{"id":3623,"date":"2020-05-04T20:12:59","date_gmt":"2020-05-04T18:12:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/?p=3623"},"modified":"2020-05-18T09:20:41","modified_gmt":"2020-05-18T07:20:41","slug":"gerhard-neuhold-mein-zweites-leben-fuer-die-obere-lobau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/gerhard-neuhold-mein-zweites-leben-fuer-die-obere-lobau\/","title":{"rendered":"Gerhard Neuhold: mein zweites Leben f\u00fcr die Obere Lobau"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Wiener Gerhard Neuhold, dessen Familie aus K\u00e4rnten stammt, beobachtet seit dem Jahr 2010 die Obere Lobau genauer und intensiver als jeder andere. Mehrmals pro Woche zieht er mit Rucksack, Fernglas und Fotoapparat in das Gebiet zwischen Biberhaufenweg, Dechantlacke, Panozza-Lacke, Saltenstra\u00dfe und Tischwasser. Mittlerweile scheint er hier die Wildtiere ebenso so gut zu kennen, wie die Wildtiere ihn. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Seine Beobachtungen teilt er mit der Forstverwaltung, mit BirdLife und mit den Mitarbeitern des Naturhistorischen Museums. Wie es dazu kam, ist eine wahrhaft schicksalhafte Geschichte. In eigenen Worten:<\/strong><\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-3625 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Neuhold-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"475\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Neuhold-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Neuhold-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Neuhold-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Neuhold-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Neuhold-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Neuhold-71x40.jpg 71w\" sizes=\"auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px\" \/>\u201eAm 1. August 2004 hatte ich R\u00fccken- und Kopfschmerzen. Am n\u00e4chsten Tag ging ich trotzdem zur Arbeit. Meine Lebensgef\u00e4hrtin Ulli und ich hatten damals eine Sanierungsfirma und viel zu viel Stress.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><em>Zwei Tage sp\u00e4ter wurden meine Schmerzen so schlimm, dass ich ins AKH ging. Ergebnis: ein Aneurysma im Kopf geplatzt (Anm.: krankhafte Erweiterung einer Arterie), Operation, Intensivstation, zwei Schlaganf\u00e4lle, globale Aphasie (Anm.: schwerste St\u00f6rungen bei Sprachverst\u00e4ndnis und Sprachproduktion), acht Wochen Neurologisches Rehabilitationszentrum Rosenh\u00fcgel. <\/em><\/p>\n<p><em>Danach in einer Selbsthilfegruppe f\u00fcr Aphasiker m\u00fchsam die Sprache wiedergewonnen. Dann, eines Tages, kam es mit ein paar netten Freunden aus der Gruppe zu einer Wanderung in die Obere Lobau. <\/em><\/p>\n<p><em>Dort bin ich \u201epicken geblieben\u201c und hatte mit einem Mal die Gelegenheit, Tag f\u00fcr Tag Spannendes und Interessantes beobachten zu k\u00f6nnen, viele nette, neue Menschen kennenzulernen und ein bisschen mitzuhelfen, die sch\u00f6ne Natur zu sch\u00fctzen. <\/em><em>Heute sage ich: Danke Aneurysma! Ohne diesen Schicksalsschlag h\u00e4tte ich kein zweites Leben und dies alles nie erfahren d\u00fcrfen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fotos: Robert Eichert, Manfred Christ<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Wiener Gerhard Neuhold, dessen Familie aus K\u00e4rnten stammt, beobachtet seit dem Jahr 2010 die Obere Lobau genauer und intensiver als jeder andere. Mehrmals pro Woche zieht er mit Rucksack, Fernglas und Fotoapparat in das Gebiet zwischen Biberhaufenweg, Dechantlacke, Panozza-Lacke, Saltenstra\u00dfe und Tischwasser. 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