{"id":7145,"date":"2025-04-19T15:39:48","date_gmt":"2025-04-19T13:39:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/?p=7145"},"modified":"2025-05-22T17:55:57","modified_gmt":"2025-05-22T15:55:57","slug":"die-lobau-ist-der-schandfleck-des-nationalparks","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/die-lobau-ist-der-schandfleck-des-nationalparks\/","title":{"rendered":"Die Lobau ist der Schandfleck des Nationalparks"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/VIRUS-logo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7147 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/VIRUS-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"151\" height=\"200\"><\/a>Eine unmissverst\u00e4ndliche Presseaussendung der Umweltorganisation VIRUS vom 18. April 2025:<\/p>\n<h3>Wiener Landesregierung macht Lobau zum Schandfleck des Nationalparks Donauauen<\/h3>\n<p><strong>Wasserzufuhr verweigert &#8211; Ohne Lobau ist Wien nicht Wien<\/strong><\/p>\n<p>Die im Bereich der gesamten Donau-March-Thaya Auen t\u00e4tige Umweltorganisation VIRUS weist kritisch darauf hin, wie unterschiedlich in den betroffenen Bundesl\u00e4ndern mit den Teilen des Nationalparks Donauauen umgegangen wird.<\/p>\n<p>Auen-Experte Wolfgang Rehm: \u201eW\u00e4hrend in Nieder\u00f6sterreich zahlreiche Gew\u00e4sservernetzungsprojekte umgesetzt wurden und weitere in Planung sind, bleibt der Wiener Teil des Nationalparks dessen Schandfleck, weil die Wiener Landesregierung seit Jahrzehnten mit fragw\u00fcrdigen Argumenten die lang geplante Wasserzufuhr in die Lobau hintertreibt\u201c.<\/p>\n<p>Als Argument w\u00fcrden paradoxerweise die Gef\u00e4hrdung der Trinkwasserbrunnen in der Unteren Lobau durch eine derartige Wasserzufuhr angef\u00fchrt, wobei mit zweierlei Ma\u00df gemessen werde.<\/p>\n<p>\u201eW\u00e4hrend bei Gro\u00dfbetonprojekten wie der Neuen Donau, der Staustufe Wien-Freudenau und dem Lobautunnel das Grund- und Trinkwasser offenbar egal ist und weggeschaut wird, werden bei jedem Versuch, ein Dotationsprojekt der Unteren Lobau zu realisieren, Mauern aufgezogen\u201c, kritisiert Rehm.<\/p>\n<p>In der Oberen Lobau gebe es eine Dotation, bleibe die Wasserzufuhr jedoch deutlich hinter den Vorgaben, in der \u00f6kologisch wertvolleren Unteren Lobau, die in manchen Aspekten ein Alleinstellungsmerkmal im Nationalpark aufweise, bleibe sie jedoch ganz aus.<\/p>\n<p>\u201eDa die Lobau im Gegensatz zu den \u00f6stlicheren Auen donaunah abged\u00e4mmt ist, w\u00e4re es auch ohne diese Quersch\u00fcsse schwierig genug, die negativen Folgen der Donauregulierung zu reparieren\u201c, so Rehm.<\/p>\n<p>Bei den ins Treffen gef\u00fchrten \u00c4ngsten vor Keimbelastung der Trinkwasserbrunnen seien die dazu angestellten Untersuchungen fragw\u00fcrdig. \u201e\u00dcbersehen wird aber vor allem, dass zwar die Donauhochw\u00e4sser \u00f6kologisch ung\u00fcnstig nur von unten her einstr\u00f6men k\u00f6nnen, jedoch dennoch unaufhaltbar sind und im Hochwasserfall die Brunnen abgeschaltet werden m\u00fcssen. Es bricht dabei aber keine Langzeitkatastrophe aus, sondern kann nach \u00fcberschaubarer Zeit der Betrieb wieder aufgenommen werden\u201c, so Rehm.<\/p>\n<p>Demzufolge k\u00f6nne bei der deutlich geringeren Wasserzufuhr einer Dotation ein schlichtes Monitoring Abhilfe schaffen, und k\u00f6nne man sich, anstatt herumzutheoretisieren, mit praktischen Versuchen an das Optimum herantasten, ohne dass eine dauerhaft nachteilige Situation eintreten kann.<\/p>\n<p>\u201eSeit \u00fcber 20 Jahren drehen wir uns hier im Kreis. Jetzt ist Schluss mit lustig, jetzt m\u00fcssen sich allen voran die f\u00fcr die Wiener Gew\u00e4sser zust\u00e4ndige Stadtr\u00e4tin &#8211; die letzten zwei Dekaden war das Sima &#8211; und der B\u00fcrgermeister endlich bewegen und ihr Mikado-Spiel aufgeben, fordert Rehm und macht auf einen weiteren Aspekt aufmerksam:<\/p>\n<p>\u201eEbenfalls in der Lobau, aber ein Grundwasser-Stockwerk tiefer als die derzeit von den Wasserwerken erschlossenen Nutzung, schlummert der Schatz der Tiefengrundw\u00e4sser, die als kontaminationsgesch\u00fctzte Notwasserreserve etwa im Falle einer Atom-Katastrophe wie bei Chernobyl sehr wertvoll sein k\u00f6nnte\u201c, wei\u00df Rehm.<\/p>\n<p>Dazu brauche es aber die n\u00f6tigen Vorbereitungen und eine Trinkwasseraufbereitung, und sei es Gebot der Stunde, hier vorausschauend t\u00e4tig zu werden.<\/p>\n<p>Europaweit w\u00fcrden intakte Auen eine wichtige Rolle bei der Trinkwassergewinnung aus Uferfiltrat spielen. Hier zeige im nieder\u00f6sterreichischen Petronell gerade die EVN- Wasser bei einem Kooperationsprojekt mit via donau vor, wie in einer Win-Win-Situation gleichzeitig mehr Wasser in die Au gebracht und dann mehr Trinkwasser gewonnen werden kann.<\/p>\n<p><strong>\u201eSo lange bei der Lobau nicht gehandelt wird, muss Wien als schlecht regiert gelten. Wir fordern ein Bekenntnis aller Parteien im Wiener Landtag zur Lobau-Rettung, weil ohne Lobau ist Wien nicht Wien\u201c, so Rehm abschlie\u00dfend.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">R\u00fcckfragen &amp; Kontakt:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Umweltorganisation VIRUS<br \/>\nWolfgang Rehm<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:virus.umweltbureau@wuk.at\">virus.umweltbureau@wuk.at<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">(Titelfoto: Kurt Kracher)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine unmissverst\u00e4ndliche Presseaussendung der Umweltorganisation VIRUS vom 18. 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Auen-Experte Wolfgang Rehm: \u201eW\u00e4hrend in Nieder\u00f6sterreich zahlreiche Gew\u00e4sservernetzungsprojekte umgesetzt wurden und weitere in Planung sind, bleibt der Wiener Teil&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":7146,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[158],"tags":[],"class_list":["post-7145","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-rettet-die-lobau"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7145","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7145"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7145\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7153,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7145\/revisions\/7153"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7146"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7145"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7145"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7145"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}