{"id":3270,"date":"2020-01-05T09:44:47","date_gmt":"2020-01-05T08:44:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/?p=3270"},"modified":"2024-03-25T11:18:02","modified_gmt":"2024-03-25T10:18:02","slug":"die-lobau-oesterreichs-libellen-hotspot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/die-lobau-oesterreichs-libellen-hotspot\/","title":{"rendered":"\u00d6sterreichs Libellen-Hotspot"},"content":{"rendered":"<p><strong>In Wien leben 62 Libellenarten, das sind knapp 80 Prozent der in ganz \u00d6sterreich nachgewiesenen Arten. Als Hotspot gilt die Lobau &#8211; mit 49 Arten!<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.zeman-sendor-naturfotografie.at\/cms\/\">Norbert Sendor und Elisabeth Zeman<\/a><\/strong> fotografieren seit Jahrzehnten in der Lobau, unter anderem auch Libellen. Hier im Anhang eine Galerie der von ihnen dokumentierten, wunderbar bunten Vielfalt. Die Biologin und Libellenspezialistin Martina Staufer hat die Arten anhand der Fotos bestimmt.<\/p>\n<p>Libellen haben die Erde schon vor den Dinosauriern besiedelt, vor mehr als 300 Millionen Jahren. Ihre kugelf\u00f6rmigen Augen, die aus bis zu 30000 Einzelaugen bestehen, erm\u00f6glichen ihnen beinahe einen Rundumblick. Ihre zwei Fl\u00fcgelpaare k\u00f6nnen unabh\u00e4ngig voneinander bewegt werden, was Libellen zu verbl\u00fcffenden Flugman\u00f6vern bef\u00e4higt. Erwachsene Tiere sterben im Herbst. Ihre Larven leben im Wasser und \u00fcberwintern auch dort, manchmal sogar mehrere Jahre. Wenn im Fr\u00fchjahr die Temperaturen steigen, schl\u00fcpfen aus den Larven erwachsene Libellen.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Projekt <strong><a href=\"https:\/\/www.abol.ac.at\/project\/libellenfauna-wiens\/\">\u201eDie Libellenfauna Wiens: Erhebungen und Erfassung mittels DNA-Barcoding\u201c<\/a><\/strong> wurde im Zeitraum April 2018 bis Dezember 2019 nach Libellen gefahndet. Die Finanzierung erfolgte durch die Wiener Umweltschutzabteilung MA22 und die Europ\u00e4ische Union im Rahmen des \u00d6sterreichischen Programms f\u00fcr die L\u00e4ndliche Entwicklung.&nbsp; Projektleitung: Elisabeth Haring, Zentrale Forschungslaboratorien des Naturhistorischen Museums Wien.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse werden demn\u00e4chst in einem Bericht publiziert. Ein Nachfolgeprojekt ist bereits skizziert.<\/p>\n<p>Die Sonderstellung der Lobau als Vorkommens-Hotspot ist leider nicht gesichert. Libellenspezialisten beklagen die zunehmende Verlandung der Gew\u00e4sser, die mangelnde Dotation mit Wasser aus der Donau und in der Oberen Lobau hohe N\u00e4hrstoffeintr\u00e4ge in die Gew\u00e4sser durch angrenzende landwirtschaftliche Nutzung und eine gro\u00dfe Zahl von Badeg\u00e4sten. Die Anspr\u00fcche seltener Libellenarten sollten, so hei\u00dft es, in den Gew\u00e4ssermanagementpl\u00e4nen \u201epriorit\u00e4r ber\u00fccksichtigt\u201c werden.<\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<ul>\n<li>Fischer, Iris &amp; Sittenthaler, Marcia &amp; Chovanec, Andreas. (2018): Zum Vorkommen von drei Arten der Gattung Leucorrhinia in Wien (\u00d6sterreich) mit dem Erstnachweis von L. albifrons (Odonata: Libellulidae) In: Libellula 37 (1\/2) 2018: 79\u201390<\/li>\n<li>Martina Staufer, Helga P\u00f6chhacker-Florian (2018): Erste aktuelle Reproduktionsnachweise der \u00d6stlichen Moosjungfer (Leucorrhinia albifrons) und der Zierlichen Moosjungfer (Leucorrhinia caudalis) aus Wien mit Beitr\u00e4gen zur Ph\u00e4nologie in Ost\u00f6sterreich (Odonata: Libellulidae) In: Beitr\u00e4ge zur Entomofaunistik \u2013 19: 95 \u2013 110 (Dezember 2018)<\/li>\n<li>OTS 0049, 2. Aug. 2019 \u201eLibellen fliegen auf Wien\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alle Fotos: Norbert Sendor &amp; Elisabeth Zeman<\/p>\n<p>ngg_shortcode_0_placeholder<strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Wien leben 62 Libellenarten, das sind knapp 80 Prozent der in ganz \u00d6sterreich nachgewiesenen Arten. Als Hotspot gilt die Lobau &#8211; mit 49 Arten! Norbert Sendor und Elisabeth Zeman fotografieren seit Jahrzehnten in der Lobau, unter anderem auch Libellen. Hier im Anhang eine Galerie der von ihnen dokumentierten, wunderbar bunten Vielfalt. Die Biologin und Libellenspezialistin Martina Staufer hat die Arten anhand der Fotos bestimmt. 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