{"id":4169,"date":"2020-12-22T17:45:40","date_gmt":"2020-12-22T16:45:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/?p=4169"},"modified":"2021-01-14T17:26:21","modified_gmt":"2021-01-14T16:26:21","slug":"kyselak-war-hier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/kyselak-war-hier\/","title":{"rendered":"Kyselak war hier"},"content":{"rendered":"<p>An der Napoleonstra\u00dfe, die in der Oberen Lobau vom seinerzeitigen Hauptquartier Napoleons bei der Panozza-Lacke zum Napoleonstein f\u00fchrt, steht eines von mehreren Denkm\u00e4lern, die an die Schlacht bei Aspern am 21. und 22. Mai 1809 erinnern.<\/p>\n<p>Doch dieses eine Denkmal hat etwas Besonderes: Es weist nicht nur auf Naopleon hin, sondern auch auf Joseph Kyselak, der sich hier mit Namen verewigte.<\/p>\n<p>Kyselak war zwar nur ein kleiner Hofkammerbeamter, starb im Jahr 1831 jedoch als Ber\u00fchmtheit \u2013 weil er auf seinen Wanderungen an allen erdenklichen Orten der Monarchie in gro\u00dfen Buchstaben seinen Namen hinterlie\u00df. Kyselak war gewisserma\u00dfen der erste Graffiti-K\u00fcnstler.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-4171 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Kyselak-Foto-Hans-Schmid-Ausschnitt-ECU-scharf.jpg\" alt=\"\" width=\"291\" height=\"129\">Die meisten der heute noch existierenden Namensz\u00fcge sind sp\u00e4tere F\u00e4lschungen.<\/p>\n<p>Garantiert echt sind seine mit schwarzer \u00d6lfarbe fabrizierten Inschriften auf einem Obelisken im Wiener Schwarzenbergpark, auf dem Kirchturm von Kilb in Nieder\u00f6sterreich und auf einer Felswand bei Rothenhof in der Wachau.<\/p>\n<p>Originale sind von Nachahmungen schwer zu unterscheiden. Fest steht, dass sich Kyselak immer mit &#8220;i. KYSELAK&#8221; und nie mit &#8220;J. KYSELAK&#8221; oder &#8220;KIESELAK&#8221; verewigt hat.<\/p>\n<p>Demnach k\u00f6nnte die Eintragung auf dem Stein an der Napoleonstra\u00dfe echt sein.<br \/>\nOder auch nicht. Denn die Gedenksteine wurden erst 50 Jahre nach der Schlacht von Aspern aufgestellt. Da war Kyselak schon 28 Jahre tot.<\/p>\n<p>Foto (11.12.2020): Hans A. Schmid<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An der Napoleonstra\u00dfe, die in der Oberen Lobau vom seinerzeitigen Hauptquartier Napoleons bei der Panozza-Lacke zum Napoleonstein f\u00fchrt, steht eines von mehreren Denkm\u00e4lern, die an die Schlacht bei Aspern am 21. und 22. Mai 1809 erinnern. Doch dieses eine Denkmal hat etwas Besonderes: Es weist nicht nur auf Naopleon hin, sondern auch auf Joseph Kyselak, der sich hier mit Namen verewigte. Kyselak war zwar nur ein kleiner Hofkammerbeamter, starb im Jahr 1831 jedoch als Ber\u00fchmtheit&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":4170,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[],"class_list":["post-4169","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-neues-von-gestern"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4169","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4169"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4169\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4178,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4169\/revisions\/4178"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4170"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4169"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4169"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4169"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}