angrenzenden Hei\u00dfl\u00e4nde, deren Fl\u00e4che die Schwarzf\u00f6hren einschr\u00e4nken und bedr\u00e4ngen. Im \u00dcbergang zur offenen Hei\u00dfl\u00e4nde werden die Schwarzf\u00f6hren daher langsam reduziert.<\/p>\n<p>Entlang der Forststra\u00dfe sind gelegentliche Sicherungseingriffe erforderlich, wodurch der F\u00f6hrenbestand ausd\u00fcnnt und durch aufkommende Laubgeh\u00f6lze ersetzt wird. Das ist auch aus Gr\u00fcnden der Waldbrand-Vorsorge eine vorteilhafte Entwicklung.<\/p>\n<p>Auf lange Sicht wird der Schwarzf\u00f6hrenbestand daher einer naturgem\u00e4\u00dfen Vegetation weichen.<\/p>\n<h3>Quellen<\/h3>\n<ul>\n<li>Sauberer, Adele (1942): Die Vegetationsverh\u00e4ltnisse der unteren Lobau.&nbsp;In: Niederdonau \/ Natur und Kultur, Heft 17; Verlag Karl K\u00fchne, Wien \u2013 Leipzig<\/li>\n<li>Neilreich, August (1846): Flora von Wien. Eine Aufz\u00e4hlung der in den Umgebungen Wiens wild wachsenden oder im Grossen gebauten Gef\u00e4sspflanzen, nebst einer pflanzengeografischen Uebersicht. Fr. Beck&#8217;s Universit\u00e4ts-Buchhandlung, Wien<\/li>\n<li>Reissek, Siegfried (um 1860): Handschriftliches Manuskript zu Flora und Vegetation der Donauauen in Wien und im angrenzenden Nieder\u00f6sterreich. Naturhistorisches Museum Wien<\/li>\n<li>Geodatenviewer der Stadt Wien:<br \/>\nunter <a href=\"https:\/\/www.wien.gv.at\/ma41datenviewer\/public\/\">https:\/\/www.wien.gv.at\/ma41datenviewer\/public\/<\/a>&nbsp; erreichbar. Die Luftbilder k\u00f6nnen links im Auswahlfeld angefordert, und dann f\u00fcr jedes Einzeljahr eingesehen werden. Die Stadt Wien stellt mit diesem Online-Tool eine au\u00dfergew\u00f6hnliche M\u00f6glichkeit zur historischen Erkundung der Landesfl\u00e4chen zur Verf\u00fcgung.<\/li>\n<li>Nationalpark-Ausstellung in Schloss Orth:<br \/>\nIm Kartenraum k\u00f6nnen historische Landkarten und Luftbilder \u00fcbereinander geblendet und die landschaftliche Entwicklung sichtbar gemacht werden.<\/li>\n<li>Revierf\u00f6rster Ing. G\u00fcnter Walzer:<br \/>\nBesten Dank f\u00fcr die Bereitstellung wichtiger Informationen.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer in der Unteren Lobau von der Kreuzgrundtraverse auf der Forststra\u00dfe nach S\u00fcden in Richtung Donau wandert, durchquert zuerst die Trockenrasen des Kreuzgrundes, dann kommt zu linker Hand ein Schwarzf\u00f6hrenbestand. In einer Aulandschaft auf Schwarzf\u00f6hren zu treffen, ist einerseits unerwartet, andererseits ist diese an karge und trockene Standorte gut angepasste Baumart bei einer Hei\u00dfl\u00e4nde durchaus stimmig. Viele kennen die im Marchfeld auf ehemaligen Sandverwehungen gepflanzten Kiefernw\u00e4lder oder im Wienerwald die auf armen Felsb\u00f6den gedeihenden Schwarzf\u00f6hrenbest\u00e4nde&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":8341,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1,12,7],"tags":[139,105],"class_list":["post-8335","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-neues-von-gestern","category-lobau-darf-nicht-sterben","tag-nationalpark","tag-waldbewirtschaftung"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8335","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8335"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8335\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8382,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8335\/revisions\/8382"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8341"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8335"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8335"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8335"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}