{"id":3601,"date":"2020-04-30T08:02:37","date_gmt":"2020-04-30T06:02:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/?p=3601"},"modified":"2020-05-27T20:50:48","modified_gmt":"2020-05-27T18:50:48","slug":"zierliche-tellerschnecke-erhaltungszustand-unguenstig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/zierliche-tellerschnecke-erhaltungszustand-unguenstig\/","title":{"rendered":"Zierliche Tellerschnecke: Erhaltungszustand ung\u00fcnstig"},"content":{"rendered":"<p><strong>Es sind nicht nur die gro\u00dfen Tiere, auf die es in einem Nationalpark ankommt. Es ist die au\u00dfergew\u00f6hnliche Vielfalt, die z\u00e4hlt, von den Hirschen bis zu den Muscheln und Schnecken. Sie alle verdienen hohe Aufmerksamkeit.<\/strong><\/p>\n<p>Die Zierliche Tellerschnecke, eine Wasserschnecke, die wohl noch keinem normalen Spazierg\u00e4nger ins Auge gestochen ist, war in den vergangenen Jahren zwei Mal Gegenstand einer wissenschaftlichen Untersuchung.<\/p>\n<p>Im Auftrag der Wiener Umweltschutzabteilung \u2013 MA 22 sollten ihr Bestand und ihre Verbreitung erhoben werden. <span><a href=\"https:\/\/www.nhm-wien.ac.at\/michael_duda\">Michael Duda<\/a><\/span>, ein Schneckenspezialist des Naturhistorischen Museums, hat die Zierliche Tellerschnecke im Nationalpark Donauauen im Jahr 2013 im Gothenwasser, in der M\u00fchlleitner Furth und an der G\u00e4nshaufentraverse nachgewiesen. Den Erhaltungszustand bezeichnete er als \u201egut\u201c.<\/p>\n<p>Im Jahr 2018 hat er die Fundorte erneut besucht und auch in anderen potenziell geeigneten Gew\u00e4ssern nach der Schnecke&nbsp; gesucht. Ergebnis: An drei von f\u00fcnf untersuchten Standorten konnte die Zierliche Tellerschnecke gefunden werden, einer davon war neu.<\/p>\n<p>Allerdings: Im Bereich der G\u00e4nshaufentraverse war die Zierliche Tellerschnecke verschwunden. Und nachdem im selben Jahr die M\u00fchlleitner Furth und das Gothenwasser \u201e<em>aufgrund der ausgepr\u00e4gten Trockenheit<\/em>\u201c zeitweise komplett ohne Wasser waren, \u00e4nderte Michael Duda seine Einsch\u00e4tzung des Erhaltungszustandes der Best\u00e4nde der Zierlichen Tellerschnecke von \u201egut\u201c auf \u201eeher ung\u00fcnstig\u201c.<\/p>\n<p>Gegebenenfalls, so hofft er, bef\u00e4nden sich noch \u201e<em>Restbest\u00e4nde von mehreren hundert Exemplaren zumindest im Bodenschlamm bzw. in den Schilfbereichen der Gew\u00e4sser<\/em>\u201c.<\/p>\n<p>Eine sichere Aussage \u00fcber den Ist-Zustand und die Zukunft der Schnecke, so hei\u00dft es, sei gegenw\u00e4rtig nicht m\u00f6glich, da unklar sei, \u201e<em>wie sich die hydrologische Situation in der Unteren Lobau weiter entwickelt.<\/em>\u201c (\u00dcbersetzt: ob die Austrocknung weiter fortschreitet.)<\/p>\n<p>Quelle: Wiener Naturschutzbericht 2018<\/p>\n<p><em>Foto: Michael Duda<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es sind nicht nur die gro\u00dfen Tiere, auf die es in einem Nationalpark ankommt. Es ist die au\u00dfergew\u00f6hnliche Vielfalt, die z\u00e4hlt, von den Hirschen bis zu den Muscheln und Schnecken. Sie alle verdienen hohe Aufmerksamkeit. Die Zierliche Tellerschnecke, eine Wasserschnecke, die wohl noch keinem normalen Spazierg\u00e4nger ins Auge gestochen ist, war in den vergangenen Jahren zwei Mal Gegenstand einer wissenschaftlichen Untersuchung. Im Auftrag der Wiener Umweltschutzabteilung \u2013 MA 22 sollten ihr Bestand und ihre Verbreitung&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":3602,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3601","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3601","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3601"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3601\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3606,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3601\/revisions\/3606"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3602"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3601"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3601"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3601"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}