{"id":7532,"date":"2025-10-20T16:02:28","date_gmt":"2025-10-20T14:02:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/?p=7532"},"modified":"2025-12-20T18:25:34","modified_gmt":"2025-12-20T17:25:34","slug":"donaueintiefung-oestlich-von-wien-ein-schlamassel-in-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/donaueintiefung-oestlich-von-wien-ein-schlamassel-in-zahlen\/","title":{"rendered":"Donaueintiefung \u00f6stlich von Wien: Ein Schlamassel in Zahlen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sinkende Wasserspiegellagen und Grundwasserpegel, Verlandung im Nationalpark Donau-Auen, fragliche Auflagen und die Untere Lobau als m\u00f6gliches Bauernopfer: Zahlen und Fakten zu den Folgen der bisher unzureichenden Ma\u00dfnahmen gegen die Donaueintiefung \u00f6stlich von Wien. <\/strong><\/p>\n<p>Trotz der begr\u00fc\u00dfenswerten Anstrengungen der \u00f6sterreichischen Beh\u00f6rden seit dem Staubeginn beim Kraftwerk Freudenau (1996) &#8211; verpflichtende Geschiebezugaben, Geschieber\u00fcckf\u00fchrung, Uferr\u00fcckbau, \u00d6ffnung von Seitenarmen &#8211; konnte die Eintiefung der Donau zwischen Wien und Hainburg bisher nicht gestoppt werden. Das Geschiebedefizit wird nach wie vor nicht vollst\u00e4ndig ausgeglichen, und die akkumulierte Fehlmenge beim Geschiebe betr\u00e4gt mittlerweile fast vier Mio. Kubikmeter &#8211; Ursache der deutlichen Absenkungen der Wasserspiegellagen und donaunahen Grundwasserpegel und der erheblichen negativen Auswirkungen auf die Flussauenlandschaft entlang der Donau, Stichworte: Entkoppelung vom Fluss und Verlandung.<\/p>\n<p>Im selben Zeitraum kam es aber auch zu einem deutlichen R\u00fcckgang der Wasserf\u00fchrung der Donau, der die Auswirkungen der Sohleintiefung erheblich verst\u00e4rkt hat.<\/p>\n<p>Beide Entwicklungen wurden f\u00fcr den Zeitraum 1996-2020 in einer Studie im Auftrag des Nationalparks Donau-Auen untersucht [<a href=\"https:\/\/infothek.donauauen.at\/files\/2_WissenschaftlPublikationen\/21_WissenschaftlicheReihe\/NPDA_76_Klasz,_Sohlerosion_und_Wasserstande_Donau_2024.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sohlerosion 2023<\/a>]; 2025 folgte ein Artikel in \u00d6sterreichische Wasser- und Abfallwirtschaft 77 zum Thema, dem auch aktuellere Daten zugrundeliegen [<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s00506-024-01090-z\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klasz \/ Baumgartner 2025<\/a>]. Die Studie von 2023 im Auftrag des Nationalparks ist dem Bundesministerium f\u00fcr Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BML) (der zust\u00e4ndigen Obersten Wasserrechtsbeh\u00f6rde) bekannt und wird im Rahmen der noch laufenden Evaluierung der Ma\u00dfnahmen gegen die Sohleintiefung ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Dieser Beitrag st\u00fctzt sich gro\u00dfteils auf diese beiden Publikationen und ist als kompakter \u00dcberblick gedacht. Allf\u00e4llige irref\u00fchrenden Darstellungen fachspezifischer Inhalte werde ich umgehend korrigieren, sobald ich Kenntnis davon erhalte.<\/p>\n<div class=\"kasten\">\n<h4>Inhalt<\/h4>\n<ul>\n<li><a href=\"#spiegellagen\">Absenkung der Wasserspiegellagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#wasserfuehrung\">R\u00fcckgang der Wasserf\u00fchrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#grundwasserpegel\">Abgesackte Grundwasserpegel<\/a><\/li>\n<li style=\"margin-left: 30px;\"><a href=\"#grundwassernutzung\">Grundwassernutzungen gef\u00e4hrdet \/ Grundwasserwerk Lobau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#eintiefung_aktuell\">Eintiefung gebremst, aber nicht gestoppt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#stroemungsmechanik\">Erhaltungsstrecke: Untere Lobau als Bauernopfer?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#schuld\">\u00d6kologische Schuld \/ Sohlanhebung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#quellen\">Quellen \/ Weblinks<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Fr\u00fcherer Beitrag zur Donaueintiefung auf lobaumuseum.wien: <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/sedimenthaushalt-der-donau-komplett-gestoertes-system\/\">Sedimenthaushalt der Donau: \u201cKomplett gest\u00f6rtes System\u201d<\/a><\/p>\n<\/div>\n<h4 id=\"spiegellagen\">Absenkung der Wasserspiegellagen<\/h4>\n<p>In der Studie zur Sohlerosion von 2023 wurden die Sohleintiefungen zwischen 1996 (Staubeginn beim Kraftwerk Freudenau) und 2020 u. a. anhand der Differenzen zwischen Wasserst\u00e4nden bei identischer Wasserf\u00fchrung (&#8220;Spiegellagen&#8221;) ermittelt. Ist ein solcher Wasserstand gesunken, kann davon ausgegangen werden, dass es im lokalen Flussbett zu entsprechenden Sohlerosionen gekommen ist. Wie gut das Ergebnis die Realit\u00e4t widerspiegelt, h\u00e4ngt nat\u00fcrlich von der Qualit\u00e4t der zugrundeliegenden Daten ab. Auswirkungen einer \u00c4nderung der Wasserf\u00fchrung der Donau in diesem Zeitraum werden derart nicht erfasst.<\/p>\n<p>Die folgende Grafik zeigt beispielhaft die Ver\u00e4nderungen der Wasserst\u00e4nde der Donau bei durchschnittlicher Wasserf\u00fchrung (&#8220;Mittelwasser&#8221;) zwischen 1996 und 2020. Auf die Darstellung der &#8211; unterschiedlichen &#8211; Ver\u00e4nderungen bei &#8220;Regulierungsniederwasser&#8221; (RNW; tritt definitionsgem\u00e4\u00df nur 22 Tage im Jahr auf) wurde verzichtet. Grundlage sind die &#8220;Kennzeichnenden Wasserst\u00e4nde der Donau&#8221; (KWD), die f\u00fcr 2010 und 2020 von der <a href=\"https:\/\/www.viadonau.org\/home\" target=\"_blank&quot;\">viadonau<\/a> berechnet wurden, davor (1996) von der Wasserstra\u00dfendirektion. Geringf\u00fcgige Abweichungen von den KWD in der Grafik sind das Ergebnis von Korrekturen f\u00fcr Durchfluss\u00e4nderungen [Sohlerosion 2023] .<\/p>\n<p>Der als <strong>Erhaltungsstrecke<\/strong> markierte Abschnitt wurde in der Bewilligung f\u00fcr das KW Freudenau festgelegt &#8211; eine 11 km lange Strecke stromab des Kraftwerks bis etwa H\u00f6he Sch\u00f6nau an der Donau. Das Bundesministerium f\u00fcr Land- und Forstwirtschaft (Oberste Wasserrechtsbeh\u00f6rde) erteilte dem Kraftwerksbetreiber (heute Verbund Hydro Power, VHP) die Auflage, die Donausohle in diesem Abschnitt (&#8220;Referenzsohle&#8221;) durch Geschiebezugaben nach Stauerrichtung stabil zu erhalten (mit definierten Spielr\u00e4umen).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kwd_diff_mw_1996-2020a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-7526\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kwd_diff_mw_1996-2020a-1024x828.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"518\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kwd_diff_mw_1996-2020a-1024x828.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kwd_diff_mw_1996-2020a-300x243.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kwd_diff_mw_1996-2020a-768x621.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kwd_diff_mw_1996-2020a.jpg 1146w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es zeigen sich Absenkungen im Gro\u00dfteil der Gesamtstrecke, die ab Unterwasser KW Freudenau stark zunehmen und sich stromabw\u00e4rts nach und nach verringern. Erh\u00f6hungen nach Hainburg sind im Wesentlichen auf den Einstau durch das Kraftwerk Gab\u010dikovo in der Slowakei zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Dass die Absenkungen gerade im unteren Teil der Erhaltungsstrecke (Barbarabr\u00fccke bis Sch\u00f6nau, also im Bereich Untere Lobau) am st\u00e4rksten sind, ist \u00fcberraschend. Hier h\u00e4tte es dem Ziel der Auflage gem\u00e4\u00df eigentlich keine oder nur geringe Sohlerosionen geben d\u00fcrfen. Auswirkungen der Sohleintiefung weiter stromabw\u00e4rts k\u00f6nnten dabei eine Rolle spielen. Die Zweckm\u00e4\u00dfigkeit der Begrenzung der Erhaltungsstrecke und des Erfolgskriteriums Sohlerhaltung wurde u. a. aus diesem Grund bereits vor Jahren in Frage gestellt. Mehr dazu siehe <a href=\"#stroemungsmechanik\">Untere Lobau als Bauernopfer?<\/a>.<\/p>\n<h4 id=\"wasserfuehrung\">R\u00fcckgang der Wasserf\u00fchrung<\/h4>\n<p>Die Wasserf\u00fchrung der Donau sank zwischen 1996 und 2023 deutlich &#8211; insgesamt um rund 300 m\u00b3\/s [Klasz\/Baumgartner 2025]. Umgerechnet entspricht das einer Absenkung der mittleren Wasserst\u00e4nde um 1,3 cm pro Jahr, \u00fcber den gesamten Zeitraum um 36 cm. Diese Entwicklung hat die negativen Folgen der Sohleintiefung auf die Donauauen erheblich verst\u00e4rkt. Umso wichtiger w\u00e4re es r\u00fcckblickend gewesen, die Sohleintiefung zumindest zu stoppen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/wildm_w_jahresmittel_1996-2023.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7527\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/wildm_w_jahresmittel_1996-2023-300x246.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"246\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/wildm_w_jahresmittel_1996-2023-300x246.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/wildm_w_jahresmittel_1996-2023-768x630.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/wildm_w_jahresmittel_1996-2023.jpg 792w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> Die Pegel\u00e4nderungen der Donau entsprechen der Gesamtauswirkung von Sohleintiefung und r\u00fcckl\u00e4ufiger Wasserf\u00fchrung. In manchen Donauabschnitten k\u00f6nnte sich die r\u00fcckl\u00e4ufige Wasserf\u00fchrung sogar st\u00e4rker ausgewirkt haben als die Sohleintiefung, etwa in Wildungsmauer. Dort sanken die Pegelst\u00e4nde (Jahresmittel) zwischen 1996 und 2023 um ca. 70 cm (Grafik rechts), wozu die Sohleintiefung (bis 2020) etwa 32 cm beigetragen haben d\u00fcrfte [Sohlerosion 2023].<\/p>\n<p>Ein anhaltender Abw\u00e4rtstrend der Wasserf\u00fchrung, zumal in der bisherigen St\u00e4rke, w\u00e4re langfristig nat\u00fcrlich fatal f\u00fcr den Nationalpark Donau-Auen, ob auf den Klimawandel zur\u00fcckzuf\u00fchren oder nicht. Die Daten lassen aber auch eine optimistischere Sicht zu: Von 2004 bis 2024, immerhin ein Zeitraum von 21 Jahren, geht die Wasserf\u00fchrung zumindest in Wildungsmauer nur mehr leicht zur\u00fcck. Nimmt man das (trockene) Jahr 2003 hinzu, ergibt sich sogar ein geringf\u00fcgiger Anstieg. <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/wildm_q_2004_2024.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7528\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/wildm_q_2004_2024-300x223.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/wildm_q_2004_2024-300x223.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/wildm_q_2004_2024-768x571.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/wildm_q_2004_2024.jpg 823w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<h4 id=\"grundwasserpegel\">Abgesackte Grundwasserpegel<\/h4>\n<p>Die donaunahen Grundwasserpegel sind zwischen 1996 und 2020 fast \u00fcberall entlang der Gesamtstrecke stark abgesunken. Diese Absenkungen nehmen zwar in der Regel mit der Entfernung zur Donau ab, erstrecken sich aber auf gro\u00dfe Teile des Nationalparks und lokal auch dar\u00fcber hinaus. Die Grundwasserpegel werden sowohl von der Wasserf\u00fchrung als auch von der Sohleintiefung beeinflusst. Der Anteil der Sohleintiefung ist in der nachstehenden Tabelle (Daten: Sohlerosion 2023) separat angegeben. Die st\u00e4rksten Absenkungen durch die Sohleintiefung sind an Pegelstellen in der Unteren Lobau, Fischamend, Orth und Eckartsau zu beobachten. Der Effekt der Sohleintiefung erreicht selbst in 3 km Entfernung (Eckartsau 1) noch ein Ausma\u00df von 47,5 cm (von 52,5 cm gesamt).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/gw_pegel_studie2023a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-7529\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/gw_pegel_studie2023a.jpg\" alt=\"\" width=\"836\" height=\"672\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/gw_pegel_studie2023a.jpg 836w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/gw_pegel_studie2023a-300x241.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/gw_pegel_studie2023a-768x617.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 836px) 100vw, 836px\" \/><\/a><\/p>\n<h4 id=\"grundwassernutzung\">Grundwassernutzungen gef\u00e4hrdet<\/h4>\n<p>Die Entwicklung beeintr\u00e4chtigt nat\u00fcrlich alle Grundwassernutzungen entlang der Donau. Die wichtigste davon ist zweifellos das <strong>Grundwasserwerk Lobau<\/strong> in der Unteren Lobau. Hier ist der Grundwasserspiegel an donaunahen Messstellen (G\u00f6thenwasser, G\u00e4nshaufenarm), aber auch in weiterer Entfernung von der Donau (K\u00fcniglh\u00e4ufel) zwischen 1996 und 2022 um bis zu 75 cm gefallen (siehe Grafik, Trendlinien). Im Zeitraum bis 2020 waren es beim G\u00f6thenwasser 65 cm, rund zwei Drittel davon oder 40 cm waren auf die Sohleintiefung zur\u00fcckzuf\u00fchren, der Rest auf die r\u00fcckl\u00e4ufige Wasserf\u00fchrung der Donau (siehe Tabelle oben).<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/gw_pegel_1996-2022_okt25.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7530\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/gw_pegel_1996-2022_okt25-300x247.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"247\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/gw_pegel_1996-2022_okt25-300x247.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/gw_pegel_1996-2022_okt25-768x632.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/gw_pegel_1996-2022_okt25.jpg 1003w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Diese Absenkungen haben eventuell historischen Charakter. \u00dcber einen Zeitraum von 100 Jahren seit der Donauregulierung sanken die Grundwasserspiegel in der Lobau um mehr als einen Meter (BRIX 1972, zitiert in <a href=\"https:\/\/www.zobodat.at\/pdf\/STAPFIA_0064_0001-0022.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Geobotanik und \u00d6kologie der Donaualtw\u00e4sser bei Wien<\/a>). Das ergibt eine j\u00e4hrliche Absenkung von etwa 1 cm. Von 1996 bis 2022 ging es in der Unteren Lobau mit 2,5 cm pro Jahr aber mehr als doppelt so schnell.<\/p>\n<p>Zwei der Pegelstellen &#8211; G\u00f6thenwasser und G\u00e4nshaufenarm &#8211; befinden sich in der N\u00e4he von Brunnen des Grundwasserwerks Lobau (Alter Kreuzgrund und G\u00e4nshaufen), zwei weitere der insgesamt f\u00fcnf Brunnen (Sch\u00fcttelau I und II) liegen ebenfalls nahe an der Donau. Eine Absenkung des Grundwasserspiegels in diesem Ausma\u00df m\u00fcsste eigentlich Folgen auf die Ergiebigkeit dieser Brunnen gehabt haben. Ob das der Fall ist oder nicht, m\u00fcsste der Stadt Wien bekannt sein. Dass sich Wien dazu in den letzten Jahren nicht ge\u00e4u\u00dfert hat, bedeutet nicht unbedingt, dass solche Auswirkungen nicht stattgefunden haben.<\/p>\n<h4 id=\"eintiefung_aktuell\">Eintiefung gebremst &#8230;<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kwd_2010_vs_2020.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7531\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kwd_2010_vs_2020-300x247.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"247\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kwd_2010_vs_2020-300x247.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kwd_2010_vs_2020-768x633.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kwd_2010_vs_2020.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Auf Basis der Differenzen zwischen den von der viadonau berechneten KWD2010 und KWD2020 scheint sich die Sohleintiefung seit 2010 etwas abgeschw\u00e4cht zu haben. Es w\u00e4re aber in jedem Fall nur ein schwacher Trost, denn etwa im unteren Bereich der Erhaltungsstrecke und im Bereich Orth ging es zwischen 2010 und 2020 weiterhin um etwa 1,5 cm bzw. 1,7 cm pro Jahr deutlich abw\u00e4rts. Von einer &#8220;Verbesserung&#8221; kann daher nicht die Rede sein &#8211; die Situation verschlechterte sich blo\u00df langsamer.<\/p>\n<h4>&#8230; aber nicht gestoppt<\/h4>\n<p>2017\/2018 wurde sp\u00e4t, aber doch erkannt, dass die zu erhaltende Sohle in der Erhaltungsstrecke (&#8220;Referenzsohle&#8221;) 1995 zu schmal bemessen worden war. Daraufhin schrieb das BML (damals BMNT, Bundesministerium f\u00fcr Nachhaltigkeit und Tourismus) der VHP h\u00f6here Geschiebezugaben vor &#8211; j\u00e4hrlich 235.000 m\u00b3 im Schnitt. Davor waren es (tats\u00e4chliche Zugaben) 188.000 m\u00b3 pro Jahr [Klasz\/Baumgartner 2025].<\/p>\n<p>K\u00f6nnte die Sohleintiefung damit gestoppt worden sein? Was die <strong>Gesamtstrecke <\/strong>betrifft, l\u00e4sst sich die Frage einfach beantworten: Nein. Der Geschiebeaustrag in der Gesamtstrecke (langj\u00e4hriges Mittel) wird mit 340.000 m\u00b3 (+\/- 20.000 m\u00b3) beziffert [Arbeitsgruppe 2017\/18, Beilage 9]. Mit der seit 2018 erh\u00f6hten Zugabe verbleiben noch 105.000 m\u00b3. Die zuletzt (seit 2021) ebenfalls erh\u00f6hten Geschieber\u00fcckf\u00fchrungen der viadonau k\u00f6nnten ca. 55.000 bis 65.000 m\u00b3 Geschiebe &#8220;ersetzt&#8221; haben [Sohlerosion 2023], womit weiterhin ein Defizit von 40.000 bis 50.000 m\u00b3 j\u00e4hrlich besteht. Das w\u00fcrde Sohleintiefungsraten von 0,5 bis 0,6 cm pro Jahr entsprechen.<\/p>\n<p>In der <strong>Erhaltungsstrecke <\/strong> k\u00f6nnte es besser aussehen, auch wenn sich eine Erfolgsmeldung des BML im Nachhinein als \u00fcbereilt herausgestellt hat. In Beantwortung einer Anfrage des Parlamentsclubs der Gr\u00fcnen hie\u00df es im September 2024, dass die &#8220;Referenzsohle (von 2018) gehalten&#8221; und eine Sohlanhebung von 6 cm errechnet worden sei. Diese Auskunft bezog sich auf den Stand von J\u00e4nner 2023, wie sich einem Bericht von Mai 2025 [Verbund\/viadonau 2025] entnehmen l\u00e4sst. 2024 kam es aber zu zwei Hochw\u00e4ssern, und in &#8220;feuchten&#8221; Jahren kann der Geschiebeaustrag um bis zu drei Mal h\u00f6her sein als in \u201eRegeljahren\u201c und um bis zu neun Mal h\u00f6her als in \u201etrockenen\u201c [Klasz 2013]. Tats\u00e4chlich waren mit J\u00e4nner 2025 die 6 cm Sohlanhebung wieder weg &#8211; die Hochw\u00e4sser des Jahres 2024 haben den Geschiebespeicher (die Kiesschicht an der Sohle) um rund 47.000 m\u00b3 netto verringert.<\/p>\n<p>Eine ungekl\u00e4rte Frage ist, was mit einer erfolgreichen Stabilisierung der Sohle in der Erhaltungsstrecke \u00fcberhaupt erreicht werden kann. Hier zeigen sich Probleme, die die Zweckm\u00e4\u00dfigkeit der Auflagen und der definierten Erhaltungsstrecke in Frage stellen, wie nachstehend beschrieben.<\/p>\n<h4 id=\"stroemungsmechanik\">Untere Lobau als Bauernopfer?<\/h4>\n<p>Im unteren Teil der Erhaltungsstrecke &#8211; im Bereich der Unteren Lobau &#8211; sind starke Absenkungen der Spiegellagen (d.h., der Wasserst\u00e4nde bei identischer Wasserf\u00fchrung) zu beobachten, die es dort eigentlich nicht geben d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Damit war aber von Anfang an zu rechnen, wie das BML (damals BMNT) bereits 2018 festhielt: &#8220;Am unteren Ende der Erhaltungsstrecke sind Wasserspiegelabsenkungen von bis zu einem halben Meter zufolge der Sohleintiefungen unterstrom festzustellen und es w\u00fcrden derartige Wasserspiegelabsenkungen auch bei einem vollst\u00e4ndigen Halten der Sohle der Erhaltungsstrecke an dieser Stelle auftreten.&#8221; [Arbeitsgruppe 2017\/18, Beilage 1] Zumindest rechtlich ist das aus Sicht des BML kein Problem: Die Auflagen f\u00fcr das KW Freudenau w\u00fcrden dennoch erf\u00fcllt, denn &#8220;die konkreten Vorgaben im Bewilligungsbescheid zur Geschiebezugabe&#8221; w\u00fcrden &#8220;in keiner Weise auf das Halten des Wasserspiegels in der Erhaltungsstrecke abstellen, da dies weder beabsichtigt noch realistisch erzielbar war&#8221;.<\/p>\n<p>Das vom BML erw\u00e4hnte Ph\u00e4nomen ist in Fachkreisen (Str\u00f6mungsmechanik) bekannt. (Wer sich f\u00fcr die Physik dahinter interessiert, kann den Begriff &#8220;Froude-Zahl&#8221; in eine Suchmaschine eingeben.) Sohlerosionen k\u00f6nnen in stromaufw\u00e4rts gelegenen Flussabschnitten Wasserspiegelabsenkungen verursachen, obwohl sich die Flusssohle dort nicht ver\u00e4ndert hat. Solche Absenkungen setzen sich kontinuierlich schw\u00e4cher werdend stromaufw\u00e4rts fort.<\/p>\n<p>Demnach w\u00fcrde es der Unteren Lobau vielleicht gar nicht oder nur wenig helfen, wenn die Sohle in der Erhaltungsstrecke stabilisiert w\u00e4re: Die Wasserst\u00e4nde und die Grundwasserpegel w\u00e4ren trotzdem tiefer als zuvor.<\/p>\n<p><strong>Pest oder Cholera.<\/strong> Es sieht so aus, als ob eine Beeintr\u00e4chtigung der Unteren Lobau durch Absenkungen der Donaupegel und damit auch der Grundwasserpegel bereits bei der Bewilligung des KW Freudenau 1991 als &#8220;unvermeidlich&#8221; in Kauf genommen wurde. Dem steht aber eine Aussage des Amtssachverst\u00e4ndigen aus dem Grundsatzgenehmigungsbescheid (Bescheid Zl. 14.570 \/ 264-I 4\/95 KW Freudenau, Detailprojekt \u201eUnterwasserbereich\u201c \u2013 WR Bewilligung, Teil C: Begr\u00fcndung) entgegen, wonach es lediglich &#8220;im untersten Teil der Erhaltungsstrecke&#8221; &#8220;nach vielen Jahren&#8221; sowie &#8220;nach Fortschreiten der nat\u00fcrlichen Sohleintiefung&#8221; zu Absenkungen von ein paar Zentimetern kommen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Was zwei Interpretationen zul\u00e4sst: Entweder die Untere Lobau war eine Art Bauernopfer, ein Preis, der f\u00fcr das Kraftwerk Freudenau zu bezahlen war. Oder der Amtssachverst\u00e4ndige hat einen fachlichen Fehler begangen. Pest oder Cholera, k\u00f6nnte man sagen.<\/p>\n<p><strong>Erhaltungstrecke verl\u00e4ngern?<\/strong> Tats\u00e4chlich scheint nicht sicher, dass eine Stabilisierung der Sohle in der Erhaltungsstrecke \u00fcberhaupt gelingen kann, solange unmittelbar stromabw\u00e4rts die Sohlerosion fortschreitet. Es w\u00fcrde dort vielmehr ohnehin zu &#8220;r\u00fcckschreitender Erosion&#8221; kommen, worauf 2018 in einer Stellungnahme f\u00fcr den Nationalpark Donau-Auen hingewiesen wurde [Arbeitsgruppe 2017\/18, Beilage 12]. Sinnvoll w\u00e4re vielmehr eine Verl\u00e4ngerung der Erhaltungsstrecke und zus\u00e4tzliche Geschiebezugaben, um die dort unmittelbar stromab der Erhaltungsstrecke befindlichen Problemkolke besser abzusichern.<\/p>\n<h4 id=\"schuld\">\u00d6kologische Schuld \/ Sohlanhebung<\/h4>\n<p>Es steht au\u00dfer Frage, dass die mittlerweile erheblichen negativen Auswirkungen auf die Flussauenlandschaft entlang der Donau \u00f6stlich von Wien aufgrund naturschutzrechtlicher Verpflichtungen nicht h\u00e4tten zugelassen werden d\u00fcrfen: 1996 erfolgte die Gr\u00fcndung des Nationalparks Donau-Auen, und 2007 (Wien) bzw. 2011 (Nieder\u00f6sterreich) wurde der Nationalpark zum &#8220;Besonderen Erhaltungsgebiet&#8221; gem\u00e4\u00df der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) erkl\u00e4rt. Sp\u00e4testens damit war auch EU-Naturschutzrecht zu beachten, insbesondere das Verschlechterungsverbot in Artikel 6 der FFH.<\/p>\n<p>Daraus kann eine Verpflichtung abgeleitet werden, die bisher eingetretenen Beeintr\u00e4chtigungen der gesch\u00fctzten Lebensr\u00e4ume im Nationalpark &#8211; zumindest insoweit sie auf die Sohleintiefung zur\u00fcckzuf\u00fchren sind &#8211; nach M\u00f6glichkeit wieder zu beheben. Man k\u00f6nnte von einer Art \u00f6kologischer Schuld der Republik \u00d6sterreich sprechen. Um sie zu begleichen, m\u00fcsste die Donausohle zumindest wieder auf das Niveau von 1996 angehoben werden. Ihre Eintiefung blo\u00df zu stoppen reicht nicht aus.<\/p>\n<div class=\"kasten\"><strong>Forderung Sohlanhebung.<\/strong> Nur kurz dazu: Dass die Donausohle wieder angehoben werden sollte, wird seit Langem vom <a href=\"https:\/\/www.orth.at\/Nationalparkbeirat\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nationalparkbeirat Orth an der Donau<\/a> vertreten und zumindest teilweise auch vom Wiener Nationalparkbeirat unterst\u00fctzt (siehe <a href=\"https:\/\/beasts.at\/wp-content\/uploads\/Resolution_Wasser-fuer-die-Lobau_Wiener-Nationalparkbeirat.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Resolution Juli 2025<\/a>). Der Nationalpark Donau-Auen selbst d\u00fcrfte ebenfalls eine weitgehende Sohlanhebung bef\u00fcrworten &#8211; eine <a href=\"https:\/\/beasts.at\/wp-content\/uploads\/Nationalpark_Stellungnahme_Donaueintiefung.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stellungnahme zur Donaueintiefung<\/a> im August 2025 l\u00e4sst sich dahingehend interpretieren.<\/div>\n<h4 id=\"quellen\">Quellen \/ Weblinks zur Donaueintiefung<\/h4>\n<p>Diese Zusammenstellung ist auch als Unterst\u00fctzung f\u00fcr Recherchen zum Thema Donaueintiefung gedacht. Quellen mit Kurzbezeichnungen in eckigen Klammern sind im Text oben in der Regel mit dieser Kurzbezeichnung angef\u00fchrt.<\/p>\n<h5>Daten<\/h5>\n<p>* EHYD <a href=\"https:\/\/ehyd.gv.at\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ehyd.gv.at<\/a> (WebGIS-Applikation eHYD &#8211; \u201eElektronische HYdrographische Daten\u201c; Hydrographischer Dienst).<br \/>\n* N\u00d6 Hydro <a href=\"https:\/\/www.noe.gv.at\/wasserstand\/#\/de\/Messstellen\/Map\/Wasserstand\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.noe.gv.at\/wasserstand\/#\/de\/Messstellen\/Map\/Wasserstand<\/a><br \/>\n* [KWD2010] <a href=\"https:\/\/www.viadonau.org\/fileadmin\/user_upload\/KWD_Wasserstaende_2010.pdf\" target=\"_bank\">Kennzeichnende Wasserst\u00e4nde der Donau 2010 (KWD2010), viadonau<\/a><br \/>\n* [KWD2020] <a href=\"https:\/\/www.viadonau.org\/fileadmin\/user_upload\/viadonau_KWD_2020.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kennzeichnende Wasserst\u00e4nde der Donau 2020 (KWD2020), viadonau<\/a><br \/>\n* KWD 1996: Klasz 2013 \/ Gerhard Klasz 2002, <a href=\"https:\/\/www.zobodat.at\/pdf\/NP-Donauauen-WissR_29_0001-0140.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die flussmorphologische Situation der Donau in Hinblick auf Sohlerosion<\/a><\/p>\n<h5>Websites<\/h5>\n<p><a href=\"https:\/\/www.donauauen.at\/wissen\/natur-wissenschaft\/die-donau\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Donau in \u00d6sterreich, donauauen.at<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.viadonau.org\/umwelt\/oekologischer-wasserbau\/wasserbauaktivitaeten\">Viadonau &#8211; Wasserbauaktivit\u00e4ten<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.orth.at\/Nationalparkbeirat\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nationalparkbeirat Orth an der Donau<\/a><\/p>\n<h5>Quellen\/Dokumente 2025<\/h5>\n<p>[Verbund\/viadonau 2025] Verbund \/ viadonau: <a href=\"https:\/\/www.viadonau.org\/fileadmin\/content\/viadonau\/01Newsroom\/Dokumente\/2025\/2025-05-15_Ennshafen_viadonau_Bau-Schifffahrtsbesprechung_Erhaltungsma%C3%9Fnahmen_VERBUND_Einfalt.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erhaltungsma\u00dfnahmen der VHP, Baggerungen, Geschiebezugabe 2024<\/a><\/p>\n<p>Wiener Nationalparkbeirat, Resolution vom 18. Juli 2025: <a href=\"https:\/\/beasts.at\/wp-content\/uploads\/Resolution_Wasser-fuer-die-Lobau_Wiener-Nationalparkbeirat.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wasser f\u00fcr die Lobau \u2013 Wasser f\u00fcr Wien<\/a><\/p>\n<p>Nationalpark Donau-Auen, August 2025 <a href=\"https:\/\/beasts.at\/wp-content\/uploads\/Nationalpark_Stellungnahme_Donaueintiefung.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stellungnahme zur Donaueintiefung<\/a><\/p>\n<h5>Arbeitsgruppe Bundesministerium 2017\/18<\/h5>\n<p>Vom BML (damals BMNT) wurde in den Jahren 2017 und 2018 die Arbeitsgruppe \u201eSohlentwicklung in der freien Flie\u00dfstrecke unterstrom KW Freudenau\u201c eingerichtet, in der auch der Nationalpark Donauauen vertreten war. Der Endbericht wurde 2018 vorgelegt und auf der Website des BML (damals BMNT) ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bmluk.gv.at\/themen\/wasser\/nutzung-wasser\/Arbeitsgruppe---Sohlentwicklung-in-der-freien-Flie-strecke-unterstrom-Kraftwerk-Freudenau.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arbeitsgruppe &#8211; Sohlentwicklung in der freien Flie\u00dfstrecke unterstrom Kraftwerk Freudenau <\/a><\/p>\n<p>[Arbeitsgruppe 2017\/18] <a href=\"https:\/\/www.bmluk.gv.at\/dam\/jcr:02c5fefc-7b81-4917-90bb-f91f41be9624\/Endbericht%20Arbeitsgruppe.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sohlentwicklung in der freien Flie\u00dfstrecke unterstrom Kraftwerk Freudenau. Endbericht<\/a><\/p>\n<p>[Arbeitsgruppe 2017\/18, Beilage 1] BML bzw. BMNT: Rechtliche und fachliche Stellungnahme zur Arbeitsgruppe Sohleintiefung unter KW Freudenau &#8211; Einwand des Nationalparks Donauauen zur Geschiebezugabe der VHP, <a href=\"https:\/\/www.bmluk.gv.at\/dam\/jcr:751bfa6b-0ba7-4113-845f-fabaa71f511f\/Beilage%201.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Endbericht Arbeitsgruppe, Beilage 1<\/a><\/p>\n<p>[Arbeitsgruppe 2017\/18, Beilage 9] BML bzw. BMNT: Zusammenfassung: Wesentliche Ergebnisse der Expertengruppe zur Sohlentwicklung in der freien Flie\u00dfstrecke unterstrom KW Freudenau (km 1921-1880, Zeitraum 1996-2016), <a href=\"https:\/\/www.bmluk.gv.at\/dam\/jcr:6e71773a-e6e7-44cd-b82b-0e5a071253a7\/Beilage%209.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Endbericht Arbeitsgruppe, Beilage 9<\/a><\/p>\n<p>[Arbeitsgruppe 2017\/18, Beilage 12] Stellungnahme (wasserbautechnisch \/ wasserwirtschaftlich) zu Geschiebehaushalt \/ Sohlentwicklung stromab des Kraftwerks Freudeau (DI Klasz f\u00fcr den Nationalpark Donau-Auen), <a href=\"https:\/\/www.bmluk.gv.at\/dam\/jcr:3777f905-4e40-4dc9-8d0f-064d352e20a2\/Beilage%2012.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Endbericht Arbeitsgruppe, Beilage 12<\/a><\/p>\n<h5>Studien \/ Forschung<\/h5>\n<p>Studie 2021, Bundesministerium f\u00fcr Innovation, Mobilit\u00e4t und Infrastruktur (BMIMI): <a href=\"https:\/\/www.bmimi.gv.at\/dam\/jcr:58b811d0-dbf4-45ff-93b6-4b99653ad786\/Sedimenttransport_Donau.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bedeutung des Sedimenttransportes f\u00fcr den Hochwasserschutz und die Schifffahrt an der \u00f6sterreichischen Donau<\/a><\/p>\n<p>Helmut Habersack (Universit\u00e4t f\u00fcr Bodenkultur (BOKU) Wien, Institut f\u00fcr Wasserbau, Hydraulik und Flie\u00dfgew\u00e4sserforschung: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=APY8McKvfGo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sedimentdynamik und Flussmorphologie als Grundvoraussetzung f\u00fcr Auen\u00f6kosysteme &#8211; Entwicklung, Stand und Perspektiven.<\/a><\/p>\n<p>Helmut Habersack, Vortrag im Zuge des wissenschaftlichen Lobau-Symposiums &#8220;LOBAU SOLL LEBEN &#8211; Wasser f\u00fcr die Au&#8221; am 28.4.22 im Naturhistorischen Museum Wien. Videoaufzeichnung auf dem Youtube-Kanal der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in \u00d6sterreich (ZooBot).<\/p>\n<p>[Klasz 2013] Klasz 2013 \/ Gerhard Klasz 2002, <a href=\"https:\/\/www.zobodat.at\/pdf\/NP-Donauauen-WissR_29_0001-0140.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die flussmorphologische Situation der Donau in Hinblick auf Sohlerosion<\/a><\/p>\n<p>[Klasz 2015] Klasz 2015 \/ DI Gerhard Klasz, Wissenschaftliche Reihe Heft 37\/2015, Nationalpark Donau-Auen, <a href=\"https:\/\/infothek.donauauen.at\/files\/2_WissenschaftlPublikationen\/21_WissenschaftlicheReihe\/9546_NPDA_37_2015_Klasz_Geschiebebewirtschaftung.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zu den M\u00f6glichkeiten einer Geschiebebewirtschaftung und den zugeh\u00f6rigen Optimierungspotentialen f\u00fcr die Donau \u00f6stlich von Wien<\/a><\/p>\n<p>Viadonau, Pr\u00e4sentation 2016 <a href=\"https:\/\/www.viadonau.org\/fileadmin\/content\/viadonau\/01Newsroom\/Dokumente\/2016\/20161019_Simoner.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Simoner 2016 (PDF)<\/a><\/p>\n<p>Volker Maierhofer und Gerhard Klasz, Wasserkraftwerke, Flusseintiefungen und nachtr\u00e4gliche \u00c4nderungen der Bewilligungen, Recht der Umwelt 02 &#8211; April 2018, (nicht \u00f6ffentlich verf\u00fcgbar), <a href=\"https:\/\/www.manz.at\/produkte\/zeitschriften\/rdu\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Recht der Umwelt, MANZ&#8217;sche Verlags- und Universit\u00e4tsbuchhandlung GmbH<\/a><\/p>\n<p>[Sohlerosion 2023] DI Gerhard Klasz, <a href=\"https:\/\/infothek.donauauen.at\/files\/2_WissenschaftlPublikationen\/21_WissenschaftlicheReihe\/NPDA_76_Klasz,_Sohlerosion_und_Wasserstande_Donau_2024.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Untersuchung zur Sohlerosion der Donau \u00f6stlich von Wien \u00fcber den Zeitraum 1996\/2020 und damit zusammenh\u00e4ngende \u00c4nderungen der mittleren Grundwasserst\u00e4nde an donaunahen Messstellen<\/a>, September 2023, im Auftrag des Nationalparks Donau-Auen<\/p>\n<p>[Klasz\/Baumgartner 2025] Klasz, G., Baumgartner, C., Trends bei Wasserst\u00e4nden und mittleren Abfl\u00fcssen in der Donau \u00f6stlich von Wien und donaunahen Grundwasserst\u00e4nden: Starke Effekte durch Sohlerosion und Klimawandel. \u00d6sterr Wasser- und Abfallw 77, 90\u2013102 (2025). Link (nur Zusammenfassung): <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s00506-024-01090-z\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zusammenfassung<\/a><\/p>\n<h5>Untere Lobau<\/h5>\n<p>MA 45, Studie Gew\u00e4sservernetzung (Neue) Donau \u2013 Untere Lobau (Nationalpark Donau-Auen), 2015, <a href=\"https:\/\/beasts.at\/wp-content\/uploads\/001_Endbericht_20151218.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Endbericht (PDF)<\/a><br \/>\nDie Ergebnisse der Studie beinhalten au\u00dfer dem Endbericht weitere Fachberichte zu Nullvariante, Wasserquantit\u00e4t, Wasserqualit\u00e4t und \u00d6kologie. Sie wurden im Oktober 2024 im Rahmen der Beantwortung einer Anfrage des Parlamentsclubs der Gr\u00fcnen von der MA 31 (Wiener Wasser) mittels Bereitstellung einer vor\u00fcbergehenden Download-M\u00f6glichkeit zug\u00e4nglich gemacht.<\/p>\n<p>Doris Rotter und Luise Schratt-Ehrendorfer, <a href=\"https:\/\/www.zobodat.at\/pdf\/STAPFIA_0064_0001-0022.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Geobotanik und \u00d6kologie der Donaualtw\u00e4sser bei Wien (Wasser- und Verlandungsvegetation)<\/a><\/p>\n<p><em>Titelbild: KW Freudenau am 4. Juni 2013, Aufnahme: Robert Poth<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sinkende Wasserspiegellagen und Grundwasserpegel, Verlandung im Nationalpark Donau-Auen, fragliche Auflagen und die Untere Lobau als m\u00f6gliches Bauernopfer: Zahlen und Fakten zu den Folgen der bisher unzureichenden Ma\u00dfnahmen gegen die Donaueintiefung \u00f6stlich von Wien. Trotz der begr\u00fc\u00dfenswerten Anstrengungen der \u00f6sterreichischen Beh\u00f6rden seit dem Staubeginn beim Kraftwerk Freudenau (1996) &#8211; verpflichtende Geschiebezugaben, Geschieber\u00fcckf\u00fchrung, Uferr\u00fcckbau, \u00d6ffnung von Seitenarmen &#8211; konnte die Eintiefung der Donau zwischen Wien und Hainburg bisher nicht gestoppt werden. 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