„Das Steckenpferd“ für die Nationalbibliothek

Anton Klein, der Gründer des Lobaumuseums, hat von 1969 bis 1973 eine selbstfabrizierte Zeitschrift herausgegeben. Titel: „Das Steckenpferd“. Die letzten halbwegs intakten Exemplare wurden am 23. August von Schriftführer Manfred Christ im Namen des Vereines der Nationalbibliothek übergeben.

Dr. Josef Steiner, Leiter der Hauptabteilung Bestandsaufbau und Bearbeitung, wird die Hefte binden und scannen lassen. Die Scans werden dem Verein anschließend zur weiteren historischen Bearbeitung überlassen.

Das „Steckenpferd“ war von Klein ursprünglich als Aquarienzeitschrift konzipiert, im Rahmen des naturwissenschaftlichen Vereins „Zierfischfreunde Donaustadt“, dem Vorläufer des Lobaumuseums. Ab 1971 wurde die Zeitschrift zusehends zum Sprachrohr der Initiative „Lobau darf nicht sterben!“ Insgesamt sind 39 Ausgaben erschienen. Dazu kommt eine elfseitige „Sonderausgabe“ aus dem Jahr 2006, sowie sieben Briefe unter der Überschrift „Umdenker-Steckenpferd“, die der hochbetagte Anton Klein zwischen Februar und Juni 2011 via Facebook und Email veröffentlicht hat. 

Anton Klein hat die Hefte seinerzeit zu einem guten Teil selbst verfasst, obwohl es bis 1973 in Summe 55 Autoren gab, die mit ihren Artikeln zum Gelingen der Zeitschrift beigetragen haben. Klein hat das „Steckenpferd“ mit eigenen Händen gedruckt und meist per Fahrrad selbst ausgeliefert. Verkaufsstellen waren in erster Linie die Wiener Tierhandlungen. Der Einzelpreis betrug 1.50 Schilling.

Darüber hinaus wurden die Hefte eine geraume Zeit auch an die Mitglieder der Wiener und Niederösterreichischen Aquarien- und Terrarienvereine versandt.

Die Hefte März und April 1969 sind leider trotz intensiver Suche verschollen geblieben. Wer noch das eine oder andere Exemplar in seinem Besitz hat: Bitte bei uns melden!

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