{"id":3934,"date":"2020-08-22T18:41:41","date_gmt":"2020-08-22T16:41:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/?p=3934"},"modified":"2025-12-07T18:42:16","modified_gmt":"2025-12-07T17:42:16","slug":"eine-tolle-geschichte-die-erste-oesterreichische-radfahrer-demo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/eine-tolle-geschichte-die-erste-oesterreichische-radfahrer-demo\/","title":{"rendered":"Eine tolle Geschichte: die erste \u00f6sterreichische Radfahrer-Demo"},"content":{"rendered":"<p><strong>1972 fand in Wien unter lebhafter Begleitung der Zeitungen, des Fernsehens und der Politik die erste \u00f6sterreichische Radfahrer-Demo statt. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Anlass daf\u00fcr war merkw\u00fcrdigerweise die Zerst\u00f6rung der&nbsp; Lobau. Was damals geschah und wie sehr Wien deswegen in Aufregung war, ist heute beinahe vergessen. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Der streitbare Polizist und Umweltsch\u00fctzer <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/biografie-der-streitbare-umweltschuetzer-anton-klein\/\">Anton Klein<\/a>, sp\u00e4ter Gr\u00fcnder des Lobaumuseums, war Initiator, Antreiber und Gallionsfigur. Hier erstmals und exklusiv eine ausf\u00fchrliche Zusammenfassung jener spannenden, beinahe aus der Erinnerung entschwundenen Ereignisse:<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_4645\" aria-describedby=\"caption-attachment-4645\" style=\"width: 286px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/16-Juli-1972-ORF.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4645 \" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/16-Juli-1972-ORF-300x234.jpg\" alt=\"\" width=\"286\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/16-Juli-1972-ORF-300x234.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/16-Juli-1972-ORF-117x91.jpg 117w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/16-Juli-1972-ORF.jpg 735w\" sizes=\"auto, (max-width: 286px) 100vw, 286px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4645\" class=\"wp-caption-text\">Foto: ORF &#8220;In eigener Sache&#8221;, 16. Juli 1972<\/figcaption><\/figure>\n<p>Anfang der 1970er-Jahre sah es ganz danach aus, als w\u00e4re die Lobau am Ende ihrer Tage angelangt. Beim Steinsporn wurde gerodet, eine bekannte Orchideenwiese dabei zerst\u00f6rt und ein kalorisches Kraftwerk gebaut. F\u00fcr das neue Tanklager wurde ebenfalls gro\u00dffl\u00e4chig gerodet. Das naturnahe \u00dcberschwemmungsgebiet musste dem harten Entlastungsgerinne (Donauinsel) weichen, \u00fcber der Panozzalacke war ein Autobahnkreuz geplant.<\/p>\n<p>Anton Klein und seine Mitstreiter k\u00e4mpften mit ihrer B\u00fcrgerinitiative \u201eDie Lobau darf nicht sterben!\u201c dagegen an.<\/p>\n<p>Im Juli 1972 gelang Klein ein echter Coup: Er bewarb sich als Redner bei der popul\u00e4ren Fernsehdiskussionssendung \u201eIn eigener Sache\u201c, die der sp\u00e4tere Wiener B\u00fcrgermeister <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Helmut_Zilk\">Helmut Zilk<\/a> moderierte. Klein wurde akzeptiert, hatte nur drei Minuten Zeit, brachte die Lobau mit leidenschaftlichen Worten ins Gespr\u00e4ch und katapultierte sich so in die Berichterstattung der Tageszeitungen.<\/p>\n<p>Dieses Kunstst\u00fcck wollte er ein paar Monate sp\u00e4ter wiederholen. Um jedoch f\u00fcr einen erneuten Auftritt zugelassen zu werden, lie\u00df er sich ein anderes Thema einfallen. Was sich anbot, war das Radfahren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/raddemo-krone-ausschn.-1972.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-3939\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/raddemo-krone-ausschn.-1972-296x300.jpg\" alt=\"\" width=\"379\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/raddemo-krone-ausschn.-1972-296x300.jpg 296w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/raddemo-krone-ausschn.-1972-1011x1024.jpg 1011w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/raddemo-krone-ausschn.-1972-768x778.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/raddemo-krone-ausschn.-1972-1517x1536.jpg 1517w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/raddemo-krone-ausschn.-1972-83x83.jpg 83w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/raddemo-krone-ausschn.-1972.jpg 1817w\" sizes=\"auto, (max-width: 379px) 100vw, 379px\" \/><\/a>Klein und seine Mannen waren eifrige Radfahrer. Sie radelten in die Lobau, kreuzten durch den Prater, manche wohnten am anderen Donauufer, im 2. oder 3. Bezirk. \u00dcber das Radfahren, so spekulierte Klein, w\u00fcrde er in Helmut Zilks vielgesehener Sendung ein weiteres Mal die Lobau zum Thema machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Anton Klein (2006):<br \/>\n<em>\u201eIch hab als Trojanisches Pferd \u201eStiefkind Radfahrer\u201c genommen. Da habe ich aufgezeigt, anhand der neuen Donaubr\u00fccke, der S\u00fcdosttangente, dass die kein Radlfahrer \u00fcberqueren kann, ohne dass er eine gesetzliche Strafhandlung begeht. Man hat auf die Radlfahrer vergessen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Aus heutiger Sicht war 1972 die Situation der Radfahrer in Wien geradezu grotesk. In den 1960er- und 1970er-Jahren wurden St\u00e4dte grunds\u00e4tzlich autogerecht geplant. Die Zahl der zugelassenen Kfz war rasant im Steigen begriffen. Das Fahrrad als Fortbewegungsmittel verlor massiv an Bedeutung. In ganz Wien gab es nur 23 Kilometer Radwege. Zum Vergleich: 2020 umfasst das Radverkehrsnetz rund 1400 Kilometer.<\/p>\n<p>Die neue 4. Donaubr\u00fccke, die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Praterbr%C3%BCcke\">Praterbr\u00fccke<\/a>, verband den Prater mit der Lobau, den 2. und 3. Bezirk mit dem 22. Bezirk \u2013 allerdings nur f\u00fcr Autofahrer und Fu\u00dfg\u00e4nger. Denn Radfahren war sowohl auf der Fahrbahn, als auch auf den Gehsteigen verboten, sogar das Schieben des Rades war verboten. Es hie\u00df, die Abg\u00e4nge der Gehwege w\u00fcrden ein starkes Gef\u00e4lle aufweisen, unge\u00fcbte und unbesonnene Radfahrer k\u00f6nnten beim Abfahren die Beherrschung \u00fcber ihr Fahrrad verlieren und \u00fcber die niedrigen, die Gehwege begrenzenden Leitplanken auf die Fahrbahn geschleudert werden.<\/p>\n<p>\u00dcber die benachbarte <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reichsbr%C3%BCcke\">Reichsbr\u00fccke <\/a>zu fahren, war f\u00fcr Radler keine wirkliche Alternative. Ein holpriges Granitsteinpflaster und der dichte Autoverkehr machten die Ben\u00fctzung der Fahrbahn zu einer \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrlichen Angelegenheit. Das Fahren auf dem Gehsteig und das Schieben des Rades waren nat\u00fcrlich ebenfalls verboten.<\/p>\n<p>Anton Kleins Verb\u00fcndeter, der Naturfotograf <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/norbert-sendor-seit-1953-in-der-lobau\/\">Norbert Sendor<\/a> erinnert sich:<br \/>\n<em>\u201eVom 3. Bezirk hin\u00fcber in die Lobau sind wir davor nur mit dem Boot, mit der \u00dcberfuhr, gekommen &#8211; oder eben \u00fcber die Reichsbr\u00fccke. Wie die neue Praterbr\u00fccke fertig war, sind wir trotz Verbot dr\u00fcbergeradelt. Aber die Polizei hat Kontrollen gemacht. Klein und ich haben nie was zahlen m\u00fcssen, wir sind ihnen immer entkommen. Andere haben ein Strafmandat eingefangen und zahlen m\u00fcssen.\u201c<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Helmut-Zilk-IN-EIGENER-SACHEa.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-3945\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Helmut-Zilk-IN-EIGENER-SACHEa-300x229.jpg\" alt=\"\" width=\"340\" height=\"260\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Helmut-Zilk-IN-EIGENER-SACHEa-300x229.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Helmut-Zilk-IN-EIGENER-SACHEa-1024x783.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Helmut-Zilk-IN-EIGENER-SACHEa-768x587.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Helmut-Zilk-IN-EIGENER-SACHEa-1536x1174.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Helmut-Zilk-IN-EIGENER-SACHEa.jpg 1593w\" sizes=\"auto, (max-width: 340px) 100vw, 340px\" \/><\/a>So kam es, dass der mittlerweile als Lobausch\u00fctzer stadtbekannte Polizist Anton Klein am Sonntag, den 10. September 1972 nach nicht einmal zwei Monaten abermals bei Helmut Zilk einen Fernsehauftritt hatte \u2013 zum Thema \u201eStiefkind Radfahrer\u201c. Hier im originalen Wortlaut (leicht gek\u00fcrzt). Klein schaffte es planm\u00e4\u00dfig, die Zerst\u00f6rung der Lobau ins Spiel zu bringen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Helmut Zilk:<\/strong><br \/>\n<em>\u201eWir kommen zum ersten Sprecher von heute, Herr Anton Klein. Herr Klein ist \u2026 Darf ich sagen, was Sie von Beruf sind? Herr Klein ist Polizeibeamter und ein besonders leidenschaftlicher Radlfahrer, wie man so sch\u00f6n sagt in der \u00f6sterreichischen Sprache, und ist der Meinung, dass das Radfahren ein besonderes Stiefkind auch unserer Stadtplaner ist.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Anton Klein:<\/strong><br \/>\n<em>\u201eIn Wien werden s\u00e4mtliche vorhandenen Radwege systematisch zerst\u00f6rt. Bitte, ich verweise auf die Reichsbr\u00fccke. Und auf der anderen Seite, wo neue Verkehrswege erschlossen werden, da verbannt man v\u00f6llig den Radfahrer. Beweis: 4. Donaubr\u00fccke. Auf der einen Seite ist die Fahrbahn als Autostra\u00dfe gekennzeichnet. Sie hat nur Gehwege. Weder auf der Autostra\u00dfe, noch auf\u2018m Gehweg derf der Radlfahrer fahrn. Und er muss praktisch, wann er da dr\u00fcber will, das Radl mit der Bahn aufgeben und schaun, dass er r\u00fcberkommt. Auf der aundern Seitn ist es so, dass grad die 4. Donaubr\u00fccke die beiden klassischen Radwege bitte, den Prater auf der an Seitn, die Lobau auf der aundern Seitn, miteinander verbunden h\u00e4tte und die Leute aus den dichtbesiedelten Teilen, die rechts der Donau gelegen sind, h\u00e4tten ungef\u00e4hrdet r\u00fcberkommen, in die Lobau fahrn k\u00f6nnen, und sich dort gesund radln. Aber leider Gottes ist es so, dass die Zukunft in der Lobau nicht den Radfahrern und den Fu\u00dfg\u00e4ngern geh\u00f6rt, sondern, wie das Bundesstra\u00dfengesetz 1971 eindeutig beweist, wird die Lobau durch die Bundesstra\u00dfen A21, A22 und die Schnellstra\u00dfe S1 restlos zerst\u00f6rt werden. Und gerade im sch\u00f6nsten Teil der Lobau, dort wo heute praktisch noch Silberreiher, Graureiher und so weiter zu beobachten sind, und die Seerosen bl\u00fchen so herrlich, dortn wird praktisch die A21 durchkommen und wird restlos aus dieser Lobau mehr oder weniger alles zerst\u00f6ren, alles ruinieren, was irgendwie noch a Freude den Menschen bereitet hat. Ich m\u00f6chte daher sagen, dass das ein ausgesprochener Unfug ist.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Ende seines Statements gelingt Klein ein Husarenst\u00fcck, das ihn noch Jahre sp\u00e4ter Aufmerksamkeit sichern sollte. Er rief zu einer Kundgebung auf, zur ersten \u00f6sterreichischen Radler-Demo.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/97-1972-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-3936\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/97-1972-205x300.jpg\" alt=\"\" width=\"303\" height=\"442\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/97-1972-205x300.jpg 205w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/97-1972-701x1024.jpg 701w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/97-1972-768x1122.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/97-1972-1051x1536.jpg 1051w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/97-1972-1401x2048.jpg 1401w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/97-1972-scaled.jpg 1752w\" sizes=\"auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px\" \/><\/a>Anton Klein:<\/strong><br \/>\n<em>\u201eIch bitte Euch daher, Leutln, macht\u2019s ans, gehma miteinander, ich hab zum Beispiel erreicht durch meine Unterschriftenaktion, dass Tausende Wiener bereits unterschrieben haben gegen den Mord an der Lobau, und ich bitte Sie, machma ans, kumma n\u00e4chsten Sonntag um 14 Uhr beispielsweise, um zwei Uhr Nachmittag, bei der 4. Donaubr\u00fccke zusammen und tanma gemeinsam f\u00fcr ein sch\u00f6neres und ges\u00fcnderes Wien radeln. Und zeigma den Verantwortlichen durtn ganz eindeutig, wie viele Menschen echt an der Lobau, wie viele Menschen echt am Radlfahren und am Wandern noch in diesem herrlichen Naherholungsgebiet interessiert sind.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Helmut Zilk:<\/strong><br \/>\n<em>\u201eDankesch\u00f6n! Abgesehen, dass ihr Unterfangen offenbar ein sehr ehrenwertes ist, glaube ich, dass es nicht ein Missbrauch des Fernsehens ist, wenn wir noch einmal sagen: am Sonntag um zwei Uhr. Denn alle, die das tun, tun ja auch etwas f\u00fcr ihre k\u00f6rperliche Ert\u00fcchtigung. I schau ja sehr besch\u00e4mt zu Boden, weil ich nicht Radlfahrer bin, aber die Sympathie geh\u00f6rt Ihnen absolut!\u201c<\/em><\/p>\n<p>Am 17. September 1972 fand die angek\u00fcndigte Radler-Demo tats\u00e4chlich statt.<\/p>\n<p>Die Donaust\u00e4dter Bezirkszeitung berichtete:<br \/>\n<em>\u201eEtwa 2000 Radfahrer versammelten sich bei sch\u00f6nem Wetter um etwa 14 Uhr beim angegebenen Treffpunkt. Die Kundgebung \u2013 das Wort Demonstration war bei allen Rednern verp\u00f6nt \u2013 verlief in v\u00f6lliger Ruhe. In einer Art Hyde-Park-Diskussion forderte Anton Klein die Erschienenen auf, ihre Meinung zu Umweltschutzproblemen zu sagen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die Tageszeitungen waren dem tapferen Polizisten wohl gesonnen. \u00dcberall hie\u00df es, es seien \u201eTausende\u201c Radfahrer gekommen. Zeitzeuge Robert Kinnl, der damals als Jugendlicher mitgeradelt ist: <em>\u201eDas war mindestens um eine Zehnerpotenz zu hoch.\u201c <\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/klein-fahrraddemo-so-tangente-197-korrigiert-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-3937\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/klein-fahrraddemo-so-tangente-197-korrigiert-300x203.jpg\" alt=\"\" width=\"471\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/klein-fahrraddemo-so-tangente-197-korrigiert-300x203.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/klein-fahrraddemo-so-tangente-197-korrigiert-1024x694.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/klein-fahrraddemo-so-tangente-197-korrigiert-768x521.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/klein-fahrraddemo-so-tangente-197-korrigiert-1536x1042.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/klein-fahrraddemo-so-tangente-197-korrigiert-2048x1389.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 471px) 100vw, 471px\" \/><\/a>Und Norbert Sendor: <em>\u201eEs waren h\u00f6chstens Hunderte. Aber der Klein hat die Verantwortlichen damit so geschreckt, dass sie reagiert haben.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Anton Klein (2006):<br \/>\n<em>\u201eDa sind Tausende Radlfahrer gekommen und sind mit mir runter zum \u00d6lhafen gefahren. Da habens was gsehn. Erstens war da zu dieser Zeit grade ein Tankerunfall, jedenfalls war die Panozzalacke voller \u00d6l, und da haben die Leute dann begriffen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Wenige Tage nach dem Fernsehauftritt verfasst er einen Brief an den B\u00fcrgermeister und l\u00e4dt ihn zu einer gemeinsamen Radlpartie ein. Mitte Oktober erh\u00e4lt er eine Antwort:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>&nbsp;\u201eSehr geehrter Herr Klein! Ich habe den Herrn Stadtbaudirektor am 20. September 1972 angewiesen, die Frage der Anlage eines Radfahrerweges auf der 4. Donaubr\u00fccke zu pr\u00fcfen. Ihrer Einladung konnte ich wegen bereits eingegangener Verpflichtungen nicht Folge leisten. Ich danke Ihnen aber jedenfalls f\u00fcr Ihre Bereitschaft, mir ein Fahrrad zur Verf\u00fcgung zu stellen. Ich stimme mit Ihnen \u00fcberein, da\u00df das Radfahren gerade heute der Gesundheit der Stadtbev\u00f6lkerung f\u00f6rderlich w\u00e4re und ebenso, da\u00df daf\u00fcr nicht dichtverbaute Stadtteile, sondern vorwiegend die Randgebiete Wiens in Frage kommen. Es mu\u00df dabei aber auch ber\u00fccksichtigt werden, da\u00df in den vergangenen Jahren ein Trend vom Fahrrad und zum Kraftfahrzeug zu verzeichnen war und die seinerzeit angelegten Radwege kaum frequentiert werden. Ich darf Ihnen aber versichern, da\u00df die Stadtverwaltung eine Trendumkehr durchwegs begr\u00fc\u00dfen und auch entsprechend unterst\u00fctzen w\u00fcrde. Mit vorz\u00fcglicher Hochachtung, Felix Slavik, B\u00fcrgermeister der Bundeshauptstadt Wien, am 13. Oktober 1972\u201c<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Raddemo-korrigiert.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-3938\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Raddemo-korrigiert-300x201.jpg\" alt=\"\" width=\"410\" height=\"275\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Raddemo-korrigiert-300x201.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Raddemo-korrigiert.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 410px) 100vw, 410px\" \/><\/a>Anton Klein (2006):<br \/>\n<em>\u201eKurz darauf, eine Woche oder 14 Tage sp\u00e4ter, ist der B\u00fcrgermeister und sein Stellvertreter einmal mit dem Fahrrad ins Rathaus gefahren. Und der Zilk hat sp\u00e4ter noch, wie er B\u00fcrgermeister war, sein Fahrradl immer als Pr\u00e4sentation im Wartezimmer stehen gehabt, damit man sieht, er f\u00e4hrt mit dem Radl ins Rathaus. Wir haben also in der Hinsicht einen Umdenkprozess herbeigef\u00fchrt und f\u00fcr die Lobau nat\u00fcrlich auch erreicht ein bissl, dass der Nationalpark dann spruchreif geworden ist.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Im Umfeld der B\u00fcrgerinitiative \u201eDie Lobau darf nicht sterben!\u201c wurde ein Radfahrerkomitee (auch als Komitee f\u00fcr Umweltschutz und Gesundheitssport bezeichnet) gebildet.<\/p>\n<p>Die Leitung hatten Herbert Novotny, Norbert Sendor, Emmerich Gessl und Anton Klein. Sie skizzierten ein Manifest, dessen Vorschl\u00e4ge in vielerlei Hinsicht vision\u00e4r waren:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li>Die Obere Lobau ist zu einem Wanderer- und Radfahrerparadies umzugestalten. Daher d\u00fcrfen in dieses Gebiet keine neue Autobahnen-, Schnellstra\u00dfen und andere Autostra\u00dfen, sowie zus\u00e4tzliche Eisenbahngeleise geleitet werden. Jede Industrialisierung und Verbauung ist zu unterbinden. Die Untere Lobau ist zum Vollnaturschutzgebiet zu erkl\u00e4ren.<\/li>\n<li>S\u00e4mtliche neue Stra\u00dfen und Br\u00fccken m\u00fcssen Radwege aufweisen. Auf neu angelegten Stra\u00dfen sollen die Radwege durch Hecken- und Gr\u00fcnstreifen vom Kraftfahrzeugverkehr getrennt werden.<\/li>\n<li>Wo auf vorhandenen Stra\u00dfen, Br\u00fccken und sonstigen Verkehrsfl\u00e4chen das Anlegen von Radwegen m\u00f6glich ist, soll dies von den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden so rasch, als dies durchf\u00fchrbar ist, verwirklicht werden.<\/li>\n<li>Vorhandene Radwege sind auch w\u00e4hrend der Wintermonate f\u00fcr den Radfahrverkehr freizuhalten.<\/li>\n<li>Der Gesetzgeber muss f\u00fcr Radfahrer wirksamere Schutzbestimmungen erlassen. Wo es m\u00f6glich ist, soll der Radfahrer von allgemeinen Fahrverboten ausgenommen werden.<\/li>\n<li>F\u00fcr jeden Wiener Bezirk, der am Stadtrand liegt, soll ein mindestens 10 Kilometer langer Radweg im &#8220;Gr\u00fcnen\u201d angelegt werden.<\/li>\n<li>Da der Radsport ein Vorbeugungsmittel gegen die Zivilisationskrankheiten Herzinfarkt und Kreislaufst\u00f6rungen ist, sollen Lebensversicherungen f\u00fcr Radfahrer verbilligt werden.<\/li>\n<li>Radfahrer, die den Weg zu ihren Arbeitsst\u00e4tten statt mit dem Auto mit dem Fahrrad zur\u00fccklegen, sollen von einer hief\u00fcr vorgesehenen Institution Pr\u00e4mien oder Anerkennungen erhalten.<\/li>\n<li>Im Donaupark, im Schlosspark von Laxenburg und anderen ausschlie\u00dflich dem Fu\u00dfg\u00e4ngerverkehr vorbehaltenen gro\u00dfen Parkanlagen sollen Radwege angelegt werden. Die v\u00f6llig unbegr\u00fcndete Benachteiligung von Radfahrern auf Friedh\u00f6fen gegen\u00fcber den Autofahrern ist zu beseitigen.<\/li>\n<li>Im Bereich von Naherholungsgebieten wie Prater, Lobau, Laxenburg usw. sollen von den zust\u00e4ndigen Stellen kostenlos Leihfahrr\u00e4der zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Auch im Stadtbereich w\u00e4ren derartige Ma\u00dfnahmen angebracht.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Am 1. Oktober organisierte Anton Klein dann eine weitere Demo, diesmal mit Treffpunkt beim Handelskai. Der Aufruf zur Teilnahme ging speziell an Lehrer, Sch\u00fcler und deren Eltern:<\/p>\n<p><em>\u201eDas Kuratorium f\u00fcr Verkehrssicherheit stellte fest, dass jedes vierte Kind, das auf dem Schulweg verungl\u00fcckte, mit dem Fahrrad unterwegs war. Die meisten dieser Unf\u00e4lle k\u00f6nnten vermieden werden, wenn man endlich wieder Radwege anlegen und bessere Schutzbestimmungen f\u00fcr Radfahrer ausarbeiten w\u00fcrde.\u201c<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_3940\" aria-describedby=\"caption-attachment-3940\" style=\"width: 346px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1975-antonklein3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3940\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1975-antonklein3-300x203.jpg\" alt=\"\" width=\"346\" height=\"234\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1975-antonklein3-300x203.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1975-antonklein3-1024x692.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1975-antonklein3-768x519.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1975-antonklein3.jpg 1495w\" sizes=\"auto, (max-width: 346px) 100vw, 346px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3940\" class=\"wp-caption-text\">Fernsehinterview 1975<\/figcaption><\/figure>\n<p>Unmittelbar vor dem Heiligen Abend 1972 dann das sichtbare Ergebnis: Die Gehsteige der 4. Wiener Donaubr\u00fccke wurden f\u00fcr Radfahrer freigegeben, jedoch nicht zum Fahren, nur zum Schieben. Die Stadt lie\u00df Tafeln aufstellen, auf denen \u201eRadschieben erlaubt\u201c zu lesen war.<\/p>\n<p>Norbert Sendor: <em>\u201eDas war zwar ein Erfolg, aber es hat sich im Grunde eh keiner daran gehalten. Es sind sowieso alle gefahren.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Anton Klein war nicht nur was den Naturschutz betrifft, seiner Zeit voraus. Die neue \u00c4ra des Radfahrens sollte erst Jahrzehnte sp\u00e4ter einsetzen. In den 1970er-Jahren war gegen das Auto noch kein Kraut gewachsen. Die L\u00e4nge der Wiener Radwege reduzierte sich von 23 Kilometer im Jahr 1970 auf nur elf Kilometer im Jahr 1977.<\/p>\n<p>Am 1. April 1975 nahm Klein ein letztes Mal im Fernsehen dazu Stellung. Das Verkehrsmagazin \u201eStop!\u201c hatte sich des Themas \u201eRadfahren in Wien\u201c angenommen und an die zweieinhalb Jahre zuvor stattgefundene Radler-Demo erinnert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1975-antonklein2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-3941\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1975-antonklein2-300x203.jpg\" alt=\"\" width=\"331\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1975-antonklein2-300x203.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1975-antonklein2-1024x692.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1975-antonklein2-768x519.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1975-antonklein2.jpg 1495w\" sizes=\"auto, (max-width: 331px) 100vw, 331px\" \/><\/a>Anton Klein (vor der Tafel \u201eRadschieben erlaubt\u201c):<br \/>\n<em>\u201eUnsere Forderung hatte gelautet, dass der Radfahrer \u00fcber die Br\u00fccke fahren darf, dass ihm einer der beiden Gehwege zur Verf\u00fcgung gestellt wird. Die Gehwege werden kaum ben\u00fctzt, die Radfahrer unter uns sind au\u00dferordentlich erbost, dass diese Tafel noch immer hier steht. <\/em><\/p>\n<p><em>Der Sprung, der durch diese Tafel geht, ist symbolisch. Er zeigt auf, dass hier ein Sprung, ein Misstrauen gegen\u00fcber unserem B\u00fcrgermeister Leopold Gratz vorherrscht. Er hat uns seinerzeit versprochen, und in seinen Reden kommt es immer wieder zum Ausdruck, dass er endlich etwas f\u00fcr die Radfahrer unternehmen will. <\/em><\/p>\n<p><em>Obwohl wiederholt Briefe an ihn gerichtet wurden, hat er keinen einzigen pers\u00f6nlich beantwortet, sondern nur ausweichende Antworten geschrieben. Das zeigt uns deutlich, dass die Radfahrer das Stiefkind der Gemeinde Wien sind und sie es sicherlich, wenn nicht entsprechende Ma\u00dfnahmen gesetzt werden, weiterhin bleiben werden. Es ist der Tag vorauszurechnen, wann der letzte Radfahrer Wiens verschwunden sein wird.\u201c<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<ul>\n<li>ORF Fernsehen (1972): Stiefkind Radfahrer. In: \u201eIn eigener Sache\u201c, Publikumsdiskussion mit Helmut Zilk im Museum des 20. Jahrhunderts, Sonntag, 10. September 1972, 1. Programm, 20.00 Uhr.<\/li>\n<li>Strasser, Peter (1972): Die Radler fordern freie Fahrt auf der Donaubr\u00fccke. In: Kronen-Zeitung, September 1972<\/li>\n<li>Klein, Anton (1972): Einladung zur Kundgebung am 1. Oktober 1972 um 14 Uhr. Eigent\u00fcmer, Herausgeber, Verleger, Vervielf\u00e4ltiger: Komitee f\u00fcr Umweltschutz und Gesundheitssport, 22. September 1972<\/li>\n<li>N.N. (1972) Radfahrer \u2013 Stiefkinder des Stra\u00dfenverkehrs. In: Donaust\u00e4dter Zeitung 10\/1972<\/li>\n<li>N.N. (1972): Verbesserungsvorschl\u00e4ge f\u00fcr den Fahrradverkehr. Ausgearbeitet vom Aktionskomitee f\u00fcr &#8220;Umweltschutz und Gesundheitssport\u201d<\/li>\n<li>N.N. (1972): Das Radfahrertreffen war ein Erfolg. In: Donaust\u00e4dter Zeitung 11\/1972<\/li>\n<li>N.N. (1973): Erfolg des Verbandes f\u00fcr Umweltschutz und Gesundheitssport: Radschieben auf der 4. Donaubr\u00fccke gestattet. In: Donaust\u00e4dter Zeitung 2\/1973<\/li>\n<li>ORF Fernsehen (1975): Radfahren in Wien. In: Verkehrsmagazin \u201eStop!\u201c, Folge 13, Dienstag, 1. April 1975, 20.00 Uhr.<\/li>\n<li>Klein, Anton (2006): Audio-Aufzeichnung von Manfred Christ<\/li>\n<li>Kinnl, Robert (2017): briefliche Mitteilung (E-Mail) vom 29. M\u00e4rz 2017<\/li>\n<li>Sendor, Norbert (2020): m\u00fcndliche Mitteilung vom 16. Juni 2020 (telefonisch)<\/li>\n<li>Stadtentwicklung Wien: Historische Entwicklung des Wiener Radverkehrsnetzes. In: <a href=\"https:\/\/www.wien.gv.at\/stadtentwicklung\/projekte\/verkehrsplanung\/radwege\/historie.html\">https:\/\/www.wien.gv.at\/stadtentwicklung\/projekte\/verkehrsplanung\/radwege\/historie.html<\/a>(2020-08-17)<\/li>\n<li>Zahlen und Fakten zum Wiener Radverkehrsnetz. In: <a href=\"https:\/\/www.wien.gv.at\/verkehr\/radfahren\/radnetz\/fakten.html\">https:\/\/www.wien.gv.at\/verkehr\/radfahren\/radnetz\/fakten.html<\/a> (2020-08-17)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Fotos: Archiv Lobaumuseum, Josef Hadrigan, Herbert Schneider. Die Fotos im Fernsehstudio stammen von den Schautafeln des alten Lobaumuseums.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1972 fand in Wien unter lebhafter Begleitung der Zeitungen, des Fernsehens und der Politik die erste \u00f6sterreichische Radfahrer-Demo statt. Anlass daf\u00fcr war merkw\u00fcrdigerweise die Zerst\u00f6rung der&nbsp; Lobau. Was damals geschah und wie sehr Wien deswegen in Aufregung war, ist heute beinahe vergessen. Der streitbare Polizist und Umweltsch\u00fctzer Anton Klein, sp\u00e4ter Gr\u00fcnder des Lobaumuseums, war Initiator, Antreiber und Gallionsfigur. Hier erstmals und exklusiv eine ausf\u00fchrliche Zusammenfassung jener spannenden, beinahe aus der Erinnerung entschwundenen Ereignisse: Anfang der&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":3944,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[21,49,104],"class_list":["post-3934","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-neues-von-gestern","tag-klein","tag-sendor","tag-robert-kinnl"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3934","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3934"}],"version-history":[{"count":22,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3934\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7790,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3934\/revisions\/7790"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3944"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3934"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3934"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3934"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}