{"id":7080,"date":"2025-04-04T15:17:10","date_gmt":"2025-04-04T13:17:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/?p=7080"},"modified":"2026-06-15T19:33:11","modified_gmt":"2026-06-15T17:33:11","slug":"bis-2-november-historische-bilderreise-durch-die-lobau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/bis-2-november-historische-bilderreise-durch-die-lobau\/","title":{"rendered":"Noch bis 1. November: historische Bilderreise durch die Lobau"},"content":{"rendered":"<h4>Die Wiener Lobau ist nicht nur ein wertvolles Naturschutzgebiet, sie birgt auch viel Geschichte &#8211; und viele Geschichten.<\/h4>\n<p>Der Lokalhistoriker <a href=\"https:\/\/www.edition-wh.at\/autoren-autorinnen\/robert-eichert\/\">Robert Eichert<\/a>, dessen jahrzehntelange Recherchen zum Thema in zahlreiche Publikationen und in ein <a href=\"https:\/\/www.edition-wh.at\/product\/die-lobau\/\">j\u00fcngst erschienenes Buch<\/a> m\u00fcndeten, hat eine Ausstellung kuratiert, die die wechselvolle Geschichte des \u201eDschungels in der Gro\u00dfstadt\u201c in Text und Bildern pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Die Ausstellung erz\u00e4hlt von den umw\u00e4lzenden Ver\u00e4nderungen dieser von \u00dcberschwemmungen gepr\u00e4gten Flusslandschaft, zum Beispiel von der Donauregulierung im 19. Jahrhundert, der jagdlichen Nutzung der Aue durch die Habsburger und von den Arbeitslagern f\u00fcr Kriegsgefangene in der Zeit der Naziherrschaft. Sie berichtet aber auch \u00fcber die freizeitliche Nutzung durch die Wienerinnen und Wiener nach den beiden Weltkriegen, vom Baden und Fischen, von Waldmenschen, Wilderern und von Freiheit, Festen und Wirtsh\u00e4usern.<\/p>\n<p>Ebenfalls historisch ist das vom Naturschutzpionier <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/biografie-der-streitbare-umweltschuetzer-anton-klein\/\">Anton Klein<\/a> gegr\u00fcndete &#8220;Lobaumuseum&#8221; in der Oberen Lobau, das heute immerhin noch virtuell als informative Webpage des Vereins Lobaumuseum existiert.<\/p>\n<p>Eine weitere Besonderheit ist die Freik\u00f6rperkultur, die seit den 1920er Jahren unter dem Schlagwort \u201eLobauindianer\u201c in der Lobau Tradition hat. Eine der 45 Ausstellungstafeln zeigt Bilder des <a href=\"https:\/\/www.didisattmann.at\/\">Fotok\u00fcnstlers Didi Sattmann<\/a> aus den 1980ern aus dessen Projekt \u201e<a href=\"https:\/\/www.didisattmann.at\/das-bedraengte-paradies-lobau\/\">Die Nackerten von Wien<\/a>\u201c.<\/p>\n<p>Die Bedeutung der Lobau als (weitgehend) naturbelassene Landschaft wird beispielhaft auch anhand der Geschichte ambitionierter Gymnasiasten in den 1970ern thematisiert, die f\u00fcr ihre Naturdokumentation sogar einen Preis der Stadt Wien erhielten. Der &#8220;Gole, der Naverl und der Franzi&#8221; waren auf Abenteuertour, wie man sie heutigen neugierigen Jugendlichen nur g\u00f6nnen w\u00fcrde, die aber in dieser Ungezwungenheit leider nicht mehr so leicht m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Der steigende Besucherdruck auf eine rapid schrumpfende Natur macht vermehrt Einschr\u00e4nkungen und Regulative notwendig. Eben darum w\u00e4re die heutige Stadtverwaltung gefordert, wieder einmal einen Preis auszuschreiben, und zwar f\u00fcr die Rettung des vertrocknenden und verlandenden Naturjuwels, und selbst das Ihre dazu beizutragen.<\/p>\n<p>Die Lobau ist \u2013 obwohl Europaschutzgebiet und Teil eines Nationalparks &#8211; heute durch voranschreitende Austrocknung und Verlandung sowie durch ein Autobahnprojekt bedroht. Freizeitnutzung, Landwirtschaft, Trinkwassergewinnung und Klimawandel verkomplizieren die Situation.<\/p>\n<p>Dennoch kann die Stadt Wien sich der Verantwortung f\u00fcr das Gebiet nicht entziehen. Dass sie die nostalgische aber auch sehr informative Ausstellung im Nationalparkhaus zeigt und unterst\u00fctzt, l\u00e4sst Hoffnung aufkeimen.<\/p>\n<p><strong>Die Ausstellung <\/strong><em>\u201eEine historische Bilderreise durch die Wiener Lobau\u201c<\/em> erz\u00e4hlt die Geschichte des heutigen Nationalparkteils in mehr als 340 historischen Bildern auf 45 gro\u00dfformatigen Tafeln. Design, Grafik, Layout: Josef Gerstenmayer.<\/p>\n<p><strong>Wann:<\/strong> noch bis 1. November 2026, Eintritt frei<br \/>\n<strong>Wo:<\/strong>&nbsp;Nationalparkhaus wien-lobAU, Mi-So 10:00 \u2013 18:00 Uhr, Dechantweg 8, 1220 Wien<\/p>\n<p>Als Outdoor-Ausstellung bis Ende Dezember ganzt\u00e4gig auch an anderen Standorten, wie dem Zaun des Nationalparkhauses, am Zaun des Trinkwasserbrunnens am Ende der Saltenstra\u00dfe, am Kulturstadl in Essling und am Rastplatz beim Trinkbrunnen in der Oberen Lobau, Vorwerkstra\u00dfe 5.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wiener Lobau ist nicht nur ein wertvolles Naturschutzgebiet, sie birgt auch viel Geschichte &#8211; und viele Geschichten. 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