{"id":4537,"date":"2021-07-04T09:15:09","date_gmt":"2021-07-04T07:15:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/?p=4537"},"modified":"2021-07-21T13:30:27","modified_gmt":"2021-07-21T11:30:27","slug":"mit-geduld-und-scharfem-blick-seltene-tiere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/mit-geduld-und-scharfem-blick-seltene-tiere\/","title":{"rendered":"Mit Geduld und scharfem Blick: seltene Tiere!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wer sich ein wenig mit der Tierwelt der Lobau besch\u00e4ftigt, wird bald erkennen, dass sie mehr als blo\u00df Stockenten, Schw\u00e4ne und Graureiher zu bieten hat. Bei entsprechender Aufmerksamkeit kann man, auch ohne die erlaubten Wege zu verlassen, \u00e4u\u00dferst seltenen Tieren begegnen:<\/strong><\/p>\n<p><strong>WASSERRALLE AM JOSEFSTEG<br \/>\n<\/strong>Gerhard Neuhold, der seit zehn Jahren mit seiner Kamera die Obere Lobau durchstreift, hat am 29. Juni gegen 19 Uhr beim Josefsteg eine Wasserralle entdeckt:<\/p>\n<p>Ein typischer Schilfvogel, dessen Brutbestand sich in Wien nahezu v\u00f6llig auf die Altw\u00e4sser der Lobau konzentriert. Wasserrallen gelten als \u00fcberaus scheu. Als sich am Josefsteg polternd ein Radfahrer n\u00e4hert, verschwindet der Vogel so unvermutet, wie er gekommen war. Neuhold hat in dieser Gegend zuletzt im Jahr 2019 zwei Jungv\u00f6gel entdeckt &#8211; im Fasangartenarm.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/natter_29-6-21.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-4539\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/natter_29-6-21-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"392\" height=\"221\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/natter_29-6-21-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/natter_29-6-21-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/natter_29-6-21-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/natter_29-6-21-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/natter_29-6-21-71x40.jpg 71w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/natter_29-6-21.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 392px) 100vw, 392px\" \/><\/a><strong>W\u00dcRFELNATTER IN SCH\u00d6NAU<br \/>\n<\/strong>Robert Poth, den es oft \u00fcber die Wiener Landesgrenzen hinauszieht, hat am selben Tag und zur selben Zeit <span><a href=\"https:\/\/beasts.at\/wuerfelnatter-schoenauer-traverse\/\">an der Sch\u00f6nauer Traverse eine Wasser-Schlange filmen k\u00f6nnen<\/a><\/span>, die sich bei genauerer Betrachtung als Besonderheit herausgestellt hat: eine W\u00fcrfelnatter.<\/p>\n<p>Es ist der erste Nachweis dieser schlanken, ungiftigen Schlangenart nach langer Zeit. Vor gut zehn Jahren hie\u00df es noch, die Vorkommen in der Lobau seien erloschen. Nun scheint sich die Art wieder auszubreiten. Sogar an der Donauinsel wurden bereits W\u00fcrfelnattern gesichtet.<\/p>\n<p><strong>SCHWARZE MILANE<br \/>\n<\/strong>Elisabeth Zeman und ihr Begleiter, der Veteran Norbert Sendor, haben am 16. Juni bei der Sch\u00f6nauer Pferdekoppel Schwarze Milane fotografieren k\u00f6nnen \u2013 die zu den seltensten Greifv\u00f6geln \u00d6sterreichs z\u00e4hlen. Es sind typische Auenbewohner.<\/p>\n<p>Durch die Flussregulierungen ist ihr Bestand dramatisch geschrumpft. Das Vorkommen im Nationalpark Donau-Auen ist seit Anfang der 1990er-Jahre bis 2006 von 27 auf 9 Paare zur\u00fcckgegangen. Schwarzmilane gelten in \u00d6sterreich als \u201estark gef\u00e4hrdet\u201c. &nbsp;Sie ern\u00e4hren sich von <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/DSCN6561.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-4540\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/DSCN6561-300x183.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"244\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/DSCN6561-300x183.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/DSCN6561-768x468.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/DSCN6561.jpg 851w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>Aas (tote Fische, Abf\u00e4lle, Stra\u00dfenverkehrsopfer), sowie von V\u00f6geln, Kleins\u00e4ugern, Amphibien, Reptilien und Insekten.<\/p>\n<p>Um ihren Bestand im Nationalpark zu st\u00fctzen, schlagen Biologen vor, den Auwald wieder mit Wasser zu dynamisieren, St\u00f6rungen durch Besucher zu verhindern und drau\u00dfen im Marchfeld sowohl die Landwirtschaft zu extensivieren, als auch das illegale Vergiften von Greifv\u00f6geln abzustellen.<\/p>\n<p>Der Wildbiologe Antal Festetics hat \u00fcbrigens schon im Jahr 1970 davor gewarnt, dass der Lebensraum der Schwarzmilane in der Lobau \u201edurch Schl\u00e4gerung und durch Aufsch\u00fcttung der Altwasser\u201c allm\u00e4hlich zerst\u00f6rt w\u00fcrde.<\/p>\n<p><em>Fotos: Gerhard Neuhold, Robert Poth, Zeman\/Sendor<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sich ein wenig mit der Tierwelt der Lobau besch\u00e4ftigt, wird bald erkennen, dass sie mehr als blo\u00df Stockenten, Schw\u00e4ne und Graureiher zu bieten hat. 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