{"id":6447,"date":"2024-08-15T12:25:20","date_gmt":"2024-08-15T10:25:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/?p=6447"},"modified":"2024-11-03T17:42:24","modified_gmt":"2024-11-03T16:42:24","slug":"autobahn-mitten-durch-stadlau-der-verhinderte-albtraum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/autobahn-mitten-durch-stadlau-der-verhinderte-albtraum\/","title":{"rendered":"Autobahn mitten durch Stadlau \u2013 der verhinderte Albtraum"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Verl\u00e4ngerung der Wiener S\u00fcdosttangente quer durch den 22. Bezirk sollte einst mitten durch die Gemeindebauten und die Siedlungsh\u00e4user von Stadlau und Hirschstetten f\u00fchren \u2013 h\u00e4tte dies nicht eine B\u00fcrgerinitiative vor 45 Jahren gerade noch verhindert. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Hier &#8211; erstmals dokumentiert &#8211; die schillernde Geschichte dieser Auflehnung.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sie zeigt, dass sich in der politischen Auseinandersetzung in den vergangenen 45 Jahren nicht viel ge\u00e4ndert hat. Ein Konflikt mit allem, was dazugeh\u00f6rt: die Arroganz der M\u00e4chtigen, B\u00fcrger, die nicht ernst genommen werden, Baukosten in Milliardenh\u00f6he, unklare Kompetenzen, zurechtgebogene Wahrheiten und ein Kleingarten-Skandal. Am Rande betroffen: die Lobau.<\/strong><\/p>\n<p>Die Autobahn-Verl\u00e4ngerung hie\u00df A 24. Die B\u00fcrgerinitiative hie\u00df &#8220;Alternative zur A 24&#8221;.<\/p>\n<p>Als im Mai 1979 die Stadt Wien einen neuen Fl\u00e4chenwidmungsplan verk\u00fcndet, werden einige unmittelbar betroffene Bewohner von Stadlau zuf\u00e4llig darauf aufmerksam und erheben innerhalb weniger Tage Einspruch.<\/p>\n<p>In der Folge beginnt eine vier Jahre dauernde, erbitterte Auseinandersetzung. Sie endet damit, dass die vom Rathaus gewollte Trasse durch die Stadlauer und Hirschstettner Wohngebiete fallengelassen und die Autobahn stattdessen als A 23 entlang der Ostbahn-Geleise verl\u00e4ngert wird.<\/p>\n<h3><strong>DIE AUTOBAHN-EKSTASE DER 1970er-JAHRE<\/strong><\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Lobau-Autobahn-Bundesstrassengesetz-1971.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-6451\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Lobau-Autobahn-Bundesstrassengesetz-1971-300x219.jpg\" alt=\"\" width=\"591\" height=\"431\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Lobau-Autobahn-Bundesstrassengesetz-1971-300x219.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Lobau-Autobahn-Bundesstrassengesetz-1971-768x560.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Lobau-Autobahn-Bundesstrassengesetz-1971.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 591px) 100vw, 591px\" \/><\/a>In den 1970er-Jahren ist \u00d6sterreich im Autowahn. Der Weg in die Zukunft &#8211; so hei\u00dft es &#8211; werde \u00fcber zus\u00e4tzliche Autobahnen und die neu geschaffene Kategorie der \u201eBundesschnellstra\u00dfe\u201c f\u00fchren, ein Verkehrsweg zwischen Autobahn und Bundesstra\u00dfe, der in Ballungsr\u00e4umen \u201enormale\u201c Stra\u00dfen ersetzen soll.<\/p>\n<p>Im August 1970 stellt Wien die als unn\u00f6tig betrachtete <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stra%C3%9Fenbahnstrecke_Floridsdorf%E2%80%93Gro%C3%9F-Enzersdorf\">Stra\u00dfenbahnlinie 317<\/a> zwischen Floridsdorf und Gro\u00df-Enzersdorf ein. Kurz vor Weihnachten 1970 wird die vierte Donaubr\u00fccke (Praterbr\u00fccke) f\u00fcr den Verkehr freigegeben.<\/p>\n<p>Das Bundesstra\u00dfengesetz 1971 legt katastrophale Vorhaben fest.<\/p>\n<p>Katastrophal jedoch nur aus dem Blickwinkel jener, die sich ihren Lebensraum nicht mit Stra\u00dfen zubetonieren lassen wollen und die Zukunft vor allem im \u00f6ffentlichen Verkehr sehen. Praktisch, fortschritts- und zukunftsorientiert f\u00fcr jene, die sich vom Bau neuer Stra\u00dfen mehr Lebensqualit\u00e4t und Wohlstand erwarten. Im 21. und 22. Wiener Gemeindebezirk ist unter anderem folgendes vorgesehen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Die A 5 als Verl\u00e4ngerung der Brigittenauer Br\u00fccke quer \u00fcber die Obere Alte Donau.<\/strong><\/li>\n<li><strong>Die Donauufer-Autobahn A 22 bis zu einem Autobahnkreuz bei der Panozza-Lacke, wo sie sich mit der \u00fcber eine neue Donaubr\u00fccke hergeleiteten A 21 vereinigen sollte.<\/strong><\/li>\n<li><strong>Die A 21 durch die Obere Lobau, durch Aspern, Essling bis Aderklaa.<\/strong><\/li>\n<li><strong>Die Bundesschnellstra\u00dfe S 1 vom Knoten Kaiserm\u00fchlen quer durch die Obere Lobau bis Gro\u00df-Enzersdorf.<\/strong><\/li>\n<li><strong>Und die A 24 als Verl\u00e4ngerung der Praterbr\u00fccke durch Stadlau und Hirschstetten, ebenfalls Richtung Aderklaa.<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Autobahn A 21 und die Schnellstra\u00dfe S 1 durch die Lobau wurden bereits 1972 durch <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/biografie-der-streitbare-umweltschuetzer-anton-klein\/\">Anton Klein<\/a> und seine B\u00fcrgerinitiative <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wie-vor-50-jahren-lobau-autobahn-als-loesung-aller-probleme\/\">\u201eLobau darf nicht sterben!\u201c<\/a> zu Fall gebracht.<\/p>\n<p>In der zweiten H\u00e4lfte der 1970er-Jahre wird deshalb der Bau der A 24 mitten durch die Stadlauer und Hirschstettner Wohngebiete von den Anrainern nicht wirklich ernst genommen.<\/p>\n<h3><strong>EINSPRUCH IN LETZTER SEKUNDE<\/strong><\/h3>\n<p>Bis zum 8. Mai 1979, als die \u201eRathauskorrespondenz\u201c unvermutet den Beschluss eines neuen Fl\u00e4chenwidmungsplanes ank\u00fcndigt, eine Umwidmung von Bauland in Verkehrsfl\u00e4che, <em>\u201eum den Ausbau der Fortsetzung der Praterbr\u00fccke sicherzustellen\u201c<\/em>.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6453\" aria-describedby=\"caption-attachment-6453\" style=\"width: 533px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/a24-verlauf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6453\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/a24-verlauf-300x194.jpg\" alt=\"\" width=\"533\" height=\"345\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/a24-verlauf-300x194.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/a24-verlauf-1024x663.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/a24-verlauf-768x497.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/a24-verlauf-95x62.jpg 95w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/a24-verlauf.jpg 1061w\" sizes=\"auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6453\" class=\"wp-caption-text\">OpenStreetMap<\/figcaption><\/figure>\n<p>Einige wenige B\u00fcrger, deren H\u00e4user und G\u00e4rten unmittelbar an der projektierten Trasse liegen, erkennen den Ernst der Lage und werden unter der Regie des in der Universit\u00e4tsbibliothek als Buchbinder besch\u00e4ftigten Karl Gschwindl (\u2020 2000) innerhalb von Stunden aktiv.<\/p>\n<p>Dazu kommen die katholische und die evangelische Kirche, deren Gottesh\u00e4user in Gefahr sind, von der A 24 erdr\u00fcckt zu werden.<\/p>\n<p>Der Fl\u00e4chenwidmungs- und Bebauungsplan wird in letzter Sekunde beeinsprucht.<\/p>\n<p>Die Trasse der A 24 soll folgenden Verlauf nehmen:<\/p>\n<p>\u00dcber das M\u00fchlwasser, den M\u00fchlgrund, unmittelbar am Kloster und am Friedhof Stadlau vorbei, entlang der Heinrich-Lefler-Gasse, die Langobardenstra\u00dfe querend, zwischen den Gemeindebauten an der Aribogasse, \u00fcber die Erzherzog Karl-Stra\u00dfe, der Hyazinthengasse folgend und hernach mitten hinein in die Gemeindebau-Siedlungen an Quaden- und Spargelfeldstra\u00dfe.<\/p>\n<p>In jenen Tagen des Jahres 1979, als sich der Widerstand formiert, sind die gro\u00dfen Wiener Landesparteien bei diesem Thema keineswegs einheitlicher Meinung. Die \u00d6VP unter <a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/person\/170\">Erhard Busek<\/a> (\u2020 2022) stellt sich quasi augenblicklich hinter die B\u00fcrgerinitiative. Busek h\u00e4lt in einem Schreiben eindeutig fest:<\/p>\n<figure id=\"attachment_6456\" aria-describedby=\"caption-attachment-6456\" style=\"width: 195px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6456\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Handbuch-d-Stadt-Wien-1979-Busek-Wienbibliothek-_-Retrodigitalisierung-e1723657448797-223x300.jpg\" alt=\"\" width=\"195\" height=\"262\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Handbuch-d-Stadt-Wien-1979-Busek-Wienbibliothek-_-Retrodigitalisierung-e1723657448797-223x300.jpg 223w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Handbuch-d-Stadt-Wien-1979-Busek-Wienbibliothek-_-Retrodigitalisierung-e1723657448797.jpg 526w\" sizes=\"auto, (max-width: 195px) 100vw, 195px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6456\" class=\"wp-caption-text\">Erhard Busek, Handbuch d. Stadt Wien 1979<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>&nbsp;\u201eDie Wiener Volkspartei ist l\u00e4ngst von der Absicht abgegangen, Wien mit einem Autobahnnetz zu versehen. Leider haben die Sozialisten nach wie vor das Bestreben, das Bundesstra\u00dfengesetz (das, wie Sie wissen, viele Stadtautobahnen vorsieht) zu verwirklichen.&#8221;<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_6459\" aria-describedby=\"caption-attachment-6459\" style=\"width: 198px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-6459\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Hans-Mahr-DBZ-2-1984-267x300.jpg\" alt=\"\" width=\"198\" height=\"222\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Hans-Mahr-DBZ-2-1984-267x300.jpg 267w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Hans-Mahr-DBZ-2-1984-768x861.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Hans-Mahr-DBZ-2-1984.jpg 863w\" sizes=\"auto, (max-width: 198px) 100vw, 198px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6459\" class=\"wp-caption-text\">Hans Mahr, DBZ 2-1984<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die FP\u00d6 brachte schon lange vor dem offenen Konflikt eine von der Stadt ignorierte L\u00f6sung ins Spiel, die am Ende jedoch Wirklichkeit werden sollte: die Verl\u00e4ngerung der Praterbr\u00fccke entlang der Ostbahn-Geleise &#8211; statt entlang der Gemeindebauten.<\/p>\n<p>In einem Brief an die B\u00fcrgerinitiative legt FP-Bezirksrat Hans Mahr (\u2020 2014) im Juli 1979 den Standpunkt seiner Partei dar:<\/p>\n<p><em>&#8220;Fast alle Ihre Argumente waren und sind stets unsere Grundlage bei Stellungnahmen zu Stra\u00dfenbauten im Stadtgebiet. Auch wir sind besorgt \u00fcber Verminderung der Lebensqualit\u00e4t, Zerst\u00fcckelung von Siedlungsgebieten, L\u00e4rmbel\u00e4stigung, gesundheitliche Sch\u00e4digung durch Abgase, Umsiedlungsaktionen und Verlust an Gr\u00fcnfl\u00e4chen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Mit der Wiener SP\u00d6 ist nicht zu reden. Die A 24 sei beschlossen und alternativlos. Erst als die Angelegenheit in die Presse gelangt, der Bezirksvorsteher in einen Skandal verwickelt wird und ein Minister der Bundespartei allm\u00e4hlich die Rei\u00dfleine zieht, wird in Wien klein beigegeben.<\/p>\n<h3><strong>GESPR\u00c4CHSVERWEIGERUNG UND VERTUSCHUNGEN<\/strong><\/h3>\n<p>Gschwindl und seine Leute beginnen Unterschriften zu sammeln und schreiben eine Flut von Briefen: an <a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Rudolf_Huber_(Politiker)\">Bezirksvorsteher Huber<\/a>, an <a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Heinz_Nittel\">Verkehrsstadtrat Nittel<\/a>, an <a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Rudolf_Wurzer\">Planungsstadtrat Wurzer<\/a>, an <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Josef_Moser_(Politiker,_1919)\">Bautenminister Moser<\/a>, an <a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/person\/1607\">Nationalrat Schemer<\/a>, an die Gemeinder\u00e4te Hirnschall, Daller und Strunz, an die Ombudsm\u00e4nner Weisz, Bauer und Zeilinger, an den Stadtsenat, an <a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/person\/466\">B\u00fcrgermeister Leopold Gratz<\/a> und an <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rudolf_Kirchschl%C3%A4ger\">Bundespr\u00e4sident Rudolf Kirchschl\u00e4ger<\/a>.<\/p>\n<p>Ihr Hilfeersuchen enth\u00e4lt zwei Kerns\u00e4tze:<\/p>\n<p><em>\u201eDas Wohlbefinden des Menschen in seinem Lebensraum soll das Leitbild einer optimalen Infrastruktur sein.\u201c Sowie: \u201eAls prim\u00e4re Zielsetzung hat der Ausbau der \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel zu gelten!\u201c<\/em><\/p>\n<p>Der erste, der antwortet, ist der Bundespr\u00e4sident. Er schreibt, die Zust\u00e4ndigkeit zur Entscheidung l\u00e4ge ausschlie\u00dflich bei der Stadt Wien. Und dem Bundespr\u00e4sidenten st\u00fcnde in dieser Frage kein Einfluss zu.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6463\" aria-describedby=\"caption-attachment-6463\" style=\"width: 205px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6463\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Schemer-DBZ-7-1984-222x300.jpg\" alt=\"\" width=\"205\" height=\"277\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Schemer-DBZ-7-1984-222x300.jpg 222w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Schemer-DBZ-7-1984-757x1024.jpg 757w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Schemer-DBZ-7-1984-768x1039.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Schemer-DBZ-7-1984.jpg 808w\" sizes=\"auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6463\" class=\"wp-caption-text\">Ausschnitt DBZ 7-1984<\/figcaption><\/figure>\n<p>Knappe drei Wochen sp\u00e4ter kommt ein ern\u00fcchternder Brief des Donaust\u00e4dter SP-Nationalrats Stefan Schemer (\u2020 2017): <em>\u201eIch werde Ihre Initiative gegen den Bau der A 24 nicht unterst\u00fctzen. Der Verkehr muss geb\u00fcndelt werden, um dicht verbaute Gebiete zu entlasten.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Gschwindl und seine Leute antworten ihm:<\/p>\n<p><em>\u201eWir d\u00fcrfen als bekannt voraussetzen, dass der Individualverkehr zumindest doppelt so viel Energie je Personenkilometer ben\u00f6tigt als der \u00f6ffentliche Verkehr. Fazit: Fehlende \u00f6ffentliche Verkehrseinrichtungen verlangen zwangsl\u00e4ufig einen h\u00f6heren Motorisierungsgrad. Sie erheben die Forderung, der Verkehr muss geb\u00fcndelt werden, um dicht verbaute Gebiete zu entlasten. Sie unterliegen dabei offenkundig einer Fehleinsch\u00e4tzung. Das Verlagern in andere Wohn- und Siedlungsgebiete unseres Bezirkes l\u00f6st nicht das Problem.\u201c<\/em><\/p>\n<p>In der Folge trifft ein ebenso entt\u00e4uschendes Schreiben von SP-Bezirksvorsteher Rudolf Huber (\u2020 1997) ein, der zu erkennen gibt, ein pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch abzulehnen:<\/p>\n<p><em>\u201eIch muss Ihnen zu meinem Bedauern mitteilen, dass ich eine B\u00fcrgerinitiative nicht unterst\u00fctzen kann. Die Forderung nach einem raschen Ausbau der A 24 ist berechtigt, da derzeit der gesamte PKW- und LKW-Verkehr durch dicht besiedeltes Wohngebiet f\u00fchrt.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>M\u00c4RCHENSTUNDE<\/h3>\n<p>Am 27. Juni 1979 findet zu diesem Thema eine Sitzung der Donaust\u00e4dter Bezirksr\u00e4te statt.<\/p>\n<p>FP-Bezirksrat Hans Mahr bringt der B\u00fcrgerinitiative im Anschluss daran mit Bedauern zur Kenntnis, Bezirksvorsteher Huber h\u00e4tte in der Versammlung mitgeteilt, dass die Trasse der A 24 bereits feststehen w\u00fcrde und dass \u00c4nderungen nur mehr bei Details m\u00f6glich seien. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung werde es \u2013 laut Huber &#8211; eine Ausstellung im Donauzentrum geben. Damit sei das Projekt aber so gut wie abgeschlossen. Die FP\u00d6 h\u00e4tte &#8211; so Hans Mahr &#8211; dennoch vorgeschlagen, die Autobahn entlang der Ostbahnlinie zu f\u00fchren, um den Bezirk nicht weiter zu zerst\u00fcckeln. Mahr: <em>\u201eLeider wurden unsere Vorschl\u00e4ge nicht zur Kenntnis genommen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Im Gegensatz zu Hubers Ausf\u00fchrungen in der Versammlung der Bezirksr\u00e4te schreibt SP-Bautenminister Moser (\u2020 2003) vier Wochen sp\u00e4ter der in den Widerstand involvierten <a href=\"https:\/\/www.kmb.or.at\/\">Katholischen M\u00e4nnerbewegung<\/a>, dass die Festlegung des Stra\u00dfenverlaufs durch eine Verordnung seines Ressorts erfolgen m\u00fcsse &#8211; und dies noch nicht geschehen sei.<\/p>\n<p>Der Bezirksvorsteher hatte den Donaust\u00e4dter Bezirksr\u00e4ten also ein M\u00e4rchen erz\u00e4hlt: In Wahrheit stand noch gar nichts fest.<\/p>\n<h3><strong>DER KLEINGARTEN-SKANDAL<\/strong><\/h3>\n<p>Wenige Tage sp\u00e4ter, am 25. Juli 1979, geraten Huber und seine Genossen erstmals in die Defensive.<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wochenpresse\">\u201eWochenpresse\u201c<\/a> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-6464 alignright\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Wochenpresse-1979-10-17-TITEL-300x39.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"39\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Wochenpresse-1979-10-17-TITEL-300x39.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Wochenpresse-1979-10-17-TITEL-768x99.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Wochenpresse-1979-10-17-TITEL.jpg 908w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>ver\u00f6ffentlicht einen Artikel mit dem Titel <em>\u201eDer verkaufte Kleingarten\u201c<\/em>. Der Donaust\u00e4dter Bezirksvorsteher h\u00e4tte seinen Kleingarten, der unmittelbar an der Autobahntrasse zu liegen k\u00e4me, rechtzeitig zu f\u00fcr ihn \u00e4u\u00dferst g\u00fcnstigen Konditionen verkauft &#8211; noch bevor die Trassenf\u00fchrung in das Bewusstsein der \u00d6ffentlichkeit gedrungen war. Au\u00dferdem sei er von seiner Wohnung in der Aribogasse, eine <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-6465 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/A24-wissen__wochenpresse_25_07_1979_2a-300x164.jpg\" alt=\"\" width=\"421\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/A24-wissen__wochenpresse_25_07_1979_2a-300x164.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/A24-wissen__wochenpresse_25_07_1979_2a-71x40.jpg 71w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/A24-wissen__wochenpresse_25_07_1979_2a.jpg 372w\" sizes=\"auto, (max-width: 421px) 100vw, 421px\" \/>Arml\u00e4nge neben der zuk\u00fcnftigen Autobahntrasse, in eine besser entfernte Wohnung in der Quadenstra\u00dfe umgezogen.<\/p>\n<p>In der \u201eWochenpresse\u201c wird auch Planungsstadtrat Rudolf Wurzer (\u2020 2004) zitiert, unbeugsam und streng auf Parteilinie: <em>\u201eWir haben alles gepr\u00fcft. Die umstrittene Trassenf\u00fchrung ist die verkehrstechnisch beste L\u00f6sung.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Der Artikel h\u00e4lt fest, dass dies allerdings die teuerste L\u00f6sung sei: 1 km Autobahn um 1,3 Milliarden Schilling.<\/p>\n<p>Diese von der \u201eWochenpresse\u201c publizierte Zahl entspricht der Warnung von Experten, dass sich die Kosten bis zur Fertigstellung vervielfacht haben werden. Die offizielle Sch\u00e4tzung f\u00fcr 1 Kilometer Autobahn betr\u00e4gt hingegen &#8220;lediglich&#8221; 524 Millionen Schilling.<\/p>\n<p>1,3 Milliarden Schilling 1979 entsprechen unter Ber\u00fccksichtigung der Inflation 2024 einer Summe von 265 Millionen Euro pro Kilometer (offizielle Sch\u00e4tzung nur 107 Millionen Euro pro Kilometer). Zum Vergleich: Die aktuell im Bau befindliche \u201eStadtstra\u00dfe\u201c durch den 22. Bezirk soll <a href=\"https:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20220906_OTS0040\/690-millionen-euro-schwere-stadtstrasse-beeintraechtigt-nach-der-u2-ab-6-september-nun-auch-ostbahn\">nach manchen Voraussagen<\/a> pro Kilometer an die 210 Millionen Euro kosten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6466\" aria-describedby=\"caption-attachment-6466\" style=\"width: 332px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/A-24-Alternativtrasse-BI-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6466\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/A-24-Alternativtrasse-BI-269x300.jpg\" alt=\"\" width=\"332\" height=\"370\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/A-24-Alternativtrasse-BI-269x300.jpg 269w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/A-24-Alternativtrasse-BI-917x1024.jpg 917w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/A-24-Alternativtrasse-BI-768x857.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/A-24-Alternativtrasse-BI-1376x1536.jpg 1376w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/A-24-Alternativtrasse-BI-1835x2048.jpg 1835w\" sizes=\"auto, (max-width: 332px) 100vw, 332px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6466\" class=\"wp-caption-text\">alternativer Vorschlag der B\u00fcrgerinitiative<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ungeachtet aller Kritik seien f\u00fcr SP-Vizebezirksvorsteher <a href=\"https:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20061227_OTS0037\/donaustaedter-bezirksvorsteher-a-d-leopold-wedel-65-jahre\">Leopold Wedel<\/a> laut \u201eWochenpresse\u201c die Vorschl\u00e4ge und Klagen der B\u00fcrgerinitiative kein Anlass zur Diskussion, weil <em>\u201edas Projekt so gebaut wird, wie es beschlossen wurde.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Um nicht als blo\u00dfe Verhinderer gebrandmarkt zu werden, haben Mitglieder der B\u00fcrgerinitiative mittlerweile eine alternative Streckenf\u00fchrung durch (damals) nahezu unverbautes Gebiet ausgearbeitet:<\/p>\n<p>Die Donauufer-Autobahn soll demnach bis nach dem Biberhaufenweg verl\u00e4ngert werden und dort \u2013 durch die Randzonen des heutigen Nationalparks \u2013 \u00fcber die Alte Naufahrt und das M\u00fchlwasser hinauf durch das heutige Seestadtgel\u00e4nde f\u00fchren.<\/p>\n<p>Planungsstadtrat Wurzer verweigert den aufr\u00fchrerischen B\u00fcrgern nach wie vor ein pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch. In einem Brief behauptet er, die A 24 sei bereits im Bundesstra\u00dfengesetz 1971 als Trasse festgelegt worden, w\u00fcrde ohnehin umweltschonend in Tieflage und mit L\u00e4rmschutzw\u00e4nden errichtet werden und dem 22. Bezirk eine Verkehrsentlastung bringen.<\/p>\n<p>Die von der B\u00fcrgerinitiative beworbene, alternative Variante w\u00fcrde den Verkehr hingegen nicht entlasten, w\u00e4re aufw\u00e4ndiger, w\u00fcrde das Schutzgebiet Lobau beeintr\u00e4chtigen und \u00fcber ausgewiesenes Bauland f\u00fchren:<\/p>\n<h3><strong>DIE TEUERSTE AUTOBAHN \u00d6STERREICHS<\/strong><\/h3>\n<p>Im August brodelt das Gefecht um die A 24 auf hei\u00dfer Flamme:<\/p>\n<figure id=\"attachment_6470\" aria-describedby=\"caption-attachment-6470\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Donauzentrum-1977.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6470\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Donauzentrum-1977-300x186.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"229\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Donauzentrum-1977-300x186.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Donauzentrum-1977-1024x635.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Donauzentrum-1977-768x476.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Donauzentrum-1977-1536x953.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Donauzentrum-1977.jpg 1590w\" sizes=\"auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6470\" class=\"wp-caption-text\">Donauzentrum 1970er-Jahre<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Stadt inszeniert im <a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Donauzentrum\">Donauzentrum<\/a> eine Werbe-Ausstellung f\u00fcr das Projekt. Die B\u00fcrgerinitiative stellt sich dagegen und verteilt an den Eing\u00e4ngen des Donauzentrums Flugbl\u00e4tter, Blumen und Obst.<\/p>\n<p>Bitten um pers\u00f6nliche Vorsprachen gehen erneut an B\u00fcrgermeister Gratz, Verkehrsstadtrat Nittel, Planungsstadtrat Wurzer und Bezirksvorsteher Huber. Erh\u00f6rt werden die Anrainer jedoch nur von den FP-Bezirksr\u00e4ten Prinz und Mahr und von VP-Vizeb\u00fcrgermeister Busek, mit dem regelm\u00e4\u00dfig korrespondiert wird.<\/p>\n<p>Am 17. August 1979 schaltet sich die Kronen-Zeitung ein: <em>\u201eTauziehen um die geplante A 24 geht in die Endphase.\u201c <\/em><\/p>\n<p>Die Beamten der Stadtplanung \u2013 berichtet die \u201eKrone\u201c &#8211; seien von der Richtigkeit der Trassenf\u00fchrung \u00fcberzeugt. Diese w\u00fcrde auf drei Kilometer in Tieflage verlaufen und es sei auch ein 300 Meter langer Tunnel vorgesehen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6471\" aria-describedby=\"caption-attachment-6471\" style=\"width: 373px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/img167b.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6471\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/img167b-300x204.jpg\" alt=\"\" width=\"373\" height=\"254\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/img167b-300x204.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/img167b-1024x695.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/img167b-768x521.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/img167b-1536x1042.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/img167b.jpg 2034w\" sizes=\"auto, (max-width: 373px) 100vw, 373px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6471\" class=\"wp-caption-text\">Erzherzog Karl-Stra\u00dfe 1979<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Autobahn w\u00fcrde insgesamt eine Verbesserung der Wohnqualit\u00e4t bringen und f\u00fcr die \u00fcbrigen Stra\u00dfen eine Entlastung.<\/p>\n<p>Der Bezirk werde auch keineswegs zweigeteilt, weil es eine Reihe von Querverbindungen f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger und Radfahrer geben werde. Au\u00dferdem seien Schallschutzd\u00e4mme, Schallschutzmauern und schallabsorbierende Gel\u00e4nder vorgesehen. Die Wohnhausanlage Quadenstra\u00dfe w\u00fcrde \u00fcberdies durch einen bis zu acht Meter hohen Damm vom Verkehr abgeschirmt werden.<\/p>\n<p>Auch die B\u00fcrgerinitiative kommt zu Wort: Es werde keine Entlastung der Wohngebiete geben, da der Zubringerverkehr wieder durch Wohngebiete zur A 24 rollen w\u00fcrde. Tieflage und Tunnel verhinderten nicht die Belastung durch Abgase, da diese durch den Tunnel ausstr\u00f6men oder nach oben gesaugt w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Der Verkehr aus dem Marchfeld, der sich jetzt an der Stadtgrenze verteilt, w\u00fcrde durch die Autobahn ins Wohngebiet geschleust. Es handle sich obendrein um die teuerste Autobahn \u00d6sterreichs. Die Baukosten w\u00fcrden sich voraussichtlich versechsfachen. Und der Ausbau \u00f6ffentlicher Verkehrsmittel w\u00e4re viel wichtiger.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/img165c.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-6473\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/img165c-300x204.jpg\" alt=\"\" width=\"369\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/img165c-300x204.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/img165c-1024x695.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/img165c-768x521.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/img165c-1536x1042.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/img165c.jpg 2038w\" sizes=\"auto, (max-width: 369px) 100vw, 369px\" \/><\/a>Am 7. September l\u00e4sst sich Bezirksvorsteher Huber nach vier Monaten endlich dazu herab, eine Delegation der B\u00fcrgerinitiative zu empfangen, die ihm ihre Pl\u00e4ne \u00fcberreicht, mit der Bitte um Weiterleitung an die Stadtplanung. Was, wie sich sp\u00e4ter herausstellen sollte, niemals geschieht.<\/p>\n<p>Nun geht die B\u00fcrgerinitiative auf die Stra\u00dfe. Am 15. September findet an der Erzherzog Karl-Stra\u00dfe, dort wo die A 24 durchbrechen soll, eine Kundgebung statt.<\/p>\n<p>Die \u201eRathauskorrespondenz\u201c h\u00e4lt fest, dass der Bau der A 24 aufgrund des Fl\u00e4chenwidmungs- und Bebauungsplans von 1963 und des Bundesstra\u00dfengesetzes 1971 erfolge. Angef\u00fcgt wird \u00fcberraschenderweise, dass es mehrere Trassenvarianten g\u00e4be.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6472\" aria-describedby=\"caption-attachment-6472\" style=\"width: 249px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6472\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Handbuch-d-Stadt-Wien-1979-Wurzer-Wienbibliothek-_-Retrodigitalisierung--192x300.jpg\" alt=\"\" width=\"249\" height=\"389\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Handbuch-d-Stadt-Wien-1979-Wurzer-Wienbibliothek-_-Retrodigitalisierung--192x300.jpg 192w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Handbuch-d-Stadt-Wien-1979-Wurzer-Wienbibliothek-_-Retrodigitalisierung-.jpg 416w\" sizes=\"auto, (max-width: 249px) 100vw, 249px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6472\" class=\"wp-caption-text\">Handbuch d. Stadt Wien 1979<\/figcaption><\/figure>\n<p>Planungsstadtrat Wurzer verweigert den B\u00fcrgern beharrlich ein pers\u00f6nliches Treffen, veranstaltet jedoch eine Pressekonferenz und gew\u00e4hrt den Leuten um Karl Gschwindl zumindest einen Termin mit dem Leiter der zust\u00e4ndigen Magistratsabteilung. So gelingt es am 16. November endlich, in Begleitung des evangelischen und des katholischen Pfarrers von Stadlau, der Stadtplanung die Skizzen der Alternativ-Variante zu \u00fcberreichen.<\/p>\n<p>An diesem Tag wurde in der Magistratsabteilung 18 mit den wehrhaften Stadlauern erstmals fachlich und ernsthaft diskutiert. Man machte ihnen klar, dass einige Jahre zuvor die A 21 durch die Lobau aus dem Bundesstra\u00dfengesetz 1971 (dank Anton Kleins B\u00fcrgerinitiative \u201eLobau darf nicht sterben\u201c) herausgenommen worden war, dass die vorgeschlagene Alternativtrasse ebenso wie die A 21 durch Natur- und Landschaftsschutzgebiet f\u00fchren w\u00fcrde und daher abgelehnt werden muss.<\/p>\n<p>Am 27. November 1979 feuert die \u00d6VP im Nationalrat im Rahmen einer Anfrage an den Bauten- und den Gesundheitsminister \u201eBreitseiten\u201c (Zitat <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Austria_Presse_Agentur\">APA<\/a>) gegen die Trassenf\u00fchrung der A 24 ab:<\/p>\n<p><em>\u201eIn den letzten Jahren habe ein Umdenkprozess zugunsten des Umweltschutzes und der Lebensqualit\u00e4t eingesetzt\u201c<\/em>, hei\u00dft es. Und: <em>\u201eIm Interesse der Erhaltung des st\u00e4dtischen Lebensraumes solle man eine Reihe von Bundesstra\u00dfen, Autobahnen und Schnellstra\u00dfen im Wiener Raum aus dem Bundesstra\u00dfengesetz 1971 streichen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Dessen ungeachtet, stimmen am 29. November 1979 SP\u00d6 und KP\u00d6 in der Bezirksvertretung Donaustadt als Grundlage f\u00fcr den Ausbau der A24 der \u00c4nderung des Fl\u00e4chenwidmungsplanes zu. Die Bezirksvertretung beruft sich auf zirka 190 Unterschriften, die im Rahmen der Ausstellung im Donauzentrum abgegeben wurden.<a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/img167c.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-6474\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/img167c-300x202.jpg\" alt=\"\" width=\"375\" height=\"252\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/img167c-300x202.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/img167c-1024x691.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/img167c-768x518.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/img167c-1536x1037.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/img167c.jpg 2045w\" sizes=\"auto, (max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am 1. Februar 1980 wird die Trassenf\u00fchrung in Tieflage im Gemeinderat beschlossen; drei Monate sp\u00e4ter auch das Verkehrskonzept f\u00fcr Wien, in dem die A 24 enthalten ist.<\/p>\n<h3><strong>NEUER MINISTER SETZT AUF VERNUNFT<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<p>Im Hintergrund hatte sich in diesen Monaten jedoch Entscheidendes getan: Seit Anfang November gibt es einen neuen Minister f\u00fcr Bauten und Technik, den Gewerkschafter Karl Sekanina (\u2020 2008).<\/p>\n<p>Als dieser gegen\u00fcber Journalisten anmerkt, das Stra\u00dfennetz sei \u201e<em>neu zu \u00fcberdenken\u201c<\/em> und zuk\u00fcnftige Projekte seien <em>\u201enach Priorit\u00e4ten zu ordnen\u201c<\/em>, werden die K\u00e4mpfer der B\u00fcrgerinitiative sofort hellh\u00f6rig und ersuchen Karl Sekanina um ein pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch. Karl Gschwindl schreibt:<\/p>\n<p><em>\u201eWir meinen, dass seit der Beschlussfassung des Bundesstra\u00dfengesetzes 1971 entscheidende Entwicklungen stattgefunden haben, die ein \u00dcberdenken der stra\u00dfenbaulichen Ma\u00dfnahmen nicht ausschlie\u00dfen d\u00fcrfen.\u201c<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_6475\" aria-describedby=\"caption-attachment-6475\" style=\"width: 241px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6475 size-medium\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Karl-Sekanina-www.parlament.gv_.at_-241x300.jpg\" alt=\"\" width=\"241\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Karl-Sekanina-www.parlament.gv_.at_-241x300.jpg 241w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Karl-Sekanina-www.parlament.gv_.at_.jpg 402w\" sizes=\"auto, (max-width: 241px) 100vw, 241px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6475\" class=\"wp-caption-text\">Karl Sekanina www.parlament.gv.at<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein Wunder geschieht: Schon 14 Tage sp\u00e4ter erh\u00e4lt die B\u00fcrgerinitiative, vertreten u.a. durch den evangelischen Pfarrer, durch den Buchbinder Gschwindl, einen Stadlauer Mechaniker, einen Beamten der Post- und Telegraphenzeugverwaltung und den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der \u00d6sterreichischen Fremdenverkehrswerbung <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Helmut_Zolles\">Helmut Zolles<\/a>, einen Termin bei den wichtigsten Beamten des Bautenministeriums. Diese best\u00e4tigen, dass Ihnen von der Stadt Wien noch nichts vorgelegt worden sei und somit auch noch nicht \u00fcber eine bestimmte Trassenf\u00fchrung entschieden werden konnte.<\/p>\n<p>Pfarrer Hans Gr\u00f6ssing argumentiert: <em>\u201eEs wurden neue Bezirkszentren geschaffen, die mit Stra\u00dfenbahn und Autobus nur schwer, mit dem Auto aber leicht zu erreichen sind. Jede neue Stra\u00dfe ist ein neuer Verkehrserreger.\u201c <\/em><\/p>\n<p>Und Karl Gschwindl: <em>\u201eWenn wir Unrecht haben, nehmen wir das zur Kenntnis, Wir wollen aber auch wissen, wo wir unrecht haben.\u201c <\/em><\/p>\n<p>Er selbst sei Bundesangestellter und wisse, wie schwer Steuergelder zu verwalten seien. Es sei daher nicht einzusehen, dass f\u00fcr zirka vier Kilometer A-24 mehr Geld ausgegeben werden soll als f\u00fcr den Arlbergtunnel. Noch dazu unter dem Aspekt, <em>\u201edass die Wirksamkeit einer Planung, die vor fast zwanzig Jahren unter anderen Voraussetzungen erfolgte\u201c<\/em>, fragw\u00fcrdig geworden sei.<\/p>\n<h3><strong>SPIELERTAUSCH IN DER BEZIRKSVORSTEHUNG<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<figure id=\"attachment_6480\" aria-describedby=\"caption-attachment-6480\" style=\"width: 368px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6480\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/DBZ-9-1983-300x177.jpg\" alt=\"\" width=\"368\" height=\"217\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/DBZ-9-1983-300x177.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/DBZ-9-1983-1024x603.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/DBZ-9-1983-768x452.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/DBZ-9-1983-1536x904.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/DBZ-9-1983-2048x1205.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 368px) 100vw, 368px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6480\" class=\"wp-caption-text\">Auschnitt aus DBZ 9-1983<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nun l\u00e4sst in der Angelegenheit A 24 ein neuer Politiker medial aufhorchen, SP\u00d6-Gemeinderat <a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Albert_Schultz\">Albert Schultz<\/a> (\u2020 1993), der sich im J\u00e4nner 1981 mit der B\u00fcrgerinitiative zusammensetzt und dabei eine \u00dcberraschung liefert. Aktennotiz: <em>\u201eSchultz ist pers\u00f6nlich von der Trassenf\u00fchrung nicht \u00fcberzeugt und bezeichnet die ganze S\u00fcdosttangente als Fehlplanung.\u201c<\/em> (Anm.: Im Herbst desselben Jahres wollte sich Schultz daran nicht mehr erinnern k\u00f6nnen).<\/p>\n<p>Ende M\u00e4rz 1981 legt Bezirksvorsteher Rudolf Huber sein Amt aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden zur\u00fcck. Sein Nachfolger hei\u00dft Albert Schultz.<\/p>\n<p>Mit einem Mal steht auch Verkehrsstadtrat Heinz Nittel zu einem Gespr\u00e4ch zur Verf\u00fcgung \u2013 eineinhalb Jahre nach dem ersten brieflichen Ersuchen um pers\u00f6nliche Vorsprache.<\/p>\n<p>Bundesminister Sekanina verfasst zudem im April 1981 in \u201eFreie Fahrt\u201c (Klubjournal des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Auto-,_Motor-_und_Radfahrerbund_%C3%96sterreichs\">ARB\u00d6<\/a>) einen Kommentar unter dem Titel <em>\u201eSchluss mit dem Gr\u00f6\u00dfenwahn, wieder zur\u00fcck zur Vernunft.\u201c <\/em><\/p>\n<p>Zitat: <em>\u201eDie \u00dcberlegung ist angebracht, ob man alle bisher gesetzlich vorgesehenen hochrangigen Stra\u00dfen auch wirklich braucht.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Im 22. Bezirk dagegen wird unabh\u00e4ngig davon bald wieder verbalpolitisch betoniert: durch Kommentare in der Bezirkszeitung und mit der erstaunlichen Gr\u00fcndung einer B\u00fcrgerinitiative namens \u201ePro-A-24\u201c. Karl Gschwindl und seine Vertrauten wehren sich vehement:<\/p>\n<p><em>&nbsp;<\/em><em>\u201eEs ist ein Irrtum, dass sich nur ein paar \u201eGr\u00fcnlinge\u201c oder \u201eschwarze Querulanten\u201c (w\u00f6rtliches Zitat eines SP-Politikers) gegen DIESE Trassenf\u00fchrung wehren.\u201c Und: \u201eWir wundern uns \u00fcber die schizophrene Haltung unserer Politiker: Einerseits \u201etr\u00e4gt ganz Wien gr\u00fcn\u201c, andererseits werden gr\u00fcne Inseln inmitten von Wohnbauten zerst\u00f6rt.\u201c<\/em><\/p>\n<h3><strong>ALTERNATIVE TRASSE AN DER OSTBAHN KOMMT INS GESPR\u00c4CH<\/strong><\/h3>\n<figure id=\"attachment_6488\" aria-describedby=\"caption-attachment-6488\" style=\"width: 360px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1977-Ostbahn.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6488\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1977-Ostbahn-300x194.jpg\" alt=\"\" width=\"360\" height=\"233\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1977-Ostbahn-300x194.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1977-Ostbahn-1024x661.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1977-Ostbahn-768x496.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1977-Ostbahn-1536x991.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1977-Ostbahn-95x62.jpg 95w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1977-Ostbahn.jpg 1929w\" sizes=\"auto, (max-width: 360px) 100vw, 360px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6488\" class=\"wp-caption-text\">Ostbahn-Trasse 1977<\/figcaption><\/figure>\n<p>Am 12. Oktober 1981 dann ein Brief des Bautenministers an den Landeshauptmann von Wien, der das Ende der umk\u00e4mpften A24-Trasse einl\u00e4uten sollte:<\/p>\n<p><em>\u201eDurch die angestrebte m\u00f6glichst umweltfreundliche Gestaltung sind die zu erwartenden Baukosten f\u00fcr das vorliegende generelle Projekt exorbitant hoch. Das Bundesministerium f\u00fcr Bauten und Technik ist daher der Auffassung, dass vor einer Genehmigung dieses generellen Projektes noch eine Nutzenkostenuntersuchung durchzuf\u00fchren ist, um die Wirtschaftlichkeit der Ma\u00dfnahmen nachzuweisen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Drei Tage sp\u00e4ter l\u00e4dt Minister Sekanina die B\u00fcrgerinitiative zu einem ausf\u00fchrlichen Gespr\u00e4ch, in dem er zwei substanzielle Aussagen trifft:<\/p>\n<p>Erstens <em>\u201eDie Entscheidung A 24 wird in Kontakt mit \u201eEuch\u201c getroffen.\u201c<\/em> Und zweitens <em>\u201eIch bin \u00fcberzeugt, dass die geplanten vier Kilometer A 24 die teuersten Autobahnkilometer von ganz \u00d6sterreich sind.\u201c<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_6489\" aria-describedby=\"caption-attachment-6489\" style=\"width: 466px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240812_3-83-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6489\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240812_3-83-300x173.jpg\" alt=\"\" width=\"466\" height=\"269\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240812_3-83-300x173.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240812_3-83-1024x592.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240812_3-83-768x444.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240812_3-83-1536x887.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240812_3-83-2048x1183.jpg 2048w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240812_3-83-265x153.jpg 265w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240812_3-83-148x85.jpg 148w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240812_3-83-193x112.jpg 193w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240812_3-83-71x40.jpg 71w\" sizes=\"auto, (max-width: 466px) 100vw, 466px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6489\" class=\"wp-caption-text\">Inserat Nationalratswahl, Ausschnitt aus DBZ 3-1983<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die SP\u00d6 Donaustadt organisiert eine strategische Diskussion zum Stadtentwicklungsplan \u201eDonaustadt 2000\u201c, bei der Nationalrat Stefan Schemer zugeben muss: <em>\u201eWir liegen mit dem Bundesministerium f\u00fcr Bauten und Technik im Clinch, werden das aber durchk\u00e4mpfen m\u00fcssen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Eine alternative Trasse durch die R\u00e4nder der Lobau entziehe sich jeder Diskussion. Schemer: <em>\u201eIch habe mit Herrn Klein eine \u00fcbereinstimmende Haltung gefunden und bin die Verpflichtung zur Erhaltung der Lobau eingegangen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ein halbes Jahr vergeht. Am 15. Juni 1982 beschlie\u00dft der Gemeinderatsausschuss \u201eStadtplanung\u201c die Auftragsvergabe f\u00fcr die vom Minister angeordnete Kosten-Nutzen-Untersuchung der A 24.<\/p>\n<p>Karl Sekanina bietet den Leuten der B\u00fcrgerinitiative erneut eine Aussprache an und informiert sie Anfang Dezember 1982, dass die Kosten-Nutzen-Studie im Fr\u00fchjahr 1983 abgeschlossen sein werde. Danach w\u00fcrde es zu einer Auswahl der vorliegenden Trassen-Varianten kommen. Und im Rahmen der Kosten-Nutzen-Rechnung sei auch die schon vor Jahren von der FP\u00d6 vorgeschlagene Trasse entlang der Ostbahn im Rennen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6490\" aria-describedby=\"caption-attachment-6490\" style=\"width: 356px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1981-Praterbruecke-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6490\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1981-Praterbruecke-300x194.jpg\" alt=\"Foto: Manfred Christ\" width=\"356\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1981-Praterbruecke-300x194.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1981-Praterbruecke-1024x663.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1981-Praterbruecke-768x497.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1981-Praterbruecke-1536x994.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1981-Praterbruecke-2048x1325.jpg 2048w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1981-Praterbruecke-174x111.jpg 174w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1981-Praterbruecke-95x62.jpg 95w\" sizes=\"auto, (max-width: 356px) 100vw, 356px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6490\" class=\"wp-caption-text\">Praterbr\u00fccke 1981<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>NEUES BUNDESSTRASSENGESETZ: ALLES IST ANDERS<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<p>Im J\u00e4nner 1983 beschlie\u00dft der Nationalrat die Novelle zum Bundesstra\u00dfengesetz 1971, in der erstmals ausdr\u00fccklich verzeichnet wird, dass das zust\u00e4ndige Ministerium vor Baubeginn von Bundesstra\u00dfen deren Wirtschaftlichkeit und Umweltvertr\u00e4glichkeit zu pr\u00fcfen hat.<\/p>\n<p>Die Bundesstra\u00dfengesetznovelle 1983 eliminiert endg\u00fcltig die A 21 und S 1 durch die Lobau und die A 5 \u00fcber die Alte Donau. Somit sind in Donaustadt und in Floridsdorf s\u00e4mtliche Stadtautobahn-Projekte vom Tisch, die 1971 im Bundesstra\u00dfengesetz projektiert wurden. Die Verl\u00e4ngerung der Donauufer-Autobahn A 22 bis zu Panozza-Lacke und die dort anschlie\u00dfende Br\u00fccke \u00fcber die Donau bleiben vorerst existent. 1984 herrscht jedoch bereits Konsens, dass darauf ebenfalls verzichtet werde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/A24-Vorderseite-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-6491\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/A24-Vorderseite-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"309\" height=\"438\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/A24-Vorderseite-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/A24-Vorderseite-723x1024.jpg 723w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/A24-Vorderseite-768x1088.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/A24-Vorderseite-1084x1536.jpg 1084w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/A24-Vorderseite-1446x2048.jpg 1446w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/A24-Vorderseite-scaled.jpg 1807w\" sizes=\"auto, (max-width: 309px) 100vw, 309px\" \/><\/a>Noch eine Personalrochade, die den Gegnern der geplanten A 24-Trasse in die H\u00e4nde spielt: im Fr\u00fchjahr 1983 wird Rudolf Wurzer von <a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Fritz_Hofmann\">Fritz Hofmann<\/a> (\u2020 2018) als Planungsstadtrat abgel\u00f6st.<\/p>\n<p>Hofmann steht der B\u00fcrgerinitiative alsbald f\u00fcr ein Treffen zur Verf\u00fcgung und betont dabei, dass nur noch zwei Trassen in der engeren Wahl w\u00e4ren: die gef\u00fcrchtete Variante in Tieflage mitten durch Stadlau und die Variante an den Geleisen der Ostbahn.<\/p>\n<p>Ein Jahr vergeht, die Welt wandelt sich. Im Juli 1984 schreibt SP-Nationalratsabgeordneter Stefan Schemer in der Bezirkszeitung, der gro\u00dfe Vorteil der Trasse \u00fcber der Ostbahn l\u00e4ge darin, <em>\u201edass weder G\u00e4rten noch H\u00e4user abgesiedelt werden m\u00fcssen und die Kosten nur etwa 1,7 Milliarden ausmachen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Schlie\u00dflich entscheidet das Bautenministerium, die Verl\u00e4ngerung der Praterbr\u00fccke (heute A 23) entlang der Ostbahn zu errichten. 1987 beginnen die Detailplanungen, Baubeginn: August 1989.<\/p>\n<p>Zitat aus der \u201eRathauskorrespondenz\u201c: <em>\u201eBei der Trassenwahl f\u00fcr die A 23 wurde die Inanspruchnahme von wertvollen Grundfl\u00e4chen und die Belastung von Wohngebieten weitgehend verhindert.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Die B\u00fcrgerinitiative hatte gesiegt.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Prim\u00e4re Quelle:<\/p>\n<ul>\n<li>Briefkopien, Protokolle, Aktennotizen, Fotos von der Demonstration auf der Erzherzog Karl-Stra\u00dfe und Flugbl\u00e4tter aus dem Nachlass von Josef Pekar (\u20201991), Mitglied der Gruppe \u201eAlternative zur A 24\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p>Weitere Quellen:<\/p>\n<ul>\n<li>N.N. (1970): Tag der &#8220;offenen Br\u00fccke&#8221; In: Wiener Zeitung, 22.11.1970<\/li>\n<li>N.N. (1970): Bundesschnellstra\u00dfe kommt. In: Die Presse, 20.11.1970<\/li>\n<li>and (1979): neuer flaechenwidmungsplan fuer kagran und hirschstetten. In: Rathauskorrespondenz, 8.5.1979<\/li>\n<li>Schweitzer, G\u00fcnther (1979): Der verkaufte Kleingarten. In: Wochenpresse, 25.7.1979<\/li>\n<li>N. N. (1979): Ausstellung &#8220;Projekt A24&#8221; im Donauzentrum. In: Rathauskorrespondenz, 31.7.1979<\/li>\n<li>Sch\u00f6nauer, Erich (1979): Tauziehen um die geplante A 24 geht in die Endphase. In: Kronen-Zeitung, 17.8.1979 (S. 12-13)<\/li>\n<li>Bina, Anton (1979): Geistlicher Kreuzzug gegen Stadtautobahn. In: Kurier, 7.9.1979 (S.15)<\/li>\n<li>and (1979): keine versaeumnisse der behoerde bei &#8220;projekt a 24&#8221;. In: Rathauskorrespondenz, 11.9.1979<\/li>\n<li>ko\/sr (1979): oevp-anfragen zum ausbau des floetzersteiges und der a 24. In: APA, 27.11.1979<\/li>\n<li>N. N. (1980): Kirchen sind auch gegen neue A 24. In: Kurier\/Bezirks-Sonderausgabe Donaustadt, 25.7.1980<\/li>\n<li>en\/gg (1981): Neuer Bezirksvorsteher in Donaustadt. In: Rathauskorrespondenz, 2.4.1981<\/li>\n<li>Edlinger, Rudolf (1982 Berichterstatter): Ausarbeitung einer Kosten-Nutzen-Untersuchung der A 24. In: Amtsblatt der Stadt Wien, 26.8.1982 (S. 34)<\/li>\n<li>N. N. (1983): Inserat \u201eDie FP\u00d6-Bezirksr\u00e4te fordern: Trassierung der Autobahn A 24 entlang der Ostbahn\u201c In: Donaust\u00e4dter Bezirkszeitung 3-1983<\/li>\n<li>N. N. (1983): Hohe Ehrung f\u00fcr Karl Gschwindl. In: Donaust\u00e4dter Bezirkszeitung 4-1983 (S. 8)<\/li>\n<li>N. N. (1983): Diskussion mit Gegnern der A 24 In: Kurier, 14.7.1983 (S. 17)<\/li>\n<li>Schemer, Stefan; Br\u00e4uer, Gerhard; Prinz, Walter (1984): DBZ-Politiker-Forum. In: Donaust\u00e4dter Bezirkszeitung 7-1984<\/li>\n<li>Schemer, Stefan; Daller, Karl (1984): DBZ-Politiker-Forum. In: Donaust\u00e4dter Bezirkszeitung 11-1984<\/li>\n<li>N. N. (1989): Baubeginn f\u00fcr Verl\u00e4ngerung der S\u00fcdost-Tangente. In: Rathauskorrespondenz, 31.8.1989<\/li>\n<\/ul>\n<p>Fotos und Ausschnitte:<\/p>\n<ul>\n<li>Josef Pekar (Veranstaltung Erzherzog Karl-Stra\u00dfe, 1979)<\/li>\n<li>Wienbibliothek (Handbuch der Stadt Wien, 1979)<\/li>\n<li>Donaust\u00e4dter Bezirkszeitung DBZ, 1983+1984<\/li>\n<li>Manfred Christ (Praterbr\u00fccke, Ostbahn, Donauzentrum)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Demonstration der B\u00fcrgerinitiative &#8220;Alternative zur A 24&#8221; am 15. September 1979 in der Erzherzog Karl-Stra\u00dfe, H\u00f6he Evangelische Kirche:<\/strong><\/h3>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<div class=\"notranslate\" style=\"all: initial;\">&nbsp;<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Verl\u00e4ngerung der Wiener S\u00fcdosttangente quer durch den 22. Bezirk sollte einst mitten durch die Gemeindebauten und die Siedlungsh\u00e4user von Stadlau und Hirschstetten f\u00fchren \u2013 h\u00e4tte dies nicht eine B\u00fcrgerinitiative vor 45 Jahren gerade noch verhindert. Hier &#8211; erstmals dokumentiert &#8211; die schillernde Geschichte dieser Auflehnung. Sie zeigt, dass sich in der politischen Auseinandersetzung in den vergangenen 45 Jahren nicht viel ge\u00e4ndert hat. Ein Konflikt mit allem, was dazugeh\u00f6rt: die Arroganz der M\u00e4chtigen, B\u00fcrger, die&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6450,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[21,55,137,118],"class_list":["post-6447","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-neues-von-gestern","tag-klein","tag-autobahn","tag-muehlwasser","tag-panozza-lacke"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6447","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6447"}],"version-history":[{"count":117,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6447\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6608,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6447\/revisions\/6608"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6450"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6447"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6447"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6447"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}