{"id":2307,"date":"2025-11-10T18:25:52","date_gmt":"2025-11-10T17:25:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/?p=2307"},"modified":"2026-01-19T20:22:49","modified_gmt":"2026-01-19T19:22:49","slug":"die-1-oesterreichische-buergerinitiative","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/die-1-oesterreichische-buergerinitiative\/","title":{"rendered":"Lobau gegen Autobahn 1970: Gesp\u00fcr, Weitblick und Tricks"},"content":{"rendered":"<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Der Donaust\u00e4dter B\u00fcrgerinitiative &#8220;Lobau darf nicht sterben!&#8221; gelingt es Anfang der 1970er-Jahre, die Lobau vor einer Autobahn und einer Schnellstra\u00dfe zu bewahren. <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Ein zusammengew\u00fcrfelter Haufen beherzter B\u00fcrger schafft es mit Beharrlichkeit, Weitblick und Tricks, bundesweit multimediales Aufsehen zu erregen<\/strong><strong> und wird damit zum Vorbild f\u00fcr nachfolgende Naturschutz- und Umweltkampagnen.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Hier eine erste zeitgeschichtliche Einordnung: Die genialen Kabinettst\u00fccke des Polizei-Bezirksinspektors Anton Klein. Was damals und davor geschah.<\/strong><\/p>\n<h3>Der Naturschutzbund als Schutzmacht<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/OeNB-Bruecke-ueber-Neusiedlersee-Unterstuetzung-1-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-7587 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/OeNB-Bruecke-ueber-Neusiedlersee-Unterstuetzung-1-209x300.jpg\" alt=\"\" width=\"284\" height=\"408\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/OeNB-Bruecke-ueber-Neusiedlersee-Unterstuetzung-1-209x300.jpg 209w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/OeNB-Bruecke-ueber-Neusiedlersee-Unterstuetzung-1-713x1024.jpg 713w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/OeNB-Bruecke-ueber-Neusiedlersee-Unterstuetzung-1-768x1103.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/OeNB-Bruecke-ueber-Neusiedlersee-Unterstuetzung-1-1069x1536.jpg 1069w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/OeNB-Bruecke-ueber-Neusiedlersee-Unterstuetzung-1-1426x2048.jpg 1426w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/OeNB-Bruecke-ueber-Neusiedlersee-Unterstuetzung-1-scaled.jpg 1782w\" sizes=\"auto, (max-width: 284px) 100vw, 284px\" \/><\/a>In den 1950er- und 1960er-Jahren hat das Aufbegehren ver\u00e4rgerter B\u00fcrger gegen zerst\u00f6rerische Bauprojekte der Obrigkeit noch Seltenheitswert. Sie werden fast ausschlie\u00dflich vom gut organisierten, 1913 gegr\u00fcndeten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Naturschutzbund_%C3%96sterreich\">\u00d6sterreichischen Naturschutzbund<\/a> auf den Weg gebracht.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Anfang der 1950er zum Beispiel sammelt er federf\u00fchrend mit alpinen Vereinen und anderen Institutionen 120.000 Unterschriften zur Erhaltung der Krimmler Wasserf\u00e4lle. 1958 verhindert das Naturschutzbund-Mitglied Hans Kinnl mit R\u00fcckendeckung seines Vereines, dass die <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wie-die-lobau-von-der-oelindustrie-erobert-wurde\/\">Obere Lobau in ein Industrie- und Gewerbegebiet umgewandelt<\/a> wird.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ab 1962 wird eine Seeuferstra\u00dfe durch Hallstatt abgewendet. 1963 engagiert sich der Naturschutzbund gegen ein Rodungsprojekt in den Traunauen. Der Kampf gegen das Projekt einer Stra\u00dfenbr\u00fccke \u00fcber den Neusiedlersee beginnt 1971: Ein &#8220;Komitee zum Schutze des Neusiedler Sees&#8221; wird gegr\u00fcndet, die Pl\u00e4ne f\u00fcr den Br\u00fcckenbau werden zur\u00fcckgezogen.<\/p>\n<p>In manchen F\u00e4llen zieht der Naturschutzbund nicht die F\u00e4den, sondern stellt sich blo\u00df den Drahtziehern des Widerstands unterst\u00fctzend zur Seite: 1972 etwa jenen B\u00fcrgern, die darum ringen, die Schluchtstrecke der Steyr vor einem Kraftwerk zu bewahren.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Strukturierte Proteste von \u201eeinfachen\u201c B\u00fcrgern, ohne ma\u00dfgebliche Schutzmacht wie den Naturschutzbund, gibt es vor 1970 nur wenige:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">1958 etwa laufen die Badgasteiner Sturm gegen ein Kraftwerksprojekt am Bockhartsee, weil sie um ihre Heilquellen f\u00fcrchten. Und Ende 1970 entsteht eine Initiative, die erfolgreich gegen die geplante Trasse der Pyhrnautobahn durch Graz-Eggenberg aufbegehrt.<\/p>\n<h3>Lobau: Am Anfang waren die Wasserfl\u00f6he<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/KW-Steinsporn-Foto-Klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-7666 alignright\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/KW-Steinsporn-Foto-Klein-300x228.jpg\" alt=\"\" width=\"397\" height=\"302\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/KW-Steinsporn-Foto-Klein-300x228.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/KW-Steinsporn-Foto-Klein.jpg 686w\" sizes=\"auto, (max-width: 397px) 100vw, 397px\" \/><\/a>Als 1970, ausgerechnet im &#8220;1. Europ\u00e4ischen Naturschutzjahr&#8221;, wieder einmal die Lobau unter die Bagger kommen soll, regt sich Widerstand aus einer unerwarteten Ecke &#8211; und in einem modernen, multimedialen Umfeld.<\/p>\n<p>In der Oberen Lobau wird in jenen Tagen im Landschaftsschutzgebiet mit dem Bau eines kalorischen Kraftwerks begonnen. Zu diesem Zweck und f\u00fcr die Erweiterung des Tanklagers beim \u00d6lhafen werden rund hundert Hektar Wald gerodet. Zu allem \u00dcberfluss tauchen Pl\u00e4ne f\u00fcr eine Schnellstra\u00dfe durch die Obere Lobau und ein Autobahnkreuz \u00fcber der Panozzalacke auf.<\/p>\n<p>Die Lobau und ihre Gesch\u00f6pfe haben jedoch leidenschaftliche Anw\u00e4lte: den Polizisten <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/category\/geschichte\/anton-klein\/\">Anton Klein<\/a> und sein Gefolge aus Naturfotografen, Biologiestudenten, Unterschriftensammlern und Aquarienliebhabern.<\/p>\n<p>Klein versteht es, Emotionen zu wecken, Aufsehen zu erregen und die Medien f\u00fcr sich zu gewinnen. Ihr aller Ziel ist es, die Lobau zu retten. Ihr Gesp\u00fcr f\u00fcr den richtigen Auftritt bringt sie schlie\u00dflich zum Erfolg.<\/p>\n<p>Das Engagement f\u00fcr die Natur beginnt bereits im Jahr 1969 &#8211; im Dunstkreis des Wiener Aquarienvereins \u201e<a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/zierfisch-freunde-gruendung\/\">Zierfischfreunde Donaustadt&#8221;<\/a>. Zun\u00e4chst geht es nur um Wasserfl\u00f6he: Die \u201eZierfischfreunde\u201c sorgen sich um die immer weniger werdenden T\u00fcmpel, aus denen sie das Futterplankton f\u00fcr ihre Fische gewinnen.&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Anton-Klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2312 size-medium\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Anton-Klein-226x300.jpg\" alt=\"\" width=\"226\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Anton-Klein-226x300.jpg 226w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Anton-Klein.jpg 361w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/LOGO-Verein-Zierfischfreunde-Donaustadt-1964-1972.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-167 alignright\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/LOGO-Verein-Zierfischfreunde-Donaustadt-1964-1972-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"272\" height=\"181\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/LOGO-Verein-Zierfischfreunde-Donaustadt-1964-1972-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/LOGO-Verein-Zierfischfreunde-Donaustadt-1964-1972-95x62.jpg 95w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/LOGO-Verein-Zierfischfreunde-Donaustadt-1964-1972.jpg 722w\" sizes=\"auto, (max-width: 272px) 100vw, 272px\" \/><\/a>Also schreibt Anton Klein am 19. Mai 1969 im Namen der Mitglieder seines Vereines und jener des \u201eVerbandes der Aquarien- und Terrarienvereine\u201c an den Wiener B\u00fcrgermeister <a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Bruno_Marek\">Bruno Marek<\/a> und fordert das Vertiefen verlandender T\u00fcmpel in der Lobau, im Prater und in Albern und das Anlegen von neuen T\u00fcmpeln auf der geplanten Donauinsel.<\/p>\n<p>Marek antwortet, es kommt am 17. Juli 1969 zu einem Treffen im Rathaus und in Folge dessen zu unproduktiven Gespr\u00e4chen mit Vertretern des Magistrats. Klein und seine Gesinnungsgenossen sind entt\u00e4uscht (<em>\u201eablehnende Antworten und leere Versprechen\u201c<\/em>), beschlie\u00dfen aber, nicht locker zu lassen.<\/p>\n<p>In der von ihm in Eigenregie hergestellten Vereinszeitschrift <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/exklusiv-inhaltsverzeichnis-des-1-jahrgangs\/\">\u201eDas Steckenpferd\u201c<\/a> beklagt sich Anton Klein \u00fcber die abweisende Reaktion des Magistrats. Von da an geht es dem Polizeiinspektor nicht mehr um Wasserfl\u00f6he, sondern in erster Linie um Naturschutz:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eUnter Zusammenarbeit verstehe ich auch die Einbeziehung der Bev\u00f6lkerung im Kampf f\u00fcr den Schutz der heimischen Natur. Ohne ihre Mithilfe und Unterst\u00fctzung wird nicht viel aus dem Naturschutz werden!\u201c<\/em><\/p>\n<p>Und weiter: <em>\u201eDie Lobau und das Marchfeld d\u00fcrfen nicht sterben, und auch der Prater muss uns erhalten bleiben!\u201c<\/em><\/p>\n<p>Am 14. November 1969 versucht der Verein erstmals, die breite \u00d6ffentlichkeit zu erreichen und schreibt untert\u00e4nig einen Brief an die Kronen-Zeitung mit der Bitte um Unterst\u00fctzung. Er bleibt unbeantwortet.&nbsp;<\/p>\n<h3>Medialer Wendepunkt Ende 1970<\/h3>\n<p>Nun ist (zun\u00e4chst zaghafter) Aktionismus angesagt: Am 19. April 1970 veranstalten die Zierfischfreunde Donaustadt unter der Leitung des Herpetologen <a href=\"https:\/\/www.zobodat.at\/pdf\/HER_1_1_2_0055-0064.pdf\">Erich Sochurek<\/a> und in Begleitung der angehenden Zoologen <a href=\"https:\/\/www.nhm-wien.ac.at\/richard_gemel\">Richard Gemel<\/a>, Peter Reisch\u00fctz und Lothar Girolla eine \u00f6ffentliche T\u00fcmpel- und Fototour in die Lobau. Das Motto: <em>\u201eEs muss nicht immer Afrika sein, auch die Lobau ist voller Wunder!\u201c<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_2310\" aria-describedby=\"caption-attachment-2310\" style=\"width: 449px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Mitglieder-ZFFD-1972-im-neuen-Lobaumuseum-a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2310\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Mitglieder-ZFFD-1972-im-neuen-Lobaumuseum-a-300x227.jpg\" alt=\"\" width=\"449\" height=\"340\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Mitglieder-ZFFD-1972-im-neuen-Lobaumuseum-a-300x227.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Mitglieder-ZFFD-1972-im-neuen-Lobaumuseum-a-768x582.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Mitglieder-ZFFD-1972-im-neuen-Lobaumuseum-a-1024x776.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 449px) 100vw, 449px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2310\" class=\"wp-caption-text\">Die Zierfischfreunde Donaustadt 1972<\/figcaption><\/figure>\n<p>Inspektor Klein mobilisiert nun die Gesinnungsgenossen des Aquarienvereins und dr\u00e4ngt mit gro\u00dfem Einsatz in die \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<p>In der Juli\/August-Ausgabe 1970 seiner, allerdings von \u00fcberschaubarer Reichweite gekennzeichneten Zeitschrift &#8220;Das Steckenpferd&#8221; findet sich unter der Schlagzeile \u201e<em>Schutz der Wiener Aulandschaft \u2013 Rettung der T\u00fcmpel<\/em>\u201c der kompakte Slogan \u201e<em>Die Lobau darf nicht sterben!\u201c<\/em>, welcher bald allein als zugkr\u00e4ftiger Name f\u00fcr die B\u00fcrgerinitiative \u00fcbrig bleiben sollte.<\/p>\n<p>Anton Klein erkennt instinktiv die Bedeutung der neugegr\u00fcndeten Gratis-Regionalzeitungen und etabliert sich ab M\u00e4rz 1970 als regelm\u00e4\u00dfiger Autor, Leserbriefschreiber und Interviewpartner in der vielgelesenen &#8220;Donaust\u00e4dter Bezirkszeitung&#8221;.<\/p>\n<p>Ab Herbst 1970 werden die &#8220;Zierfischfreunde&#8221; tatkr\u00e4ftig vom Naturschutzbund unterst\u00fctzt. Im November nehmen sich &#8211; nach einem Eklat mit Vertretern des Wiener Magistrats &#8211; unverhofft die &#8220;Wiener Zeitung&#8221; und &#8220;Die Presse&#8221; des Themas an.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Kleins Kampagne wird fortan pr\u00e4ziser und zielt auf das Wesentliche:<br \/>\n<em>\u201eDie Lobau ist kein Siedlungs- oder Industriegebiet, sie ist nicht nur das sch\u00f6nste Augebiet Mitteleuropas und damit unersetzliches Kulturgut unseres Landes, sondern ein lebenserhaltendes Luftreservat der Wiener! Die Lobau ist ebenso wertvoll wie der Wienerwald!\u201c<\/em><\/p>\n<h3>Wien braucht die Lobau und den Prater so dringend wie den Wienerwald<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Die-Lobau-darf-nicht-sterben.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-169\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Die-Lobau-darf-nicht-sterben-210x300.jpg\" alt=\"\" width=\"269\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Die-Lobau-darf-nicht-sterben-210x300.jpg 210w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Die-Lobau-darf-nicht-sterben-768x1100.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Die-Lobau-darf-nicht-sterben-715x1024.jpg 715w\" sizes=\"auto, (max-width: 269px) 100vw, 269px\" \/><\/a>In einem weiteren klugen Schritt holen sich Klein und seine Leute Verb\u00fcndete aus der Welt der Universit\u00e4ten: Um ihrer Initiative gegen die Zerst\u00f6rung der Wiener Aulandschaft mehr Gewicht zu verleihen, versammeln sie am 19. Oktober 1970 im Kellerlokal ihres Aquarienvereins eine Handvoll junger, aufstrebender Wissenschaftler: den Chemiker und \u00d6kologen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Peter_Weish\">Peter Weish<\/a>, sowie die Zoologen <a href=\"https:\/\/www.zobodat.at\/personen.php?id=26661\">Franz Luttenberger<\/a> und <a href=\"https:\/\/forschung.boku.ac.at\/fis\/suchen.person_uebersicht?sprache_in=de&amp;menue_id_in=101&amp;id_in=2346\">Hans Martin Steiner<\/a>. Unterst\u00fctzung erhalten sie vom H\u00f6hlenkundler und Prater-Spezialisten <a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Josef_Vornatscher\">Josef Vornatscher<\/a> und vom Zoologen und Aquarianer <a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Alfred_Radda\">Alfred Radda<\/a>.<\/p>\n<p>Die Gruppe entwirft eine Grundsatzerkl\u00e4rung: \u201e<em>Wien braucht die Lobau und den Prater genau so dringend wie den Wienerwald<\/em>.\u201c Sie fordern<\/p>\n<ul>\n<li>die Schaffung eines nicht weisungsgebundenen Naturschutzbeirates der Stadt Wien, in dem Biologen die Mehrheit besitzen sollen.<\/li>\n<li>den Stopp jeder weiteren Ausbreitung der Erd\u00f6lindustrie, der Hafenanlagen, der Pumpwerke, der Durchleitung weiterer Hochspannungsleitungen und Pipelines durch die Lobau.<\/li>\n<li>und die Erkl\u00e4rung der Lobau zu einem Vollnaturschutzgebiet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Noch sind die gro\u00dfen Medien nicht auf den Zug aufgesprungen. Doch Klein ist dabei, daf\u00fcr den Boden zu bereiten.&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Kormoran-Orth-an-der-Donau-25-03-1961-FOTO-Franz-Antonicek.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-7669 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Kormoran-Orth-an-der-Donau-25-03-1961-FOTO-Franz-Antonicek-300x220.jpg\" alt=\"\" width=\"390\" height=\"286\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Kormoran-Orth-an-der-Donau-25-03-1961-FOTO-Franz-Antonicek-300x220.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Kormoran-Orth-an-der-Donau-25-03-1961-FOTO-Franz-Antonicek-768x562.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Kormoran-Orth-an-der-Donau-25-03-1961-FOTO-Franz-Antonicek.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 390px) 100vw, 390px\" \/><\/a>Zum einen erkennt er, dass heutzutage Journalisten, will man sie f\u00fcr etwas gewinnen, spektakul\u00e4re Bilder brauchen. Im Fall der Lobau am besten Fotos von echten Wildtieren. Also angelt sich Klein die Meister aller Klassen: <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/franz-antonicek-der-waldlaeufer-mit-der-kamera\/\">Franz Antonicek<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/norbert-sendor-seit-1953-in-der-lobau\/\">Norbert Sendor<\/a>, ein Zweiergespann, das seit Mitte der 1950er-Jahre gewisserma\u00dfen nichts anderes tut, als mehr oder weniger legal in den Donau-Auen Hirsche, Kormorane, Reiher und Eisv\u00f6gel zu fotografieren.<\/p>\n<h3>Mit Fotos, Krone und Fernsehen zum Erfolg<\/h3>\n<p>Mit den Werken von Antonicek und Sendor sichert sich Klein das Interesse der Tageszeitungen. Ihren Lesern wird der Wert der Lobau \u00fcber nie gesehene Fotos von m\u00e4chtigen Hirschen und vermeintlich exotischen V\u00f6geln n\u00e4hergebracht. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.<\/p>\n<p><span data-huuid=\"11644228949729247878\">Die <a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Neue_Kronen_Zeitung\">Kronen Zeitung<\/a> z\u00e4hlt in den 1970er-Jahren &#8211; gemessen an der Einwohnerzahl \u00d6sterreichs &#8211; zu den einflussreichsten Zeitungen der Welt. <\/span>Das Fernsehen ist so m\u00e4chtig wie nie zuvor &#8211; 1967 war der ORF mit Inkrafttreten des neuen Rundfunkgesetzes gewisserma\u00dfen entfesselt worden. Aus dem Ansinnen, mehr B\u00fcrgerbeteiligung zu erzielen, entsteht auch die popul\u00e4re Live-Diskussions-Sendung <em>&#8220;In eigener Sache&#8221;<\/em> &#8211; mit Fernsehdirektor <a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Helmut_Zilk\">Helmut Zilk<\/a> als Moderator.<\/p>\n<p>Anton Klein wittert eine Chance auf wahrhaft \u00fcberregionale Aufmerksamkeit. Am 16. Juli 1972 meldet er sich bei <em>&#8220;In eigener Sache&#8221;<\/em> vor einem Millionenpublikum zu Wort und warnt live und beherzt vor der Zerst\u00f6rung der Lobau.&nbsp; <em>\u201eLobau darf nicht sterben!\u201c<\/em> ist fortan in aller Munde. <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/In-eigener-Sache-10-Sept-1972-Anton-Klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-7670 alignright\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/In-eigener-Sache-10-Sept-1972-Anton-Klein-300x233.jpg\" alt=\"\" width=\"367\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/In-eigener-Sache-10-Sept-1972-Anton-Klein-300x233.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/In-eigener-Sache-10-Sept-1972-Anton-Klein-768x597.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/In-eigener-Sache-10-Sept-1972-Anton-Klein-117x91.jpg 117w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/In-eigener-Sache-10-Sept-1972-Anton-Klein.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 367px) 100vw, 367px\" \/><\/a>Neben dem Naturschutzbund ist nun auch der WWF mit an Bord.<\/p>\n<p>Am 10. September 1972 gelingt Klein bei Zilks Live-Sendung neuerlich ein Coup. Beim Diskussionsthema \u201eStiefkind Radfahrer\u201c pl\u00e4diert er f\u00fcr einen Radfahrweg \u00fcber die neu errichtete Praterbr\u00fccke, schlie\u00dft sein Statement jedoch listenreich mit einem flammenden Appell zur Rettung der Lobau.<\/p>\n<p>Eine Woche sp\u00e4ter, am 17. September, organisiert er mit seinen Gefolgsleuten die <a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/eine-tolle-geschichte-die-erste-oesterreichische-radfahrer-demo\/\">erste \u00f6sterreichische Radfahrer-Demo<\/a>. Unter gr\u00f6\u00dfter Beachtung der Medien kommen &#8211; der Legende nach &#8211; etwa zweitausend Radfahrer zusammen, um gemeinsam in die Lobau zu pilgern \u2013 und um sich dabei von Anton Klein eintrichtern zu lassen, dass diese unbedingt gerettet werden m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Als der 30j\u00e4hrige, \u00fcberaus eloquente \u00d6kologe <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bernd_L%C3%B6tsch\">Bernd L\u00f6tsch<\/a> im Kampf gegen die Br\u00fccke \u00fcber den Neusiedlersee in Zeitungen und Fernsehen einen Punkt nach dem anderen sammelt, zieht ihn Klein kurzerhand an seine Seite &#8211; ein weiterer wichtiger Schritt zur medialen Dauerpr\u00e4senz.<\/p>\n<h3>Die Politiker knicken ein<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Unterschrift-Bernhard-Grzimek-1972.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-7722 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Unterschrift-Bernhard-Grzimek-1972-300x178.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"178\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Unterschrift-Bernhard-Grzimek-1972-300x178.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Unterschrift-Bernhard-Grzimek-1972.jpg 601w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Mitte 1972 erreicht die Aufregung um die geplante Zerst\u00f6rung der Lobau die Wiener Stadtregierung. Anton Klein erh\u00f6ht den Druck und holt sich raffiniert einen internationalen Promi als Unterst\u00fctzer: Den ber\u00fchmten deutschen Fernseh-Tierprofessor <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bernhard_Grzimek\">Prof. DDr. Bernhard Grzimek<\/a> (ARD-Fernsehreihe <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ein_Platz_f%C3%BCr_Tiere\">&#8220;Ein Platz f\u00fcr Tiere&#8221;<\/a>).<\/p>\n<p>Grzimek ist Naturschutzbeauftragter der deutschen Bundesregierung, Direktor des Frankfurter Zoos, Pr\u00e4sident der legend\u00e4ren Frankfurter Zoologischen Gesellschaft und quasi nebenbei <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Serengeti_darf_nicht_sterben\">Oscar-Preistr\u00e4ger<\/a>. Sein Wort hat auch in \u00d6sterreich Gewicht.<\/p>\n<p>Am 18. Dezember 1972 richtet der Tierprofessor an Anton Klein einen in der Sache eindeutigen Brief (<em>&#8221; &#8230; <\/em><span class=\"Flietext\"><span lang=\"DE\"><em>unverantwortlich, dass aus reinen Industriegr\u00fcnden ein solch wertvolles und altes Naherholungsgebiet einer Gro\u00dfstadt zerst\u00f6rt werden soll &#8230;<\/em>&#8220;). Seine flammenden Worte f\u00fcllen kurz darauf die Spalten der \u00f6sterreichischen Tageszeitungen.<\/span><\/span><\/p>\n<p>Angesichts des medialen Drucks und vielleicht auch angesichts Kleins allzeit gut verschlossener Aktentasche, die angeblich Zehntausende Unterschriften enth\u00e4lt, knicken die Politiker ein: 1973 werden Autobahn und Schnellstra\u00dfe (<a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Bundesstra%C3%9Fennetz\">Bundesstra\u00dfengesetz 1971<\/a>) de facto abgesagt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/KRONE-10-Nov-1972-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7671 alignright\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/KRONE-10-Nov-1972-300x153.jpg\" alt=\"\" width=\"429\" height=\"219\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/KRONE-10-Nov-1972-300x153.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/KRONE-10-Nov-1972-1024x522.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/KRONE-10-Nov-1972-768x391.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/KRONE-10-Nov-1972-1536x783.jpg 1536w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/KRONE-10-Nov-1972-2048x1044.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 429px) 100vw, 429px\" \/><\/a>Im Dezember 1973 fordert Anton Klein in einem Brief an den Magistrat als erster die Errichtung eines Nationalparks, im J\u00e4nner 1974 wiederholt er seine Forderung in der Kronen-Zeitung.<\/p>\n<p>Wien widmet flugs Industriegebiet wieder in Landschaftsschutzgebiet zur\u00fcck und startet eine <em>&#8220;Stadtentwicklungsenquete&#8221;<\/em> mit Anton Klein als Vorsitzenden des Ausschusses 9\/1 \u201eHochwasserschutzbauten \u2013 Lobau\u201c. 1978 wird die Lobau endlich unter Naturschutz gestellt.<\/p>\n<p>Die <em>&#8220;Zierfischfreunde Donaustadt&#8221;<\/em> gestalten Ende 1972 in ihrem Kellerlokal eine mit zahlreichen Aquarien best\u00fcckte <em>&#8220;Lobau-Ausstellung&#8221;<\/em>, die 1975 als <em>&#8220;Lobaumuseum&#8221;<\/em> in einem historischen Geb\u00e4ude in der Oberen Lobau f\u00fcr 34 Jahre ihre Heimat findet.<\/p>\n<p><strong>Dem Obmann eines Aquarienvereins und einem H\u00e4ufchen von Mitgliedern war es mit verbl\u00fcffendem Gesp\u00fcr f\u00fcr eine sich wandelnde Medienwelt und f\u00fcr eine neue, vielschichtige Art der <\/strong><strong>\u00f6ffentlichen Auseinandersetzung gelungen, Bev\u00f6lkerung und Politik aufzur\u00fctteln &#8211; und die Lobau f\u00fcr ihre Nachkommen zu bewahren.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Fotos: Archiv Lobaumuseum, Screenshot ORF, Franz Antonicek<\/em><\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Mittmannsgruber, Wieland (2013): 50 Jahre Naturschutzbund Ober\u00f6sterreich. In: Informativ. Ein Magazin des Naturschutzbundes Ober\u00f6sterreich, Nr. 70\/Juni 2013 (S.4)<\/li>\n<li>Styria Mobile Team, Michael (2010): Eggenberger Trasse st\u00fcrzt B\u00fcrgermeister. In: Styria-Mobile &#8211; Portal f\u00fcr Verkehr, Bauprojekte, Stadtentwicklung und Infrastruktur in der Steiermark, 15. Mai 2010 [online]<\/li>\n<li>Veichtlbauer, Ortrun (2007): Zeittafel zur Umweltgeschichte \u00d6sterreichs seit 1945. In: BOKU Zentrum f\u00fcr Umweltgeschichte [online]<\/li>\n<li>N. N. (1994): 80 Jahre und kein bisschen leise. Der \u00d6sterreichische Naturschutzbund &#8211; ein Umweltsch\u00fctzer der ersten Stunde. In: Natur und Land, 1\/1994 (S. 7 &#8211; 27)<\/li>\n<li>K\u00f6ttner-Benigni, Klara (1994): Der steinige Weg zum Nationalpark. In: Volk und Heimat &#8211; Zeitschrift f\u00fcr Kultur und Bildung des Volksbildungswerks f\u00fcr das Burgenland, Jahrgang 49, Ausgabe 3\/94 (S. 10)<\/li>\n<li>Klein, Anton (1971): Forderungsprogramm der Aktion zum Schutz der Wiener Aulandschaft. In: Das Steckenpferd, 3. Jahrgang, J\u00e4nner 1971 (S. 18-20)<\/li>\n<li>Frick, Johanna (1970): Schutz f\u00fcr die Wiener Aulandschaften. In: Wiener Zeitung, 25. November 1970<\/li>\n<li>N. N. (1970): Alarm um Lobau und Wiener Prater. In: Die Presse, 24. November 1970<\/li>\n<li>Klein, Anton (1970): Der Wiederk\u00e4uer (Bericht Treffen 19. Oktober 1970). In: Das Steckenpferd, 2. Jahrgang, November 1970 (S. 20)<\/li>\n<li>Klein, Anton (1970): Die Lobau \u2013 Lungenfl\u00fcgel der Weltstadt Wien. In: Das Steckenpferd, 2. Jahrgang, Juli\/August 1970 (S. 7-8)<\/li>\n<li>Klein, Anton (1970): Die T\u00fcmpel- und Fotosafari der \u201eDonaust\u00e4dter\u201c in die Lobau. In: Das Steckenpferd, 2. Jahrgang, Mai 1970 (S.30)<\/li>\n<li>Klein, Anton (1970): Bedrohung der Lobau und des Marchfeldes. In: Das Steckenpferd, 2. Jahrgang, Mai 1970 (S. 31)<\/li>\n<li>Klein, Anton (1970): T\u00fcmpel- und Fototour in die Lobau (mit dem Herpetologen Erich Sochurek). In: Vereinsmitteilung der Zierfischfreunde Donaustadt, April 1970<\/li>\n<li>Klein, Anton (1970): Vereinsprogramme: Zierfischfreunde Donaustadt. In: In: Das Steckenpferd, 2. Jahrgang, April 1970 (S. 29)<\/li>\n<li>Klein, Anton (1969). Brief an die Kronen-Zeitung, datiert 14. November 1969. Betreff: Ank\u00fcndigung Farb-Dia-Wettbewerb. L\u00f6sung des T\u00fcmpelproblems (unver\u00f6ffentl.)<\/li>\n<li>Klein, Anton (1969): Erhalten und Anlegen von Plankton-T\u00fcmpeln. In: Brief des Verbandes der \u00d6sterreichischen Aquarien- und Terrarienvereine an B\u00fcrgermeister Dr. Bruno Marek, datiert 19. Mai 1969 (Entwurf)<\/li>\n<li>N. N. (1958): Badgastein gegen Kraftwerkbau. In: Neuer Kurier, 26. April 1958 (S.8)<\/li>\n<li>N. N. (1950): Bericht \u00fcber die Hauptversammlung des \u00d6sterreichischen Naturschutzbundes. In: Wiener Universit\u00e4tszeitung, 15. April 1950 (S. 3)<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"notranslate\" style=\"all: initial;\">&nbsp;<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Donaust\u00e4dter B\u00fcrgerinitiative &#8220;Lobau darf nicht sterben!&#8221; gelingt es Anfang der 1970er-Jahre, die Lobau vor einer Autobahn und einer Schnellstra\u00dfe zu bewahren. Ein zusammengew\u00fcrfelter Haufen beherzter B\u00fcrger schafft es mit Beharrlichkeit, Weitblick und Tricks, bundesweit multimediales Aufsehen zu erregen und wird damit zum Vorbild f\u00fcr nachfolgende Naturschutz- und Umweltkampagnen. Hier eine erste zeitgeschichtliche Einordnung: Die genialen Kabinettst\u00fccke des Polizei-Bezirksinspektors Anton Klein. Was damals und davor geschah. 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