Morchelzeit

Morchelzeit

Der Frühling zieht seit jeher Schwammerlsucher in die Au, die nach Maurachen (Mauracherl) Ausschau halten: nach Morcheln! In der Lobau sind das unter anderem die Speise-Morchel (Morchella esculenta) und – nur wenig zeitversetzt – die ihr zum Verwechseln ähnlich sehende Böhmische Verpel (Verpa bohemica) – die ersten Speisepilze des Jahres. Mit Sicherheit unterscheiden kann man sie nur durch eine genaue Inspektion: Bei den Verpeln ist der Rand des Pilzhutes nicht am Stiel angewachsen. Eine Verwechslung…

weiterlesen

Lobaufischer säubern die Lobau

Lobaufischer säubern die Lobau

Der Fischereiverein „Lobaufischer“ hat am 9. April seine traditionelle Frühjahrs-Reinigungsaktion veranstaltet. Mehr als fünfzig Angler zogen von Groß-Enzersdorf mit grünen Müllsäcken aus, um im Nationalpark und an dessen Grenzen die Ufer der Fischereireviere „Donau-Oder-Kanal II + III“ sowie „Mühlwasser Lobau“ (Großenzersdorfer-Arm) von Abfall und Unrat zu säubern. Innerhalb von wenigen Stunden kam ein Anhänger voller gefüllter Müllsäcke zustande. Abgesehen von Bierdosen, Pet-Flaschen und meist zersplitterten Glasflaschen fanden und finden sich dabei immer wieder haarsträubende Kuriositäten:…

weiterlesen

1948: „Wer rettet in letzter Stunde die Auen bei Wien?“

1948: „Wer rettet in letzter Stunde die Auen bei Wien?“

Im Juni 1948 erschien in der Zeitschrift „Natur und Land“ eine melancholisch-begeisterte Beschreibung der Lobau in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg – verbunden mit einem verzweifelten Aufruf zur Rettung der Wiener Auwälder. Der Autor dieser Zeilen ist der 1882 in Ottakring geborene Pilzkundler Thomas Cernohorsky, 1919 Mitbegründer der „Gesellschaft der Pilzfreunde“, heute „Österreichische Mykologische Gesellschaft“. Cernohorsky war nicht nur für sein Fachwissen bekannt, sondern auch für sein gerades, offenes Wesen und seine menschliche Anteilnahme….

weiterlesen

Im Radio: „Patientin Lobau – ein Auwald trocknet aus“

Im Radio: „Patientin Lobau – ein Auwald trocknet aus“

Im nicht-kommerziellen Lokalradio Orange 94.0 ist ab sofort per Internet die Reportage „Patientin Lobau – ein Auwald trocknet aus“ von Christa Reitermayr zu hören: https://cba.fro.at/336888 Die 55 Minuten lange Sendung beschäftigt sich mit der Geschichte der Lobau und den seit Jahrzehnten bestehenden Plänen zu ihrer Bewässerung, die augenscheinlich aus Geldmangel und aufgrund von Interessenskonflikten der involvierten Wiener Magistratsabteilungen blockiert werden. Der Fotograf und Lobauliebhaber Kurt Kracher erzählt über die dramatische Situation des vergangenen Winters, Lokalhistoriker Robert Eichert analysiert…

weiterlesen

Die Lobau und die Volksbildung

Die Lobau und die Volksbildung

Von Ende des 19. Jahrhunderts an erhoffte man sich in Österreich von der „Bildung für alle“ einen wesentlichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt. So entstand eine Vielzahl von Bildungsvereinen, die späteren Volkshochschulen. Im Rahmen der naturwissenschaftlichen Bildung spielte auch die Lobau aufgrund ihrer Vielfalt und ihrer Nähe zu Wien eine wichtige Rolle. Es waren oft weltbekannte Wissenschaftler und heute legendäre Naturschützer, die in Vortragssälen über sie berichteten, Lichtbilder zeigten und ihre Schüler auf Exkursionen begeisterten. Zwischen…

weiterlesen

Freitag, 30. Juni: Exkursion zu den Libellen

Freitag, 30. Juni: Exkursion zu den Libellen

Die auf Libellen spezialisierte Zoologin Martina Staufer bietet für alle, die sich für diese Flugkünstler interessieren, im Rahmen der „Niederösterreichischen Naturschutzakademie“ eine selten angebotene Exkursion in die Obere Lobau an. Martina Staufer hat ihre Masterarbeit an der Universität Wien über die Libellenfauna der March-Auen verfasst. Zuletzt hat sie im Auftrag der Stadt Wien und des Landes Niederösterreich nach der seltenen Vogel-Azurjungfer gefahndet. Mit der Lobau ist sie seit jeher verbunden: „Mein privater „Forschungsgarten“ war immer…

weiterlesen

Vereinstreffen – eine Seltenheit

Vereinstreffen – eine Seltenheit

Im Zeitalter der totalen Vernetzung müssen Vereine nicht mehr durch Vereinsabende zusammengehalten werden. Ein gemütliches Treffen zwecks Mahlzeit, Erfahrungsaustausch und Festlegen gemeinsamer Ziele ist deshalb immer etwas Besonderes. Die Verbündeten des „Lobaumuseums“ versammelten sich am 25. März nach langer Pause wieder einmal stilgerecht am Rande der Lobau bei „Tonis Inselgrill“ – Naturfotografen, Botaniker, Ornithologen, Historiker und Medienleute. Thema Nummer eins der strikten Fachgespräche: Die Verlandung der Lobau und das Für und Wider einer Wassereinspeisung. Foto: Elisabeth…

weiterlesen

Trockenheit fürs Erste überwunden

Trockenheit fürs Erste überwunden

Das kleine Eberschüttwasser ist wieder mit Wasser gefüllt. Ein Hochwasser und die endlich wieder geöffnete „Eichert-Quelle“ (Überschusswasser aus dem Trinkwasserbrunnen) dürften dies bewirkt haben. Vermutlich steht auch im Lausgrund wieder Wasser. Norbert Novak hat am 26. März den Hauptarm des Eberschüttwassers besucht. Ergebnis: Der Wasserstand am Bootsplatz der „Lobaufischer“ ist zwar nicht sensationell, aber sichtlich in Ordnung. Novak: „Kann wieder Entwarnung geben!“ Titelfoto: Kurt Kracher Foto Bootsplatz: Norbert Novak  

weiterlesen

Schneeglöckerlzeit

Schneeglöckerlzeit

Die Lobau wurde bis vor kurzem von einem wunderbaren, weißen  Mantel aus Schneeglöckchen bedeckt – ein Frühlingsbeginn zum Seufzen. Vor etwa 25 Jahren hat das Lobau-Museum unter der Führung von Anton Klein zu diesem Anlass ein sorgenvolles und mahnendes Informationsblatt verteilt: „Pflücken Sie bitte nicht Körbe und Taschen voll, sondern begnügen Sie sich mit einem Strauß, den Sie bequem mit einer Hand umspannen können. Das Gesetz erlaubt einen „Handstrauß“. Wir alle wissen, was damit gemeint ist: jedenfalls…

weiterlesen

Auch in der Lobau: Die Eschen sterben

Auch in der Lobau: Die Eschen sterben

Im Umfeld des Donau-Oder-Kanals werden derzeit entlang der Spazierwege reihenweise Eschen gefällt. Der tragische Hintergrund: ein aus Ostasien eingeschleppter, mikroskopisch kleiner Pilz, der auf Eschen spezialisiert ist und sie in vergleichsweise kurzer Zeit zum Absterben bringt. 2005 wurde der Krankheitserreger in Österreich zum ersten Mal nachgewiesen; mittlerweile kommt er im gesamten Bundesgebiet vor. Die Pilzsporen verbreiten sich mit dem Wind über die abgeworfenen Blätter. Am Ende faulen die Wurzeln ab und die Esche stürzt ohne…

weiterlesen
1 7 8 9 10 11 13