{"id":3897,"date":"2021-01-14T17:50:59","date_gmt":"2021-01-14T16:50:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/?p=3897"},"modified":"2021-05-06T17:40:02","modified_gmt":"2021-05-06T15:40:02","slug":"lobau-weiter-sinnlos-von-amts-wegen-entwaessert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/lobau-weiter-sinnlos-von-amts-wegen-entwaessert\/","title":{"rendered":"Sperrbrunnen entw\u00e4ssern die Lobau: die ganze Geschichte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mindestens zw\u00f6lf oder &#8211; je nach Sichtweise &#8211; f\u00fcnfzehn Jahre lang wurde die Lobau mit Wissen der Beh\u00f6rden sinnlos entw\u00e4ssert. Man leitete in H\u00f6he des \u00d6lhafens ebenso viel Wasser in die Donau aus, wie von oben von der Neuen Donau her m\u00fchsam zugef\u00fchrt wurde.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Es war eine verzwickte Geschichte. Sie hatte mutma\u00dflich mit Aufschieberitis zu tun, ganz sicher mit dem zwanghaften Lauf der Dinge in einem Verwaltungsapparat, mit Zust\u00e4ndigkeiten und Unzust\u00e4ndigkeiten, aber auch f\u00fchlbar mit politischer Unaufmerksamkeit, wenn nicht sogar mit Geringsch\u00e4tzung<\/strong><strong>.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Die verh\u00e4ngnisvolle Entw\u00e4sserung geschah entlang des Donau-Oder-Kanals mit Hilfe von sogenannten Sperrbrunnen, die das von Wien nat\u00fcrlich heranstr\u00f6mende Grundwasser seit 1992 abgefangen und aus der Lobau hinaus in die Donau geleitet haben. Anfangs aus gutem Grund:<\/p>\n<figure id=\"attachment_3898\" aria-describedby=\"caption-attachment-3898\" style=\"width: 443px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3898\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/tanklager_altlasten_sperrbrunnen_k-300x208.jpg\" alt=\"\" width=\"443\" height=\"307\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/tanklager_altlasten_sperrbrunnen_k-300x208.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/tanklager_altlasten_sperrbrunnen_k-200x140.jpg 200w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/tanklager_altlasten_sperrbrunnen_k.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 443px) 100vw, 443px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3898\" class=\"wp-caption-text\">Grafik: Umweltbundesamt (2013)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Denn die Sperrbrunnen wurden ab 1990 eilends errichtet, als unterhalb des Tanklagers Lobau im Grundwasser \u00d6lr\u00fcckst\u00e4nde entdeckt worden waren. Damit bestand h\u00f6chste Gefahr f\u00fcr das nur ein St\u00fcck weiter flussabw\u00e4rts gelegene Trinkwasserwerk.<\/p>\n<p>1992 wurden sie in Betrieb genommen. Von da an war das Wasserwerk vor heranstr\u00f6mendem, \u00f6lbelastetem Grundwasser gesch\u00fctzt, weil dieses nun in H\u00f6he des \u00d6lhafens rechtzeitig aus der Lobau in die Donau abgeleitet wurde.<\/p>\n<p>Seit 2009 wurden diese Sperrbrunnen entlang des Donau-Oder-Kanals jedoch nicht mehr gebraucht &#8211; weil n\u00e4mlich direkt am Rande des Tanklagers <strong>neue<\/strong>, effektivere Sperrbrunnen errichtet worden waren. Die alten Sperrbrunnen h\u00e4tte man nun im Interesse der Lobau abschalten k\u00f6nnen &#8211; was aber bis Mai 2021 nicht geschehen ist.<\/p>\n<p>Hintergrund&nbsp; der \u00d6lkatastrophe: Das Ende der 1930er-Jahre errichtete Tanklager und Raffineriegel\u00e4nde wurde im Zweiten Weltkrieg 1944-45 so heftig bombardiert, dass Unmengen von \u00d6l und Benzin in den Untergrund sickerten und dort bis heute festsitzen.<\/p>\n<p><strong>VORAUSAHNENDER GEMEINDERAT 1989<\/strong><\/p>\n<p>Im Wiener Gemeinderat findet dazu am 30. Oktober 1989 eine Diskussion statt, in der sich bereits jener Konflikt abzeichnet, der von der Stadtregierung bis heute nicht gel\u00f6st werden konnte\/wollte: der Konflikt zwischen Wasserschutz und Naturschutz.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-4218\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200113_142810-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"235\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200113_142810-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200113_142810-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200113_142810-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200113_142810-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200113_142810-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200113_142810-71x40.jpg 71w\" sizes=\"auto, (max-width: 418px) 100vw, 418px\" \/>Gemeinderat Dr. Ernst Neubert (1983 &#8211; 1991, \u00d6VP) pl\u00e4diert an diesem 30. Oktober 1989 ahnungsvoll daf\u00fcr, das Tanklager und l\u00e4ngerfristig auch das Grundwasserwerk (!) aus der Lobau abzusiedeln. Und er weist darauf hin, dass die Sperrbrunnen die Austrocknung der Lobau wohl versch\u00e4rfen w\u00fcrden. Es sei daher interessant, so Neubert, wann denn nun endlich eine k\u00fcnstliche Dotierung der Lobau mit Donauwasser funktionieren werde.<\/p>\n<p>Nach dieser Gemeinderatssitzung blieb alles mehr als 30 Jahre lang unver\u00e4ndert: Die 1992 in Betrieb gegangenen Sperrbrunnen versch\u00e4rften noch bis Fr\u00fchjahr 2021 die Austrocknung des Gebietes. Die dringend n\u00f6tige Dotierung der Unteren Lobau mit Donauwasser steht nach wie vor in den Sternen.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck ins Jahr 1990: Als Sofortma\u00dfnahme zur Ableitung des \u00f6lverschmutzten Grundwassers wird also entlang des 2. Beckens des Donau-Oder-Kanals und in dessen Verl\u00e4ngerung bis Gro\u00df-Enzersdorf eine 1,8 Kilometer lange Reihe von 16 Sperrbrunnen errichtet.<\/p>\n<p><strong>OBEN HINEIN, UNTEN GLEICH WIEDER HINAUS<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Im April 1992 finden erste Tests statt: 210 Liter Grundwasser pro Sekunde werden in den \u00d6lhafen ausgeleitet. F\u00fcr die volle Sperrwirkung, so hei\u00dft es von Seiten der MA 31 Wasserwerke, w\u00fcrden wohl 160 Liter pro Sekunde ausreichen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/dotationsmengen_01-014a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-4258\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/dotationsmengen_01-014a-300x191.jpg\" alt=\"\" width=\"457\" height=\"291\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/dotationsmengen_01-014a-300x191.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/dotationsmengen_01-014a-768x488.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/dotationsmengen_01-014a-174x111.jpg 174w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/dotationsmengen_01-014a.jpg 843w\" sizes=\"auto, (max-width: 457px) 100vw, 457px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zum Vergleich: \u00dcber die Wasserzuleitung via Alte\/Neue Donau &#8211; M\u00fchlwasser wurden bis 2014 maximal 6,2 Millionen Kubikmeter Wasser&nbsp; pro Jahr in Richtung der vertrocknenden und verlandenden Lobau geleitet.<\/p>\n<p>Seither und in den meisten Jahren waren es jedoch viel weniger: Wir sch\u00e4tzen sehr vorsichtig im Normalfall rund vier Millionen Kubikmeter pro Jahr. Das erg\u00e4be einen rechnerischen Schnitt von etwa 130 Litern pro Sekunde. Dagegen steht die Ausleitung der Sperrbrunnen von etwa 160 Litern pro Sekunde. Keine Frage: Das konnte der Lobau einfach nicht guttun.<\/p>\n<p>Zusammengefasst bedeutete es, dass die Menge an Oberfl\u00e4chenwasser, die von flussaufw\u00e4rts m\u00fchsam in die Obere Lobau hinein geleitet wird, mit Hilfe dieser Sperrbrunnen in H\u00f6he \u00d6lhafen wieder schnurstracks hinaus in die Donau geflossen ist.<\/p>\n<p>Diese massive Entsorgung des Grundwassers beginnt im April 1992. Die Sperrbrunnen wurden etst im Mai 2021 au\u00dfer Betrieb genommen, obwohl sie seit sp\u00e4testens 2009 de facto und de jure nicht mehr notwendig waren.<\/p>\n<p><strong>NEUE SPERRBRUNNEN, ABER NIEMAND SCHERTE SICH UM DEN NATIONALPARK<\/strong><\/p>\n<p>Und das kam so: In den Jahren 2003 und 2004 werden unmittelbar am Rand des Tanklagers sieben <strong>neue<\/strong> Sperrbrunnen errichtet &#8211; in Kombination mit einer tief hinabreichenden, unterirdischen Dichtwand. Beides zusammen soll den \u00f6lverseuchten Untergrund nun wesentlich verl\u00e4sslicher und damit endg\u00fcltig von seiner Umgebung abriegeln.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-3777 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20200113_141946-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"433\" height=\"244\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20200113_141946-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20200113_141946-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20200113_141946-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20200113_141946-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20200113_141946-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20200113_141946-71x40.jpg 71w\" sizes=\"auto, (max-width: 433px) 100vw, 433px\" \/>In den ersten Betriebsjahren der brandneuen Sperrbrunnen zeigen Wasseranalysen noch Belastungen mit Mineral\u00f6l-Kohlenwasserstoffen. Ab Ende 2006 liegt dann die Konzentration erfreulicherweise eindeutig unter der Bestimmungsgrenze.<\/p>\n<p>In den Jahren 2008 &#8211; 2009 wird die Anlage trotz des Erfolges um einen zus\u00e4tzlichen Sperrbrunnen erweitert.<\/p>\n<p>Er wird &#8211; vermutlich &#8220;zur Sicherheit&#8221; &#8211; in die N\u00e4he des Hafenbeckens im Bereich der neuen Abwasserreinigungsanlage gebaut: Das von den Sperrbrunnen aufgefangene Grundwasser muss n\u00e4mlich in einem Schlamm-Sammelbecken, sowie mit Hilfe von Mineral\u00f6l-Abscheidern und Aktivkohle-Filtern gereinigt werden, ehe es am Ende in den \u00d6lhafen flie\u00dfen darf.<\/p>\n<p>Ab 2006 sind also im Grundwasser flussabw\u00e4rts des Tanklagers keinerlei Mineral\u00f6lr\u00fcckst\u00e4nde mehr zu finden. Nimmt man es besonders genau, dann ist das allersp\u00e4testens ab 2009 nicht mehr der Fall. Dem Lobau-Grundwasser droht keine Gefahr mehr.<\/p>\n<p>Das Umweltbundesamt best\u00e4tigt uns diesen Sachverhalt: &#8220;<em>Diese Brunnenreihe &#8230; hat seit Fertigstellung der Umschlie\u00dfung der Altlast inkl. dessen eigener Sperrbrunnenreihe keine Relevanz f\u00fcr die Sicherung der Altlast.<\/em>&#8221;<\/p>\n<p>Nun sollte man annehmen, dass die Stadt Wien, angesichts der verheerenden Verlandung und Austrocknung der Lobau ab diesem Zeitpunkt keinen Tag verstreichen l\u00e4sst, um die nun augenscheinlich unn\u00f6tigen alten Sperrbrunnen entlang des Donau-Oder-Kanals wieder abzustellen. Aber es geschieht nichts und niemand verliert dar\u00fcber ein Wort.<\/p>\n<p>Ein paar stille Jahre vergehen, ehe im <span><a href=\"https:\/\/www.altlasten.gv.at\/atlas\/verzeichnis\/Wien\/Wien-W12.html\">April 2013 im \u00f6sterreichischen Altlastenverzeichnis<\/a><\/span> als Ergebnis der Errichtung der neuen Sperrbrunnenreihe rund um das Tanklager ganz offiziell festgehalten wird: <em>\u201eDie Altlast &#8220;Tanklager Lobau&#8221; kann als gesichert beurteilt werden.\u201c <\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-4233\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Einlauf-MITTE-3_Moment-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"414\" height=\"233\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Einlauf-MITTE-3_Moment-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Einlauf-MITTE-3_Moment-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Einlauf-MITTE-3_Moment-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Einlauf-MITTE-3_Moment-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Einlauf-MITTE-3_Moment-71x40.jpg 71w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Einlauf-MITTE-3_Moment.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 414px) 100vw, 414px\" \/><\/p>\n<p>Von einer Au\u00dferbetriebnahme der alten, seit 2006 bzw. sp\u00e4testens 2009 unn\u00f6tigen Sperrbrunnenreihe am Donau-Oder-Kanal ist hier nat\u00fcrlich nicht die Rede. F\u00fcr das Umweltbundesamt galt der Fall mit Fug und Recht als abgeschlossen: <em>&#8220;\u00dcber den aktuellen bzw. auch einen geplanten weiteren Betrieb oder die Einstellung der alten Brunnen haben wir dementsprechend keine weitere Kenntnis.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>In der Folge geraten die nutzlosen Sperrbrunnen der Wiener Wasserwerke und ihr offenkundiger Schaden f\u00fcr das \u00d6kosystem des Nationalparks in Vergessenheit.<\/p>\n<p><strong>DIE UNENDLICHE AUSSERBETRIEBNAHME<\/strong><\/p>\n<p>Erst im November 2018 kommt die Angelegenheit \u00fcberraschend wieder zur Sprache. Bei der Vorstellung des neuen Nationalpark-Managementplans in Orth an der Donau hei\u00dft es, die Wasserwerke w\u00fcrden daran arbeiten, \u201e<em>den alten wasserrechtlichen Bescheid, der dieser Sperrbrunnenreihe zugrunde liegt, ung\u00fcltig zu machen, damit sie au\u00dfer Betrieb gesetzt werden k\u00f6nnen.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>Es waren bis dahin zwar je nach Betrachtung bereits neun oder sogar zw\u00f6lf Jahre vergangen, in denen der Lobau sinnlos gro\u00dfe Mengen von Grundwasser abgezapft wurden, aber jetzt &#8211; so konnte man annehmen &#8211; w\u00fcrde endlich etwas dagegen unternommen werden.<\/p>\n<p>Sechs Monate sp\u00e4ter:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die MA 31 &#8220;Wiener Wasser&#8221; teilt am 4. Juni 2019 auf Anfrage mit, die Abteilung w\u00fcrde &#8220;<em>aktuell die R\u00fcckgabe des Wasserrechtes f\u00fcr die Sperrbrunnen Lobau&#8221; <\/em>betreiben. F\u00fcr die Einreichung bei der Wasserrechtsbeh\u00f6rde sei <em>&#8220;die Ausarbeitung der betrieblichen und technischen Ma\u00dfnahmen notwendig&#8221;. <\/em>Nach dieser Ausarbeitung werde das Projekt dann bei der Wasserrechtsbeh\u00f6rde eingereicht.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Zur Erl\u00e4uterung: Die MA 31 &#8220;Wiener Wasser&#8221; muss die Au\u00dferbetriebnahme der Sperrbrunnen bei der obersten Wasserrechtsbeh\u00f6rde der Republik im Bundesministerium f\u00fcr Landwirtschaft, Regionen und Tourismus einreichen. Die Zust\u00e4ndigkeit des Ministeriums ergibt sich wohl aus \u00a7 100 Abs. 1 Ziffer f Wasserrechtsgesetz: \u201d \u2026 f\u00fcr Wasserversorgungsanlagen eines Versorgungsgebietes von mehr als 1 000 000 Einwohnern \u2026\u201c.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4246\" aria-describedby=\"caption-attachment-4246\" style=\"width: 299px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4246\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Einlaufbauwerk-Hafen-neu-223x300.jpg\" alt=\"\" width=\"299\" height=\"402\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Einlaufbauwerk-Hafen-neu-223x300.jpg 223w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Einlaufbauwerk-Hafen-neu-760x1024.jpg 760w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Einlaufbauwerk-Hafen-neu-768x1035.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Einlaufbauwerk-Hafen-neu.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 299px) 100vw, 299px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4246\" class=\"wp-caption-text\">Grafik: Umweltbundesamt (2013)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Weitere drei Monate sp\u00e4ter:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Umweltstadtr\u00e4tin Ulli Sima antwortet der \u00d6VP Donaustadt am 11. September 2019 auf die Frage, wann denn nun endlich die alten Sperrbrunnen abgeschaltet w\u00fcrden: <em>&#8220;Dazu werden Gespr\u00e4che mit der obersten Wasserrechtsbeh\u00f6rde gef\u00fchrt.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Weitere neun Monate sp\u00e4ter:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am 29. Juni 2020 teilt uns die MA 31 &#8220;Wiener Wasser&#8221; mit, dass das Wasserrechtsverfahren f\u00fcr die Au\u00dferbetriebnahme der Sperrbrunnenreihe &#8220;eingeleitet&#8221; wurde. Und: &#8220;<em>Im Zuge dieses Verfahrens, sind weitere Ma\u00dfnahmen und Untersuchungen erforderlich. <\/em><em>Die Dauer dieses Verfahrens ist unsererseits noch nicht absch\u00e4tzbar.&#8221;<\/em><\/p>\n<p><strong>ZUR SICHERHEIT GANZ SICHER GEHEN<\/strong><\/p>\n<p>Am 1. September 2020 findet eine Sitzung des Umweltausschusses der Bezirksvertretung des 22. Wiener Gemeindebezirks statt. Auf eine Anfrage der Gr\u00fcnen, wieso denn das Abschalten der unn\u00f6tigen Sperrbrunnen so lange dauern w\u00fcrde, antwortet ein Vertreter der Stadt lapidar, dass man da halt ganz sicher gehen wollte.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Zur Erinnerung: Ab 2006 haben die neuen Sperrbrunnen bereits nachweislich funktioniert, 2009 wurde trotzdem noch eine zus\u00e4tzliche Sicherung eingezogen, 2013 wurde amtlich und ausf\u00fchrlich best\u00e4tigt, dass alles in Butter sei.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Die Stadt hat somit sieben Jahre abgewartet, um &#8220;ganz sicher sein&#8221;, obwohl sie 2006 schon ganz sicher war, 2009 noch sicherer war und dies nach einer weiteren Sicherheitspause von vier Jahren schlie\u00dflich \u00f6ffentlich best\u00e4tigt hat. Es hat demnach sieben weitere Jahre gedauert, um &#8220;ganz sicher&#8221; zu gehen, nachdem man 2013 bereits offiziell ganz sicher war.<\/strong><\/p>\n<p>Was sich ab Dezember 2020 getan hat:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am 5. Dezember 2020 ver\u00f6ffentlicht <a href=\"https:\/\/grossenzersdorf.gruene.at\/andy-vanek\"><span>Andreas Vanek<\/span><\/a> (Gr\u00fcne), Umweltstadtrat von Gro\u00df-Enzersdorf, auf Facebook das Ergebnis seiner Recherchen bei der obersten Wasserechtsbeh\u00f6rde nach dem Stand des Verfahrens zur Au\u00dferbetriebnahme der Sperrbrunnen. Das Verfahren, so schreibt Vanek, verz\u00f6gerte sich, weil ein Amtssachverst\u00e4ndiger umfassende Beweissicherung verlangen w\u00fcrde. Es m\u00fcssten &#8220;<em>alle m\u00f6glichen Messdaten vom jetzigen Zustand<\/em>&#8221; erhoben werden, <em>&#8220;um <span class=\"d2edcug0 hpfvmrgz qv66sw1b c1et5uql rrkovp55 a8c37x1j keod5gw0 nxhoafnm aigsh9s9 d3f4x2em fe6kdd0r mau55g9w c8b282yb iv3no6db jq4qci2q a3bd9o3v knj5qynh oo9gr5id hzawbc8m\" dir=\"auto\">sie dann mit den Auswirkungen der Abschaltungen vergleichen zu k\u00f6nnen.&#8221;<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><span class=\"d2edcug0 hpfvmrgz qv66sw1b c1et5uql rrkovp55 a8c37x1j keod5gw0 nxhoafnm aigsh9s9 d3f4x2em fe6kdd0r mau55g9w c8b282yb iv3no6db jq4qci2q a3bd9o3v knj5qynh oo9gr5id hzawbc8m\" dir=\"auto\">Am 11. J\u00e4nner 2021 erf\u00e4hrt die Donaust\u00e4dter Bezirksr\u00e4tin <a href=\"https:\/\/donaustadt.gruene.at\/christa-staudinger\"><span>Christa Staudinger<\/span> <\/a>(Gr\u00fcne), dass die bislang gewisserma\u00dfen unbeteiligte oberste Wasserrechtsbeh\u00f6rde den &#8220;vollst\u00e4ndigen Antrag&#8221; der MA 31 &#8220;Wiener Wasser&#8221; erst im Herbst 2020 erhalten habe, das Verfahren also erst im Herbst 2020 ordnungsgem\u00e4\u00df eingeleitet werden konnte. \u00dcber das Ende des Verfahrens k\u00f6nne man leider keine Auskunft geben, da nicht bekannt sei, ob eventuell noch Einspr\u00fcche get\u00e4tigt w\u00fcrden.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am 25. J\u00e4nner 2021 wird im Mittagsmagazin von Radio Nieder\u00f6sterreich im Beitrag \u201eProblematische Wasserentnahme in der Lobau\u201c folgendes Statement des Bundesministeriums zitiert:<br \/>\n<em>\u201eDa bisher zur Funktionsf\u00e4higkeit der Sicherungsma\u00dfnahmen im Bereich der Altlast Tanklager Lobau kein gesicherter Nachweis gegeben ist, wurde im fachlichen Gutachten gefordert, die Au\u00dferbetriebnahme der Sperrbrunnenreihe Lobau durch ein Monitoring zu begleiten. Derzeit ist die Stadt Wien aufgefordert, zum fachlichen Gutachten Stellung zu nehmen.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am 28. J\u00e4nner 2021 bringt Gemeinderat <a href=\"https:\/\/www.meineabgeordneten.at\/Abgeordnete\/anton.mahdalik\"><span>Anton Mahdalik<\/span><\/a> (FP\u00d6) im Rahmen einer Gemeinderatssitzung einen Antrag gegen eine \u201eVersteppung der Lobau\u201c ein. Er fordert die Stadtregierung auf, sich \u201emit dem Landwirtschaftsministerium in Verbindung zu setzen und geeignete Schritte einzuleiten, um das Wasserabpumpen im genannten Gebiet zu beenden und die Au\u00dferbetriebnahme der Sperrbrunnenreihe Lobau durch ein Monitoring zu begleiten\u201c.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am 4. Februar 2021 stellt die Abteilung I\/1 &#8211; Wasserrechtlicher Vollzug des Bundesministerium Landwirtschaft, Regionen und Tourismus in einem Schreiben fest: &#8220;<em>Das Bundesministerium \u2026 ist sehr bem\u00fcht, einen raschen Abschluss des gegenst\u00e4ndlichen Verfahrens herbeizuf\u00fchren. Dar\u00fcber hinaus ist das Bundesministerium \u2026 aber auch verpflichtet, den Verfahrensgegenstand, n\u00e4mlich die ausreichende Sicherung der Grundwasserqualit\u00e4t f\u00fcr eine \u00f6ffentliche Trinkwasserversorgungsanlage, sorgf\u00e4ltig zu pr\u00fcfen sowie alle Verfahrensrechte entsprechend zu wahren.<\/em>&#8220;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ein Lokalaugenschein am 10. M\u00e4rz 2021 zeigt, dass die Sperrbrunnen nach wie vor in Betrieb sind und somit nach wie vor massiv Wasser aus der Lobau in den \u00d6lhafen gepumpt wird. Sarkastischer Kommentar eines Kollegen: &#8220;<em>Die gute Nachricht: Es gibt in der Lobau noch immer so viel Grundwasser, dass man es auspumpen kann.<\/em>&#8220;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">11. M\u00e4rz 2021: Die Donaust\u00e4dter Bezirksr\u00e4tin <span><a href=\"https:\/\/donaustadt.gruene.at\/christa-staudinger\">Christa Staudinger<\/a><\/span> (Gr\u00fcne) erh\u00e4lt vom Ministerium die telefonische Auskunft, dass die Abschaltung der Sperrbrunnen nun positiv erledigt sei. Bis zur tats\u00e4chlichen Abschaltung w\u00fcrde es allerdings noch ein wenig dauern, denn es g\u00e4be noch Einspruchsrechte. In vier Wochen w\u00fcrde man aber damit rechnen k\u00f6nnen, dass die Wasserausleitung in den \u00d6lhafen gestoppt werde.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">17. M\u00e4rz 2021: Ein besorgter Gro\u00df-Enzersdorfer B\u00fcrger erh\u00e4lt von der MA 31 Wiener Wasser die schriftliche Auskunft, dass die Sperrbrunnen nun ab Mai 2021 befristet auf f\u00fcnf Jahre au\u00dfer Betrieb genommen werden w\u00fcrden und die Stadt Wien in den n\u00e4chsten Jahren nachweisen m\u00fcsste, dass <em>&#8220;die Sicherungsma\u00dfnahmen beim Tanklager Lobau ausreichend f\u00fcr den Schutz des Grundwassers seien.&#8221;<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">6. Mai 2021: Auf einem uns zugeschickten Foto ist eindeutig zu erkennen, dass beim Auslass der Sperrbrunnen in den \u00d6lhafen kein Wasser mehr rinnt. Mittlerweile sind 15 Jahre vergangen.<\/p>\n<p><strong>NOCH EINMAL ZUM MITSCHREIBEN:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Ab Ende 2006 sind die neuen Sperrbrunnen nachweislich wirksam, ab 2009 laut Umweltbundesamt doppelt gesichert wirksam. Die alten waren somit unn\u00f6tig.<\/li>\n<li>Erst neun Jahre sp\u00e4ter, im Jahr 2018, gehen die Wiener Wasserwerke (MA 31) daran, den alten wasserrechtlichen Bescheid, der dieser Sperrbrunnenreihe zugrunde liegt, zu stornieren, um sie au\u00dfer Betrieb setzen zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Erst weitere zwei Jahre sp\u00e4ter, im Herbst 2020, landet der vollst\u00e4ndige Antrag der MA 31 zur Weiterbearbeitung bei der obersten Wasserrechtsbeh\u00f6rde im daf\u00fcr zust\u00e4ndigen Bundesministerium.<\/li>\n<li>Im Mai 2021 kommt es endlich zur Abschaltung &#8211; allerdings befristet auf f\u00fcnf Jahre. Vermutlich um nachzusehen, ob das, was das Umweltbundesamt schon 2009 zweifellos festgestellt hat, auch \u00fcberhaupt wahr ist und vor allem ganz wirklich.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Aber vermutlich sehen wir das alles viel zu streng.<\/strong><\/p>\n<p><em>Recherchen: Robert Poth \/ Manfred Christ \/ Hans A. Schmid<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<ul>\n<li>Brunner, Robert (1995): Konzept f\u00fcr den Nationalpark Donau-Auen. Bericht \u00fcber die Planungsarbeiten 1991 \u2013 1993. In: Blaue Reihe des Bundesministeriums f\u00fcr Umwelt S.322<\/li>\n<li>N.N. (2004): Wien Lobau \u2013 Tanklager. In: Medien\u00fcbergreifende Umweltkontrolle in ausgew\u00e4hlten Gebieten, Umweltbundesamt Monographien M-168, S. 566 ff<\/li>\n<li>D\u00f6rrie, Timo (2013): Altlast W 12 &#8220;Tanklager Lobau&#8221; &#8211; Beurteilung der Sicherungsma\u00dfnahmen (\u00a7 14 Altlastensanierungsgesetz. Umweltbundesamt (2. April 2013)<\/li>\n<li>Wasserrechtliche Bewilligung der Magistratsabteilung 58 \u2013 Wasserrecht zur Dotation der Oberen Lobau mit Wasser aus der Neuen und der Alten Donau (14. M\u00e4rz 2017) zum Antrag der MA 45 Wiener Gew\u00e4sser \u201eDotation Obere Lobau: \u00c4nderung des bestehenden Wasserrechts\u201c (Dezember 2016)<\/li>\n<li>\n<div class=\"rk-content-date\"><a href=\"https:\/\/www.wien.gv.at\/presse\/2021\/01\/28\/4-wiener-gemeinderat-11\"><span>Rathauskorrespondenz vom 28.01.2021<\/span><\/a> (4. Wiener Gemeinderat)<\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mindestens zw\u00f6lf oder &#8211; je nach Sichtweise &#8211; f\u00fcnfzehn Jahre lang wurde die Lobau mit Wissen der Beh\u00f6rden sinnlos entw\u00e4ssert. Man leitete in H\u00f6he des \u00d6lhafens ebenso viel Wasser in die Donau aus, wie von oben von der Neuen Donau her m\u00fchsam zugef\u00fchrt wurde. Es war eine verzwickte Geschichte. Sie hatte mutma\u00dflich mit Aufschieberitis zu tun, ganz sicher mit dem zwanghaften Lauf der Dinge in einem Verwaltungsapparat, mit Zust\u00e4ndigkeiten und Unzust\u00e4ndigkeiten, aber auch f\u00fchlbar mit&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":4231,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[158],"tags":[77,108,126,102,147,154,103,98],"class_list":["post-3897","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-rettet-die-lobau","tag-dotation","tag-gross-enzersdorf","tag-grundwasser","tag-oelhafen","tag-robert-poth","tag-sperrbrunnen","tag-tanklager","tag-trinkwasserwerk"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3897","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3897"}],"version-history":[{"count":79,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3897\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4512,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3897\/revisions\/4512"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4231"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3897"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3897"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3897"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}