{"id":2226,"date":"2018-06-10T22:51:59","date_gmt":"2018-06-10T20:51:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/?p=2226"},"modified":"2026-04-26T09:38:25","modified_gmt":"2026-04-26T07:38:25","slug":"lobau-rettung-das-verschwundene-trinkwasserwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/lobau-rettung-das-verschwundene-trinkwasserwerk\/","title":{"rendered":"Lobau-Rettung? Das verschwundene Trinkwasserwerk"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Untere Lobau vertrocknet vor unseren Augen. Eine M\u00f6glichkeit, sie zu retten, w\u00e4re die Einspeisung von Wasser aus der Donau. <\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_2228\" aria-describedby=\"caption-attachment-2228\" style=\"width: 446px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2228\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG-20180428-WA0007-300x174.jpg\" alt=\"\" width=\"446\" height=\"259\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG-20180428-WA0007-300x174.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG-20180428-WA0007-768x446.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG-20180428-WA0007-1024x595.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG-20180428-WA0007-265x153.jpg 265w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG-20180428-WA0007-148x85.jpg 148w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG-20180428-WA0007-193x112.jpg 193w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG-20180428-WA0007-71x40.jpg 71w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG-20180428-WA0007.jpg 1549w\" sizes=\"auto, (max-width: 446px) 100vw, 446px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2228\" class=\"wp-caption-text\">Mittelwasser, Ebersch\u00fcttwasser, Lausgrund verlanden unaufh\u00f6rlich<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Nach jahrzehntelangen \u00dcberlegungen, unz\u00e4hligen wissenschaftlichen Erhebungen und Ausgaben von mehr als sechs Millionen Euro kommt die Stadt Wien 2015 zum Schluss, dass die Untere Lobau &nbsp;&#8211; und damit der wichtigste Wiener Anteil des Nationalparks Donauauen \u2013 <\/strong><strong>zum Sterben verurteilt sei. Eine Einleitung von Donauwasser w\u00e4re nicht m\u00f6glich, da es dadurch zu einer Beeintr\u00e4chtigung der Trinkwasserbrunnen k\u00e4me. Man w\u00fcrde aber weiter dar\u00fcber nachdenken und nach L\u00f6sungen suchen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das wird nicht notwendig sein. Es gen\u00fcgt ein Blick ins Archiv:<\/strong><\/p>\n<p>Denn die L\u00f6sung wurde von den Verantwortlichen der Stadt schon vor zwanzig Jahren pr\u00e4sentiert, allerdings nach Investitionen von vielen Millionen Euro von der Politik stillschweigend wieder entsorgt: eine zentrale Grundwasser-Aufbereitungsanlage, das sogenannte &#8220;Wasserwerk Kleeh\u00e4ufel&#8221;.<\/p>\n<p>Das mysteri\u00f6se Schicksal dieses Projektes ist Thema eines Artikels in der Juni-Ausgabe der <strong><span style=\"color: #3366ff;\"><a style=\"color: #3366ff;\" href=\"http:\/\/www.dbz-donaustadt.com\/assets\/files\/Juni.pdf\">DBZ Donaust\u00e4dter Bezirkszeitung<\/a><\/span><\/strong>, in dem der Lobaukenner und Regionalhistoriker Robert Eichert der Sache auf den Grund geht. Das Thema wurde in der Folge auch von den <span style=\"color: #3366ff;\"><a style=\"color: #3366ff;\" href=\"https:\/\/www.noen.at\/gaenserndorf\/gross-enzersdorf-kritik-duerre-statt-wasser-nationalpark-donauauen-duerre-101004546\"><strong>Nieder\u00f6sterreichischen Nachrichten<\/strong><\/a><\/span>&nbsp;aufgegriffen. Dazu ein <span style=\"color: #3366ff;\"><strong><a style=\"color: #3366ff;\" href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Leserbrief-der-Umweltorganisation-VIRUS.pdf\">Leserbrief der Umweltorganisation VIRUS<\/a><\/strong><\/span>.<\/p>\n<p>Die Geschichte beginnt am 22. Juni 2000, als im Amtsblatt der Stadt Wien festgehalten wird, dass f\u00fcr &#8220;Vorarbeiten f\u00fcr eine Wasseraufbereitungsanlage Kleeh\u00e4ufel&#8221; ein Sachkredit in der H\u00f6he von 56,4 Millionen Schilling (etwa 4 Millionen Euro) genehmigt wurde. F\u00fcr das kommende Jahr seien zehn Millionen f\u00fcr den Erwerb von Grundst\u00fccken und 20 Millionen f\u00fcr technische Vorarbeiten vorgesehen.<\/p>\n<p>Am 26. Februar 2003 berichtet die Rathauskorrespondenz &#8211; die Nachrichtenagentur der Stadt Wien &#8211; erstmals \u00fcber ein f\u00fcr die Wiener Bev\u00f6lkerung offenbar lebenswichtiges neues Vorhaben: das Zentralwasserwerk Kleeh\u00e4ufel in der N\u00e4he des \u00f6stlichen Endes der Alten Donau, in dem k\u00fcnftig das Grundwasser aus den Brunnen Lobau, Donauinsel und Nussdorf aufbereitet werden sollte, um endlich die Versorgung der Stadt in Hitzeperioden und in Katastrophensituationen, etwa bei Ausfall einer der beiden Hochquellenleitungen, sicherstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ein Nebeneffekt aus heutiger Sicht: W\u00fcrde das Trinkwasser aus den Brunnen der Unteren Lobau hier aufbereitet werden, g\u00e4be es kein Argument mehr gegen eine Bew\u00e4sserung des immer trockener werdenden, bedeutendsten Teil des Wiener Nationalparks. Die Lobau k\u00f6nnte gerettet werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2227\" aria-describedby=\"caption-attachment-2227\" style=\"width: 507px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2227\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/2003-02-26-kleehaeufel-ein-neues-wasserwerk-entsteht-300x214.jpg\" alt=\"\" width=\"507\" height=\"362\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/2003-02-26-kleehaeufel-ein-neues-wasserwerk-entsteht-300x214.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/2003-02-26-kleehaeufel-ein-neues-wasserwerk-entsteht-768x548.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/2003-02-26-kleehaeufel-ein-neues-wasserwerk-entsteht-1024x731.jpg 1024w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/2003-02-26-kleehaeufel-ein-neues-wasserwerk-entsteht-240x172.jpg 240w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/2003-02-26-kleehaeufel-ein-neues-wasserwerk-entsteht.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 507px) 100vw, 507px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2227\" class=\"wp-caption-text\">StR. DI Isabella Kossina und DI Hans Sailer pr\u00e4sentieren das Siegerprojekt<\/figcaption><\/figure>\n<p>Vor der gro\u00dfen Pr\u00e4sentation durch Umweltstadtr\u00e4tin Isabella Kossina werden also f\u00fcr das Wasserwerk Kleeh\u00e4ufel bereits Grundst\u00fccke angekauft und umfassende Planungen vorgenommen. Schlie\u00dflich wird ein Architekturwettbewerb initiiert und ein Siegerprojekt gek\u00fcrt.<\/p>\n<p>Im Jahr 2004 werden f\u00fcr die erste Ausbaustufe netto 75,5 Millionen Euro genehmigt. Im selben Jahr verk\u00fcnden die Wiener Wasserwerke stolz, dass beim Lobaubrunnen &#8220;Gro\u00df-Rohrw\u00f6rth&#8221; die elektrohydraulischen Einrichtungen bereits <em>&#8220;an die zuk\u00fcnftigen Anforderungen des Wasserwerkes Kleeh\u00e4ufel<\/em>&#8221; angepasst worden seien. Anfang 2005 wird die Baugenehmigung erteilt.<\/p>\n<p>Am 1. Juli 2004 tritt Ulli Sima die Nachfolge von Isabella Kossina an und das Projekt, das die Wasserversorgung von zwei Millionen Menschen sichern sollte,&nbsp; verschwindet im Laufe des darauffolgenden Jahres mir nichts-Dir nichts in der Versenkung.<\/p>\n<p>Der letzte Hinweis darauf ist die Gemeinderatssitzung vom 25. Juni 2008, in der B\u00fcrgermeister Michael H\u00e4upl in seiner Rede feststellt, dass Wien gro\u00dfe Investitionen in die Qualit\u00e4t der Daseinsvorsorge zu finanzieren haben werde. Im Bereich der Wiener Wasserversorgung, so H\u00e4upl,&nbsp; w\u00fcrde dies zum Beispiel hei\u00dfen, dass in den n\u00e4chsten zehn bis zw\u00f6lf Jahren 3200 Kilometer Rohrnetz erneuert werden m\u00fcssten, die 30 Wasserbeh\u00e4lter und die Aqu\u00e4dukte der Hochquellwasserleitungen zu sanieren seien und <strong>\u201e<em>die zentrale Wasseraufbereitung Kleeh\u00e4ufel zur Qualit\u00e4tssicherung ansteht.\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Drei Umweltstadtr\u00e4te sind in das Geschehen verwickelt: Fritz Svihalek, unter dessen \u00c4gide im Jahr 2000 der 56 Millionen Schilling-Kredit f\u00fcr die Planung genehmigt wird, Isabella Kossina, die das Projekt \u00f6ffentlich pr\u00e4sentiert, und Ulli Sima, in deren Amtszeit es begraben wird.<\/p>\n<p>Was ist da passiert? Wohin ist das Geld geflossen? Wer ist f\u00fcr diesen Flop politisch verantwortlich?<\/p>\n<p>Die Austrocknung der Aulandschaften entlang der Donau unterhalb von Wien ist ein jahrzehntelanges Diskussionsthema:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2229 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/12384.l01-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"483\" height=\"322\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/12384.l01-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/12384.l01-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/12384.l01-95x62.jpg 95w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/12384.l01.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 483px) 100vw, 483px\" \/>Im Juni 1966 wird das Grundwasserwerk \u201eUntere Lobau\u201c durch Bundespr\u00e4sident Franz Jonas offiziell in Betrieb genommen. Ein erster Kinnhaken f\u00fcr die Lobau: Denn dreieinhalb Jahre sp\u00e4ter wird aus Sorge um die Wasserqualit\u00e4t kurzerhand das idyllische G\u00e4nshaufenwasser zugesch\u00fcttet.<\/p>\n<p>Gegen das gef\u00e4hrliche \u00d6ltanklager Lobau wird im Gegensatz dazu nichts unternommen. Es wird 1970 sogar ausgebaut.<\/p>\n<p>1989, knapp 20 Jahre sp\u00e4ter, brennt in diesem Zusammenhang der Hut: Im Grundwasser werden \u00d6lspuren nachgewiesen. Die Errichtung von Sperrbrunnen wird somit unerl\u00e4sslich \u2013 auch wenn viele bef\u00fcrchten, \u201e<em>dass die Sperrbrunnen die Austrocknung der Lobau versch\u00e4rfen<\/em>\u201c w\u00fcrden. Aber bald w\u00fcrde die Lobau ja ohnehin mit Wasser k\u00fcnstlich dotiert werden, wie es hei\u00dft.<\/p>\n<p>1992 startet eine erste, zaghafte Einspeisung von Wasser aus der Alten und der Neuen Donau ins M\u00fchlwasser und in Teile der Oberen Lobau \u2013 bis heute zu wenig zum Leben, zu viel zum Sterben. In die Untere Lobau gelangt davon kaum ein Tropfen.<\/p>\n<p>1996, als der Nationalpark vor der T\u00fcr steht, &nbsp;ist das \u201eProblem der Austrocknung des Augebietes\u201c ein wichtiges Diskussionsthema. Allen Biologen ist klar, dass das Verlanden der Lobau-Gew\u00e4sser den Zielen des Nationalparks zweifellos entgegen wirken w\u00fcrde. Mittlerweile existiert eine ganze Palette von aufw\u00e4ndigen Studien, die dies eindeutig belegen und die allesamt dringend zur k\u00fcnstlichen Einleitung von Wasser aufrufen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-2231 \" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180526_183746-207x300.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180526_183746-207x300.jpg 207w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180526_183746-768x1112.jpg 768w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180526_183746-707x1024.jpg 707w\" sizes=\"auto, (max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><a href=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Ausschnitt-Karte-Rohrsystem-Kleeh\u00e4ufel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2552 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Ausschnitt-Karte-Rohrsystem-Kleeh\u00e4ufel-300x211.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"211\" srcset=\"https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Ausschnitt-Karte-Rohrsystem-Kleeh\u00e4ufel-300x211.jpg 300w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Ausschnitt-Karte-Rohrsystem-Kleeh\u00e4ufel-200x140.jpg 200w, https:\/\/www.lobaumuseum.wien\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Ausschnitt-Karte-Rohrsystem-Kleeh\u00e4ufel.jpg 315w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Nach dem spurlosen Verschwinden des Projektes \u201eWasseraufbereitungsanlage Kleeh\u00e4ufel\u201c entzieht sich die Stadtregierung einer mutigen Entscheidung und vergibt aus ihrem F\u00fcllhorn eine Reihe von Auftr\u00e4gen f\u00fcr wissenschaftliche Untersuchungen.<\/p>\n<p>Das Ergebnis sind unz\u00e4hlige Konzepte, Pl\u00e4ne und Varianten, wie die Lobau naturnahe bew\u00e4ssert werden k\u00f6nnte. Der Konsens aller Erkenntnisse: Die Landschaft vertrocknet, die Tier- und Pflanzenvielfalt verringert sich und all dies l\u00e4uft selbstverst\u00e4ndlich den Bestrebungen des Nationalparks entgegen. Viele Millionen Euro werden ausgegeben, eine wasserrechtliche Genehmigungen werden beantragt, Grabungsarbeiten werden begonnen, Messplattformen mit wunderbaren Informationstafeln montiert (siehe Foto rechts) \u2013 am Ende wird 2014 alles wie aus heiterem Himmel gestoppt. 2015 hei\u00dft es zu s\u00e4mtlichen Bew\u00e4sserungspl\u00e4nen: leider nein. Es w\u00e4re n\u00e4mlich das Trinkwasser gef\u00e4hrdet &#8230;<\/p>\n<p>Zwischen 1938 und 2010 sind in der Lobau 34 Prozent der Augew\u00e4sser und der zumindest zeitweise unter Wasser stehenden Fl\u00e4chen verloren gegangen. Wer die Gegend regelm\u00e4\u00dfig besucht, meint zu erkennen, dass diese Entwicklung Jahr f\u00fcr Jahr rascher abzulaufen scheint. Es ist nicht l\u00e4nger f\u00fcnf vor zw\u00f6lf, es ist bereits zw\u00f6lf.<\/p>\n<p>Robert Eichert in der Donaust\u00e4dter Bezirkszeitung&nbsp;<em>\u201eH\u00e4tte&nbsp;man dieses Projekt nicht wieder&nbsp;ausradiert, w\u00e4re es heute m\u00f6glich,&nbsp;die Lobau vor dem Verdursten&nbsp;<\/em><em>zu bewahren, ohne das&nbsp;Trinkwasser zu gef\u00e4hrden. Dann&nbsp;st\u00fcnde einer Dotation der Unteren&nbsp;Lobau nichts mehr im Wege. Die Lobau darf nicht sterben!&#8221;<\/em><\/p>\n<p><strong>Nachtrag:<\/strong><br \/>\nAnton Klein, der Gr\u00fcnder des Lobaumuseums, startete im Juli 1970 die Aktion \u201eLobau darf nicht&nbsp; sterben!\u201c. Es war die erste \u00f6sterreichische B\u00fcrgerinitiative.<\/p>\n<p><strong>Fotos:<\/strong><br \/>\nKurt Kracher, Rathauskorrespondenz\/Pressefoto Votava, Manfred Christ<\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><br \/>\n<span style=\"color: #3366ff;\"><a style=\"color: #3366ff;\" href=\"https:\/\/derstandard.at\/1079943\/Die-Stadt-braucht-mehr-Wasserreserven\">&#8220;Die Stadt braucht mehr Wasserreserven&#8221; (Standard, 23.9.2002)<\/a><br \/>\n<a style=\"color: #3366ff;\" href=\"https:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20020923_OTS0068\/kossina-bevoelkerung-schaetzt-hohe-qualitaet-des-wiener-wassers\">&#8220;Kossina: Bev\u00f6lkerung sch\u00e4tzt hohe Qualit\u00e4t des Wiener Wassers&#8221; (OTS\/Rathauskorrespondenz 23.9.2002)<\/a><br \/>\n<a style=\"color: #3366ff;\" href=\"https:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20030226_OTS0082\/kleehaeufel-ein-neues-wasserwerk-entsteht\">&#8220;Kleeh\u00e4ufel: Ein neues Wasserwerk entsteht&#8221; (OTS\/Rathauskorrespondenz 26.2.2003<\/a>)<br \/>\n<a style=\"color: #3366ff;\" href=\"https:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20021227_OTS0053\/oxonitsch-entscheidende-vorhaben-fuer-die-zukunft-wiens-2\">&#8220;Oxonitsch: Entscheidende Vorhaben f\u00fcr die Zukunft Wiens&#8221; (OTS\/Rathauskorrespondenz 27.12.2002)<\/a><br \/>\n<a style=\"color: #3366ff;\" href=\"https:\/\/www.wien.gv.at\/mdb\/gr\/\">Sitzungsberichte und w\u00f6rtliche Protokolle des Wiener Gemeinderats<\/a><br \/>\n<\/span>&#8220;Die Leistungen der Stadt Wien&#8221;, Band 2004<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Untere Lobau vertrocknet vor unseren Augen. 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