{"id":3414,"date":"2020-03-16T13:49:02","date_gmt":"2020-03-16T12:49:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/?p=3414"},"modified":"2020-04-07T20:21:53","modified_gmt":"2020-04-07T18:21:53","slug":"der-hundsfisch-eine-fabelhafte-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/der-hundsfisch-eine-fabelhafte-geschichte\/","title":{"rendered":"Der Hundsfisch &#8211; eine fabelhafte Geschichte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Gr\u00fcnder des Lobaumuseums, Anton Klein, war von Kindheit an begeisterter Aquarienliebhaber und Fischz\u00fcchter. Zu den vom Aussterben bedrohten, seltsamen \u201eEurop\u00e4ischen Hundsfischen\u201c \u2013 einem Juwel des Nationalparks Donau-Auen &#8211; hatte er ein besonderes Verh\u00e4ltnis. Es war eine lebenslange, und wie sich nun herausgestellt hat, \u00fcber weite Strecken recht dubiose Aff\u00e4re. <\/strong><\/p>\n<p>Dass Klein beim Vorkommen jener Hundsfische, die in den Donau-Auen unterhalb von Wien leben, seinerzeit seine Finger im Spiel gehabt h\u00e4tte, ja, dass er selbst es gewesen sein k\u00f6nnte, der sie in grauer Vergangenheit hier ausgesetzt hat, gilt unter Zoologen und Natursch\u00fctzern seit Jahrzehnten nahezu als Allgemeinwissen.<\/p>\n<p>Wir haben herausgefunden, wie die Geschichte in Wahrheit verlaufen ist.<\/p>\n<p>Klein hatte bei den Nationalpark-Hundsfischen zwar sehr wohl die Finger im Spiel, allerdings nicht so, wie er es gerne zum Besten gegeben hat. Seine Darstellung war, wie so manches in Anton Kleins Erinnerungen, in gewisser Weise k\u00fcnstlerisch ausgestaltet und erfinderisch verziert.<\/p>\n<p>Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit \u2013 und die Geschichte der Hundsfische in den Donau-Auen beinahe ein Roman:<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-3416 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/4.3.2010-034-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"468\" height=\"264\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/4.3.2010-034-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/4.3.2010-034-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/4.3.2010-034-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/4.3.2010-034-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/4.3.2010-034-71x40.jpg 71w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/4.3.2010-034.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 468px) 100vw, 468px\" \/>DER SCHATTENFISCH<\/strong><\/p>\n<p>Der Hundsfisch (<em>Umbra krameri<\/em>) ist wahrlich der seltsamste unter allen heimischen Fischen. Er wird gerade einmal dreizehn Zentimeter gro\u00df, ist von keinerlei wirtschaftlicher Bedeutung und ist mit keiner anderen Fischart verwandt, nur weit entfernt mit dem Hecht.<\/p>\n<p>Der Gattungsname \u201e<em>Umbra<\/em>\u201c (lateinisch \u201eSchatten\u201c) kommt nicht von ungef\u00e4hr: Der Hundsfisch ist fl\u00fcchtig wie ein Schatten und schafft es selbst in kleinsten Teichen, sich auf wunderbare Weise unsichtbar zu machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als die Hundsfische bei uns noch so h\u00e4ufig waren, dass man sie angeblich an die Schweine verf\u00fctterte, waren sie im gesamten pannonischen Raum anzutreffen \u2013 im Gebiet des Neusiedlersees und des Plattensees, auch s\u00fcdlich und s\u00fcd\u00f6stlich von Wien. Was die \u00f6sterreichischen Donauauen betrifft, gibt es nur sehr allgemeine Hinweise \u2013 ohne genau Ortsangaben \u2013 aus dem 18. (!) Jahrhundert. Der erste definitive Nachweis f\u00fcr diesen Lebensraum stammt von 1975 aus Orth an der Donau. Das pr\u00e4parierte Exemplar liegt im Naturhistorischen Museum.<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-3430 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Anton-Klein-Kindheit-a-205x300.jpg\" alt=\"\" width=\"186\" height=\"271\">DER KLEINE TONI<\/strong><\/p>\n<p>Die Erz\u00e4hlung von Anton Klein und seinen Hundsfischen beginnt Anfang der 1930er-Jahre, als der kleine Toni in einer Tierhandlung im dritten Wiener Gemeindebezirk einen solchen entdeckt. Weil es damals noch keine Aquarien-Luftpumpen gibt, gelten die robusten Hundsfische als eine der wenigen Arten, die sich \u00fcber l\u00e4ngere Zeit gut in Glasbecken halten lassen. Toni zieht also seinen Vater immer wieder in diese Tierhandlung hinein, bis dieser schlie\u00dflich nachgibt und den Fisch erwirbt, der seinen Sohn schlie\u00dflich f\u00fcnf bis sechs Jahre lang begleitet.<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist, dass sich Klein bei einem Gespr\u00e4ch im Jahr 2003 daran erinnerte, als 13- oder 14j\u00e4hriger Bub etwa 1938-39 einen Hundsfisch im Schlossteich von Laxenburg gefangen zu haben. Die Populationen im S\u00fcden von Wien sind n\u00e4mlich heute bis auf einen einzigen Fundort erloschen.<\/p>\n<p>In den 1950er-Jahren war es schlie\u00dflich kein Problem mehr, Aquarien dauerhaft zu bel\u00fcften und zu heizen, was dazu f\u00fchrte, dass die Leute nur noch bunte, tropische Fische pflegen wollten \u2013 an robusten, graubraunen Gesellen, wie die Hundsfische es waren, hatte niemand mehr Interesse. Auch Anton Klein verfiel der Exotik und verlor die Hundsfische aus dem Ged\u00e4chtnis \u2013 bis 1970.<\/p>\n<p><strong>WOHER, WOHIN UND OB \u00dcBERHAUPT<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-3434\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Das-Steckenpferd-Dez-1970-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"254\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Das-Steckenpferd-Dez-1970-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Das-Steckenpferd-Dez-1970-723x1024.jpg 723w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Das-Steckenpferd-Dez-1970-768x1088.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Das-Steckenpferd-Dez-1970-1084x1536.jpg 1084w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Das-Steckenpferd-Dez-1970-1446x2048.jpg 1446w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Das-Steckenpferd-Dez-1970-scaled.jpg 1807w\" sizes=\"auto, (max-width: 254px) 100vw, 254px\" \/>Denn in diesem Jahr schreibt Klein in seiner Aquarienzeitschrift \u201eDas Steckenpferd\u201c, er h\u00e4tte nun von einem Tierh\u00e4ndler Europ\u00e4ische Hundsfische bekommen und wolle sie z\u00fcchten.<\/p>\n<p>Und weiter: <em>\u201eBei nachgez\u00fcchteten Ungarischen Hundsfischen m\u00fcsste man nicht darauf warten, bis sich ein H\u00e4ndler erbarmt und sie uns abnimmt. Wir k\u00f6nnten sie dort aussetzen, wo sie einst vorkamen. So k\u00f6nnten wir eine L\u00fccke schlie\u00dfen, die einst aus Unvernunft gerissen wurde. Die Natur beschenkt uns so reich, warum sollten wir ihr nicht auch einmal etwas zur\u00fcckgeben?\u201c<\/em><\/p>\n<p>In der Folge, so die viel sp\u00e4ter von Anton Klein in die Welt gesetzte Fama, sei ihm die Nachzucht der Fische gelungen. Die Jungen h\u00e4tte er ausgesetzt, allj\u00e4hrlich 50 bis 70 St\u00fcck. Sie w\u00e4ren in der Alten Donau gelandet, in den Gew\u00e4ssern der Lobau und in den T\u00fcmpeln des Fadenbaches, bis hinunter nach Orth.<\/p>\n<p>Als man ihn nach ein paar Jahren, also etwa Mitte der 1970er-Jahre, schlie\u00dflich vorgehalten h\u00e4tte, dass dies alles \u201eFaunenverf\u00e4lschung\u201c sei, was er da tat, h\u00e4tte er damit aufgeh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Im alten Lobaumuseum war auf einer Wandtafel zu lesen, Klein h\u00e4tte von 1950 bis 1972 heimische Hundsfische erfolgreich vermehrt und sie in den Gew\u00e4ssern der Lobau und in Donau-Altarmen ausgesetzt. Auf einer anderen Wandtafel wurde festgestellt, er h\u00e4tte dies von 1951 bis 1973 getan. 2003 erz\u00e4hlte Klein, es sei \u201evon Mitte 50er-Jahre bis zirka 1970\u201c geschehen.<\/p>\n<p><strong>HERR KLEIN MUSS SICH GEIRRT HABEN<\/strong><\/p>\n<p>Alle diese Angaben lassen sich nicht best\u00e4tigen, denn:<\/p>\n<p><strong>1.<\/strong><\/p>\n<p>Klein schreibt im Dezember 1970, er w\u00fcrde seit kurzer Zeit vier Europ\u00e4ische Hundsfische pflegen. Davor w\u00e4re er diesem Fisch seit seiner Kindheit nur ein einziges Mal in freier Natur begegnet. Klein 1970 au\u00dferdem: <em>\u201eObwohl ich fast die meisten exotischen Zierfische z\u00fcchtete, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich \u00fcber die Zucht des Ungarischen Hundsfisches nur das wei\u00df, was ich aus der Literatur entnehmen konnte.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Wie kann er sie dann ab etwa 1950 regelm\u00e4\u00dfig vermehrt haben?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-3419 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/093-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"473\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/093-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/093-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/093-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/093-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/093-148x85.jpg 148w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/093-71x40.jpg 71w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/093.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 473px) 100vw, 473px\" \/><strong>2.<\/strong><\/p>\n<p>Die Fische h\u00e4tte er (eben 1970) von einem Kollegen im Aquarienverein, dem damaligen Studenten&nbsp;Lothar Girolla erhalten, der sie wiederum zuvor bei einem Wiener Tierh\u00e4ndler erworben hatte, welcher sie aus Deutschland bezog.<\/p>\n<p>Der Zoologe Lothar Girolla, von uns im Sommer 2019 mit den fast f\u00fcnfzig Jahre alten Zeilen aus der Zeitschrift \u201e<a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/exklusiv-inhaltsverzeichnis-des-1-jahrgangs\/\"><span>Steckenpferd<\/span><\/a>\u201c konfrontiert, kommentiert diese mit folgenden Worten:<\/p>\n<p><em>\u201eHerr Klein muss sich geirrt haben. Ich habe zwar mit ihm das Interesse f\u00fcr heimische Fische geteilt, aber mit Hundsfischen habe ich nie etwas zu tun gehabt. Zu dieser Zeit war ich &#8220;Sammler und J\u00e4ger&#8221; und habe alle mir erreichbaren Tiere gehortet. H\u00e4tte ich irgendwo Hundsfische bekommen, w\u00e4ren sicher auch einige bei mir in einem Aquarium gelandet, was aber definitiv nie der Fall war.\u201c<\/em><\/p>\n<p><strong>3.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/norbert-sendor-seit-1953-in-der-lobau\/\"><span>Norbert Sendor<\/span><\/a>, Naturfotograf, Lobaukenner der ersten Stunde, heute Vorsitzender des Vereins \u201eLobaumuseum\u201c und von Kindheit an Liebhaber von heimischen Kleinfischen, findet in seinem Ged\u00e4chtnis keinen Hinweis darauf, dass Anton Klein Anfang der 1970er-Jahre Hundsfische gez\u00fcchtet und ausgesetzt h\u00e4tte. Sendor: <em>\u201eDas w\u00e4re mir sicher nicht entgangen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Allerdings gab es ab mindestens 1972 sehr wohl Hundsfische im Umfeld von Anton Klein \u2013 vermutlich jene Exemplare, die er 1970 von einem Wiener Tierh\u00e4ndler bezogen hatte.<\/p>\n<p>Sie waren in der neuen \u201eLobau-Ausstellung\u201c im Keller des Aquarienvereins \u201e<a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/zierfisch-freunde-gruendung\/\"><span>Zierfischfreunde Donaustadt<\/span><\/a>\u201c in der Wagramerstra\u00dfe zu sehen. Der Autor dieses Artikels war in jenen Tagen Mitglied der Jugendgruppe des Vereins und erinnert sich vage, dass man ihm damals erz\u00e4hlt h\u00e4tte, es w\u00fcrde sich leider nur um amerikanische Hundsfische handeln.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1918\" aria-describedby=\"caption-attachment-1918\" style=\"width: 392px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1918\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/0010b-korrigierte-Kopie-300x220.jpg\" alt=\"\" width=\"392\" height=\"288\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/0010b-korrigierte-Kopie-300x220.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/0010b-korrigierte-Kopie-768x564.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/0010b-korrigierte-Kopie-1024x752.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 392px) 100vw, 392px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1918\" class=\"wp-caption-text\">Amerikanischer Hundsfisch (Umbra pygmaea)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>4.<\/strong><\/p>\n<p>Das passt zur Einsch\u00e4tzung des Zoologen <a href=\"https:\/\/www.uibk.ac.at\/limno\/personnel\/wanzenboeck\/index.html.de\"><span>Josef Wanzenb\u00f6ck<\/span><\/a>, der den Europ\u00e4ischen Hundsfisch 1992 in den Donau-Auen wiederentdeckt hat. Wanzenb\u00f6ck reagiert auf ein von Klein geschossenes altes Foto aus den Archivbest\u00e4nden des Lobaumuseums spontan mit einer Gegenfrage: <em>\u201eDas Schwarzwei\u00df-Bild zeigt eher einen Amerikaner \u2013 wo wurde das gemacht?\u201c<\/em><\/p>\n<p>Dazu kommt, dass Anton Klein 1998 einen Artikel f\u00fcr die Fachzeitschrift \u201e<a href=\"http:\/\/www.oesterreichs-fischerei.at\/\"><span>\u00d6sterreichs Fischerei<\/span><\/a>\u201c verfasste, in dem er unter anderem den heimischen Hundsfisch beschreibt und seinen Text mit einem alten Foto illustriert, dessen falsche Bildunterschrift \u201eHundsfisch (Umbra krameri) Foto: A. Klein\u201c lautet.<\/p>\n<p>Beide Schwarzwei\u00dffotos, das eine, wie das andere, zeigen n\u00e4mlich ziemlich eindeutig einen amerikanischen Hundsfisch &#8211; und zwar die Art <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kleiner_Hundsfisch\"><span><em>Umbra pygmaea<\/em><\/span><\/a> (Zum Vergleich: unser Hundsfisch = <em>Umbra krameri<\/em>).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-3418\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/\u00d6sterreichs-Fischerei-1998-300x189.jpg\" alt=\"\" width=\"426\" height=\"268\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/\u00d6sterreichs-Fischerei-1998-300x189.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/\u00d6sterreichs-Fischerei-1998-563x353.jpg 563w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/\u00d6sterreichs-Fischerei-1998.jpg 575w\" sizes=\"auto, (max-width: 426px) 100vw, 426px\" \/><\/p>\n<p>Das best\u00e4tigen auch <a href=\"https:\/\/www.zoovienna.at\/ueber-uns\/mitarbeiter\/anton-weissenbacher\/\"><span>Anton Weissenbacher<\/span><\/a>, Kurator f\u00fcr Aquarien und Terrarien des Tiergarten Sch\u00f6nbrunn und sein Kollege <a href=\"https:\/\/www.zoovienna.at\/ueber-uns\/mitarbeiter\/thomas-wampula\/\"><span>Thomas Wampula<\/span><\/a>, der in Sch\u00f6nbrunn seit Jahren best\u00e4ndig Europ\u00e4ische Hundsfische vermehrt.<\/p>\n<p>Anton Klein scheint demnach ab 1970 f\u00fcr einige Jahre nicht europ\u00e4ische, sondern amerikanische Hundsfische der Art <em>Umbra pygmaea<\/em> gepflegt zu haben. Vermehrt hat er sie nicht. Die Tiere sind mutma\u00dflich \u00fcber den Tierhandel aus Deutschland nach Wien gekommen.<\/p>\n<p>Josef Wanzenb\u00f6ck<em>: \u201eIn Deutschland kommen Europ\u00e4ische Hundsfische nicht nat\u00fcrlich vor, nur die eingeschleppten amerikanischen Hundsfische (Umbra pygmaea) kommen in Deutschland in freilebenden Best\u00e4nden (z.B. im Raum Hamburg) vor.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Und Hamburg ist eine Hochburg des europ\u00e4ischen Zierfischhandels. Nicht auszuschlie\u00dfen, dass \u201ewilde\u201c deutsch-amerikanische Hundsfische seinerzeit ihren Weg \u00fcber einen deutschen Gro\u00dfh\u00e4ndler in eine Wiener Zoofachhandlung gefunden haben \u2013 und als Ersatz f\u00fcr einheimische Hundsfische in Kleins \u201eLobau-Ausstellung\u201c gelandet sind.<\/p>\n<p><strong>5.<\/strong><\/p>\n<p>Ab Mitte der 1970er-Jahre bis Ende der 1990er-Jahre waren im Lobaumuseum jedenfalls keine Hundsfische mehr zu sehen &#8211; weder europ\u00e4ische, noch amerikanische. Das beglaubigen der Botaniker <a href=\"https:\/\/sites.google.com\/site\/tboekologie\/Home\/dr-werner-lazowski\"><span>Werner Lazowski<\/span><\/a>, von 1975&nbsp; bis Anfang der 80er-Jahre Mitarbeiter des Lobaumuseums, und sp\u00e4ter die Lehrerin <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/christa-reitermayr-mein-gruenes-wohnzimmer\/\"><span>Christa Reitermayr<\/span><\/a>, die sich aber gleichzeitig daran erinnert, dass Anton Klein \u201e<em>\u00f6fters \u00fcber Hundsfische erz\u00e4hlt hat, dass er sie gez\u00fcchtet und in entsprechenden Gew\u00e4ssern im Donauauen-Gebiet ausgesetzt hat.<\/em>\u201c<\/p>\n<p><strong>Fazit: <\/strong><\/p>\n<p>Anton Klein hat als Kind einen Europ\u00e4ischen Hundsfisch besessen, hat irgendwann einmal deutlich vor 1970 an einem unbekannten Ort (m\u00f6glicherweise Laxenburg) ein einzelnes Exemplar gefangen und wieder zur\u00fcckgesetzt. Vermehrt hat er die Art vor dem Jahr 2000 nicht \u2013 weder von 1950 an, noch ab 1970.<\/p>\n<p>Die Fische auf Kleins alten Fotos aus den 1970er-Jahren sind eine amerikanische Hundsfisch-Art, die seinerzeit in der \u201eLobau-Ausstellung\u201c, der Vorl\u00e4uferin des Lobaumuseums, schlicht als \u201eHundsfische\u201c pr\u00e4sentiert und niemals vermehrt wurden.<\/p>\n<p>Norbert Sendor: <em>\u201eEin Schm\u00e4htandler war er schon manchmal, der Toni. Vor allem, wenn\u2019s eh keiner merkt, hat es gehei\u00dfen.\u201c<\/em><\/p>\n<p><strong>AB 2000: ERSTMALS WIRKLICH<\/strong><\/p>\n<p>Seit dem Fund eines toten Exemplars im Jahr 1975 bei Orth an der Donau galt der Hundsfisch in \u00d6sterreich offiziell als \u201eausgestorben\u201c. 1992 wurde er von Josef Wanzenb\u00f6ck im Fadenbach bei Eckartsau wiederentdeckt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2786\" aria-describedby=\"caption-attachment-2786\" style=\"width: 417px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2786\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/7-April-2003-Foto-Anton-Weissenbacher-300x182.jpg\" alt=\"\" width=\"417\" height=\"253\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/7-April-2003-Foto-Anton-Weissenbacher-300x182.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/7-April-2003-Foto-Anton-Weissenbacher-768x467.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/7-April-2003-Foto-Anton-Weissenbacher-1024x622.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 417px) 100vw, 417px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2786\" class=\"wp-caption-text\">Anton Klein vor seinem Hundsfisch-Aquarium (2003)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Acht Jahre danach, im Jahr 2000, gelang es Anton Klein, seine lange zuvor in die Welt gesetzte Legende von der wunderbaren Hundsfischvermehrung mit Hilfe der Realit\u00e4t endlich einzufangen.<\/p>\n<p>Denn vom Fr\u00fchjahr 2000 an betrieb er im Lobaumuseum tats\u00e4chlich und erstmals seit seiner Kindheit ein Aquarium, das mit einheimischen Hundsfischen besetzt war und er konnte sie auch erfolgreich vermehren.<\/p>\n<p>Norbert Sendor erinnert sich, wie stolz Klein damals darauf gewesen war, dass ihm dies nun gelungen sei. Die Elterntiere hatte er aus den H\u00e4nden des Gew\u00e4sser\u00f6kologen <a href=\"http:\/\/www.tb-spindler.at\/index.php?site=buero\"><span>Thomas Spindler<\/span><\/a> erhalten.<\/p>\n<p>Laut Klein war Spindler damals der Meinung, dass die Population im Nationalpark auf seine Jahrzehnte davor ausgesetzten Nachzuchten zur\u00fcckgehen k\u00f6nnte. Das verbreiten der Legende hatte also sogar schon bei Wissenschaftlern Wirkung gezeigt.<\/p>\n<p>Dazu bemerkt Josef Wanzenb\u00f6ck: <em>\u201eAls wir, Thomas Spindler und ich, 1993 bis 1996 unser Hundsfischprojekt durchf\u00fchrten, hatte Thomas Kontakt zu Anton Klein. Thomas hat mir erz\u00e4hlt, dass Klein Hundsfische ausgesetzt h\u00e4tte.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Nun wurde es ein wenig eng f\u00fcr Anton Klein und sein gut platziertes M\u00e4rchen: Der Hundsfisch-Schm\u00e4h kam ins Schlingern. Klein verlautbarte also umgehend seine Zweifel daran, dass die Nationalpark-Hundsfische von ihm stammen w\u00fcrden und vermutete \u00f6ffentlich, dass es im Fadenbach wohl schon davor Hundsfische gegeben haben musste.<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-3422\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/11.3.2014-024-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"396\" height=\"298\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/11.3.2014-024-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/11.3.2014-024-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/11.3.2014-024-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/11.3.2014-024-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/11.3.2014-024-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 396px) 100vw, 396px\" \/>ALLES IST GUT<\/strong><\/p>\n<p>Ab 2000 wurden jedenfalls im Lobaumuseum ohne jeden Zweifel und f\u00fcr jedermann sichtbar Europ\u00e4ische Hundsfische vermehrt.<\/p>\n<p>Die Jungtiere sind in die freie Natur entlassen worden \u2013 zun\u00e4chst in der Lobau:<\/p>\n<p>Hier nahmen sich am 4. Dezember 2000 und am 18. Juli des darauf folgenden Jahres zwei Wiener Umweltstadtr\u00e4te die Freiheit, vor der versammelten Presse junge Hundsfische auszusetzen.<\/p>\n<p>2001 stellte Anton Klein daf\u00fcr knapp 200 St\u00fcck zur Verf\u00fcgung. Wie viele es 2000 waren, ist nicht bekannt.<\/p>\n<p>Klein erinnerte sich jedenfalls drei Jahre sp\u00e4ter noch sehr gut daran: <em>\u201eGleich die erste Partie ist in einem Teich ausgesetzt worden, der im Winter zu wenig Wasser gehabt hat. Im Fr\u00fchjahr waren alle tot. Die zweite Partie ist im Sommer im G\u00f6thenwasser ausgesetzt worden. Das hat in den 60er-Jahren genug Wasser gehabt, aber damals nicht mehr. Im Fr\u00fchjahr waren wieder alle tot.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die jungen Hundsfische aus dem Lobaumuseum landeten danach auch im Rahmen eines EU-Interreg-Projekts im burgenl\u00e4ndischen Seewinkel. 2003 stellte Anton Klein daf\u00fcr 130 Jungfische zur Verf\u00fcgung, am 28. Oktober 2005 weitere 80 St\u00fcck.<\/p>\n<p>Wie viele er bis zu seinem Tod im Jahr 2013 nachz\u00fcchten konnte, ist unbekannt. Es waren jedenfalls nicht \u201eTausende\u201c. Einige davon d\u00fcrfte er an Gartenteichbesitzer abgegeben haben, andere vielleicht auch selbst in die Gew\u00e4sser der Lobau entlassen haben.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3456\" aria-describedby=\"caption-attachment-3456\" style=\"width: 187px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3456\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/josefWanzenboeck-Ausschnitt1-236x300.jpg\" alt=\"\" width=\"187\" height=\"238\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/josefWanzenboeck-Ausschnitt1-236x300.jpg 236w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/josefWanzenboeck-Ausschnitt1.jpg 284w\" sizes=\"auto, (max-width: 187px) 100vw, 187px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3456\" class=\"wp-caption-text\">J. Wanzenb\u00f6ck<\/figcaption><\/figure>\n<p>Woher also stammen die im Fadenbach des Nationalparks Donau-Auen lebenden Hundsfische? Vielleicht doch teilweise ausgesetzt?<\/p>\n<p>Univ. Doz. Dr. Josef Wanzenb\u00f6ck, Universit\u00e4t Innsbruck, Forschungsinstitut f\u00fcr Limnologie, Mondsee:<\/p>\n<p><em>&nbsp;<\/em><em>\u201eDie genetische Vielfalt in der Fadenbach-Hundsfischpopulation ist so gro\u00df, dass es \u00e4u\u00dferst unwahrscheinlich ist, dass die Population auf Besatz zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Besatzfische w\u00e4ren ja genetisch relativ arm, da die Besatzfische ja meist auf wenige Elterntiere zur\u00fcckgehen (meist weniger als hundert) und nicht auf mehrere tausend Elterntiere. Daher deuten die genetischen Befunde eher auf eine nat\u00fcrliche Population hin.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Um die kostbaren Schattenfische in den Donau-Auen unterhalb von Wien vor dem Aussterben zu bewahren, wurde der Fadenbach ab 1997 ausgegraben und revitalisiert. Am 24. M\u00e4rz 1999 pr\u00e4sentierte Thomas Spindler sein Projekt &#8220;Lebensraumvernetzung und Management f\u00fcr den Hundsfisch.&#8221;<\/p>\n<p>2013 wurden die Vorkommen im Rahmen einer Diplomarbeit der Universit\u00e4t Wien kartiert. Das Ergebnis war erfreulich: Die Population schien stabil zu sein.<\/p>\n<p><strong>Trotz allem ist Anton Klein ausdr\u00fccklich zu danken.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-3448 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/4.3.2010-022-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"439\" height=\"247\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/4.3.2010-022-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/4.3.2010-022-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/4.3.2010-022-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/4.3.2010-022-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/4.3.2010-022-71x40.jpg 71w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/4.3.2010-022.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 439px) 100vw, 439px\" \/>Denn um 1970 waren Kleinfischarten wie Hundsfische, Schlammpeitzger, Steinbeisser und Bitterlinge unterhalb jeder medialen Wahrnehmungsgrenze. Anton Klein war der erste, der sich ihrer annahm, der sie in der \u00d6ffentlichkeit als h\u00f6chst sch\u00fctzenswert propagierte und sie in ihrem Wert und ihrer Sch\u00f6nheit h\u00f6her einstufte, als die vielen, damals sehr modernen exotischen Zierfische.<\/p>\n<p>Werner Lazowski: \u201e<em>Das Interesse an der heimischen Fischfauna und die M\u00f6glichkeit, diese auch selbst zu halten und zu beobachten war seine urspr\u00fcnglichste Motivation<\/em>.\u201c<\/p>\n<p><strong>Anton Klein in \u201eDas Steckenpferd\u201c, Juni 1972:<br \/>\n<\/strong><strong><em>\u201eDie Lobau darf nicht Angelegenheit einer Partei oder einer Interessengruppe sein. Der Kampf um sie, der auch eine Hilfsaktion f\u00fcr die einheimischen Fische ist, muss eine Gemeinschaftsarbeit aller Menschen sein, die guten Willens sind!\u201c<\/em>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Titelfoto: Thomas Wampula\/Tiergarten Sch\u00f6nbrunn<br \/>\nAlle anderen Fotos: Thomas Wampula\/Tiergarten Sch\u00f6nbrunn, Anton Weissenbacher (privat), Anton Klein, Universit\u00e4t Innsbruck<\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Klein, Anton (1970): Es war einmal ein Einheimischer \u2013 der Umbra krameri oder Hundsfisch. In: Das Steckenpferd \u2013 Fibel f\u00fcr Aquarianer und Terrarianer, Dezember 1970<\/li>\n<li>Wanzenb\u00f6ck, J. (1992): Wiederentdeckung des Europ\u00e4ischen Hundsfisches, Umbra krameri WALBAUM 1792, in \u00d6sterreich. In: \u00d6sterreichs Fischerei 45 (10), S. 228 \u2013 229<\/li>\n<li>Mikschi E. &amp; Wanzenb\u00f6ck J. (1995): Proceedings of the First International Workshop on Umbra krameri WALBAUM, 1792 \u2013 Natural History Museum Vienna<\/li>\n<li>Klein, Anton (1998): Fische sind das Alphabet der Donau. In: \u00d6sterreichs Fischerei 51\/1998 (S. 65 \u2013 68)<\/li>\n<li>PID-Rathauskorrespondenz (OTS 1. Dez. 2000): Montag Aussiedlung des Hundsfisches im Nationalpark Donau-Auen<\/li>\n<li>Freihsl, Roman (2000): Rettung der Hundsfische in der Lobau. In: DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5.12.2000<\/li>\n<li>Freihsl, Roman (2001): Das neue T\u00fcmpeln der Wiener Hundsfische. In: DER STANDARD, Print-Ausgabe, 21.\/22. 7. 2001<\/li>\n<li>N. N. (2001): Hundsfische ausgesetzt. In: Au-Blick 11\/Herbst 2001 (Seite 4)<\/li>\n<li>Klein, Anton (2003): m\u00fcndliche Mitteilung vom 7. April 2003 (Lobaumuseum, 1220 Wien)<\/li>\n<li>Sendor, Norbert (2003): m\u00fcndliche Mitteilung vom 8. April 2003 (KGV Wasserwiese, 1020 Wien)<\/li>\n<li>Weissenbacher A. &amp; Christ M. (2003): Der Schattenfisch. In: Aquaristik Fachmagazin 171, Juni\/Juli 2003, S. 14 \u2013 20, Tetra-Verlag Berlin<\/li>\n<li>\u00dcbernahmebest\u00e4tigung f\u00fcr Hundsfische (2005), unterzeichnet von Anton Klein und Dr. Erhard Kraus<\/li>\n<li>Sehr, Maximilian (2014): Fish species assemblage, abundance and biodiversity in an old, modified Danube side arm. A description of the habitat relations of Umbra krameri Walbaum, 1792 (Masterarbeit)<\/li>\n<li>Girolla, Lothar (2019): briefliche Mitteilung (E-Mail) vom 14. August 2019<\/li>\n<li>Wanzenb\u00f6ck, Josef (2019): briefliche Mitteilung (E-Mail) vom 30. April 2019<\/li>\n<li>Sendor, Norbert (2020): m\u00fcndliche Mitteilung vom 21. Februar 2020 (telefonisch)<\/li>\n<li>Reitermayr, Christa (2020): briefliche Mitteilung (E-Mail) vom 23. Februar 2020<\/li>\n<li>Lazowski, Werner (2020): briefliche Mitteilung (E-Mail) vom 24. Februar 2020<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gr\u00fcnder des Lobaumuseums, Anton Klein, war von Kindheit an begeisterter Aquarienliebhaber und Fischz\u00fcchter. Zu den vom Aussterben bedrohten, seltsamen \u201eEurop\u00e4ischen Hundsfischen\u201c \u2013 einem Juwel des Nationalparks Donau-Auen &#8211; hatte er ein besonderes Verh\u00e4ltnis. Es war eine lebenslange, und wie sich nun herausgestellt hat, \u00fcber weite Strecken recht dubiose Aff\u00e4re. 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