{"id":4991,"date":"2021-11-26T20:05:28","date_gmt":"2021-11-26T19:05:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/?p=4991"},"modified":"2026-05-10T17:56:22","modified_gmt":"2026-05-10T15:56:22","slug":"austrockung-der-unteren-lobau-schwadorfer-rinne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/austrockung-der-unteren-lobau-schwadorfer-rinne\/","title":{"rendered":"Austrockung der Unteren Lobau: Schwadorfer Rinne"},"content":{"rendered":"<p><strong>Es ist Sp\u00e4therbst, der Winter steht vor der T\u00fcr. W\u00e4hrend Teile der Unteren Lobau im Sommer noch den Anschein einer Wasserlandschaft erwecken m\u00f6gen, bricht diese Illusion in der von niedrigen Grundwasserst\u00e4nden und Donaupegeln gepr\u00e4gten Jahreszeit zusammen. Zwei Galerien mit Schwerpunkt auf die Schwadorfer Rinne &#8211; mit Aufnahmen von Kurt Kracher und Norbert Sendor.<\/strong><\/p>\n<p>Die erste Galerie zeigt Aufnahmen vom 24. November 2021, die zweite Aufnahmen von April 2021 und aus fr\u00fcheren Zeiten.<\/p>\n<p>Dazu <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/kurt-kracher-die-lobau-und-ich\/\"><strong>Kurt Kracher<\/strong><\/a>: &#8220;Die Schwadorfer Rinne war fr\u00fcher ein Garant f\u00fcr gute Rotwildbilder. Sehr guter Wasserstand, Rotwild teilweise bis zum Tr\u00e4ger im Wasser! Damals gab&#8217;s auch noch die Hirschbrunft bei der Schwadorfer Rinne! Hat sich leider alles zum Schlechten ver\u00e4ndert!&#8221; Und noch eine Erinnerung: \u201eHabe seinerzeit, sehr lange her, den damaligen F\u00f6rster Hubert Tomsic in der Schwadorfer Rinne sogar mit einer Zille fahren gesehen. Das ist heute, auch wenn wir Wasser haben, unvorstellbar.\u201c<\/p>\n<p>Von der ehemaligen Pr\u00e4senz des Rotwilds zeugen auch die Aufnahmen unseres Vereinsvorsitzenden Norbert Sendor, der die Entwicklungen in der Lobau und den Donau-Auen seit vielen Jahrzehnten verfolgt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/norbert-sendor-seit-1953-in-der-lobau\/\"><strong>Norbert Sendor<\/strong><\/a> zur Schwadorfer Rinne: &#8220;Vor allem in den 1950er- und 1960er-Jahren, in Summe bis vor etwa 25 Jahren, war dort praktisch immer Wasser \u2013 auch wenn es zuletzt nicht das ganze Jahr \u00fcber geronnen ist. Nur an der d\u00fcnnsten Stelle war es manchmal trocken, je nach Donauwasserstand. Es gab dort riesige Mengen von Teichmuscheln und Malermuscheln.&#8221;<\/p>\n<p>&#8220;Und die Hirsche sind regelm\u00e4\u00dfig durch das Wasser ans andere Ufer gewechselt. Wenn gen\u00fcgend Wasser da war, bis in die 1980er-Jahre hinein, war die Schwadorfer Rinne ein Sammelpunkt der Welse. Zur Fortpflanzungszeit ist alle 20, 30 Meter ein Wels \u00fcber seiner Laichgrube gestanden. Die gr\u00f6\u00dften Welse habe ich am Ost-Ende der Schwadorfer Rinne gesehen. Einen gab es, der war gut \u00fcber 1,80 Meter gro\u00df; mindestens so gro\u00df wie ich.&#8221;<\/p>\n<p><strong>Unter den Galerien gibt es Informationen f\u00fcr nicht so Ortskundige: Was und wo ist die Schwadorfer Rinne?<\/strong><\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p><center><strong>Schwadorfer Rinne im November 2021 (oben), sowie im April 2021 und in fr\u00fcheren Zeiten (unten)<br \/>\n<\/strong><\/center>ngg_shortcode_1_placeholder<\/p>\n<p><strong>Informationen zur Schwadorfer Rinne<\/strong><\/p>\n<p>Die Schwadorfer Rinne ist die Verbindung zwischen dem Teil des Sch\u00f6nauer Wassers unmittelbar unterhalb der G\u00e4nshaufentraverse und dem folgenden Teil des Sch\u00f6nauer Wassers bis zur Sch\u00f6nauer Traverse (siehe Karte unten).<\/p>\n<p>Die &#8220;Schwadorfer Furt&#8221; ist einer der Hochpunkte, die den &#8220;Hauptgew\u00e4sserzug&#8221; in der Unteren Lobau in separate Becken unterteilen, die nur bei h\u00f6heren Grundwasserst\u00e4nden, kurzfristig aber vor allem bei Donauhochw\u00e4ssern miteinander in Verbindung stehen (siehe auch <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/der-schoenauer-schlitz-die-letzte-verbindung-zur-donau\/\">Der \u201cSch\u00f6nauer Schlitz\u201d \u2013 die letzte Verbindung zur Donau<\/a>).<\/p>\n<p>Die Kreuzgrundtraverse, die M\u00fchlleitner Furt (nicht auf der Karte), die G\u00e4nshaufentraverse und die Sch\u00f6nauer Traverse sind die \u00fcbrigen Hochpunkte.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4994\" aria-describedby=\"caption-attachment-4994\" style=\"width: 453px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/schwadorfer_furt_openstreetmap.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-4994\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/schwadorfer_furt_openstreetmap-300x140.jpg\" alt=\"\" width=\"453\" height=\"211\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/schwadorfer_furt_openstreetmap-300x140.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/schwadorfer_furt_openstreetmap-1024x477.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/schwadorfer_furt_openstreetmap-768x358.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/schwadorfer_furt_openstreetmap-1536x716.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/schwadorfer_furt_openstreetmap.jpg 1613w\" sizes=\"auto, (max-width: 453px) 100vw, 453px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4994\" class=\"wp-caption-text\"><a href=\"https:\/\/www.openstreetmap.org\/copyright\">\u00a9 OpenStreetMap contributors<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Dieser bereits in Nieder\u00f6sterreich liegende Teil des Nationalparks Donau-Auen ist \u00fcbrigens kaum zug\u00e4nglich. Zuletzt wurde auch der Weg durch den Wald gesperrt, der teilweise parallel zur Rinne verl\u00e4uft (Verbotsschild bei der G\u00e4nshaufentraverse; das andere Ende des Wegs beim Radweg am Schutzdammm wurde u. a. mit einem Zaun verbarrikadiert).<\/p>\n<p>Das ist wohl eine sinnvolle Ma\u00dfnahme &#8211; mir sind dort fr\u00fcher des \u00d6fteren kleine Mountainbiker-Trupps begegnet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist Sp\u00e4therbst, der Winter steht vor der T\u00fcr. W\u00e4hrend Teile der Unteren Lobau im Sommer noch den Anschein einer Wasserlandschaft erwecken m\u00f6gen, bricht diese Illusion in der von niedrigen Grundwasserst\u00e4nden und Donaupegeln gepr\u00e4gten Jahreszeit zusammen. Zwei Galerien mit Schwerpunkt auf die Schwadorfer Rinne &#8211; mit Aufnahmen von Kurt Kracher und Norbert Sendor. Die erste Galerie zeigt Aufnahmen vom 24. November 2021, die zweite Aufnahmen von April 2021 und aus fr\u00fcheren Zeiten. 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