Anton Klein: das Zeitzeugen-Video

Anton Klein: das Zeitzeugen-Video

  Die Biologen Herbert Schneider (Autor) und Gerald Navara (Kamera) wurden Ende der 1990er-Jahre vom Nationalpark Donauauen damit beauftragt, Zeitzeugen zu interviewen und die Interviews auf Video festzuhalten. Zu diesen Zeitzeugen gehört auch Anton Klein, der 2013 verstorbene Gründer des Lobaumuseums. Ab sofort ist dieses Interview aus dem Jahr 1999 auf der Infothek des Nationalparks für jedermann zu sehen und zu hören. Es sind die Erzählungen eines Mannes, dessen Lebenskraft von der Donau und ihren…

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Der Photograph von Mühlleiten

Der Photograph von Mühlleiten

Die vermutlich ältesten Ansichtskarten der Ortschaft Mühlleiten bei Groß-Enzersdorf stammen von Anfang des 20. Jahrhunderts. Urheber ist der 1862 in Wien-Leopoldstadt geborene Photograph August Ludwig Holzmann, der in Wien-Kaisermühlen bis 1905 ein Atelier betrieb und in der Folge mit seiner Frau und seinem zweijährigen Sohn nach Mühlleiten zog. Seine Fotos zeigen das Haus der Greißlerin, die Volksschule, das k. u. k. Jägerhaus, den Wirt und die Kapelle. Holzmanns Enkel, der in Groß-Enzersdorf aufgewachsene Historiker und…

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Peter Appelius: Wie wir zu Fischen wurden

Peter Appelius: Wie wir zu Fischen wurden

PETER APPELIUS, geboren 1937 in Wien-Erdberg, ist Literat, Musiker, begeisterter Lobau-Liebhaber und einer der ersten Taucher, der die Altwässer der Lobau erkundete: Wie wir zu Fischen wurden und mit Flossen zu schwimmen lernten Ein Rückblick auf unsere ersten Unterwasserphotos im Jahr 1957 mit einer tiefen Verbeugung vor Hans Hass, den Begründer des modernen Tauchens ln meinem Geburtsjahr führte die Maturareise den 18jährigen Wiener Hans Hass an die französische Riviera. Dort traf Hass auf einen amerikanischen…

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Präsident des Wiener Naturschutzbundes gestorben

Präsident des Wiener Naturschutzbundes gestorben

Am 16. August 2017 ist Ing. Hannes Minich, Förster im Ruhestand und als jahrzehntelanger Präsident des Wiener Naturschutzbundes gewissermaßen eine Institution, im 72. Lebensjahr überraschend an einem Herzinfarkt verstorben. Minich hat seit den 1970er-Jahren für die von Politikern tausend Mal versprochene, aber bis heute nicht vollständige durchgeführte Schließung des Wiener Wald- und Wiesengürtels gekämpft. Als er 2013 – anlässlich des 100jährigen Bestehens des Österreichischen Naturschutzbundes – nach seinem größten Wunsch gefragt wurde, antwortete er: „Ein…

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Ernst Zecha – ein legendärer Lobauförster

Ernst Zecha – ein legendärer Lobauförster

Oberförster Ernst Zecha ist am 29. Juni 2017 im 99. Lebensjahr verstorben. Er war jahrzehntelang für die Lobau verantwortlich und ist dabei zur Legende geworden. Mit dem 1998 erschienenen Buch „Hirsche in der Lobau – Aufzeichnungen aus den Donauauen“ wurde er weit über sein Revier hinaus bekannt. „Die Vorstellung, in einer Kanzlei zu versauern, war mir unerträglich; ich wollte draußen sein, wollte in der Praxis tätig sein, etwas anderes wäre überhaupt nie in Frage gekommen.“…

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Das sagenhafte Überschwemmungsgebiet

Das sagenhafte Überschwemmungsgebiet

Die Lobau reichte einst über das die Donau begleitende Überschwemmungsgebiet bis hinein in die Stadt. Anfang der 1970er-Jahre fiel diese vielgeliebte und besungene „Donauwies’n“ dem Bau des Entlastungsgerinnes zum Opfer. Das im Zuge der Donaubegradigung zwischen 1870 und 1875 entstandene Überschwemmungsgebiet war für die Wiener ein leicht erreichbarer Erholungsraum, ein Badegebiet und ein Abenteuerspielplatz. Es bot überdies die Möglichkeit, Fußball-Matches auszutragen, große Segel- und kleine Modellflugzeuge zu steuern und Drachen steigen zu lassen. Wer es gemütlicher angehen…

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1948: „Wer rettet in letzter Stunde die Auen bei Wien?“

1948: „Wer rettet in letzter Stunde die Auen bei Wien?“

Im Juni 1948 erschien in der Zeitschrift „Natur und Land“ eine melancholisch-begeisterte Beschreibung der Lobau in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg – verbunden mit einem verzweifelten Aufruf zur Rettung der Wiener Auwälder. Der Autor dieser Zeilen ist der 1882 in Ottakring geborene Pilzkundler Thomas Cernohorsky, 1919 Mitbegründer der „Gesellschaft der Pilzfreunde“, heute „Österreichische Mykologische Gesellschaft“. Cernohorsky war nicht nur für sein Fachwissen bekannt, sondern auch für sein gerades, offenes Wesen und seine menschliche Anteilnahme….

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Die Lobau und die Volksbildung

Die Lobau und die Volksbildung

Von Ende des 19. Jahrhunderts an erhoffte man sich in Österreich von der „Bildung für alle“ einen wesentlichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt. So entstand eine Vielzahl von Bildungsvereinen, die späteren Volkshochschulen. Im Rahmen der naturwissenschaftlichen Bildung spielte auch die Lobau aufgrund ihrer Vielfalt und ihrer Nähe zu Wien eine wichtige Rolle. Es waren oft weltbekannte Wissenschaftler und heute legendäre Naturschützer, die in Vortragssälen über sie berichteten, Lichtbilder zeigten und ihre Schüler auf Exkursionen begeisterten. Zwischen…

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Vor hundert Jahren für die Au: Carl August Reitmayer

Vor hundert Jahren für die Au: Carl August Reitmayer

Anton Klein, der Gründer des Lobaumuseums, hat in seiner Liebe und Leidenschaft für den Auwald einen Vorgänger gehabt: Carl August Reitmayer – zu Beginn des 20. Jahrhunderts einer der bekanntesten Aquarianer und Terrarianer Österreichs. Reitmayer beschäftigte sich wie Klein intensiv mit tropischen Tieren und Pflanzen, nutzte aber trotzdem, wiederum wie Anton Klein, jede Gelegenheit, um Plädoyers für die Wunderlandschaft der Donau-Auen zu halten. Hauptberuflich war er Ober-Revisor (Oberrechnungsprüfer) bei der Postsparkasse, wohnhaft in der Schüttelstraße, später in der…

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Ein Bugsierer namens Gnom

Ein Bugsierer namens Gnom

Im vereisten Ölhafen Lobau hat unser Mitglied Robert Kinnl gewissermaßen ein Abschiedsfoto des historischen Verschub-Bugsierschiffes „Gnom“ geschossen. Denn der 1961 in Korneuburg gebaute „Gnom“ hat im Ölhafen ausgedient. Im Dezember 2016 hat ihn der Verein „Freunde historischer Schiffe“ von der Donautankschifffahrtsgesellschaft m. b. H. übernommen. Er wird in Zukunft im Museumshafen im Altarm Greifenstein zu besichtigen sein. Der „Gnom“ ist 19 Meter lang, 5,42 Meter breit und verfügt über zwei 8-Zylinder 4-Takt Dieselmotoren mit je 135…

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