{"id":7294,"date":"2025-08-06T14:29:09","date_gmt":"2025-08-06T12:29:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/?p=7294"},"modified":"2025-10-16T08:06:49","modified_gmt":"2025-10-16T06:06:49","slug":"sedimenthaushalt-der-donau-komplett-gestoertes-system","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/sedimenthaushalt-der-donau-komplett-gestoertes-system\/","title":{"rendered":"Sedimenthaushalt der Donau: &#8220;Komplett gest\u00f6rtes System&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die gesamte Donau, vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer, ist in Bezug auf den Sedimenthaushalt ein &#8220;komplett gest\u00f6rtes System&#8221; &#8211; ein Ergebnis von Flussregulierung und Kraftwerksbau, so Helmut Habersack, Professor an der BOKU University.<br \/>\nEine Folge: Die Donaueintiefung \u00f6stlich von Wien. Sie gr\u00e4bt dem Nationalpark Donau-Auen buchst\u00e4blich das Wasser ab, treibt seine Verlandung voran, l\u00e4sst die donaunahen Grundwasserpegel absacken und k\u00f6nnte zu einem Sohldurchschlag mit schwerwiegenden Folgen f\u00fchren. <\/strong><\/p>\n<p>Die markante Zustandsbeschreibung im Titel stammt aus einem Vortrag, den Helmut Habersack im Rahmen des Lobau-Symposiums im April 2022 hielt (siehe <a href=\"#habersack_video\">Video-Infos<\/a>). Was damit gemeint ist, zeigt die folgende Grafik zur <strong>Schwebstofffracht <\/strong>an der Donau &#8211; ein Vergleich der historischen Situation (vor Kraftwerksbau) mit dem heutigen Zustand. Schwebstoffe bilden den gr\u00f6\u00dferen Teil des Sedimenttransports. Das <strong>Geschiebe<\/strong>, Material, das nur im Bereich der Flusssohle bewegt wird (ab einer Korngr\u00f6\u00dfe von 1 mm aufw\u00e4rts, &#8220;Kies&#8221; ab 2 mm), ist in der Grafik nicht ber\u00fccksichtigt. <\/p>\n<p>Was hervorsticht, ist die Reduktion der Schwebstofffracht der gro\u00dfen Nebenfl\u00fcsse Save, Thei\u00df (Tisza), Gro\u00dfe Morava (Velika Morava), Olt und Siret, aber auch die wichtigsten &#8220;Flaschenh\u00e4lse&#8221; f\u00fcr den Sedimenttransport (rote Pfeile), das Kraftwerk Gab\u010dikovo und die beiden Kraftwerke Eisernes Tor 1 und 2. Aber selbst bei Stromkilometer 2000 bei Krems (Stromkilometer werden an der Donau von der M\u00fcndung weg gez\u00e4hlt) wird heute fast ein Drittel weniger transportiert, und auch beim Inn ist die Auswirkung der Kraftwerke deutlich zu erkennen. <\/p>\n<p>Heute gelangen 60 % weniger Schwebstoffe ins Schwarze Meer, mit gravierenden Folgen &#8211; etwa die K\u00fcstenerosion im Deltagebiet, die laut Habersack bis zu 24 Meter pro Jahr erreicht. Das Donaudelta schrumpft, Sandstr\u00e4nde verschwinden, und Salzwasser dringt landeinw\u00e4rts vor. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/habersack_sedimentbudget_2023.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/habersack_sedimentbudget_2023-1024x665.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"416\" class=\"aligncenter size-large wp-image-7296\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/habersack_sedimentbudget_2023-1024x665.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/habersack_sedimentbudget_2023-300x195.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/habersack_sedimentbudget_2023-768x498.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/habersack_sedimentbudget_2023-95x62.jpg 95w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/habersack_sedimentbudget_2023.jpg 1262w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><br \/>\n<em>Quelle der Grafik: Habersack, H., Gmeiner, P., Krapesch, M. et al. Sediment\u00e4nderung wurde ein signifikantes Wasserbewirtschaftungsthema im Donaueinzugsgebiet \u2013 basierend auf dem EU-Projekt DanubeSediment. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s00506-023-00969-7\" target=\"_blank\">\u00d6sterr Wasser- und Abfallw 75, 342\u2013349 (2023)<\/a>. Lizenz: <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/deed.de\" target=\"_blank\">CC BY 4.0<\/a>. Geringf\u00fcgig bearbeitet (rote Elemente).<\/em><\/p>\n<p>Beim <strong>Geschiebetransport <\/strong>gibt es laut Habersack noch st\u00e4rkere Ver\u00e4nderungen: minus 55 % an der \u00f6sterreichischen Donau. Dieses Material bleibt in den Staur\u00e4umen liegen und fehlt dann in anderen Strecken. Die Auflandung in den Staur\u00e4umen wiederum bedeutet, dass Hochw\u00e4sser bei gleicher Wasserf\u00fchrung einen h\u00f6heren Pegel erreichen und damit gef\u00e4hrlicher werden, wie etwa in Bratislava im R\u00fcckstaubereich des Kraftwerks Gab\u010dikovo.<\/p>\n<p><strong>Komplette \u00c4nderung des Flusstyps.<\/strong> Bereits vor dem Kraftwerksbau wurde aber mit der Flussregulierung begonnen, mit den Zielen Hochwasserschutz und Verbesserung der Schiffbarkeit. Das Ergebnis, so Habersack: &#8220;Eine komplette \u00c4nderung des Flusstyps.&#8221; Die Donau war historisch ein m\u00e4andrierender, gewundener Fluss mit verzweigten Abschnitten, in Wien etwa war sie vor der Regulierung 3 km breit &#8211; heute sind es 300 Meter. Etwa 58 % der Oberen Donau seien heute ein &#8220;monotones Gerinne&#8221;. Gro\u00dfteils verschwunden sind auch die ehemaligen \u00dcberflutungsfl\u00e4chen entlang der Donau &#8211; im Vergleich zum 19. Jahrhundert sind nach Angaben der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau weniger als 19 % erhalten (IKSD 2009). <\/p>\n<p>Der Fluss wurde aber nicht nur schm\u00e4ler, sondern auch k\u00fcrzer &#8211; die Obere Donau (reicht bis ca. H\u00f6he Gy\u00f6r\/Ungarn) um 11 % oder 98 km. Das bedeutet eine Versteilung &#8211; in freien Flie\u00dfstrecken erh\u00f6ht sich das Gef\u00e4lle und damit die Flie\u00dfgeschwindigkeit und das Geschiebetransportverm\u00f6gen.<\/p>\n<p>Sohleintiefungen in freien Flie\u00dfstrecken sind bis hinunter nach Rum\u00e4nien festzustellen, das Gegenst\u00fcck dazu sind Verlandungstendenzen, &#8220;Auflandungen&#8221; in den Staur\u00e4umen, die ausgebaggert werden m\u00fcssen. Heute, so Habersack, sind 56 % der gesamten Donaustrecke einer Erosionstendenz unterworfen, auf 34 % \u00fcberwiegt die Sedimentation und nur 10 % befinden sich in einer Art Gleichgewicht, ohne signifikante Ver\u00e4nderungen. <\/p>\n<div class=\"kasten\">Die Auswirkungen der einzelnen Kraftwerke auf den Sedimentransport an der Donau in \u00d6sterreich wurden \u00fcbrigens bereits untersucht. Die Ergebnisse sind einer Publikation von 2021 zu entnehmen: Bundesministerium f\u00fcr Innovation, Mobilit\u00e4t und Infrastruktur (BMIMI), <a href=\"https:\/\/www.bmimi.gv.at\/dam\/jcr:58b811d0-dbf4-45ff-93b6-4b99653ad786\/Sedimenttransport_Donau.pdf\" target=\"_blank\">Bedeutung des Sedimenttransportes f\u00fcr den Hochwasserschutz und die Schifffahrt an der \u00f6sterreichischen Donau<\/a>. <\/div>\n<h3>Donaueintiefung \u00f6stlich von Wien<\/h3>\n<p>Aufgrund der fast geschlossenen Kraftwerkskette entlang der Donau in \u00d6sterreich existieren nur mehr zwei freie Flie\u00dfstrecken, in der Wachau und \u00f6stlich von Wien. Genau dort sorgt das von den Kraftwerken verursachte Geschiebedefizit daf\u00fcr, dass sich die Donau <strong>sukzessive eingr\u00e4bt<\/strong>. <\/p>\n<p>Aber das ist nicht das einzige Problem. Bei starken Hochw\u00e4ssern werden Sedimente in den Staur\u00e4umen remobilisiert, mehrere Millionen Kubikmeter jeweils waren es bei den Hochw\u00e4ssern 2002 und 2013. Ein Teil davon landet &#8211; dauerhaft &#8211; mit den \u00dcberflutungen im Nationalpark Donau-Auen und bewirkt dort eine <strong>Auflandungstendenz<\/strong>. Kurz: W\u00e4hrend die Donau absinkt, w\u00e4chst der Auboden nach oben. Dieses Ph\u00e4nomen ist laut Habersack noch nicht ausreichend untersucht (Stand April 2022).<\/p>\n<p><strong>Bedrohung f\u00fcr Flussauen und Grundwassernutzung<\/strong><br \/>\nSolange die Sohleintiefung nicht gestoppt wird, ist eine zunehmende Entkoppelung von Donau und Aulandschaft unvermeidlich. Mit dem Absinken der Wasserspiegellagen sinken die Grundwasserspiegel, die H\u00e4ufigkeit der \u00dcberstr\u00f6mung des Vorlandes verringert sich ebenso wie die Ein- und Durchstr\u00f6mung und Dynamik in den Seitenarmen; Alt- und Seitenarme verlanden zusehends. Langfristig droht die Austrocknung &#8211; das w\u00e4re das Ende des Nationalparks Donau-Auen. <\/p>\n<p>Die Folgen fallender Grundwasserspiegel sind aber nicht auf die Auen\u00f6kologie beschr\u00e4nkt. Alle Grundwassernutzungen entlang der Donau werden beeintr\u00e4chtigt, nicht zuletzt auch die Trinkwasserversorgung Wiens, die sich zum Teil auf die Grundwasserbrunnen in der Unteren Lobau st\u00fctzt. <\/p>\n<p><strong>Risiko Sohldurchschlag<\/strong><br \/>\nEin katastrophales Szenario w\u00e4re ein &#8220;Sohldurchschlag&#8221;, der dann unvermeidlich ist, wenn der Fluss die Kies-Deckschicht \u00fcber den tieferliegenden Sedimenten aus dem Terti\u00e4r auf einer gr\u00f6\u00dferen Fl\u00e4che abgetragen hat. Das kann insbesondere bei starken Hochw\u00e4ssern passieren. Diese tieferliegenden Sedimente (kurz auch als &#8220;Terti\u00e4r&#8221; bezeichnet) sind leicht erodierbar. Dann kann es pl\u00f6tzlich sehr rasch und sehr weit nach unten gehen. Durch die Mobilisierung gro\u00dfer Mengen von Sedimenten w\u00e4re etwa stromabw\u00e4rts im Stauraum Gab\u010dikovo mit massiven Problemen durch verst\u00e4rkte Auflandungen zu rechnen. <\/p>\n<p>Habersack warnte bereits 2022: &#8220;Wir kommen in die N\u00e4he des Terti\u00e4rs. Nicht weit weg, teilweise nur 1 Meter, teilweise gar nicht mehr, wir schrammen an den marinen Sedimenten.&#8221; Niemand wisse genau, was dann passiert. W\u00fcrde man das Beispiel des Sohldurchschlags an der Salzach (im August 2002, siehe u. a. <a href=\"https:\/\/www.baw.at\/wasserbau\/projekte\/laufende-projekte\/sanierung-der-salzach.html\" target=\"_blank\">Sanierung der Salzach im Freilassinger Becken und in der Laufener Enge<\/a>) auf die Donau \u00fcbertragen, erg\u00e4be sich ein Canyon von 80 m Breite und 10 m Tiefe. Auf die m\u00f6glichen Konsequenzen ging Habersack im Vortrag nicht weiter ein &#8211; bis auf die Bemerkung: &#8220;Was passiert dann mit den Grundwasserspiegeln?&#8221;.<\/p>\n<p><strong>Bisherige Ma\u00dfnahmen unzureichend<\/strong><br \/>\nDie allesamt unerw\u00fcnschten bis potenziell katastrophalen Folgen einer weiteren Sohleintiefung \u00f6stlich von Wien sind seit Jahrzehnten bekannt. Bis 1984 war allerdings vorgesehen, bei Hainburg ein weiteres Laufkraftwerk zu errichten, womit die freie Flie\u00dfstrecke beseitigt worden w\u00e4re. Ma\u00dfnahmen gegen die Sohleintiefung h\u00e4tten sich damit weitgehend er\u00fcbrigt. Dazu kam es aber nicht, und der heutige Nationalpark Donau-Auen w\u00e4re ohne die damalige massive Protestbewegung gegen den Kraftwerksbau nicht Realit\u00e4t geworden. <\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Akt im Drama begann mit der <strong>Genehmigung des Kraftwerks Freudenau 1991<\/strong>, das dann 1997\/98 in Betrieb genommen wurde. Die Oberste Wasserrechtsbeh\u00f6rde (Bundesministerium f\u00fcr Land- und Forstwirtschaft) beschr\u00e4nkte sich damals darauf, den Kraftwerksbetreiber Verbund Hydro Power GmbH (VHP) zum Ausgleich des dem Kraftwerk direkt zurechenbaren Geschiebedefizits stromabw\u00e4rts zu verpflichten. Was in Zusammenhang mit dem Geschiebedefizit geschehen sollte, das bereits davor durch die Kraftwerkskette stromaufw\u00e4rts auf der Gesamtstrecke bis an die slowakische Grenze bestand, blieb ungeregelt. <\/p>\n<p>Diese L\u00fccke wird seit einigen Jahren zum Teil durch Ma\u00dfnahmen der seit 2005 bestehenden <a href=\"https:\/\/www.viadonau.org\/home\" target=_\"blank\">viadonau<\/a>, einer &#8220;ausgelagerten&#8221; Bundesbeh\u00f6rde kompensiert, darunter etwa Geschieber\u00fcckf\u00fchrungen. Doch alles zusammen reichte bisher nicht aus, die Sohleintiefung zwischen Wien und Hainburg tats\u00e4chlich zu stoppen, geschweige denn, die Donausohle wieder anzuheben, was eigentlich anzustreben w\u00e4re. <\/p>\n<p>Seit 2018 muss der Kraftwerksbetreiber VHP zwar etwas mehr Geschiebe zugeben &#8211; bis zu 235.000 m\u00b3 pro Jahr. Eine Verbesserung, wie Habersack im Vortrag im April 2022 einr\u00e4umte. Aber das Geschiebedefizit auf der Gesamtstrecke betrage zwischen 350.000 bis 370.000 m\u00b3: &#8220;Die Menge reicht nicht aus, um das gesamte Transportverm\u00f6gen zu s\u00e4ttigen.&#8221; Um dann abschlie\u00dfend einen &#8220;Kraftakt&#8221; zu fordern, &#8220;bis hin zur Politik&#8221;. Zu einem solchen Kraftakt ist es bis heute leider noch nicht gekommen.<\/p>\n<h3>Quellen \/ Weblinks<\/h3>\n<p>* Website: <a href=\"https:\/\/forschung.boku.ac.at\/de\/researcher\/C17BC2556CE4AE1F\" target=_\"blank\">Helmut Habersack, BOKU University<\/a><\/p>\n<p>* <a href=\"https:\/\/boku.ac.at\/universitaetsleitung\/rektorat\/stabsstellen\/oeffentlichkeitsarbeit\/themen\/presseaussendungen\/presseaussendungen-2020\/19062020-donau-aus-dem-gleichgewicht\" target=\"_blank\">Donau aus dem Gleichgewicht (BOKU Presseaussendung 19.6.2020)<\/a><\/p>\n<p>* <a href=\"https:\/\/www.donauauen.at\/wissen\/natur-wissenschaft\/die-donau\" target=\"_blank\">Die Donau in \u00d6sterreich, donauauen.at<\/a><\/p>\n<p>* Bundesministerium f\u00fcr Innovation, Mobilit\u00e4t und Infrastruktur (BMIMI), 2021: <a href=\"https:\/\/www.bmimi.gv.at\/dam\/jcr:58b811d0-dbf4-45ff-93b6-4b99653ad786\/Sedimenttransport_Donau.pdf\" target=\"_blank\">Bedeutung des Sedimenttransportes f\u00fcr den Hochwasserschutz und die Schifffahrt an der \u00f6sterreichischen Donau<\/a><\/p>\n<p>* Habersack, H., Gmeiner, P., Krapesch, M. et al. Sediment\u00e4nderung wurde ein signifikantes Wasserbewirtschaftungsthema im Donaueinzugsgebiet \u2013 basierend auf dem EU-Projekt DanubeSediment. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s00506-023-00969-7\" target=\"_blank\">\u00d6sterr Wasser- und Abfallw 75, 342\u2013349 (2023)<\/a>. <\/p>\n<p>* Website: <a href=\"https:\/\/www.viadonau.org\/home\" target=_\"blank\">viadonau<\/a><\/p>\n<h3 id=\"habersack_video\">Video &#8211; Link und Infos<\/h3>\n<div class=\"kasten_rechts\">Zu den \u00fcbrigen Vortr\u00e4gen auf dem Lobau-Symposium, die teilweise auch auf dem Youtube-Kanal der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in \u00d6sterreich verf\u00fcgbar sind, siehe <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/symposium-lobau-soll-leben-vortraege-online-verfuegbar-2\/\">Symposium \u201cLobau soll leben\u201d: Vortr\u00e4ge online verf\u00fcgbar<\/a><\/div>\n<p>Die Video-Aufzeichnung des Vortrags von Helmut Habersack ist auf dem Youtube-Kanal der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in \u00d6sterreich (Zobot) verf\u00fcgbar &#8211; eine kompakte Pr\u00e4sentation in nur ca. 28 Minuten, unterst\u00fctzt von zahlreichen Grafiken. Im ersten Teil geht es um die Problematik des gest\u00f6rten Sedimenttransports und ihre Ursachen, im zweiten um bereits laufende und zus\u00e4tzlich m\u00f6gliche Ma\u00dfnahmen, mit denen der fortschreitenden Sohleintiefung \u00f6stlich von Wien entgegengewirkt werden kann. Der sehr informative, eher fachspezifische zweite Teil ist hier nicht behandelt. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=APY8McKvfGo\" target=\"_blank\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/habersack_youtube-300x163.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"163\" class=\"alignleft size-medium wp-image-7297\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/habersack_youtube-300x163.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/habersack_youtube-768x416.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/habersack_youtube-71x40.jpg 71w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/habersack_youtube.jpg 972w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nHelmut Habersack (Universit\u00e4t f\u00fcr Bodenkultur (BOKU) Wien, Institut f\u00fcr Wasserbau, Hydraulik und Flie\u00dfgew\u00e4sserforschung: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=APY8McKvfGo\" target=\"_blank\">Sedimentdynamik und Flussmorphologie als Grundvoraussetzung f\u00fcr Auen\u00f6kosysteme &#8211; Entwicklung, Stand und Perspektiven.<\/a><br \/>\nVortrag im Zuge des wissenschaftlichen Lobau-Symposiums &#8220;LOBAU SOLL LEBEN &#8211; Wasser f\u00fcr die Au&#8221; am 28.4.22 im Naturhistorischen Museum Wien. Videoaufzeichnung auf dem Youtube-Kanal der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in \u00d6sterreich (<strong>ZooBot<\/strong>). <\/p>\n<p><em>Titelfoto: Kraftwerk Eisernes Tor 1. Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/User:Bybbisch94\" target=\"_blank\">Bybbisch94, Christian Gebhardt<\/a> Lizenz: <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/deed.de\" target=\"_blank\">CC BY 4.0<\/a>. Bearbeitung: Ausschnitt 1920 x 1080 aus Original 2560 x 1531 Pixel.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gesamte Donau, vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer, ist in Bezug auf den Sedimenthaushalt ein &#8220;komplett gest\u00f6rtes System&#8221; &#8211; ein Ergebnis von Flussregulierung und Kraftwerksbau, so Helmut Habersack, Professor an der BOKU University. Eine Folge: Die Donaueintiefung \u00f6stlich von Wien. Sie gr\u00e4bt dem Nationalpark Donau-Auen buchst\u00e4blich das Wasser ab, treibt seine Verlandung voran, l\u00e4sst die donaunahen Grundwasserpegel absacken und k\u00f6nnte zu einem Sohldurchschlag mit schwerwiegenden Folgen f\u00fchren. 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