{"id":6237,"date":"2024-05-14T22:05:33","date_gmt":"2024-05-14T20:05:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/?p=6237"},"modified":"2024-11-04T16:54:54","modified_gmt":"2024-11-04T15:54:54","slug":"rathauspropaganda-feiert-geschnorrte-wassereinleitung-panozza-lacke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/rathauspropaganda-feiert-geschnorrte-wassereinleitung-panozza-lacke\/","title":{"rendered":"Politik feiert geschnorrte Wassereinleitung Panozza-Lacke"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_6242\" aria-describedby=\"caption-attachment-6242\" style=\"width: 344px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Krone-13-05-2024-Panozzalacke-Dotation-e1715714789898.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6242\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Krone-13-05-2024-Panozzalacke-Dotation-e1715714789898-300x265.jpg\" alt=\"\" width=\"344\" height=\"304\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Krone-13-05-2024-Panozzalacke-Dotation-e1715714789898-300x265.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Krone-13-05-2024-Panozzalacke-Dotation-e1715714789898.jpg 730w\" sizes=\"auto, (max-width: 344px) 100vw, 344px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6242\" class=\"wp-caption-text\">Screenshot Kronen-Zeitung https:\/\/www.krone.at\/3373905<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Am Montag, den 13. Mai 2024, sind am Ufer der Panozza-Lacke drei Wiener Stadtpolitiker angetreten, um sich f\u00fcr eine neue Wassereinleitung in die Lobau zu r\u00fchmen:<\/strong><\/p>\n<p>der geographisch zust\u00e4ndige Donaust\u00e4dter Bezirksvorsteher Nevrivy, die f\u00fcr die \u201eWiener Gew\u00e4sser\u201c amtlich zust\u00e4ndige Stadtr\u00e4tin f\u00fcr Innovation, Stadtplanung und Mobilit\u00e4t Ulli Sima und, gewisserma\u00dfen als Mitnascher, der Wiener SP\u00d6-Klubobmann Taucher.<\/p>\n<p>Was sie faktisch dazu beigetragen haben, ist geheimnisvoll. Sie haben aber mit Sicherheit die Leistung erbracht, das Projekt nicht zu verhindern.<\/p>\n<p>Leider wurde bei den Interviews und den Mitteilungen an die Presse zu erw\u00e4hnen vergessen, zu welchem Zweck dieses Bauwerk in Wahrheit errichtet wurde und wer es gewesen ist, der das Projekt in der Hauptsache bezahlt hat. Die Stadt Wien war es nicht.<\/p>\n<p><strong>KEIN WORT DES DANKES AN DIE FINANZIERS<\/strong><\/p>\n<p>Denn der Bau der Rohrleitung von der Neuen Donau in die Panozzalacke wurde \u00fcber die Kommunalkredit Public Consulting GmbH zu 95 Prozent (!) aus Mitteln des Altlasten-Fonds des Bundesministeriums f\u00fcr Klimaschutz gef\u00f6rdert. Das stolze Bauwerk hat also die Stadt selbst nur einen Pappenstiel gekostet.<\/p>\n<p>Und warum justament aus dem Altlastenfonds??<a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20230325_142938-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-6250\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20230325_142938-300x183.jpg\" alt=\"\" width=\"490\" height=\"299\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20230325_142938-300x183.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20230325_142938-1024x624.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20230325_142938-768x468.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20230325_142938-1536x935.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20230325_142938-2048x1247.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 490px) 100vw, 490px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Weil die neue Wassereinleitung nicht zur \u00f6kologischen Rettung der Lobau als Teil des Nationalparks errichtet worden ist, sondern vielmehr, um die vielen Sperrbrunnen best\u00e4ndig gef\u00fcllt und in Betrieb zu halten, die \u00f6stlich und nord\u00f6stlich des Tanklagers das \u00f6lverschmutzte Grundwasser auffangen, welches in der Folge \u00fcber eine Reinigungsanlage in den \u00d6lhafen abgeleitet wird.<\/p>\n<p>Das ist aber noch nicht alles: Neben dem Bau der Rohrleitung von der Neuen Donau waren und sind auch in den unmittelbar anschlie\u00dfenden Gew\u00e4ssern Bauma\u00dfnahmen notwendig (Wehr bei der Saltenstra\u00dfe etc).<\/p>\n<p>Diese wurden ebenfalls vom Bund mitbezahlt, zu f\u00fcnfzig Prozent, aus Mitteln des \u00d6sterreichischen Programms f\u00fcr l\u00e4ndliche Entwicklung.<\/p>\n<p>Wien hat sich das stolze Projekt also fast vollends vom Bund f\u00f6rdern lassen. Man k\u00f6nnte auch sagen \u201egeschickt erschnorrt\u201c.<\/p>\n<p>Auf den Pressefotos sollten deshalb korrekterweise Repr\u00e4sentanten des Bundesministeriums f\u00fcr Land- und Forstwirtschaft und des Bundesministeriums f\u00fcr Klimaschutz zu finden sein.<\/p>\n<p><strong>KEIN WORT DER ANERKENNUNG AN DIE WAHREN MACHER<\/strong><\/p>\n<p>Was au\u00dferdem nicht erw\u00e4hnt worden ist: dass die Magistratsabteilung 45 \u201eWiener Gew\u00e4sser\u201c (fr\u00fcher \u201eWasserbau\u201c) wegen mangelndem Finanzierungswillen der Politik 22 Jahre lang um dieses Projekt k\u00e4mpfen musste.<\/p>\n<p>Schon im Jahr 2002 wird auf der Website fadenbach.at festgehalten: <em>\u201eAls zus\u00e4tzliche Dotation f\u00fcr die Obere Lobau ist eine Verbindung vom Entlastungsgerinne (Neue Donau) zur Panozzalacke geplant. Zu diesem Zweck wird ein Durchstich mit einem ca. 1 m starken Rohr unter der Raffineriestra\u00dfe errichtet.\u201c<\/em><\/p>\n<p>In einer Aussendung der Rathauskorrespondenz vom 20. April 2004 hei\u00dft es optimistisch von Seiten der MA 45, dass die bisherige Wassereinspeisung vom M\u00fchlwasser her <em>\u201ein Zukunft um eine Einleitung \u00fcber die Panozza-Lacke erweitert werden (soll), was zus\u00e4tzliche Wassermengen f\u00fcr die Untere Lobau bedeutet.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Vor den Vorhang treten h\u00e4tten demnach auch die Chefs und Mitarbeiter der MA 45 m\u00fcssen, ohne deren Beharrlichkeit und ohne deren pers\u00f6nliches Bem\u00fchen um die Lobau die Rohrleitung in die Panozza-Lacke bis heute nicht verwirklicht worden w\u00e4re.<\/p>\n<p><strong>Dass es in der realen Welt keineswegs drei Mal so viel Wasser sein wird, wie bisher eingespeist wurde und dass die Obere Lobau (abgesehen von der Panozza-Lacke und dem Fasangartenarm) schon bisher \u201enachhaltig befeuchtet\u201c (Sima) werden konnte, steht auf einem anderen Blatt \u2026<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dass die neue Zuleitung Panozza-Lacke auch der wertvollen, zugrunde gehenden Unteren Lobau Unterst\u00fctzung gew\u00e4hren wird, wie auf <a href=\"https:\/\/wien.orf.at\/stories\/3256850\/\">wien.ORF.at<\/a> quasi nebenbei erw\u00e4hnt, ist eine hoffnungsvolle Mutma\u00dfung. Die Kronen-Zeitung stellt hingegen dankenswerterweise eindeutig fest: &#8220;<a href=\"https:\/\/www.krone.at\/3373905\">Untere Lobau bleibt in akuter Gefahr<\/a>&#8220;<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Montag, den 13. Mai 2024, sind am Ufer der Panozza-Lacke drei Wiener Stadtpolitiker angetreten, um sich f\u00fcr eine neue Wassereinleitung in die Lobau zu r\u00fchmen: der geographisch zust\u00e4ndige Donaust\u00e4dter Bezirksvorsteher Nevrivy, die f\u00fcr die \u201eWiener Gew\u00e4sser\u201c amtlich zust\u00e4ndige Stadtr\u00e4tin f\u00fcr Innovation, Stadtplanung und Mobilit\u00e4t Ulli Sima und, gewisserma\u00dfen als Mitnascher, der Wiener SP\u00d6-Klubobmann Taucher. Was sie faktisch dazu beigetragen haben, ist geheimnisvoll. 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