{"id":5469,"date":"2022-12-22T22:06:04","date_gmt":"2022-12-22T21:06:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/?p=5469"},"modified":"2023-02-26T19:00:25","modified_gmt":"2023-02-26T18:00:25","slug":"in-70-jahren-so-habe-ich-die-lobau-noch-nie-gesehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/in-70-jahren-so-habe-ich-die-lobau-noch-nie-gesehen\/","title":{"rendered":"In 70 Jahren: &#8220;So habe ich die Lobau noch nie gesehen.&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gedanken des 86j\u00e4hrigen <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/norbert-sendor-seit-1953-in-der-lobau\/\">Norbert Sendor<\/a>, Vorsitzender des Vereins Lobaumuseum und seit siebzig (!) Jahren als Naturfotograf in den Donau-Auen unterwegs, zur Situation seiner geliebten Lobau:<\/strong><\/p>\n<p><em>\u201eW\u00e4hrend der vergangenen siebzig Jahre, in denen ich mit meinen Freunden zu jeder Jahreszeit bei jedem Wetter die Donau-Auen als Natur-Beobachter durchstreifte, sahen wir nie einen auch nur ann\u00e4hernd so tiefen Wasserstand wie heute. So habe ich die Lobau noch nie gesehen.<\/em><\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-5479 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221016_144503-300x197.jpg\" alt=\"\" width=\"341\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221016_144503-300x197.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221016_144503-1024x674.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221016_144503-768x505.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221016_144503-1536x1010.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221016_144503-2048x1347.jpg 2048w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221016_144503-818x537.jpg 818w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221016_144503-95x62.jpg 95w\" sizes=\"auto, (max-width: 341px) 100vw, 341px\" \/>Die Donau ist mit der Lobau nur noch \u00fcber den Sch\u00f6nauer Schlitz verbunden, durch den hin und wieder ungefiltertes Hochwasser eindringt und die Au gerade noch am Leben erh\u00e4lt. Der Prozess der Verlandung wird dadurch bestenfalls etwas verlangsamt, wahrscheinlich sogar beschleunigt.<\/em><\/p>\n<p><em>Jetzt h\u00e4tte ich gerne gewusst, weshalb dieses Wasser f\u00fcr die Grundwasserbrunnen der Stadt Wien unbedenklich ist, w\u00e4hrend zum Beispiel das klare Wasser aus dem Entlastungsgerinne (teilweise Trinkwasserqualit\u00e4t) wegen einer vermeintlichen Gef\u00e4hrdung der Brunnen auf keinen Fall in die Untere Lobau gelangen darf.<\/em><\/p>\n<p><em>Durch die Aktionen der Lobau-Aktivisten ist es nun gelungen, das Augenmerk der \u00d6ffentlichkeit wieder auf die Lobau zu lenken. Unser Bestreben muss es sein, das geweckte Interesse zu erhalten.<\/em><\/p>\n<p><em>Es ist der Politik nahezubringen, dass es einer Weltstadt wie Wien nicht w\u00fcrdig ist, ein derart wertvolles Naturrelikt von internationaler Bedeutung sterben zu lassen.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Forstverwaltung (mit Auszeichnung) aber auch der Nationalpark leisten im Rahmen ihrer M\u00f6glichkeit gute Arbeit.<\/em><\/p>\n<p><em>Die L\u00f6sung des Problems liegt bei der Politik.<\/em><\/p>\n<p><em>Mit einigem guten Willen und der Zusammenarbeit aller politischen Kr\u00e4fte, unabh\u00e4ngig von der Parteizugeh\u00f6rigkeit, muss es gelingen, das langsame Sterben dieser wertvollen Landschaft zu verhindern.<\/em><\/p>\n<p><strong>Norbert Sendor und Elisabeth Zeman<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gedanken des 86j\u00e4hrigen Norbert Sendor, Vorsitzender des Vereins Lobaumuseum und seit siebzig (!) 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