{"id":5707,"date":"2023-05-01T21:34:50","date_gmt":"2023-05-01T19:34:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/?p=5707"},"modified":"2023-08-07T18:43:50","modified_gmt":"2023-08-07T16:43:50","slug":"norbert-sendor-als-ich-vor-75-jahren-die-lobau-entdeckte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/norbert-sendor-als-ich-vor-75-jahren-die-lobau-entdeckte\/","title":{"rendered":"Norbert Sendor: Als ich vor 75 Jahren die Lobau entdeckte"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/norbert-sendor-seit-1953-in-der-lobau\/\">Norbert Sendor<\/a> feierte am 2. Mai 2023 in ungebrochener geistiger Frische seinen 87. Geburtstag. Er ist Vorsitzender unseres Vereins und der letzte der alten Lobau-Waldl\u00e4ufer. <\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_5711\" aria-describedby=\"caption-attachment-5711\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/8-April-2023.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5711 size-medium\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/8-April-2023-210x300.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/8-April-2023-210x300.jpg 210w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/8-April-2023-717x1024.jpg 717w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/8-April-2023-768x1097.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/8-April-2023-1075x1536.jpg 1075w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/8-April-2023.jpg 1132w\" sizes=\"auto, (max-width: 210px) 100vw, 210px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5711\" class=\"wp-caption-text\">April 2023<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Er hat vor f\u00fcnfzig Jahren im Rahmen der <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/die-1-oesterreichische-buergerinitiative\/\">B\u00fcrgerinitiative \u201eLobau darf nicht sterben!\u201c<\/a> mit seinen Naturfotos ma\u00dfgeblich dazu beigetragen, die Lobau vor Stra\u00dfenbau- und Industrieprojekten zu retten. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Er hat <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/andenken-an-das-gaenshaufenwasser\/\">in klaren Lobaugew\u00e4ssern<\/a> getaucht, die mittlerweile komplett ausgetrocknet sind und dort eine Vielfalt an Fischen, Muscheln und Schnecken erlebt, die heute undenkbar erscheint. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Und er kann es nicht fassen, wie gleichg\u00fcltig die Wiener Stadtregierung in den vergangenen 15 Jahren mit diesem Naturjuwel umgegangen ist.<\/strong><\/p>\n<p>Vor 75 Jahren hat Norbert Sendor zum ersten Mal den Zauber der Lobau versp\u00fcrt. Bis heute kann und will er sich ihm nicht entziehen. Und so nahm alles seinen Anfang:<\/p>\n<p><em>\u201eEigentlich war es zun\u00e4chst nicht die Lobau, die ich entdeckte, sondern das einstige \u00dcberschwemmungsgebiet, das die Wiener jedoch der Einfachheit halber als \u201eLobau\u201c bezeichneten. Die \u201eechte\u201c Lobau lag dahinter, au\u00dferhalb des Dammes.<\/em><\/p>\n<p><em>Es muss 1948-49 gewesen sein, ich bin noch in die Schule gegangen, der Krieg war noch nicht lange vorbei, \u00f6ffentliche Verkehrsmittel, aber auch Stra\u00dfen und Br\u00fccken waren erst in Ans\u00e4tzen repariert.<\/em><\/p>\n<p><em>Um vom dritten Bezirk etwa auf der H\u00f6he der jetzigen S\u00fcd-Ost-Tangente an das andere Donauufer zum \u00dcberschwemmungsgebiet zu gelangen, musste man zun\u00e4chst auf einer Rollf\u00e4hre den Donaukanal \u00fcberqueren.<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_5712\" aria-describedby=\"caption-attachment-5712\" style=\"width: 340px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Juni-1953.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5712 \" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Juni-1953-300x203.jpg\" alt=\"\" width=\"340\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Juni-1953-300x203.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Juni-1953.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 340px) 100vw, 340px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5712\" class=\"wp-caption-text\">Juni 1953 (ganz rechts)<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Danach ging es zu Fu\u00df durch den Prater bis zur Donau. Dort konnte man, je nach Wetter, je nach Tageszeit und je nach Verfassung des Bootsf\u00fchrers auf einem Motorboot den Strom \u00fcberqueren. Die Preise waren moderat, die Leute hatten ja kein Geld.<\/em><\/p>\n<p><em>F\u00fcr die R\u00fcckfahrt musste man sich vom anderen Ufer mit Handzeichen bemerkbar machen und mit einer am Landungssteg befestigten Glocke. Wenn man Pech hatte, war der F\u00e4hrbetrieb bereits eingestellt. Dann blieb einem nichts anderes \u00fcbrig, als den langen Weg bis zur Reichsbr\u00fccke anzutreten. Erst Jahre sp\u00e4ter siedelten sich stromab zwei weitere F\u00e4hrunternehmen an.<\/em><\/p>\n<p>SUCHE NACH EXOTISCHEN FISCHEN<\/p>\n<p><em>Bei meinem Freund, dem Tafner Heinzi, im Haus wohnte zu jener Zeit ein gewisser Loewe. Nach seinen Angaben war er einer der ersten Mitarbeiter von Otto Koenig an der Biologischen Station Wilhelminenberg. Interessant war er f\u00fcr uns, weil er in seiner Wohnung riesige Aquarien stehen hatte, in denen er exotisch wirkende, heimische Fische hielt, von denen wir keine Ahnung hatten, wie zum Beispiel Schlammbeisser, Steinbeisser und viele andere.<\/em><\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-5713 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Ueberfuhr-Loescher-1927-300x198.jpg\" alt=\"\" width=\"355\" height=\"234\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Ueberfuhr-Loescher-1927-300x198.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Ueberfuhr-Loescher-1927-1024x677.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Ueberfuhr-Loescher-1927-768x508.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Ueberfuhr-Loescher-1927-818x537.jpg 818w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Ueberfuhr-Loescher-1927-95x62.jpg 95w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Ueberfuhr-Loescher-1927.jpg 1056w\" sizes=\"auto, (max-width: 355px) 100vw, 355px\" \/>An einem sch\u00f6nen Sp\u00e4tsommertag wanderten wir also zu Dritt, der Herr Loewe als F\u00fchrer, der Tafner Heinzi und ich, von Erdberg, wo wir zu&nbsp; Hause waren, durch den Prater zur Donau, um die wunderbare Welt, aus der diese Fische kamen, endlich mit eigenen Augen zu sehen.<\/em><\/p>\n<p><em>Beim Fischrestaurant Lindmayer suchten wir nach dem F\u00e4hrmann, der uns bald mit einem kleinen Motorboot zum gegen\u00fcberliegenden Ufer brachte. Er sch\u00e4rfte uns noch ein, dass wir sp\u00e4testens zu einem bestimmten Zeitpunkt zur\u00fcck sein m\u00fcssten, ehe der F\u00e4hrbetrieb f\u00fcr diesen Tag eingestellt w\u00fcrde.<\/em><\/p>\n<p><em>Am n\u00f6rdlichen Donauufer, wo jetzt die Donauinsel liegt, befand sich das \u00dcberschwemmungsgebiet. Die Landschaft war wesentlich strukturierter als die jetzige Donauinsel. Durch den sp\u00e4tsommerlichen Wasserstand gab es langgestreckte Sand- und Schotterfl\u00e4chen mit vielen Teichen, T\u00fcmpeln und Pf\u00fctzen unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe und Tiefe. Um bei eventuellen Hochw\u00e4ssern, die damals noch regelm\u00e4\u00dfig kamen, den Wasserabfluss <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-5714 alignright\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Unbenannt-60-192x300.jpg\" alt=\"\" width=\"244\" height=\"381\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Unbenannt-60-192x300.jpg 192w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Unbenannt-60-656x1024.jpg 656w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Unbenannt-60-768x1198.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Unbenannt-60-984x1536.jpg 984w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Unbenannt-60.jpg 1310w\" sizes=\"auto, (max-width: 244px) 100vw, 244px\" \/>nicht zu behindern, lie\u00df man gro\u00dfe B\u00e4ume nur entlang des Hubertusdammes wachsen, wo sie die Aufgabe hatten, den Damm bei Winterhochwasser vor Eisschollen zu sch\u00fctzen.<\/em><\/p>\n<p><em>Genau vis-\u00e0-vis vom Fischrestaurant, ein St\u00fcck stromabw\u00e4rts der Ostbahnbr\u00fccke, erreichten wir einen langen, flachen Ausstand. In den vom letzten Hochwasser zur\u00fcckgebliebenen T\u00fcmpeln war alles drin, was es in der Donau gab: Da waren Schr\u00e4tzer drinnen, Zingel und Streber waren drinnen, Barben, Welse, Bitterlinge \u2013 also das ganze Spektrum der Donaufische. Steinbeisser auch, und zwar so gro\u00dfe, wie ich sie nie wieder gesehen habe.<\/em><\/p>\n<p><em>Das war f\u00fcr mich das Paradies, davon hatte ich getr\u00e4umt, auch aufgrund der Erz\u00e4hlungen meiner Mutter, die in der Zwischenkriegszeit arbeitslos war und oft mit Freunden dr\u00fcben am \u00dcberschwemmungsgebiet gezeltelt hat. Sie hat mir von gro\u00dfen Tieren berichtet, die es dort geben w\u00fcrde &#8211; von Hirschen. Ich war fasziniert und bald war mir klar: Das musste ich einmal sehen!<\/em><\/p>\n<p><em>Nach diesem ersten Ausflug ins \u00dcberschwemmungsgebiet blieb die \u201eLobau\u201c f\u00fcr mich wieder eine Weile unerreichbar. Wir waren arm, die \u00dcberfuhr hat Geld gekostet, und da waren noch die vielen Hochw\u00e4sser, die mehrmals im Jahr ein \u00dcberqueren des Stromes verhindert haben. Der Weg \u00fcber die Reichsbr\u00fccke war ohne Fahrrad ein \u201eirrsinniger Hatscher\u201c.<\/em><\/p>\n<p>DAS UNENTDECKTE LAND<\/p>\n<p><em>Unsere Phantasien galten dem sagenumwobenen Land jenseits des \u00dcberschwemmungsgebietes: der Unteren Lobau. Das war f\u00fcr uns unerforschtes Gebiet.<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_5715\" aria-describedby=\"caption-attachment-5715\" style=\"width: 214px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-5715\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/September-1997-214x300.jpg\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/September-1997-214x300.jpg 214w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/September-1997.jpg 727w\" sizes=\"auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5715\" class=\"wp-caption-text\">September 1997<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Ich kann mich noch dunkel an einen Bericht im \u201eWiener Kurier\u201c erinnern, in dem ein Reporter beschrieb, wie schwierig bzw. wie unm\u00f6glich es sei, die Untere Lobau zu erreichen. Ab der Panozzalacke war Sperrgebiet. Die Reste des zerbombten Tanklagers und diverse Kriegsrelikte waren gef\u00e4hrlich und blockierten den Weg. Lager und \u00d6lhafen waren in der Hand des sowjetischen Milit\u00e4rs.<\/em><\/p>\n<p><em>Mein Freund, der Tafner Heinz und ich gelangten 1950 zu dem Schluss, dass uns nur das Durchschwimmen der Donau und die Durchwanderung des \u00dcberschwemmungsgebietes an unser ersehntes Ziel bringen kann.<\/em><\/p>\n<p><em>Da wir schon oft in der Donau schwimmen waren und es kaum Schiffsverkehr gab, sollte der Trip \u00fcber den gro\u00dfen Strom kein Problem darstellen.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Tafner Heinz, sein Hund und ich starteten die Expedition ungef\u00e4hr einen Kilometer \u00f6stlich der Stelle, an der jetzt die S\u00fcd-Ost-Tangente die Donau quert. Das Wasser war relativ sauber. Die Abw\u00e4sser der Stadt gelangten erst weiter stromabw\u00e4rts \u00fcber den Donaukanal in den Strom. Wir schwammen sehr gem\u00fctlich und landeten zirka 600 Meter \u00f6stlich von unserem Einstieg am anderen Ufer.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-5716 alignright\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Norbert-Sendor-300x196.jpg\" alt=\"\" width=\"349\" height=\"228\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Norbert-Sendor-300x196.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Norbert-Sendor-1024x670.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Norbert-Sendor-768x503.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Norbert-Sendor-1536x1005.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Norbert-Sendor-818x537.jpg 818w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Norbert-Sendor-95x62.jpg 95w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Norbert-Sendor.jpg 2040w\" sizes=\"auto, (max-width: 349px) 100vw, 349px\" \/><\/em><\/p>\n<p><em>Nach einer l\u00e4ngeren Wanderung durch die Wildnis des \u00dcberschwemmungsgebietes trafen wir auf den \u00d6lhafen, von dem wir bis dahin kein Wort geh\u00f6rt hatten. Den mussten wir ebenfalls schwimmend \u00fcberqueren. Dass das streng verboten war, wussten wir nicht.<\/em><\/p>\n<p><em>Ein einsamer sowjetischer Wachposten w\u00fcrdigte uns keines Blickes, ansonsten war niemand zu sehen.<\/em><\/p>\n<p>DAS STILLE PARADIES<\/p>\n<p><em>Nachdem wir eine Zeit lang die absolute Stille und Ruhe, die diese Landschaft ausstrahlte, genossen hatten, machten wir uns auf den R\u00fcckweg zu unserem Ausgangspunkt am Freudenauer Winterhafen.<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_5717\" aria-describedby=\"caption-attachment-5717\" style=\"width: 234px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-5717\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/2-April-2018-263x300.jpg\" alt=\"\" width=\"234\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/2-April-2018-263x300.jpg 263w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/2-April-2018.jpg 397w\" sizes=\"auto, (max-width: 234px) 100vw, 234px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5717\" class=\"wp-caption-text\">April 2018<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Ab etwa 1952 galt unsere neue gro\u00dfe Leidenschaft dem Tauchen und wir durchstreiften die Untere Lobau auf der Suche nach klaren Gew\u00e4ssern. \u00d6stlich des Donau-Oder-Kanals ist man (au\u00dfer dem Jagdaufseher) auf keinen einzigen Menschen getroffen. <\/em><\/p>\n<p><em>Hier hatte ich endlich meine erste Begegnung mit einem Hirsch. Um diese Zeit herum begann ich auch mit der Naturfotografie.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Gegend erschien uns wahrhaftig wie das Paradies.&nbsp; Die einzigen technischen Ger\u00e4usche, die man fallweise h\u00f6ren konnte, kamen vom \u00d6lhafen. &nbsp;F\u00fcr die dominierende Ger\u00e4uschkulisse sorgte die Natur: Eulen, Reiher, das Klingeln ziehender Enten, schreckende Rehe \u2026<\/em><\/p>\n<p><em>An windstillen Abenden war die Au so ruhig, dass man die Kirchenglocken und die bellenden Hunde aus den umliegenden D\u00f6rfern h\u00f6ren konnte.\u201c<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Norbert Sendor feierte am 2. Mai 2023 in ungebrochener geistiger Frische seinen 87. Geburtstag. Er ist Vorsitzender unseres Vereins und der letzte der alten Lobau-Waldl\u00e4ufer. 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