Silberreiher und Seidenreiher!

Silberreiher und Seidenreiher!

Wer in diesen Tagen von der Aussichtsplattform der Gänshaufentraverse in Richtung Kühwörtherwasser blickt, kann mit etwas Glück Silberreiher Feder an Feder mit Seidenreihern beobachten. Die kleinen Seidenreiher sind ursprünglich in Südeuropa zuhause, drängen jedoch nach Norden. Seit ungefähr 15 Jahren gelten sie in Österreich als regelmäßige Brutvögel. Wenn die Lobaugewässer zufrieren, werden die Reiher weiterziehen. Foto: Kurt Kracher

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Stare verdunkeln den Himmel

Stare verdunkeln den Himmel

Im Bereich Lausgrundwasser, Eberschüttwasser und Künigltraverse verbringt seit Ende August ein wahrhaft riesiger Staren-Schwarm die Nacht. Die Vögel haben sich versammelt, um von hier gemeinsam nach Süden in die Winterquartiere zu ziehen. Bei Sonnenuntergang fliegen sie lautstark zwitschernd und weithin hörbar zu ihren Schlafplätzen im Schilf, in Sträuchern und in Bäumen. Kurt Kracher: „Es sind so viele, dass sie einige Minuten lang beinahe den Himmel verdunkeln.“ Laut Eva Karner-Ranner von BirdLife Österreich beginnt der herbstliche…

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Traurig: der Groß-Enzersdorfer Arm

Traurig: der Groß-Enzersdorfer Arm

Seit Ende Juli (!) nur noch ein schmales Rinnsal … dabei wird in die Gewässerstrecke, die sich von der Alten Donau durch Stadlau, durch das Mühlwassers über Aspern, über die Esslinger Furt und den Groß-Enzersdorfer Arm bis hinunter zum naturbelassenen 2er-Becken des Donau-Oder-Kanals zieht, offiziell und tatsächlich von Wien her Wasser eingespeist. Allerdings nach der Methode „Zuviel zum Sterben, zuwenig zum Leben.“ Bereits seit 2001 rinnt aus der Neuen und der Alten Donau Wasser in…

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Lokalaugenschein Eberschüttwasser

Lokalaugenschein Eberschüttwasser

Auch wenn die Hitze brütet – Kurt Kracher hat sich Anfang August am Eberschüttwasser mit der Kamera auf die Lauer gelegt. Ergebnis (Zitat): „Ein schwimmender Biber, fliegende Graugänse und eine sehr schöne und durch die segensreiche „Eichert-Quelle“ gut mit Wasser befüllte Aulandschaft.“

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Jämmerlicher Wasserstand: kein Ende abzusehen

Jämmerlicher Wasserstand: kein Ende abzusehen

Bei der Künigltraverse ist nun auch der letzte Ausläufer des 1969 zugeschütteten Gänsehaufenwassers zu einem Tümpel verkommen, die Verlandung schreitet zügig voran. Naturfotograf Kurt Kracher: „Viele Spaziergänger und Radfahrer (mit und ohne Ohrstöpsel) werden trotzdem bei diesem Anblick „ma is des scheeeen“ sagen. Aber wir, die „Alten“, die wir die Lobau seit zig Jahren kennen, sagen das angesichts dieser „Pfütze“ sicher nicht!“ Am Ufer der Pfütze steht wie zum Hohn ein Schild des großen Gewässervernetzungs-…

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Seit Mitte April krabbeln und fleuchen die Maikäfer

Seit Mitte April krabbeln und fleuchen die Maikäfer

Was sich 1951 in Wien abgespielt hat, werden wir vermutlich nie wieder erleben: eine Maikäferplage epischen Ausmaßes. Die Rathauskorrespondenz berichtete, dass die Städtische Tierkörperverwertungsanstalt erstmalig in Österreich mit der Produktion von Maikäfermehl begonnen hätte. In Simmering wurden innerhalb kürzester Zeit 70.000 Kilogramm, das sind rund eine Milliarde Maikäfer, zu 20.000 Kilogramm Geflügel- und Schweinefutter verarbeitet. Im Laufe der 1950er-Jahre blieben die Maikäferinvasionen allmählich aus, weil sie mit den neu aufgekommenen Insektenvergiftungsmitteln erfolgreich bekämpft werden konnten….

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Die ersten Orchideen

Die ersten Orchideen

Das Frühlings-Knabenkraut (Anacamptis morio, früher Orchis morio, auch „Kleines Knabenkraut“) findet man an begünstigten Standorten in der Lobau oft schon Mitte April. Es handelt sich um eine äußerst düngerfeindliche und sonnenliebende Art, die typisch für die kaum von Sträuchern bewachsenen, offenen Heißländen ist. Darüber hinaus gilt das Frühlings-Knabenkraut als häufigste Orchidee des Marchfeld-Schutzdammes. Eine wissenschaftliche Arbeit aus dem Jahr 2006 gibt für den Damm im Bereich Lobau die ungeheure Zahl von 17500 Individuen an. Das…

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Morchelzeit

Morchelzeit

Der Frühling zieht seit jeher Schwammerlsucher in die Au, die nach Maurachen (Mauracherl) Ausschau halten: nach Morcheln! In der Lobau sind das unter anderem die Speise-Morchel (Morchella esculenta) und – nur wenig zeitversetzt – die ihr zum Verwechseln ähnlich sehende Böhmische Verpel (Verpa bohemica) – die ersten Speisepilze des Jahres. Mit Sicherheit unterscheiden kann man sie nur durch eine genaue Inspektion: Bei den Verpeln ist der Rand des Pilzhutes nicht am Stiel angewachsen. Eine Verwechslung…

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Lobaufischer säubern die Lobau

Lobaufischer säubern die Lobau

Der Fischereiverein „Lobaufischer“ hat am 9. April seine traditionelle Frühjahrs-Reinigungsaktion veranstaltet. Mehr als fünfzig Angler zogen von Groß-Enzersdorf mit grünen Müllsäcken aus, um im Nationalpark und an dessen Grenzen die Ufer der Fischereireviere „Donau-Oder-Kanal II + III“ sowie „Mühlwasser Lobau“ (Großenzersdorfer-Arm) von Abfall und Unrat zu säubern. Innerhalb von wenigen Stunden kam ein Anhänger voller gefüllter Müllsäcke zustande. Abgesehen von Bierdosen, Pet-Flaschen und meist zersplitterten Glasflaschen fanden und finden sich dabei immer wieder haarsträubende Kuriositäten:…

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Im Radio: „Patientin Lobau – ein Auwald trocknet aus“

Im Radio: „Patientin Lobau – ein Auwald trocknet aus“

Im nicht-kommerziellen Lokalradio Orange 94.0 ist ab sofort per Internet die Reportage „Patientin Lobau – ein Auwald trocknet aus“ von Christa Reitermayr zu hören: https://cba.fro.at/336888 Die 55 Minuten lange Sendung beschäftigt sich mit der Geschichte der Lobau und den seit Jahrzehnten bestehenden Plänen zu ihrer Bewässerung, die augenscheinlich aus Geldmangel und aufgrund von Interessenskonflikten der involvierten Wiener Magistratsabteilungen blockiert werden. Der Fotograf und Lobauliebhaber Kurt Kracher erzählt über die dramatische Situation des vergangenen Winters, Lokalhistoriker Robert Eichert analysiert…

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