Wasserentzug durch Sperrbrunnen: Absicht oder Versäumnis?

Die Lobau vertrocknet – auch wenn das Regenwetter die Dramatik der Situation im Mai 2019 verschleiert hat. Die Gründe sind vielfältig, manche von ihnen sind hausgemacht und dadurch beinahe unfassbar.

Ölhafen (Foto: Robert Eichert)

Da wären zum Beispiel die Sperrbrunnen entlang des Donau-Oder-Kanals, die viele Jahre lang die Trinkwasserbrunnen der Lobau vor dem Grundwasser im ölverseuchten Boden des Tanklagers geschützt haben. Das möglicherweise ölbelastete Grundwasser wurde – ehe es in die Nähe der Trinkwasserbrunnen gelangen konnte – vorsorglich in die Donau ausgeleitet. Seit zehn (!) Jahren jedoch ist das wegen anderer und besserer Sicherheitsmaßnahmen nicht mehr notwendig.

Es hat sich allerdings gewissermaßen niemand gefunden, der die nunmehr unnötigen Sperrbrunnen am Donau-Oder-Kanal wieder außer Betrieb nimmt. So leiten sie offenbar bis heute ohne jeden Sinn und Zweck ungeheure Mengen an Grundwasser aus der Lobau in die Donau.

Wieso das trotz der Austrocknung und der Verlandung der Lobau geschieht und was sonst noch alles dahinter steckt, hat der lobauverliebte, akribische Wiener Journalist Robert Poth Fakt für Fakt zusammengefasst.

Sein erstaunlicher Bericht „LOBAU: WASSERENTZUG DURCH UNNÖTIGE SPERRBRUNNEN“

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