{"id":6286,"date":"2024-05-29T23:29:48","date_gmt":"2024-05-29T21:29:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/?p=6286"},"modified":"2025-09-14T18:35:08","modified_gmt":"2025-09-14T16:35:08","slug":"1970-als-der-lobau-der-heilige-zorn-zu-hilfe-kam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/1970-als-der-lobau-der-heilige-zorn-zu-hilfe-kam\/","title":{"rendered":"1970: Als der Lobau der Heilige Zorn zu Hilfe kam"},"content":{"rendered":"<p><strong>Am 20. November 1970 wagte sich in Wien die Sonne nicht hinter den Wolken hervor und es hatte etwa sieben Grad Celsius. <\/strong><strong>An diesem Tag entschied sich das Schicksal der von Industrie- und Stra\u00dfenbauprojekten bedrohten Lobau: <\/strong><\/p>\n<p>Bei einem Treffen in Wien-Floridsdorf kam es zwischen Natursch\u00fctzern und Vertretern der Stadt zu einem Eklat, der im Team der Natursch\u00fctzer den Heiligen Zorn zum Lodern brachte.<\/p>\n<p>Er trieb sie zum Sammeln von Unterschriften und zur Entwicklung einer B\u00fcrgerinitiative, der es wenige Jahre sp\u00e4ter gelang, mit medialer Unterst\u00fctzung die Wiener Stadtregierung dazu zu bringen, die Lobau unter Naturschutz zu stellen.<\/p>\n<p>Vor diesem 20. November hatten die Lobausch\u00fctzer den Willen zum konsensualen Gespr\u00e4ch, sie bem\u00fchten sich um Argumente und hofften auf Einsicht. Wiens Repr\u00e4sentanten zeigten ihnen allerdings l\u00e4chelnd die kalte Schulter. Das wollte man von da an nicht mehr l\u00e4nger hinnehmen.<\/p>\n<p><strong>Wie kam es dazu? Was war an diesem Tag geschehen?<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240402_145615-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-6289\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240402_145615-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"410\" height=\"231\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240402_145615-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240402_145615-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240402_145615-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240402_145615-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240402_145615-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240402_145615-71x40.jpg 71w\" sizes=\"auto, (max-width: 410px) 100vw, 410px\" \/><\/a>Die Verb\u00fcndeten der \u201eAktion zur Rettung der Wiener Aulandschaften\u201c trafen sich im Haus der Begegnung in Wien-Floridsdorf mit Vertretern des Forstamtes zu einem Gespr\u00e4ch &#8211; in Anwesenheit von Journalisten der \u201ePresse\u201c und der \u201eWiener Zeitung\u201c.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Rettung der Wiener Auen (Lobau und Prater) engagierten sich die Zoologen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Peter_Weish\">Peter Weish<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.zobodat.at\/personen.php?id=2482&amp;bio=full\">Hans Martin Steiner<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Josef_Vornatscher\">Josef Vornatscher<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Alfred_Radda\">Alfred Radda<\/a> und der Zoologie-Student <a href=\"https:\/\/www.zobodat.at\/personen.php?id=26661\">Franz Luttenberger<\/a>.<\/p>\n<p>An ihrer Seite sa\u00dfen der Vorsitzende des Nieder\u00f6sterreichischen Naturschutzbundes <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/grosser-lobauschuetzer-mit-100-jahren-gestorben\/\">Erich Czwiertnia<\/a>, der Schriftleiter des Wiener Naturschutzbundes Karl Kolar und der Natursch\u00fctzer Hans Kinnl, dem es 1958 mit dem Naturschutzbund gelungen war, ein in der Lobau geplantes Kunststoffwerk zur neuen Raffinerie nach Schwechat umzuleiten.<\/p>\n<p>Missionschef war <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/biografie-der-streitbare-umweltschuetzer-anton-klein\/\">Anton Klein<\/a>, Polizist und Obmann des Aquarienvereins \u201e<a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/zierfisch-freunde-gruendung\/\">Zierfischfreunde Donaustadt<\/a>\u201c.<\/p>\n<p>Ihnen gegen\u00fcber sa\u00dfen die Repr\u00e4sentanten der Stadt: Forstdirektor Herbert Tomiczek und seine Begleitung &#8211; als Abgesandte des Wiener B\u00fcrgermeisters Bruno Marek.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6290\" aria-describedby=\"caption-attachment-6290\" style=\"width: 394px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6290\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Tuempeln-mit-Anton-Klein-300x223.jpg\" alt=\"\" width=\"394\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Tuempeln-mit-Anton-Klein-300x223.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Tuempeln-mit-Anton-Klein-1024x761.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Tuempeln-mit-Anton-Klein-768x570.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Tuempeln-mit-Anton-Klein-1536x1141.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Tuempeln-mit-Anton-Klein-2048x1521.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 394px) 100vw, 394px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6290\" class=\"wp-caption-text\">Anton Klein beim &#8220;T\u00fcmpeln&#8221;<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>AM ANFANG WAR DER WASSERFLOH<\/strong><\/p>\n<p>Anton Klein war im Namen der Wiener Aquarienfischliebhaber seit geraumer Zeit in gro\u00dfer Sorge, weil die zahlreichen T\u00fcmpel, in denen die \u201eAquarianer\u201c Wasserfl\u00f6he und anderes Plankton als Futter f\u00fcr ihre Pfleglinge fingen, nach und nach zugesch\u00fcttet oder verm\u00fcllt wurden.<\/p>\n<p>Im Zuge dessen richtete sich Kleins Aufmerksamkeit auch auf die Lobau: 1969 schrieb er an den B\u00fcrgermeister einen beunruhigten Brief und wurde von ihm am 17. Juli im Rathaus pers\u00f6nlich empfangen. Klein versuchte, <a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Bruno_Marek\">Bruno Marek<\/a> von der Bedeutung der T\u00fcmpel zu \u00fcberzeugen und ersuchte ihn, die <em>\u201everlandenden Ausst\u00e4nde und T\u00fcmpel in der Lobau\u201c<\/em> zu sch\u00fctzen und den Zierfischliebhabern zu gestatten, dort hin und wieder Plankton zu fangen.<\/p>\n<p>Marek gab sich zwar wohlwollend, verwies die Aquarianer aber an den Magistrat. Was sie in der Folge h\u00f6ren sollten, waren (Zitat Klein) <em>\u201eablehnende Antworten und leere Versprechen\u201c<\/em>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Unbenannt-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-6351\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Unbenannt-1-300x143.jpg\" alt=\"\" width=\"539\" height=\"257\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Unbenannt-1-300x143.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Unbenannt-1-1024x489.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Unbenannt-1-768x366.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Unbenannt-1.jpg 1046w\" sizes=\"auto, (max-width: 539px) 100vw, 539px\" \/><\/a>Im November 1969 veranstaltete Anton Klein deshalb mit seinem Aquarienverein zum Thema Tiere-Pflanzen-T\u00fcmpel einen \u00f6ffentlichen Fotowettbewerb und versuchte auf diese Weise (vorerst vergeblich), auch die Kronen-Zeitung f\u00fcr sein Anliegen zu interessieren.<\/p>\n<p>Das Verlanden und Zusch\u00fctten der T\u00fcmpel \u2013 schrieb Klein an die \u201eKrone\u201c \u2013 w\u00fcrde zum Absinken des Grundwasserspiegels f\u00fchren und <em>\u201edie Erhaltung unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt\u201c<\/em> gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>So vergingen die Monate und das Rathaus blieb tatenlos.<\/p>\n<p>Im Mai 1970 berichtete Anton Klein zum Thema T\u00fcmpel-Rettung an den Verband der \u00d6sterreichischen Aquarien- und Terrarienvereine:<br \/>\n<em>\u201eEs wurde uns versichert, dass die Regelung Zeit erfordern wird. Wir sehen das ein, aber wenn zu viel Zeit vergeht, dann werden wir T\u00fcmpel nur noch auf Bildern sehen.\u201c<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/KW-Steinsporn-Foto-Klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-6292\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/KW-Steinsporn-Foto-Klein-300x228.jpg\" alt=\"\" width=\"388\" height=\"295\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/KW-Steinsporn-Foto-Klein-300x228.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/KW-Steinsporn-Foto-Klein.jpg 686w\" sizes=\"auto, (max-width: 388px) 100vw, 388px\" \/><\/a>Die \u201eZierfischfreunde Donaustadt\u201c dachten nicht daran lockerzulassen. Es ging ihnen inzwischen nicht mehr um die T\u00fcmpel allein, sondern um die Landschaften, in denen diese besonders h\u00e4ufig zu finden waren: die Lobau und den Prater. Sie holten junge Wissenschaftler an Bord, formulierten einen Forderungskatalog und brachten am erw\u00e4hnten 20. November 1970 mit Vertretern des Magistrats endlich ein Treffen zustande.<\/p>\n<p><strong>ATOMKRAFTWERK IM LANDSCHAFTSSCHUTZGEBIET<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Was die Natur betrifft, hatte es das Jahr 1970 \u00fcbrigens in sich: Es wurde vom Europarat zum \u201e1. Europ\u00e4ischen Naturschutzjahr\u201c erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Was Wien nicht davon abhielt, im gleichen Jahr eine Fl\u00e4che von 175.000 Quadratmetern des Landschaftsschutzgebietes Lobau in Industriegebiet umzuwidmen, um hier das kalorische Kraftwerk &#8220;Am Steinsporn&#8221; zu errichten, das bis 1979 obendrein zu einem Atomkraftwerk (!) umgestaltet werden sollte.<\/p>\n<p>Dazu kamen ein geplantes Autobahnkreuz \u00fcber der Panozza-Lacke, eine, die Obere Lobau zerst\u00fcckelnde Bundesschnellstra\u00dfe und &#8211; wiederum trotz Landschaftsschutzgebiet &#8211; eine massive Erweiterung des Tanklagers am Rande des \u00d6lhafens.<\/p>\n<p>Die Stimmung war also aufgeheizt. Die Botaniker trauerten auf der Fl\u00e4che des neuen Kraftwerks um \u201eeine der letzten Wiener Orchideenwiesen\u201c, die Zoologen und Aquarianer um \u201evielbelebte T\u00fcmpel\u201c.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6293\" aria-describedby=\"caption-attachment-6293\" style=\"width: 176px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6293\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Peter-Weish-1973-ORF-Screenshot-SW-Ausschnitt-216x300.jpg\" alt=\"\" width=\"176\" height=\"244\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Peter-Weish-1973-ORF-Screenshot-SW-Ausschnitt-216x300.jpg 216w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Peter-Weish-1973-ORF-Screenshot-SW-Ausschnitt.jpg 606w\" sizes=\"auto, (max-width: 176px) 100vw, 176px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6293\" class=\"wp-caption-text\">Peter Weish (ORF Screenshot)<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_6295\" aria-describedby=\"caption-attachment-6295\" style=\"width: 176px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6295\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/16-Juli-1972-ORF-Ausschnitt-216x300.jpg\" alt=\"\" width=\"176\" height=\"245\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/16-Juli-1972-ORF-Ausschnitt-216x300.jpg 216w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/16-Juli-1972-ORF-Ausschnitt.jpg 606w\" sizes=\"auto, (max-width: 176px) 100vw, 176px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6295\" class=\"wp-caption-text\">Anton Klein (ORF Screenshot)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Als man im Haus der Begegnung Floridsdorf endlich mit den Wiener Beamten am Tisch sa\u00df, zeigte Klein zun\u00e4chst die besten, von seinen Sympathisanten f\u00fcr Fotowettbewerbe geschossenen Bilder.<\/p>\n<p>Die erwartete Begeisterung blieb aus. Zitat: <em>\u201eObwohl die Fotos einen nachhaltigen Eindruck von der Sch\u00f6nheit der Lobau und deren beginnender brutaler Zerst\u00f6rung vermittelten, zeigte sich Wiens Forstdirektor offensichtlich in keiner Weise beeindruckt.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Zu allem \u00dcberfluss wies Forstdirektor Tomiczek die wiederholte Bitte Kleins zur\u00fcck, die Wiener Aquarienliebhaber doch in der Lobau ihr Plankton fangen zu lassen. Die T\u00fcmpler, so argumentierte J\u00e4ger und Schalenwild-Experte Tomicezk, w\u00fcrden das Wild beunruhigen.<\/p>\n<p><strong>Dann \u00fcberreichten die Natursch\u00fctzer ihr Forderungspaket:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Schaffung eines unabh\u00e4ngigen, nicht weisungsgebundenen Naturschutzbeirates der Stadt Wien, in dem Biologen, die \u00fcber \u00f6kologische Erfahrungen verf\u00fcgen, die Mehrheit besitzen sollen.<\/li>\n<li>Sofortiger Stopp jeder Ausbreitung der Erd\u00f6lindustrie, der Hafenanlagen, der Pumpwerke, der Durchleitung neuer Hochspannungsleitungen und Pipelines in der Lobau.<\/li>\n<li>Teile der Lobau sollen zu Vollnaturschutzgebieten erkl\u00e4rt werden (Anm.: Die Lobau war damals nur Landschaftsschutzgebiet)<\/li>\n<li>Die Augebiete d\u00fcrfen nicht in Parkanlagen umgewandelt werden. Ihre Altw\u00e4sser und T\u00fcmpel sollen in einem ursprungnahen Zustand erhalten werden. Ein Schrumpfen des Augebietes ist mit allen Mitteln zu unterbinden. Gegen jede M\u00fcllablagerung und Aufsch\u00fcttung sind strenge Schutzma\u00dfnahmen zu ergreifen.<\/li>\n<li>Verbot der Verwendung von Bioziden im gesamten Stadtgebiet.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>SCHWERER FEHLER: LOBAU ALS BLINDDARM<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem Josef Vornatscher, Peter Weish, Alfred Radda und Franz Luttenberger ihr Verlangen erl\u00e4uterten, ergriff Herbert Tomiczek das Wort und er gelangte \u2013 wie Anton Klein festhielt \u2013 <em>\u201esinngem\u00e4\u00df zu folgender Feststellung: Die Lobau reicht wie ein Blinddarm in den Raum von Wien hinein.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Damit war das vermeintlich konstruktive Gespr\u00e4chsklima zerst\u00f6rt. Klein: <em>\u201eMan muss kein studierter Psychologe sein, um zu erkennen, wie wenig dem Herrn Forstdirektor am Schicksal der Lobau gelegen ist. Die Lobau mit einem Blinddarm zu vergleichen, spricht B\u00e4nde.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend hielt Tomiczek fest, die Lobau bzw. Teile der Lobau seien ohnehin bald bestens gesch\u00fctzt, weil sie zu &#8216;\u2019Wasserschutz-Gebieten\u201c erkl\u00e4rt w\u00fcrden. Gleichzeitig verk\u00fcndete er jedoch \u2013 so wird berichtet &#8211; \u201eunger\u00fchrt\u201c ein neues Industrialisierungsprojekt im Bereich des Donau-Oder-Kanals.<\/p>\n<p>(Anm.: Aus heutiger Sicht vermutlich in Zusammenhang mit der im Bundesstra\u00dfengesetz 1971 vorgesehenen Schnellstra\u00dfe durch die Obere Lobau nach Gro\u00df-Enzersdorf)<\/p>\n<p>Karl Kolar vom Wiener Naturschutzbund konnte sich nun nicht mehr zur\u00fcckhalten, wurde emotional und bezweifelte heftig Tomiczeks Behauptung, die Lobau werde ohnehin ausreichend gesch\u00fctzt. Der Forstdirektor bestand darauf, Kolar das Wort zu entziehen. Gespr\u00e4chsleiter Vornatscher lie\u00df Kolar jedoch weiterreden. Tomiczek sprang auf und <em>\u201everlie\u00df wutentbrannt den Saal\u201c<\/em>.<\/p>\n<p>Anton Klein notierte: <em>\u201eNicht Gen\u00fcgend in Demokratie. Mit Dipl. Ing. Dr. Tomiczek verlie\u00df auch seine halb- oder ganz uniformierte Begleitung den Saal.\u201c<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-4434 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1928-0815_00000002a-230x300.jpg\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1928-0815_00000002a-230x300.jpg 230w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1928-0815_00000002a-785x1024.jpg 785w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1928-0815_00000002a-768x1002.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1928-0815_00000002a-1177x1536.jpg 1177w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1928-0815_00000002a-1570x2048.jpg 1570w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1928-0815_00000002a-scaled.jpg 1962w\" sizes=\"auto, (max-width: 230px) 100vw, 230px\" \/>Emp\u00f6rt erweiterte Klein sp\u00e4ter in einem Essay den Text des ber\u00fchmten Liedes \u201e<a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/ein-lied-fuer-traeume-und-traenen-wie-es-entstanden-ist\/\">Drunt\u2018 in der Lobau<\/a>\u201c:<\/p>\n<p><em>&nbsp;\u201eIn meinem Herzen brannt ein Sehnen, aus meinen Augen fielen Tr\u00e4nen, am stillen Waldrand, <strong>wo pl\u00f6tzlich ein kalorisches Kraftwerk stand<\/strong>. (Refrain) Drunt\u2019 in der Lobau, <strong>mitten im Landschaftsschutzgebiet<\/strong>. Drunt\u2019 in der Lobau <strong>im Europ\u00e4ischen Naturschutzjahr.<\/strong>\u201c<\/em><\/p>\n<p>In der Wiener Zeitung fasste Redakteurin und Augenzeugin Johanna Frick am 25. November 1970 das Geschehen folgenderma\u00dfen zusammen:<\/p>\n<p><em>\u201eEines ist fraglos sicher: Die gr\u00f6\u00dfte Schwierigkeit bei jeder Aktion zur Erhaltung der Wiener Aulandschaft liegt in jenen Emotionen, die sich in beinahe alle Auseinandersetzungen \u00fcber dieses Thema einschleichen. \u2026 Echter Naturschutz und damit Schutz des wertvollen Erholungsraumes im Wiener Stadtgebiet und entlang der Donau ist nur auf der Basis k\u00fchler wissenschaftlicher \u00dcberlegungen und sachlich gef\u00fchrter Diskussionen durchf\u00fchrbar.\u201c<\/em><\/p>\n<p><strong><br \/>\nDAS JAHR DES FRUSTES<\/strong><\/p>\n<p>Am Abend dieses 20. November waren Anton Klein, seine Bundesgenossen und die jungen Wissenschaftler ver\u00e4rgert, aber im Grunde zutiefst frustriert. Das Rathaus hatte ihnen demonstriert, dass Natursch\u00fctzer in Wien als Splittergruppe betrachtet werden, denen die Politik keine Bedeutung zuma\u00df.<\/p>\n<p>Frust und Entt\u00e4uschung waren so gro\u00df, dass im darauffolgenden Jahr 1971 weitgehend Funkstille herrschte. Kleins Leute begannen zwar zaghaft f\u00fcr die Rettung der Lobau Unterschriften zu sammeln, konzentrierten sich aber im Gro\u00dfen und Ganzen wieder auf ihre Aquarien und ihre Forschungen. Auch in der Presse geriet die Lobau in Vergessenheit.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-6308 alignright\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Rathauskorrespondenz-Logo-1973-300x125.jpg\" alt=\"\" width=\"353\" height=\"147\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Rathauskorrespondenz-Logo-1973-300x125.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Rathauskorrespondenz-Logo-1973-768x319.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Rathauskorrespondenz-Logo-1973.jpg 906w\" sizes=\"auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px\" \/>Es mag am 17. November 1971 gewesen sein, als der unterdr\u00fcckte Heilige Zorn der Natursch\u00fctzer wieder zutage trat: An jenem Tag verk\u00fcndete die Rathauskorrespondenz die Konstituierung eines \u201eUmweltbeirates\u201c.<\/p>\n<p>Den Lobau-Sch\u00fctzern und Zoologen muss diese Ank\u00fcndigung wie eine Verh\u00f6hnung erschienen sein, denn anstelle des von ihnen vor einem Jahr vorgeschlagenen unabh\u00e4ngigen, mehrheitlich von Biologen besetzten, nicht weisungsgebundenen Naturschutzbeirates wurde ein \u201eUmweltbeirat\u201c unter totaler Kontrolle der mit absoluter Mehrheit regierenden Wiener SP\u00d6 etabliert: mit dem B\u00fcrgermeister als Vorsitzenden, mit fast allen amtsf\u00fchrenden Stadtr\u00e4ten, dem Magistratsdirektor, der Arbeiterkammer, dem SP\u00d6-gef\u00fchrten Sozialministerium, dem Gewerkschaftsbund, sowie der Wirtschaftskammer, der Industriellenvereinigung, der Ingenieurkammer und \u2013 als Feigenblatt \u2013 der Akademie der Wissenschaften.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2310\" aria-describedby=\"caption-attachment-2310\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Mitglieder-ZFFD-1972-im-neuen-Lobaumuseum-a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2310\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Mitglieder-ZFFD-1972-im-neuen-Lobaumuseum-a-300x227.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"280\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Mitglieder-ZFFD-1972-im-neuen-Lobaumuseum-a-300x227.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Mitglieder-ZFFD-1972-im-neuen-Lobaumuseum-a-768x582.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Mitglieder-ZFFD-1972-im-neuen-Lobaumuseum-a-1024x776.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2310\" class=\"wp-caption-text\">Anton Kleins Leute im Aquarienverein<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der im Wiener Naturschutzgesetz seit 1954 vorgesehene \u201eNaturschutzbeirat\u201c war seit Jahren praktisch nicht existent und wurde erst 1975 wiedererweckt \u2013 klarerweise unter dem \u201eunabh\u00e4ngigen\u201c Vorsitz von SP-Umweltstadtrat Peter Schieder.<\/p>\n<p>Zwei Monate sp\u00e4ter, im J\u00e4nner 1972, betraten die Natursch\u00fctzer energiegeladen erneut die B\u00fchne der Politik: Sie sammelten nun intensiv Unterschriften, mehrere Zehntausend sollten es werden, sie organisierten F\u00fchrungen, Diavortr\u00e4ge und Arbeitskreise.<\/p>\n<p><strong>SIEG AUF ALLEN LINIEN<\/strong><\/p>\n<p>Schlie\u00dflich erlangte Anton Klein bei einem Fernsehauftritt zum Thema Lobau am 16. Juli 1972 \u00f6sterreichweite Bekanntheit.<\/p>\n<p>Er wurde von Fernsehdirektor <a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Helmut_Zilk\">Helmut Zilk<\/a> tatkr\u00e4ftig beg\u00fcnstigt, verb\u00fcndete sich fortan noch enger mit dem Naturschutzbund und dem WWF, korrespondierte mit <a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Bruno_Kreisky\">Bundeskanzler Kreisky<\/a>, erhielt Unterst\u00fctzung von Deutschlands ber\u00fchmten Tierprofessor und Oscar-Preistr\u00e4ger <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bernhard_Grzimek\">Bernhard Grzimek<\/a> und erfreute sich nun auch der massiven Unterst\u00fctzung der Kronen-Zeitung.<\/p>\n<p>Die Stadtregierung wurde medial zusehends an die Wand gedr\u00fcckt und kapitulierte: Die noch nicht verbauten Teile des umgewidmeten Industriegebietes wurden in Landschaftsschutzgebiet r\u00fcckgewidmet. Der Bau der Autobahn und der Schnellstra\u00dfe durch die Obere Lobau wurde abgesagt und das Versprechen gegeben, die Lobau zum Naturschutzgebiet zu erkl\u00e4ren \u2013 was 1978 auch geschah.<\/p>\n<p>Ein Nebeneffekt: Der Naturschutz war in Wien nichtssagend beim Kulturamt (MA 7) beheimatet. Im Zuge des medialen Aufsehens wurde er ab November 1973 der neugegr\u00fcndeten Magistratsabteilung 22 \u201eUmweltschutz\u201c zugeordnet.<\/p>\n<p><strong>DAS ERFOLGSREZEPT: KEINE SEKUNDE GEBEN WIR NACH<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Norbert-Sendor-2024-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-7420 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Norbert-Sendor-2024-300x173.jpg\" alt=\"\" width=\"316\" height=\"182\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Norbert-Sendor-2024-300x173.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Norbert-Sendor-2024-1024x592.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Norbert-Sendor-2024-768x444.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Norbert-Sendor-2024-1536x888.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Norbert-Sendor-2024-2048x1184.jpg 2048w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Norbert-Sendor-2024-265x153.jpg 265w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Norbert-Sendor-2024-148x85.jpg 148w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Norbert-Sendor-2024-193x112.jpg 193w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Norbert-Sendor-2024-71x40.jpg 71w\" sizes=\"auto, (max-width: 316px) 100vw, 316px\" \/><\/a>Anton Kleins Mitstreiter, der Naturfotograf <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/norbert-sendor-seit-1953-in-der-lobau\/\">Norbert Sendor<\/a>, beschreibt die Stimmung, in der Wien mit Hilfe des ORF und der Kronen-Zeitung schachmatt gesetzt werden konnte:<\/p>\n<p><em>\u201eOft, wenn wir gut im Rennen waren, hat Klein gesagt: Nein, da geben wir nicht nach! Wo vom B\u00fcrgermeister oder so ein Kompromiss vorgeschlagen wurde, hat er gesagt: Nein, wir wollen das Ganze, keine Sekunde geben wir nach!\u201c<\/em><\/p>\n<p><strong>Die innere Wut \u00fcber die Geringsch\u00e4tzung und Missachtung durch die Stadtregierung und deren Abk\u00f6mmling, der sprichw\u00f6rtliche Heilige Zorn, hatte das Unm\u00f6gliche m\u00f6glich gemacht: <\/strong><strong>Eine Handvoll Leute \u201eaus der Mitte der Gesellschaft\u201c zwang der Stadt in Sachen Naturschutz eine neue Denkweise auf.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Klein, Anton (1969); Brief an die Kronenzeitung, 14.11.1969 (Kopie)<\/li>\n<li>N., N. (1970): Alarm um Lobau und Wiener Prater. In: Die Presse, 24.11.1970<\/li>\n<li>Frick, Johanna (1970): Schutz f\u00fcr die Wiener Aulandschaften. In: Wiener Zeitung, 25.11.1970<\/li>\n<li>Sch., W. (1970): Wien soll Atomkraftwerk erhalten. In: Die Presse, 28.11.1970<\/li>\n<li>Klein, Anton (1971): Forderungsprogramm der Aktion zum Schutz der Wiener Aulandschaft. In: Das Steckenpferd 1\/1971 (S. 18-20)<\/li>\n<li>N., N. (1971): Beirat f\u00fcr Fragen des Umweltschutzes konstituiert. In: Rathauskorrespondenz 17.11.1971<\/li>\n<li>Klein, Anton (1972): Lobau-Report<\/li>\n<li>Czeike, Felix (1995): Naturschutzreferat der Stadt Wien. In: Historisches Lexikon Wien, Band 4 (S. 356), Verlag Kremayr &amp; Scheriau<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 20. November 1970 wagte sich in Wien die Sonne nicht hinter den Wolken hervor und es hatte etwa sieben Grad Celsius. An diesem Tag entschied sich das Schicksal der von Industrie- und Stra\u00dfenbauprojekten bedrohten Lobau: Bei einem Treffen in Wien-Floridsdorf kam es zwischen Natursch\u00fctzern und Vertretern der Stadt zu einem Eklat, der im Team der Natursch\u00fctzer den Heiligen Zorn zum Lodern brachte. Er trieb sie zum Sammeln von Unterschriften und zur Entwicklung einer B\u00fcrgerinitiative,&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6288,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[21,23,55,49,133,22],"class_list":["post-6286","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-neues-von-gestern","tag-klein","tag-aquarienverein","tag-autobahn","tag-sendor","tag-peter-weish","tag-zierfischfreunde"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6286","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6286"}],"version-history":[{"count":59,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6286\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7421,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6286\/revisions\/7421"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6288"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6286"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6286"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6286"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}